US-Regierung hebt Sperre für britische KI-Sicherheitsprüfer auf
17-tägige Sperre beendet – Zugang für UK AI Security Institute wiederhergestellt
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◆ Fakten auf einen Blick
- Die Sperre ist beendet; der Zugang für das UK AI Security Institute zu Pre-Release-Modellen der drei großen KI-Unternehmen ist seit dem 11. Oktober wiederhergestellt. Zuvor war der Zugang seit dem 24. September blockiert.
- Gewinner: UK AI Security Institute (erhält Zugang zu Frontier-Modellen für Sicherheitstests), britische Regierung (erfolgreiche diplomatische Intervention). Verlierer: potenziell US-Geheimdienste, falls Sicherheitsbedenken bestanden, aber durch die Aufhebung zurückgestellt wurden. Handeln müssen: Anthropic, OpenAI, Google DeepMind (müssen Modelle wieder teilen), US-Regierung (muss nationale Sicherheitsüberprüfung abschließen).
- Die US-Regierung hat eine 17-tägige Sperre aufgehoben, die britischen KI-Sicherheitsprüfern den Zugang zu unveröffentlichten Frontier-Modellen von Anthropic, OpenAI und Google DeepMind verwehrte. Der Zugang wurde nach Lobbying der britischen Regierung wiederhergestellt.
US-Regierung hebt Sperre für britische KI-Sicherheitsprüfer auf
Die US-Regierung hat die 17-tägige Sperre für britische KI-Sicherheitsprüfer aufgehoben. Wie der Telegraph berichtet, ist der Zugang des UK AI Security Institute zu unveröffentlichten Frontier-Modellen von Anthropic, OpenAI und Google DeepMind seit dem 11. Oktober wiederhergestellt. Zuvor hatte das Büro des Nationalen Cyber-Direktors im Weißen Haus die Unternehmen angewiesen, neue Modelle nicht mehr an die britische Prüfstelle weiterzugeben. Die Sperre galt genau 17 Tage, vom 24. September bis zum 11. Oktober. Mit der Aufhebung können die britischen Tester wieder Systeme vor der Veröffentlichung evaluieren, darunter auch Modelle von Google DeepMind, das in der ursprünglichen Anordnung nicht genannt war. Die Wiederherstellung erfolgte nach Intervention der britischen Regierung; der britische KI-Minister Kanishka Narayan hatte sich für die Aufhebung eingesetzt. Für die Unternehmen bedeutet das, dass sie ihre Pre-Release-Modelle erneut der britischen Sicherheitsprüfung zugänglich machen müssen. Die US-Regierung begründete die ursprüngliche Sperre mit Sicherheitsbedenken; eine nationale Sicherheitsüberprüfung der Vereinbarung ist offenbar noch nicht abgeschlossen. Welche konkreten Sicherheitsbedenken zu der Anordnung führten, wurde in den Berichten nicht näher erläutert; die US-Regierung verwies lediglich auf eine laufende nationale Sicherheitsüberprüfung. Das UK AI Security Institute kann nun seine Arbeit zur Bewertung von KI-Modellen vor deren öffentlicher Freigabe fortsetzen.
Sperre seit 24. September und diplomatische Intervention
Die Sperre begann am 24. September. An diesem Tag ordnete das Büro des Nationalen Cyber-Direktors im Weißen Haus an, dass OpenAI und Anthropic neue Modelle nicht mehr an das UK AI Security Institute weitergeben dürfen. Die Anordnung sollte gelten, bis Washington eine eigene nationale Sicherheitsüberprüfung der Vereinbarung abgeschlossen hat. Google DeepMind war in der ursprünglichen Anweisung nicht ausdrücklich genannt; die Berichte lassen offen, ob dessen Modelle während der Sperre ebenfalls zurückgehalten wurden. Nach Angaben des Telegraph setzte Anthropic die Vorgabe um und schränkte den Zugriff britischer Prüfer auf das Modell Claude Mythos 5.1 ein. Laut den Veröffentlichungsmaterialien von Anthropic war dieses Modell zunächst nur über vertrauenswürdige Zugangsprogramme und für eine Gruppe von US-Organisationen verfügbar. Die Berichte geben keinen Aufschluss darüber, warum Anthropic gerade dieses Modell zurückhielt oder welche spezifischen Sicherheitsaspekte dabei eine Rolle spielten; die Einschränkung stand jedoch im Einklang mit der Anordnung aus Washington. Die britische Regierung intervenierte: KI-Minister Kanishka Narayan und weitere Minister setzten sich für eine Aufhebung ein. Am 11. Oktober revidierte die US-Regierung die Anordnung. Seither ist der Zugang des UK AI Security Institute zu Pre-Release-Systemen von Anthropic, Google DeepMind und OpenAI wiederhergestellt.
Gewinner, Verlierer und offene Sicherheitsprüfung
Zu den Gewinnern der Aufhebung zählen das UK AI Security Institute und die britische Regierung. Das Institut kann seine Sicherheitsprüfungen vor der Veröffentlichung neuer Modelle wieder aufnehmen; die Regierung hat ihr Ziel durchgesetzt, den Zugang zu den drei großen US-Anbietern zu behalten. Auf US-Seite bleibt die Lage offener: Die angekündigte nationale Sicherheitsüberprüfung der Vereinbarung ist nach bisherigen Informationen nicht abgeschlossen. Die schnelle Kehrtwende nach nur 17 Tagen deutet darauf hin, dass der diplomatische Druck aus London wirkte. Ob die zuständigen Sicherheitsbehörden in Washington die Aufhebung mittragen, ist unklar. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet die Wiederherstellung, dass sie ihre unveröffentlichten Modelle erneut der britischen Prüfung aussetzen müssen, obwohl die US-Regierung ursprünglich Sicherheitsbedenken geltend gemacht hatte. Da jedoch die nationale Sicherheitsüberprüfung noch nicht abgeschlossen ist, könnte die US-Regierung nach deren Abschluss erneut zu einer restriktiveren Haltung zurückkehren, falls die Prüfung Sicherheitsrisiken feststellt.



