Allianz führt Luccas KI-Transparenz-Index an
Lucca, ein HR-Softwareanbieter, hat 25 große deutsche Arbeitgeber untersucht. Die Studie selbst liegt nicht vor. Der Anbieter verkauft selbst Recruiting-Software.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Der KI-Transparenz-Index von Lucca umfasst 25 der größten deutschen Arbeitgeber.
- Untersucht wurden Bewerber-Datenschutzhinweise, KI-Einsatz im Bewerbungsablauf, Recruiting-Software und unternehmensweite KI-Steuerung.
- Maximal 30 Punkte waren möglich; die Allianz erreichte mit 26 Punkten die höchste Punktzahl.
- Die Deutsche Telekom und SAP folgen laut t3n auf Platz zwei und drei.
- Lucca ist ein HR- und Finanz-Softwareanbieter mit eigenem Bewerbermanagement.
Allianz führt Luccas KI-Transparenz-Index mit 26 von 30 Punkten an
Der HR-Softwareanbieter Lucca hat 25 große deutsche Arbeitgeber darauf geprüft, wie offen sie Bewerber über den KI-Einsatz informieren. Das meldet t3n. Maßstab für die Größe war die Zahl der Mitarbeitenden. Der „KI-Transparenz-Index“ vergibt höchstens 30 Punkte. Je mehr Punkte ein Unternehmen erreicht, desto offener geht es mit KI um. Spitzenreiter ist die Allianz mit 26 Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen laut t3n die Deutsche Telekom und SAP. Ihre Punktzahlen sind im vorliegenden Textauszug abgeschnitten, deshalb nennen wir sie hier nicht.
Das Gesamtergebnis lautet: Deutsche Unternehmen gehen mit KI im Bewerbungsprozess nicht flächendeckend transparent um. Das Schweizer Portal biz24.ch schreibt weiter, nur vier Unternehmen kommunizierten den KI-Einsatz offen. Diese Zahl steht nicht im t3n-Auszug. Sie könnte im abgeschnittenen Teil stehen oder auf biz24.ch selbst zurückgehen. Da der Text offenbar auf t3n beruht, ist er keine unabhängige Bestätigung. Die Angabe lässt sich nicht überprüfen.
Vier Prüffelder: von Datenschutzhinweisen bis zur unternehmensweiten KI-Steuerung
Lucca bewertete laut t3n vier Bereiche. Erstens die rechtliche Transparenz in den Datenschutzhinweisen für Bewerber. Zweitens den KI-Einsatz im Bewerbungsablauf selbst. Drittens, wie offen Unternehmen über die eingesetzte Recruiting-Software informieren. Viertens die unternehmensweite KI-Steuerung: Richtlinien, Ethik-Kodizes sowie Geschäfts-, Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsberichte.
Wie sich die 30 Punkte auf diese Felder verteilen und wie die einzelnen Unternehmen in jedem Feld abschnitten, lässt sich dem vorliegenden Material nicht entnehmen. Gesichert ist nur die Grundregel: Mehr Punkte bedeuten mehr Transparenz.
Lucca verkauft selbst Bewerbermanagement mit KI-Analyse
Lucca ist kein neutraler Beobachter. Der Anbieter vertreibt HR- und Finanzsoftware, darunter das Bewerbermanagementsystem Lucca Recruitment. Laut Lucca gehört dazu eine KI-Funktion, die Lebensläufe automatisch analysiert und Elemente hervorhebt, die zu den Kriterien der Stellenausschreibung passen. Nach Angaben des Anbieters behält der Recruiter die Kontrolle und kann einzelne Kriterien ignorieren. Das Geschäftsmodell schafft ein kommerzielles Interesse am Thema.
Die Primärstudie lag nicht vor. Die Angaben stützen sich auf Sekundärberichte, daraus lassen sich keine Rückschlüsse auf rechtliche Pflichten der bewerteten Unternehmen ziehen. Andere Erhebungen, etwa eine TECHBOOK-Umfrage und ein Bericht der Personalwirtschaft, fragten nach dem Einsatz von KI im Recruiting, nicht nach Transparenz. Mit dem Index sind sie daher nicht vergleichbar.


