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Kalendereinladungen als Angriffsweg: Sublime und Microsoft melden starke Zuwächse

Die Zahlen stammen von Herstellern und liegen nur als Sekundärwiedergabe vor. Unklar bleibt, was genau gemessen wurde. Für Outlook.com gibt es keine vollständige Sperre.

· Veröffentlicht: 12.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Kalendereinladungen als Angriffsweg: Sublime und Microsoft melden starke ZuwächseMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Sublime meldet laut Business Insider, dass kalendergestützte Angriffe im August um mehr als das Zehnfache gegenüber dem Juli…
  • ZDNET nennt aus dem Sublime-Report folgende Zuwächse: +282 % im Juni gegenüber dem Vormonat, +338 % im Juli…
  • Business Insider zufolge fand ein Microsoft-Halbjahresbericht einen nahezu vervierfachten Anstieg im Juni gegenüber dem Mai.
  • Microsoft Threat Intelligence ordnet den Zuwachs in einen größeren Rahmen ein.
  • Einladungen können Eintrag und Link im Kalender platzieren, bevor Nutzer sie öffnen oder anklicken.

Sublime: mehr als zehnfach im August, Microsoft: fast vierfach im Juni

Angriffe über Kalendereinladungen nehmen laut Herstellerangaben deutlich zu. Der E-Mail-Sicherheitsanbieter Sublime meldet laut Business Insider für August einen mehr als zehnfachen Anstieg kalendergestützter Angriffe gegenüber dem Juli. ZDNET nennt aus dem Sublime-Report Zuwächse von 282 Prozent im Juni, 338 Prozent im Juli und 1.216 Prozent im August und beschreibt sie als Anstiege kalenderbasierter Malware-Angriffe. Ob sich die Prozentwerte jeweils auf den Vormonat beziehen, geht aus der Wiedergabe nicht eindeutig hervor.

Microsoft kommt laut Business Insider in einem Halbjahresbericht auf einen nahezu vervierfachten Anstieg im Juni gegenüber dem Mai. Ein LinkedIn-Beitrag, der sich auf Microsoft Threat Intelligence beruft, nennt für Kalendereinladungs-Dateien ein Plus von 277 Prozent im Juni. Demnach machten sie rund 4 Prozent der bösartigen Payloads im zweiten Quartal 2026 aus.

Der Redaktion liegen die Primärberichte von Sublime und Microsoft nicht im Wortlaut vor, sondern nur Sekundärwiedergaben. Für September nennt ZDNET eine Sublime-Projektion von 2.852 Prozent gegenüber dem August. Dabei handelt es sich um eine Prognose, nicht um eine Messung.

Was die Prozentzahlen offenlassen: Angriffe, Malware oder Dateivolumen

Die Angaben passen größenordnungsmäßig zusammen, sind aber nicht gleichartig. 1.216 Prozent entsprechen etwa dem 13-Fachen, 277 Prozent etwa dem 3,8-Fachen. Das passt zu „mehr als zehnfach“ und „nahezu vierfach“.

Offen bleibt, was gezählt wurde: Angriffe, Nachrichten oder Dateien, Phishing oder Malware. Business Insider spricht von Angriffen, ZDNET von Malware-Angriffen, der LinkedIn-Beitrag von einer Payload-Kennzahl. Absolute Ausgangswerte fehlen. Ein hoher Prozentwert kann also aus einer kleinen Basis stammen.

Einen Vergleichsrahmen liefert Microsofts Bericht zum zweiten Quartal. Demnach sank das Monatsvolumen erkannter E-Mail-Phishing-Bedrohungen leicht, von 2,7 Milliarden im April auf 2,4 Milliarden im Juni. Die Kalenderzahlen selbst enthält der vorliegende Auszug nicht.

Fachleute geben gegenüber Business Insider die These wieder, KI mache die Angriffe überzeugender. Messdaten dazu liegen nicht vor. Eine Aggregatorseite nennt weitere Details zu Zielgruppen und Deepfakes, belegt sie aber nicht. Diese Angaben sind unbestätigt.

Termin ohne Klick: Outlook.com bietet Filter, aber keine vollständige Sperre

Nach Darstellung von ZDNET tragen viele E-Mail-Programme Einladungen standardmäßig automatisch in den Kalender ein. Termin und Link stehen dort, bevor jemand etwas anklickt. Viele Programme schützen den Posteingang besser als den Kalender. Der Termin kann daher auch dann bleiben, wenn die Mail selbst abgefangen wird.

Für Outlook.com gibt es laut Microsoft-Support keine unterstützte Einstellung, die Einladungen garantiert vollständig unterbindet. Empfohlen wird, das Aufkommen auf nahezu null zu senken. Dazu dienen eine Regel mit der Bedingung „Typ = Einladung“, das Blockieren von Absendern oder Domains und das Melden als Junk oder Phishing. Die Funktion „Events from email“ ist davon getrennt und stoppt Einladungsspam nicht.

Die Hinweise beziehen sich auf Outlook.com. Auf verwaltete Firmenpostfächer lassen sie sich nicht automatisch übertragen.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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