KI-Kompetenz wird zum entscheidenden Faktor im Cybersicherheits-Arbeitsmarkt
Anteil der Stellen mit KI-Anforderung in G7-Ländern verdoppelt sich auf 28,5 Prozent – neuer 'agentic skill stack' als Basisanforderung, Gehaltsaufschlag von 14,9 Prozent
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- 28,5 % der Cybersicherheits-Stellenausschreibungen in G7-Ländern zwischen Oktober 2025 und März 2026 verlangten KI-Kenntnisse, gegenüber 14,2 % im Vorjahreszeitraum.
- Die Zahl der Cybersicherheitsstellen in G7-Ländern wuchs im Sechsmonatszeitraum bis März 2026 um 9,5 %.
- Weltweit fehlen mehr als 4,8 Millionen Cybersicherheitsfachkräfte.
- Die aktive Cybersicherheits-Belegschaft umfasst weltweit 5,5 Millionen Personen.
- Laut ISC2-Studie 2023 wuchs die globale Cybersicherheits-Belegschaft um 8,7 % auf 5,5 Millionen, während die Fachkräftelücke um 12,6 % auf 4 Millionen anstieg.
- Der 'agentic skill stack' umfasst Python, Prompt- und Context-Engineering, AI-Sicherheit, Agenten-Orchestrierung und Machine-Learning-Operations.
KI-Anteil in Cybersicherheits-Jobs verdoppelt sich auf 28,5 Prozent
Der Anteil der Cybersicherheits-Stellenausschreibungen in G7-Ländern, die KI-Kenntnisse verlangen, hat sich binnen eines Jahres verdoppelt. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 forderten 28,5 Prozent der Ausschreibungen KI-Fähigkeiten, im Vorjahreszeitraum waren es 14,2 Prozent. Zugleich wuchs die Zahl der Cybersicherheitsstellen in den G7-Staaten im Sechsmonatszeitraum bis März 2026 um 9,5 Prozent. Das geht aus einer Analyse der Personalvermittler Cornerstone und Indeed im Auftrag des von Cisco gegründeten AI Workforce Consortium hervor, die 24 Monate von April 2024 bis März 2026 abdeckt.
Agentic Skill Stack wird zur neuen Pflicht für Sicherheitsteams
Als neue Basisanforderung etabliert sich ein sogenannter "agentic skill stack". Er umfasst Python, Prompt- und Context-Engineering, AI-Sicherheit, Agenten-Orchestrierung und Machine-Learning-Operations. Diese fünf Fähigkeiten tauchen in KI-gekennzeichneten Stellenanzeigen immer wieder auf, insbesondere für Rollen wie Security Engineering, Cloud Security sowie Detection und Response Engineering. Die Technologie verändert damit sowohl die erwarteten Fähigkeiten einzelner Beschäftigter als auch die Struktur von Sicherheitsteams.
US-Stellen mit KI-Anforderung zahlen 14,9 Prozent mehr
In den USA lag das mediane ausgeschriebene Gehalt für Stellen mit KI-Anforderung 14,9 Prozent über dem Median aller Cybersicherheits-Stellenanzeigen, wie Gehaltsdaten von Lightcast für denselben Sechsmonatszeitraum zeigen. Die häufigsten Rollen in G7-Stellenausschreibungen sind Security Engineer mit 18 Prozent und Cybersecurity Engineer beziehungsweise Analyst mit 16 Prozent, gefolgt von SOC Analyst mit 12 Prozent und Cloud Security Engineer mit 9 Prozent.
Globale Fachkräftelücke bleibt trotz wachsender Belegschaft riesig
Weltweit umfasst die aktive Cybersicherheits-Belegschaft 5,5 Millionen Personen, während mehr als 4,8 Millionen Fachkräfte fehlen. Die ISC2-Studie 2023 zeigte ein Belegschaftswachstum von 8,7 Prozent auf 5,5 Millionen bei gleichzeitigem Anstieg der Lücke um 12,6 Prozent auf 4 Millionen. Die Lücke wächst damit schneller als die Belegschaft. Der Mangel an Fachkräften mit den geforderten KI-Kenntnissen verschärft den Druck auf eine Branche, die ohnehin Schwierigkeiten hat, qualifiziertes Personal zu finden.
Widersprüchliche BLS-Prognosen: 21 oder 29 Prozent Wachstum?
Widersprüchlich sind die Prognosen des U.S. Bureau of Labor Statistics: Eine Projektion sieht eine Expansion von 21 Prozent für Informationssicherheitsanalysten zwischen 2025 und 2035 und zählt den Beruf zu den zwanzig am schnellsten wachsenden in den USA. Eine andere Quelle desselben Amtes nennt ein Wachstum von 29 Prozent von 2024 bis 2034, siebenmal schneller als alle Berufe. Ursache könnten unterschiedliche Zeiträume und Veröffentlichungsstände sein.
Cloudflare setzt über 250 Produktions-Sicherheitsagenten ein
Als Beispiel für die praktische Integration von KI in Sicherheitsoperationen hat Cloudflare nach Angaben des Unternehmens in den vergangenen neun Monaten mehr als 250 Produktions-Sicherheitsagenten eingeführt. Die Agenten automatisieren unter anderem die Alarmtriage und Datenaggregation, sodass sich menschliche Teams auf proaktive Risikominderung konzentrieren können.
KI-in-Cybersicherheit-Markt soll bis 2031 auf 50,83 Mrd. USD wachsen
MarketsandMarkets prognostiziert für den KI-in-Cybersicherheit-Markt ein Wachstum von 25,53 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 50,83 Milliarden US-Dollar im Jahr 2031, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14,8 Prozent entspricht.



