Bluesky erweitert KI-App Attie um Websites, Quizze und Spiele
Auf der TechCrunch Disrupt kündigt das Unternehmen an, dass Attie per Prompt interaktive Erlebnisse für Gruppen im AT Protocol erstellt. Eine offizielle Primärankündigung und unabhängige Tests fehlen bislang.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Bluesky kündigte am 15. Oktober 2026 eine Attie-Erweiterung für Websites, Quizze, Spiele und Umfragen an.
- Mit Attie erstellte Spiele, Seiten und Erlebnisse sollen im AT Protocol (ATProto) leben.
- Laut dem offiziellen Attie-Account lassen sich ab sofort AMAs, Gästebücher und Umfragen erstellen.
- Attie wurde Ende März 2026 auf der Atmosphere-Konferenz als eigenständiges Produkt vorgestellt.
- Attie läuft auf Anthropics Claude und dem AT Protocol und nutzt den Atmosphere-Login.
Attie soll künftig Websites, Quizze und Spiele für Communities bauen
Bluesky hat auf der TechCrunch Disrupt 2026 am Donnerstag, dem 15. Oktober, eine Erweiterung seiner KI-App Attie angekündigt. Nutzer sollen per Prompt Websites, Quizze, Spiele, Umfragen und weitere interaktive Erlebnisse für Gruppen erstellen können. Die Ergebnisse sollen im AT Protocol liegen, dem Protokoll, auf dem Bluesky und weitere Apps der sogenannten Atmosphere aufbauen.
Bluesky-CEO Toni Schneider beschrieb die Funktion in einem Interview auf der Konferenz so: „We're adding a feature to our Attie product that allows you to build sites and social experiences again for a group of people. So think of it as … social vibe coding or vibe coding for your community.“
Laut dem offiziellen Attie-Account, den Gigazine zitiert, lassen sich ab sofort auch kleine soziale Seiten erstellen, etwa AMAs („Ask Me Anything“), Gästebücher und Umfragen. Das gibt die Angabe wieder. Eine eigene Prüfung fehlt.
Die Berichterstattung stellt die Funktion so dar, dass Alltagsnutzer Erlebnisse bauen könnten, die bisher Softwareentwicklern vorbehalten waren. Belegt ist das nicht. Ob es im Alltag trägt, zeigen erst Praxistests und ein Vergleich mit bestehenden No-Code-Werkzeugen.
Von eigenen Feeds im März zu ganzen Apps im Oktober
Attie wurde Ende März 2026 auf der Atmosphere-Konferenz erstmals vorgestellt. Es handelt sich um ein eigenständiges Produkt außerhalb der Bluesky-App und um das erste Produkt des neuen Exploration-Teams von Jay Graber, die damals als Chief Innovation Officer firmierte. Per natürlicher Sprache baute Attie eigene Feeds, die auch in anderen AT-Protocol-Anwendungen nutzbar sein sollten. Die App läuft auf Anthropics Claude und dem AT Protocol. Der Login erfolgt über den Atmosphere-Login, also den einer beliebigen ATProto-App einschließlich Bluesky. Zugang gab es nur auf Einladung für Konferenzteilnehmer; eine öffentliche Warteliste war offen.
Eigene Apps standen damals nur als Zukunftsoption im Raum. Attie sollte „one day“ auch Vibe-Coding erlauben. Neu ist deshalb vor allem der Funktionsumfang.
Graber trat im März als CEO zurück. Toni Schneider übernahm zunächst interimistisch und leitet das Unternehmen laut TechCrunch inzwischen dauerhaft.
Offen ist, wie Attie die Apps speichert und ob sie halten, was sie versprechen
Eine offizielle Ankündigung von Bluesky, etwa ein Blogbeitrag oder ein Changelog, ließ sich nicht finden. Die Angaben stützen sich auf Berichte über das Interview und auf den Attie-Account in der Wiedergabe durch Gigazine. Technische Details fehlen: wie Attie die erstellten Artefakte im AT Protocol ablegt und veröffentlicht. Unabhängige Tests liegen ebenfalls nicht vor.
Die Protokollbegriffe PDS (Server für das Datenrepository eines Nutzers), Lexicons (JSON-Schemas) und AppViews (aggregierende Anwendungen) sind allgemein dokumentiert. Über die konkrete Speicherung bei Attie sagen sie nichts.
Herstellerseitige Versprechen sind ungeprüft. Graber zufolge fühle sich Attie an wie „having a conversation rather than configuring software“, und Attie-Seiten könnten wochenlange Diskussionen unter Freunden anstoßen. Belastbar wären solche Aussagen erst mit Usability-Tests, Nutzungsdaten und Erfahrungsberichten.



