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GTC Berlin: NVIDIA beziffert Europa-Zusage auf nahezu 10 Milliarden Dollar

Die Summe weicht von den zuvor berichteten rund 2 Milliarden Dollar ab. Produkt-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben zur Keynote sind im Material nicht belegt.

· Veröffentlicht: 22.10.2026 ·2 Min Lesezeit
GTC Berlin: NVIDIA beziffert Europa-Zusage auf nahezu 10 Milliarden DollarMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Die GTC Berlin dauert drei Tage mit mehr als 100 Sessions im STATION-Berlin.
  • Die Keynote von Jensen Huang fand im Tempodrom statt.
  • NVIDIA nennt eine Verpflichtung von nahezu 10 Mrd. Dollar für Europas Technologie-Ökosystem.
  • NVIDIA arbeitet nach eigenen Angaben mit über 12.000 Partnern.
  • Huang nennt L'Oréal, Revolut, Spotify, Merck, Vodafone, Zara, Porsche, Nestlé und HSBC als KI-Partner.

Huang eröffnet mit Europas Konzernen als Belegen

NVIDIA-Chef Jensen Huang hat auf der GTC Berlin die Hauptkeynote im Tempodrom gehalten. Drei Tage lang finden im STATION-Berlin mehr als 100 Sessions statt, unter anderem zu agentischer KI, Robotik, Physical AI, offenen Modellen und beschleunigtem Computing.

Huang begann mit einer Frage: Was haben L'Oréal, Revolut, Spotify, Merck, Vodafone, Zara, Porsche, Nestlé und HSBC gemeinsam? Alle seien europäische Unternehmen, die mit NVIDIA an KI arbeiteten. Die Konzerne dienten ihm so als Beleg für die Marktstellung des Unternehmens.

KI beschrieb Huang als „Fünf-Schichten-Kuchen“. Energie versorge Computer in einer KI-Fabrik, die aus Modellen Tokens erzeuge; diese flössen in Anwendungen ein. Man stehe am Beginn einer „neuen industriellen Revolution“, und die Infrastruktur müsse vor den Modellen existieren. Das ist Herstellerrhetorik. Sie begleitet den Verkauf genau dieser Infrastruktur, und messbar wird sie erst an konkreten Investitions- und Bauprojekten.

Konkrete Produkt-, Preis- und Verfügbarkeitsankündigungen der Keynote sind im vorliegenden Material nicht belegt.

Fast 10 Milliarden Dollar gegen 2 Milliarden

Nach NVIDIA-Angaben habe sich das Unternehmen während seiner einwöchigen Europa-Tour durch Paris, London, Stockholm und Dublin mit nahezu 10 Milliarden Dollar für das Technologie-Ökosystem in Europa verpflichtet. Zudem arbeite es mit über 12.000 Partnern zusammen.

Unser früherer Bericht nannte dagegen rund 2 Milliarden Dollar, die NVIDIA in Europa investieren wolle. Die Summen blieben damals offen. Beide Angaben lassen sich nicht in Einklang bringen.

Möglich ist, dass sie Unterschiedliches messen: eine Gesamtzusage für Ökosystem und Partner auf der einen Seite, konkrete NVIDIA-Investitionen auf der anderen. Ebenso könnte es sich um einen früheren und einen späteren Stand handeln. Das Material lässt keine Entscheidung zu. Die Zahl stammt von NVIDIA selbst; eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

Souveränität: Telekom-Angaben ohne unabhängige Prüfung

Die Deutsche Telekom beschreibt ihre Industrial AI Cloud als „sichere, souveräne und leistungsfähige“ Infrastruktur für digitale Souveränität „Made in Germany“. Nach Telekom-Angaben sei sie bereits gestartet, mit einer Investition von einer Milliarde Euro und rund 10.000 GPUs. Der NVIDIA-Blog spricht dagegen davon, die Plattform solle Anfang 2026 in Betrieb gehen.

Beide Quellen sind undatiert. Vermutlich sind sie älter als die Keynote, sodass sie sich nicht eindeutig der Keynote zuordnen lassen. Die Souveränitätsaussage ist eine Herstellerangabe. Offen bleiben Zertifizierungen, eine Kundenliste und die Frage, wie stark die Plattform von NVIDIA abhängig bleibt.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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