Nvidia stellt mit RTX Spark einen eigenen Arm-Prozessor für Windows-PCs vor
Der N1X soll 1 Petaflop bei FP4 liefern und bis zu 128 GB Unified Memory adressieren. Preis, Marktstart und unabhängige Praxistests sind nach der Quellenlage noch unklar.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Nvidia hat den Superchip RTX Spark für Windows-PCs vorgestellt.
- RTX Spark bietet laut Nvidia 1 Petaflop KI-Leistung (FP4) und bis zu 128 GB Unified Memory.
- Laut Nvidia laufen 120-Milliarden-Parameter-LLMs mit 1 Million Token Kontext lokal auf RTX Spark.
- Nvidia und Microsoft arbeiten an einer nativen Windows-Umgebung für persönliche Agenten mit NVIDIA OpenShell.
- RTX-Spark-Geräte sollen im Herbst von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft Surface und MSI erscheinen.
Nvidia stellt mit RTX Spark einen eigenen Prozessor für Windows-PCs vor
Auf der GTC Taipei hat Nvidia RTX Spark präsentiert, einen Arm-basierten Superchip mit Blackwell-GPU für Windows on Arm. Die Pressemitteilung ist auf den 1. Juni 2026 datiert. Nach Darstellung des Herstellers ist es der erste eigene Prozessor des Unternehmens für Windows-PCs. Der Chip trägt die Bezeichnung N1X. Laut Nvidia bringt die Plattform CUDA, RTX und lokal laufende Agenten mit. Weil die CPU auf Arm basiert, läuft sie unter Windows on Arm. Käufer sollten deshalb prüfen, ob ihre Software kompatibel ist.
Nvidia und Microsoft entwickeln nach Angaben von Nvidia eine native Windows-Umgebung für persönliche Agenten. Sie soll neue Sicherheitsprimitive und Nvidia OpenShell enthalten, damit Agenten sicher auf dem Hauptgerät laufen können.
Laut Nvidia sollen Laptops und kompakte Desktops im Herbst von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft Surface und MSI erscheinen. Modelle von Acer und GIGABYTE folgen später. Microsoft hat außerdem die Surface RTX Spark Dev Box angekündigt, einen kompakten Desktop mit 128 GB Unified Memory. Er soll in den USA über Microsoft.com verkauft werden.
RTX Spark ist nicht der DGX Spark. Dieser ist ein Linux-Entwicklerrechner mit DGX OS auf Basis des GB10 und seit 2025 erhältlich. Der N1X ist dagegen ein Consumer-SoC für Windows. Nvidia-Chef Jensen Huang beschrieb den N1X in einer Presserunde allerdings als technisch sehr nah am GB10.
1 Petaflop gilt für FP4, die Speicherbandbreite liegt unter der des Apple M5 Max
Nvidia nennt 1 Petaflop KI-Leistung und bis zu 128 GB Unified Memory. Berichten zufolge bezieht sich der Wert auf FP4, also 4-Bit-Gleitkommazahlen. Dieses Format opfert Genauigkeit für Tempo. Ein Vergleich mit den INT8-TOPS-Angaben von NPUs ist deshalb nicht möglich.
Als Anwendungen nennt Nvidia lokale Sprachmodelle mit 120 Milliarden Parametern und bis zu 1 Million Token Kontext sowie Spiele in 1440p mit mehr als 100 Bildern pro Sekunde. Das sind Herstellerangaben. Im vorliegenden Material sind sie unabhängig nicht bestätigt.
Weitere Daten stammen aus Sekundärquellen und nicht aus Nvidias Mitteilung. Die GPU soll bis zu 6.144 CUDA-Kerne haben. Die Speicherbandbreite wird mit rund 300 GB/s angegeben. Für Apples M5 Max nennen die Quellen bis zu 614 GB/s. Die Bandbreite ist für große lokale Modelle entscheidend, denn sie bestimmt mit, wie schnell ein Modell Text erzeugt.
Offen ist die CPU-Bezeichnung. Eine Quelle spricht von einer „20-core Grace“. Notebookcheck beschreibt eine von MediaTek gefertigte Arm-CPU mit bis zu 20 Kernen aus Cortex-X925 und Cortex-A725. Ob „Grace“ ein Markenname oder eine konkrete Kernarchitektur ist, lässt sich ohne Nvidias Datenblatt nicht klären.
Preis, Marktstart und unabhängige Tests sind widersprüchlich belegt
Beim Preis gibt es keine einheitliche Angabe. Die Zahl 2.599 Dollar stammt aus Sekundärquellen. Das Portal vucense schreibt, Nvidias eigene Seiten nennten 2.599 und 2.399 Dollar. Frühere Berichte sahen noch keinen offiziellen Preis. Anfang Oktober hatten laut diesen Berichten weder Nvidia noch Partner einen Preis genannt. 2.899 Dollar war eine Schätzung, Gerüchte reichten von 1.800 bis 2.900 Dollar. Welche Konfiguration jeweils gemeint ist, ist nicht belegt. Die Geräte gibt es mit 24 bis 128 GB Speicher und in zwei N1X-Stufen.
Auch beim Marktstart gehen die Angaben auseinander. Nvidias Mitteilung spricht von „this fall“. Auf der IFA nannte das Unternehmen laut einem Bericht Auslieferungen ab Oktober. Ein Bericht nennt den 16. Oktober als Verkaufsstart. Ein anderer Beitrag verweist auf die Weihnachtssaison. In der Community kursierte der 7. Oktober als Gerüchtetermin. Ob der Verkauf regional oder nur bei einzelnen Herstellern begann, ist offen.
Unabhängige Tests sind rar. Notebookcheck schreibt, die Plattform getestet und mit Chips von AMD, Intel, Qualcomm und Apple verglichen zu haben. Die KI-Ergebnisse sind im vorliegenden Auszug nicht zu sehen. Eine andere Quelle nennt unabhängige Local-LLM-Benchmarks vom 18. Oktober „noch dünn“. Bekannte CPU-Werte aus Geekbench und Cinebench stammen aus Leaks oder von Prototypen.



