Piloten-Gewerkschaft legt Einspruch gegen Google-Datenkauf von Spirit ein
Allied Pilots Association schließt sich Flugbegleitern an – Anhörung auf 9. September verschoben
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Google hat die Auktion für die Spirit-Daten mit einem Gebot von 10 Millionen Dollar gewonnen.
- Das unterlegene Gebot von Mercor betrug 7,5 Millionen Dollar.
- Der verkaufte Datensatz umfasst etwa 100 Millionen E-Mails und 500 Millionen Microsoft-Teams-Nachrichten.
- Der Datensatz enthält außerdem etwa 30 Millionen Codezeilen.
- Der Verkauf schließt personenbezogene Kundendaten aus, darunter 97,5 Millionen Passagierprofile und 50,2 Millionen Datensätze des Free-Spirit-Treueprogramms sowie Kreditkarteninformationen.
- Die Daten werden vor der Übergabe an Google von einem Dritten von personenbezogenen Daten bereinigt.
Piloten-Gewerkschaft legt Einspruch gegen Google-Datenkauf ein
Spirit Airlines verkauft im Insolvenzverfahren archivierte Unternehmensdaten für 10 Millionen Dollar an Google. Die Allied Pilots Association hat offiziell Einspruch eingelegt und schließt sich damit anderen Luftfahrt-Gewerkschaften an. Google will die Daten nach eigenen Angaben zur Verbesserung von Produkten und zum Training von KI-Modellen nutzen. Der Datensatz umfasst laut Gerichtsunterlagen rund 100 Millionen E-Mails, 500 Millionen Microsoft-Teams-Nachrichten sowie Informationen zu Umsatz, Flugbetrieb, Mitarbeiterproduktivität, Audits und Betrugsfällen. Diese internen Kommunikations- und Betriebsdaten sind für Google wertvoll, weil sie reale Unternehmensabläufe abbilden und sich für das Training von Sprach- und Analyse-Modellen eignen, die über öffentlich verfügbaren Code hinausgehen. Die Gewerkschaft warnt, dass mehr als 700 ihrer Mitglieder früher bei Spirit beschäftigt waren und ihre vertraulichen Piloten- und Trainingsdaten kommerziellen Unternehmen zugänglich werden könnten.
Anhörung zur Verkaufsgenehmigung auf 9. September verschoben
Die ursprünglich für Mittwoch angesetzte Anhörung zur Genehmigung des Verkaufs wurde ohne Entscheidung vertagt. Das US-Insolvenzgericht verschob die Entscheidung auf den 9. September, nachdem die Association of Flight Attendants-CWA formell Einspruch eingelegt hatte. Die Allied Pilots Association schließt sich diesem Einspruch an. Die Gewerkschaften argumentieren, dass die Offenlegung vertraulicher Piloten- und Trainingsdaten ein Sicherheitsrisiko darstellt: Wettbewerber oder andere kommerzielle Akteure könnten interne Betriebsverfahren und Sicherheitsberichte auswerten und ausnutzen. Besonders kritisch ist der mögliche Verlust des Vertrauens in freiwillige Sicherheitsmeldesysteme, auf die Besatzungen angewiesen sind. Wenn Beschäftigte befürchten müssen, dass ihre Meldungen später monetarisiert werden, könnten sie auf wichtige Sicherheitshinweise verzichten – mit negativen Folgen für die Flugsicherheit.



