Gilbert + Tobin setzt ChatGPT Enterprise ein: 20 Minuten statt vier Stunden
Australische Kanzlei automatisiert operative Prozesse und erzielt massive Effizienzgewinne – mit Fokus auf Governance.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI hat auf openai.com eine Fallstudie über Gilbert + Tobin veröffentlicht, die den Einsatz von ChatGPT Enterprise beschreibt.
- Gilbert + Tobin hat die generative KI-Plattform Harvey eingeführt, um die tägliche juristische Arbeit seiner 650 Anwälte zu unterstützen.
- Die australische Kanzlei Gilbert + Tobin hat ChatGPT Enterprise eingeführt.
- ?% der für ChatGPT freigeschalteten Nutzer verwenden das Tool aktiv.
ChatGPT Enterprise bei Gilbert + Tobin: Automatisierung operativer Prozesse
Die australische Kanzlei Gilbert + Tobin, eine der führenden Corporate-Law-Firmen des Landes mit Schwerpunkten in Kapitalmarktrecht, M&A, Streitbeilegung und Technologie, hat ChatGPT Enterprise eingeführt, um operative Prozesse zu automatisieren und zu skalieren. Der Fokus liegt auf Effizienzsteigerung und Governance. Konkret erhalten die Operations-Teams schärfere Werkzeuge für Recherche, Entwurf und Analyse, wodurch repetitive Aufgaben automatisiert und über mehrere Abteilungen hinweg skaliert werden. Die Einführung begann bei den Operations-Teams, wo praktische Anwendungsfälle in einer kontrollierten Umgebung getestet wurden, um die berufliche Verantwortung und die Erwartungen der Mandanten zu wahren. Anschließend wurde die Nutzung auf Marketing, Business Development, Recruitment, Finanzen, Technologie, Business Transformation und Teile der Anwaltspraxis ausgeweitet. Diese schrittweise, kontrollierte Einführung dient als Governance-Maßnahme, da sie sicherstellt, dass die Tools innerhalb definierter Grenzen und unter professioneller Aufsicht eingesetzt werden. Die von OpenAI veröffentlichte Fallstudie bietet eine detaillierte öffentliche Darstellung der OpenAI-Nutzung bei Gilbert + Tobin.
Konkrete Zahlen: 20 Minuten statt 4 Stunden und 87% Adoptionsrate
Die Fallstudie nennt konkrete Ergebnisse: 87 Prozent der für ChatGPT freigeschalteten Nutzer verwenden das Tool aktiv – mehr als doppelt so viel wie bei anderen Werkzeugen der Kanzlei üblich. Ein Arbeitsablauf im Recruitment, der Recherche und Datenextraktion umfasst, dauert nur noch 20 Minuten statt zuvor rund vier Stunden. Dadurch können die Teams dieselbe Aufgabe in einem Bruchteil der Zeit erledigen, was zu schnelleren Durchlaufzeiten, geringeren Kosten und einer höheren Produktivität führt. Für ausgewählte Prüfungen zu Interessenkonflikten, KYC, AML und verwandten Kontrollen werden fünf Minuten benötigt, zuvor waren es drei bis acht Stunden. Bei der Erstellung von Audit-Berichten über 300 Einheiten entfällt ein ganzer Tag manueller Arbeit. Diese Zahlen belegen die erheblichen Effizienzgewinne, die Gilbert + Tobin mit ChatGPT Enterprise erzielt.
Harvey als weiteres KI-Tool: Unterstützung statt Ersetzung
Zusätzlich hat Gilbert + Tobin die generative KI-Plattform Harvey für die tägliche juristische Arbeit seiner 650 Anwälte eingeführt. Nach einem Pilotprogramm mit über 200 Anwälten aus verschiedenen Praxisgruppen wurden zentrale Anwendungsfälle identifiziert; Harvey unterstützt konkret bei Dokumentenprüfung, Entwurf und Zusammenfassung. Auch ChatGPT Enterprise bietet Werkzeuge für Recherche, Entwurf und Analyse. Der Fokus beider Tools liegt auf Unterstützung und Governance: Die professionelle juristische Urteilsbildung bleibt bei den Anwälten, die Tools dienen als Assistenz und ersetzen diese nicht. Als Governance-Mechanismus dient das umfassende Pilotprogramm, bei dem Anwälte selbst die Anwendungsfälle definierten und validierten – so wird menschliche Aufsicht und eine kontrollierte Nutzung sichergestellt. Die Kanzlei betont, dass generative KI die operative Arbeit verbessern soll, während die fachliche Verantwortung bei den Anwälten bleibt.


