Nvidia zeigt Optics-on-Interposer: Optik rückt vom Substrat auf den Interposer
Die Forschungsarchitektur soll elektrische Wege verkürzen. Zeitplan und belastbare Messwerte fehlen; der Bericht stützt sich auf Sekundärquellen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Laut hyper.ai ist Optics-on-Interposer (OOI) im Forschungsstadium; optische Engine wandert auf den Interposer.
- Nvidia legte DWDM-Arbeiten offen: acht Wellenlängen in einer Faser erreichen 256 Gb/s aggregiert.
- Nvidia-CPO-Switches platzieren Silizium-Photonik im selben Package wie den ASIC und ersetzen Pluggable-Transceiver.
- Nvidia nennt CoreWeave, Lambda, Meta, Microsoft und Oracle Cloud Infrastructure als erste Anwender von Spectrum-X Photonics.
- Die Quantum-X-Variante Q3450-LD hat 144 Ports mit je 800 Gb/s und ist flüssigkeitsgekühlt.
Nvidia verlegt die optische Engine vom Substrat auf den Interposer
Auf der SEMICON West 2026 in San Francisco hat Nvidia eine neue Integrationsarchitektur für optische Verbindungen gezeigt. Den Vortrag „Optical Integration for the Next Generation of AI“ hielt Principal Research Scientist Nikola Nedovic. Er behandelte Co-Packaged Optics und Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM), um künftige KI-Systeme enger zu integrieren.
Die Technik heißt Optics-on-Interposer (OOI). Die optische Engine sitzt dabei nicht mehr auf dem organischen Substrat, sondern auf dem Silizium-Interposer, den auch der Compute-Chip nutzt. Elektrische Signale laufen so über den Interposer. Dessen Verbindungen sind kürzer und dichter als die über das organische Substrat.
hyper.ai ordnet OOI als Architektur im Forschungsstadium ein. Wccftech berichtet, Nvidia habe Prototypen eines Chips entwickelt, der die optischen Engines vom Substrat auf den Interposer verlegt.
Hinweis zur Quellenlage: Die Primärquelle, also Vortrag oder Abstract, konnten wir nicht einsehen. Alle Angaben stützen sich auf die Sekundärberichte von hyper.ai und wccftech.
Acht Wellenlängen pro Faser, für OOI keine Messwerte
Nvidia hat außerdem DWDM-Arbeiten offengelegt. Acht Wellenlängen in einer einzigen Faser erreichen demnach 256 Gb/s aggregierte Bandbreite.
Für OOI selbst liegen nur Absichtserklärungen vor. Nach Angaben von Nvidia beziehungsweise Nedovic soll die Architektur die Leistungsaufnahme senken und die Interconnect-Dichte erhöhen. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen laut hyper.ai nicht. Weder Zeitplan noch Kosten-, Leistungs- oder Dichtewerte sind genannt.
Prüfen lässt sich der Anspruch erst mit Material, das bislang fehlt. Dazu gehören Vortragsfolien oder ein Paper, Messdaten wie Energie pro Bit (pJ/Bit) oder Bandbreite pro Millimeter Kante sowie unabhängige Messungen am Prototyp.
Spectrum-X und Quantum-X Photonics setzen eine Ebene höher an
Die bisherigen CPO-Switches von Nvidia, Quantum-X800 und Spectrum-X800, bringen Silizium-Photonik in dasselbe Package wie den Switch-ASIC und ersetzen damit steckbare Transceiver. OOI setzt eine Ebene tiefer an, auf dem Interposer, und zielt auf Compute-Chips wie GPUs.
Nach Angaben von hyper.ai hat im Juni 2026 die Serienproduktion der Spectrum-X-Photonics-Switches für Vera Rubin begonnen. Nvidias Effizienzangaben zu diesen Switches, etwa rund 80 Prozent weniger relevante Leistung pro 1,6-Tb/s-Port gegenüber Pluggables, sind Herstellerangaben.
Diese Produkte sind nicht OOI. Aus ihrem Serienstatus lässt sich keine Aussage über die Reife der Interposer-Architektur ableiten.



