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Google richtet Research-Hub in Singapur ein und vergibt über 6 Millionen Dollar an NUS und NTU

Der Grant über 750.000 Dollar an die NTU ist Teil eines größeren Pakets. Ziel und Wirkung nennt bislang allein Google.

· Veröffentlicht: 03.11.2026 ·3 Min Lesezeit
Google richtet Research-Hub in Singapur ein und vergibt über 6 Millionen Dollar an NUS und NTUMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Google investiert über 6 Mio. US-Dollar in Forschungsgrants und Capacity-Building an NUS und NTU.
  • NUS erhält 1,5 Mio. Dollar für Alzheimer-Forschung, ausgewählt aus über 3.500 Bewerbungen weltweit.
  • NUS erhält 500.000 Dollar für Recheneffizienz und regionale Sprachverarbeitung.
  • NTU erhält 340.000 Dollar für vier Studien zu KI-Sicherheit.
  • Google.org und Google DeepMind stellen 3 Mio. Dollar für INSEADs Thrive Lab in Singapur bereit.

NTU erhält 750.000 Dollar für KI-Forschung in Südostasien

Google kündigt in Singapur ein Research-Hub an. Über 6 Millionen US-Dollar sollen als Forschungsgrants und für den Kapazitätsaufbau an die National University of Singapore (NUS) und die Nanyang Technological University (NTU) fließen. Ein Teil davon ist ein AI-for-Science-Capacity-Fund-Grant über 750.000 Dollar an die NTU. Unter der regionalen Leitung von Professor Ho Teck Hua soll er dauerhafte Forschungskapazitäten in Südostasien aufbauen.

Betrag und Ziel stammen von Google. Mezha.net und hyper.ai geben die Angaben wieder. Im vorliegenden Auszug des Google-Blogposts ist die Zahl abgeschnitten, eine Prüfung am Original ist also nicht möglich. Dass der Grant die wissenschaftliche Kapazität der Region tatsächlich steigert, ist eine Erwartung. Belegt ist es nicht.

Offen bleibt auch, was genau gefördert wird. Eine Quelle nennt „internal research agents“, die andere „internal research leaders“. Beide Texte geben Googles Formulierung offenbar paraphrasiert wieder. Der Originaltext müsste geprüft werden. Laufzeit, einzelne Projekte und der Einsatz von DeepMind-Werkzeugen sind nicht bekannt.

Weitere Grants für NUS, NTU und INSEAD

Der NTU-Grant ist nicht die einzige Förderung. Die NUS bekommt 1,5 Millionen Dollar für Alzheimer-Forschung aus der AI for Science Google.org Impact Challenge. Ausgewählt wurde das Projekt aus über 3.500 Bewerbungen weltweit. Weitere 500.000 Dollar fließen an die NUS für Recheneffizienz und regionale Sprachverarbeitung. Die NTU erhält außerdem 340.000 Dollar für vier Studien zur KI-Sicherheit.

Separat stellen Google.org und Google DeepMind 3 Millionen Dollar für das Thrive Lab der INSEAD in Singapur bereit. Das Labor erforscht, wie Menschen in einer von KI geprägten Umgebung zurechtkommen. Der Ansatz ist menschenzentriert.

Die NUS ist laut Mitteilung eine von 17 weltweit ausgewählten Organisationen. Als einzige in Asien teilt sie sich einen Anteil an den insgesamt 36 Millionen Dollar der Impact Challenge. Ein Team um Asst Prof Liu Boxiang untersucht damit mit KI, wie genetische Variation das RNA-Splicing beeinflusst. Google-Vertreter trafen außerdem NUS-Spitzen (Bernard Tan, Tulika Mitra) und NTU-Spitzen (Christian Wolfrum). Themen waren Forschungsinfrastruktur, KI-Sicherheit und Partnerschaften.

Google Research baut Hub auf, Ankündigung beim Google for Health Summit

Das Hub startet nach Unternehmensangaben mit einem lokalen Team aus Wissenschaftlern und Softwareingenieuren. Es soll an grundlegender KI-Effizienz arbeiten und lokale Wissenschaftstalente fördern, in Partnerschaft mit NUS und NTU. Google will außerdem bestehende Gesundheitsinitiativen in Singapur ausbauen, etwa den Einsatz offener Modelle wie MedGemma in der Versorgung.

Die Ankündigungen fielen beim ersten Google for Health Summit in Singapur. Ehrengast war Senior Minister of State Tan Kiat How. Sie knüpfen an die National AI Partnership an, die im Mai geschlossen wurde. Dieses Memorandum of Understanding führt das Ministry of Digital Development and Information (MDDI). Es baut auf einem MOU von 2022 mit der Smart Nation and Digital Government Group auf und gehört zu Google DeepMinds Initiative National Partnerships for AI.

Googles Anspruch, Singapur als regionale Startrampe für skalierbare, praxisnahe Gesundheits-KI zu etablieren, ist eine Herstellerangabe. Folgeprojekte und Einsatzzahlen würden ihn prüfbar machen. Bis dahin bleibt er unbelegt.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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