Nordkorea meldet Test eines Torpedos mit KI-Zielerkennung
Staatsagentur KCNA spricht von „großem Erfolg“ beim Unterwassertest des Systems Zam-2.0 – unabhängig bestätigt ist nichts
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- KCNA meldete den Unterwasser-Test des präzisionsgelenkten Torpedosystems Zam-2.0 am 17. Oktober.
- KCNA zufolge wurde KI bei Zielerkennung und Lenkung des Torpedos eingesetzt.
- Der Test soll die technische Aufwertung der Waffe bestätigt haben, nach über 180 Tests in fünf Jahren.
- Als Durchführende nannte KCNA die Akademie für Verteidigungswissenschaften, das Raketen-Generalbüro und das Minen- und Torpedoforschungsamt.
- Das südkoreanische Militär gab zunächst keinen Kommentar ab.
Nordkorea meldet Test des KI-gestützten Torpedos Zam-2.0
Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein neues Torpedosystem unter Wasser getestet. Es soll künstliche Intelligenz einsetzen. Die Staatsagentur KCNA meldete am Samstag, 17. Oktober, den Teststart des Systems „Zam-2.0“ vom Donnerstag. Die Beschreibung lautet „super-speed, precisely guided“. Chosun nennt als Testdatum den 15. Oktober.
Laut KCNA kam die KI bei Zielerkennung und Lenkung des Torpedos zum Einsatz. Was genau damit gemeint ist, erläuterte die Agentur nicht. Yonhap, AP und The Independent geben die Meldung übereinstimmend wieder. Alle Angaben stammen allein von der Staatsagentur.
Als Durchführende nennt KCNA laut Chosun die Akademie für Verteidigungswissenschaften, das Raketen-Generalbüro und das Minen- und Torpedoforschungsamt.
Über 180 Tests und Raketenantrieb: Was KCNA zur Technik behauptet
Der Test habe die technische Aufwertung der Waffe bestätigt, so die Agentur. Zudem habe er die Kerntechnologie für eine höhere Antriebseffizienz und die Leistung der Raketenantriebsvorrichtungen bewiesen. Dem seien über 180 Tests in fünf Jahren vorausgegangen.
Die Verantwortlichen der Landesverteidigung, die den Test beaufsichtigten, sprachen von einem „großen Erfolg“. Er kündige eine „bedeutende Veränderung“ in der tatsächlichen Entwicklung der Marine an. Das sind Selbstauskünfte. Überprüfen lassen sie sich bislang nicht.
Viel bleibt offen. KCNA äußerte sich nicht näher zur KI. Reichweite, Geschwindigkeit und Testort nannte die Agentur nicht. Nach dem vorliegenden Material veröffentlichte sie auch keine Bilder oder Videos. Ohne diese Angaben lässt sich nicht beurteilen, was das System leistet.
Keine unabhängige Bestätigung, Seoul schweigt zunächst
Unabhängig bestätigt ist weder der Test noch eine der technischen Angaben. Südkoreas Militär hat sich laut AP und Independent zunächst nicht geäußert. Beide Medien erinnern daran, dass Seoul dem Norden häufig vorwirft, seine Waffentechnik zu übertreiben.
Die Meldung reiht sich in eine Serie von Waffentests ein. Am Mittwoch dieser Woche, dem 14. Oktober, startete Nordkorea zwei Typen strategischer Marschflugkörper von einem mutmaßlich 3.000 Tonnen großen U-Boot. Laut AP waren es die ersten unterwassergestarteten Raketentests seit fast drei Jahren. Bereits am 20. September und 3. Oktober hatte das Land Hyperschallsysteme getestet.
Außerdem stellte das Land die 5.000-Tonnen-Zerstörer Choe Hyon und Kang Kon in Dienst. Kim Jong Un fordert seit 2023 die Modernisierung der Marine. Laut einem Beitrag des KIMS erhält sie neben den Atomwaffen zunehmend Priorität.



