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Metas KI-Agent Muse erobert die US-iOS-Charts – Download-Zahlen klaffen weit auseinander

Der persönliche Assistent führt die App-Store-Rangliste an. Analysefirmen melden zwischen 2,3 und 4,3 Millionen Installationen. Auf der Meta Connect kündigte der Konzern neue Hardware an – während Datenschutzfragen die Euphorie begleiten.

· Veröffentlicht: 28.09.2026 ·2 Min Lesezeit
Metas KI-Agent Muse erobert die US-iOS-Charts – Download-Zahlen klaffen weit auseinanderMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Muse wurde am 8. September in den USA gestartet.
  • Muse ist ein persönlicher KI-Agent, der Aufgaben wie das Senden von E-Mails, Buchen von Reisen und Tätigen von Käufen übernimmt.
  • Muse ist auf iOS, Android, im Web und in WhatsApp-Chats verfügbar.
  • Muse erreichte Platz 1 der US-iOS-Charts für kostenlose Apps.
  • Laut Sensor Tower hatte Muse fünf Tage nach dem Start 730.000 Downloads und bis Montag über 2,5 Millionen Downloads.
  • Laut Sensor Tower hatte Muse bis Donnerstag über 3,4 Millionen Downloads.

Muse erobert Platz 1 der US-iOS-Charts – Download-Zahlen widersprüchlich

Metas persönlicher KI-Agent Muse hat binnen weniger Tage Platz 1 der US-iOS-Charts für kostenlose Apps erreicht. Die App war am 8. September in den USA gestartet und verdrängte unter anderem ChatGPT, Claude und Grok von der Spitzenposition. Wie viele Nutzer Muse tatsächlich installiert haben, bleibt jedoch unklar: Die Schätzungen der Analysefirmen weichen deutlich voneinander ab. Sensor Tower meldete fünf Tage nach dem Start 730.000 Downloads, bis Montag über 2,5 Millionen und bis Donnerstag mehr als 3,4 Millionen. Apptopia kommt dagegen auf insgesamt 4,3 Millionen Downloads, davon 2,6 Millionen auf iOS. Appfigures wiederum zählt nur rund 2,3 Millionen Installationen, fast gleich verteilt auf iOS und Android. Die Abweichungen erklären sich durch unterschiedliche Methodik, Erhebungszeitpunkte und erfasste Plattformen – eine belastbare Gesamtzahl liegt nicht vor.

Meta Connect kündigt Muse Charm, Mac-Version und Realtime Avatar an

Auf der Meta Connect in dieser Woche stellte Meta mehrere neue Muse-Funktionen vor. Dazu gehört Muse Charm, ein schlüsselanhängergroßes Gerät, über das Nutzer mit dem KI-Agenten ohne Smartphone interagieren können. Zudem kündigte Konzernchef Mark Zuckerberg eine Mac-Version an, die Computer-Steuerung durch den Agenten ermöglicht, sowie den Muse Realtime Avatar, mit dem sich Nutzer in Echtzeit per Videochat mit einer KI-Avatar-Figur unterhalten können. Weitere angekündigte Erweiterungen umfassen eine eigene E-Mail-Adresse für Muse, zusätzliche Partner-Integrationen und eine geplante Anbindung an Metas Smart Glasses. Die Aktie des Konzerns ist seit dem Muse-Start nach Angaben von Analysten um etwa 25 bis 27 Prozent gestiegen.

Datenschutzdebatte überschattet den Erfolg – Nutzer standardmäßig für KI-Training optiert

Der Erfolg wird von Datenschutzbedenken begleitet. Nutzer sind standardmäßig dafür optiert, dass ihre Konversationen mit Muse für das KI-Training verwendet werden. Meta gibt an, Daten vor der Nutzung zu anonymisieren; die Einstellung lässt sich in den Data Controls deaktivieren. WIRED-Autor Reece Rogers kritisierte nach mehrtägigem Test, Muse priorisiere "Datensammlung über mich gegenüber dem tatsächlichen Erledigen von Aufgaben". Der Agent habe wiederholt vorgeschlagen, weitere Datenquellen wie E-Mail-Postfächer und Bankkonten zu verknüpfen. Ein separater Test von Inc. ergab laut Bericht, dass Muse private Nachrichtenbenachrichtigungen ohne Aufforderung las. Der Launch erfolgt zudem nur kurz nach einem 18-Milliarden-Dollar-Vergleich, den Meta in einem Multistate-Verfahren über soziale Medien und Jugendschutz geschlossen hatte – ein Kontext, der die Vertrauensfrage zusätzlich verschärft.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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