Live Google macht Data Agent Kit für Coding-Agenten allgemein verfügbar
↘

Eka Robotics holt 150 Millionen Dollar für kraftgesteuerte Roboterhände

Das Startup aus Cambridge setzt auf Kraftrückmeldung und Simulation. Kundennamen und Dauerbetrieb bleiben offen.

· Veröffentlicht: 25.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Eka Robotics holt 150 Millionen Dollar für kraftgesteuerte RoboterhändeMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Eka Robotics hat eine Series-A-Runde über 150 Mio. USD angekündigt.
  • Angeführt wird sie von Andreessen Horowitz (a16z) und F-Prime, einem mit FMR LLC (Fidelity) verbundenen Fonds.
  • Laut TechCrunch liegt die Bewertung bei 1,45 Mrd. USD post-money.
  • Gründer sind MIT-Professor Pulkit Agrawal und der frühere Google-DeepMind-Forscher Tuomas Haarnoja.
  • Ekas Vision-Force-Action-Modell (VFA) kombiniert visuelle Wahrnehmung mit Kraftrückmeldung und Sim-to-Real-Training.

Eka Robotics holt 150 Millionen Dollar bei 1,45 Milliarden Bewertung

Eka Robotics hat eine Series-A-Runde über 150 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen gab den Abschluss am 20. Oktober bekannt. Angeführt wird die Runde von Andreessen Horowitz (a16z) und F-Prime. F-Prime ist ein Fonds, der mit FMR LLC verbunden ist, der Muttergesellschaft von Fidelity. Weitere Geldgeber nennt Eka: die bisherigen Seed-Lead-Investoren Obvious Ventures und E14 Fund, außerdem MFV Partners, Bison Ventures, Glasswing Ventures und Samsung Next. Dazu kommen mehrere Strategen aus den Fortune 500, die Eka nicht namentlich nennt. Das Kapital soll Technik und Kundeneinsätze ausbauen.

Die Bewertung von 1,45 Milliarden Dollar post-money nennt TechCrunch. Der vorliegende Auszug der Eka-Mitteilung enthält diese Zahl nicht. Sie stammt aus der Berichterstattung.

Sitz des Startups ist Cambridge, Massachusetts. Gegründet haben es der MIT-Professor Pulkit Agrawal und Tuomas Haarnoja, früher Forscher bei Google DeepMind. Laut Material liegt die Gesamtfinanzierung bei rund 161 Millionen Dollar. Im Mai 2025 hatte Eka einen Seed über 11 Millionen Dollar erhalten.

Kraftrückmeldung statt Nachahmung menschlicher Daten

Eka setzt auf ein Vision-Force-Action-Modell (VFA). Es verknüpft Kamerabilder mit Kontaktkräften, die Sensoren melden. So passt das System Griffstärke und Bewegung während der Aufgabe an. Beginnt ein Objekt zu rutschen, reagiert es darauf. Trainiert wird per Reinforcement Learning in einer Physiksimulation. Das Gelernte überträgt Eka auf reale Roboter (Sim-to-Real). Dazu gehört ein eigener kraftsensitiver Greifer. Roboter sollten Physik beherrschen, statt menschliche Daten nachzuahmen, argumentiert das Unternehmen.

Laut Material greift der Greifer Objekte bis 1 Kilogramm, kostet unter 1.000 Dollar pro Stück und ist auf 5 Millionen Zyklen ausgelegt. Typische Industrieroboterarme erreichen nach diesen Angaben 20 Millionen.

Nach Angaben von Eka sollen die Roboter unbekannte Objekte außerhalb der Trainingsverteilung mit rund 1.500 Operationen pro Stunde greifen. Ein Mensch kommt zum Vergleich auf etwa 600. Bei Laboraufgaben liege die Erfolgsquote über 95 Prozent. Außerdem will das Unternehmen das Eindrehen einer Glühbirne und das Einführen von Kabeln gezeigt haben.

Raghu Raguram, a16z-Partner und Mitlead der Runde, sagte TechCrunch, Eka übertreffe bei bestimmten Aufgaben bereits menschliche Leistung. Raguram ist als Investor nicht unabhängig. Die Aussage ersetzt keinen unabhängigen Benchmark.

Pilotprojekte ohne Kundennamen, Dauerbetrieb nicht belegt

Offen bleibt, wie belastbar die Technik im Alltag ist. Eka betreibt Pilotprojekte bei Pick-and-Place und Kabelhandhabung. Industriekunden nennt das Unternehmen nicht. Öffentlich bekannte kommerzielle Einsätze oder Umsätze gibt es nicht.

Die Zuverlässigkeit über ganze Schichten gilt als noch nicht belegt. Das halten das a16z-Investmentmemo, Humanoids Daily und die Frage fest, die Techflier wiedergibt. Sie stammt von Kris Hauser, Robotikprofessor an der University of Illinois Urbana-Champaign. Hauser nannte die Demo beeindruckend. Hauser fragte aber, ob das System ein Jahr am Fließband ohne Ausfälle übersteht.

Einen unabhängigen Beleg dafür, dass der VFA-Ansatz reinen Vision-Language-Action-Modellen überlegen ist, gibt es nicht. Vorliegen nur Demo-Eindrücke und Herstellerzahlen. Das Team ist laut einer Datenbankseite klein und zählt 11 bis 50 Mitarbeitende. Eka sucht Reinforcement-Learning-Ingenieure für Tests auf echter Hardware im Raum Boston.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

Ähnliche Artikel