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Anker stellt MindBase vor: Lokaler KI-Hub für das Smart Home mit eigenem Chip und NAS-Funktion

Anker präsentiert auf der IFA 2026 den lokalen KI-Hub MindBase mit eigenem Chip, NAS-Speicher und Matter-Integration – ohne Cloud-Zwang.

· Veröffentlicht: 06.09.2026 ·3 Min Lesezeit
Anker stellt MindBase vor: Lokaler KI-Hub für das Smart Home mit eigenem Chip und NAS-FunktionMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Anker hat MindBase auf der IFA 2026 in Berlin als lokalen KI-Hub für das Smart Home vorgestellt.
  • MindBase führt ein von Anker entwickeltes Large Language Model lokal auf dem Gerät aus und verarbeitet Sicherheitskamera-Aufnahmen ohne Cloud-Upload.
  • MindBase enthält einen dedizierten KI-Chip namens TrueSmart Agent, der von Anker selbst entwickelt wurde und mit 26 TOPS bewertet wird.
  • MindBase verfügt über 64 GB integrierten Speicher sowie zwei Einschübe für 2,5- oder 3,5-Zoll-Festplatten, insgesamt bis zu 48 TB, und fungiert als Heim-NAS.
  • MindBase unterstützt Matter 1.5 und kann als Matter-Controller fungieren; eine Integration mit Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Home Assistant ist möglich.
  • MindBase verbindet über EasyOmni Link nahezu 100 bestehende Anker-Geräte sowie hunderte Matter-kompatible Produkte anderer Hersteller.

Anker präsentiert MindBase als lokalen KI-Hub

Anker hat auf der IFA 2026 in Berlin den Smart-Home-Hub MindBase vorgestellt. Das Gerät führt ein von Anker entwickeltes Large Language Model lokal auf der Hardware aus und verarbeitet Sicherheitskamera-Aufnahmen, ohne sie an einen entfernten Server zu übertragen. Anker bezeichnet MindBase als „central brain for the home“ – als zentrales Gehirn für das Zuhause. Damit unterscheidet sich MindBase von Cloud-basierten Ansätzen: Viele smarte Sicherheitssysteme laden Aufnahmen zur KI-Analyse in die Cloud, was Datenschutzbedenken aufwirft, weil die Daten auf fremden Servern liegen, und zu Abo-Müdigkeit führt, da monatliche Gebühren für Cloud-Speicher und KI-Funktionen anfallen. MindBase verarbeitet alles lokal und vermeidet diese Nachteile.

Der Hub bündelt Konnektivität, lokale Verarbeitung und Speicherung in einem einzigen Gerät. Genau diese Kombination macht MindBase zum Flaggschiff der neuen Anker-Identität: Anker führt im Rahmen der Ankündigung seine Untermarken eufy, soundcore, SOLIX und eufyMake unter einer einheitlichen Marke zusammen. MindBase ist das erste große Produkt, das die zuvor getrennten Technologiebereiche – Smart Home, Audio, Energie und Kreativwerkzeuge – in einem zentralen Hub vereint. Es verbindet nahezu 100 bestehende Anker-Geräte sowie hunderte Matter-kompatible Produkte anderer Hersteller und dient als lokale Schaltzentrale für das gesamte vernetzte Zuhause. Dadurch positioniert Anker MindBase als das Aushängeschild der neuen Markenstrategie, die auf lokale KI, Datenschutz und die Integration aller Anker-Produkte setzt.

Technik: Eigener KI-Chip und bis zu 48 TB Speicher

Im Inneren des MindBase arbeitet der von Anker entwickelte KI-Chip TrueSmart Agent, den das Unternehmen mit 26 TOPS bewertet. Er führt das Sprachmodell lokal aus, sodass KI-Agenten planen und handeln können, ohne Daten in die Cloud zu senden. Für die Speicherung stehen 64 GB integrierter Speicher sowie zwei Einschübe für 2,5- oder 3,5-Zoll-Festplatten zur Verfügung – insgesamt bis zu 48 TB. Damit fungiert MindBase zugleich als Heim-NAS: Aufnahmen und Dateien lassen sich per natürlicher Sprache durchsuchen, ohne das Haus zu verlassen.

Der integrierte NAS-Agent sortiert Fotos und Videos automatisch in eine Familien-Zeitleiste und erstellt Highlight-Zusammenstellungen. Technisch funktioniert das so: Der TrueSmart-Agent-Chip analysiert die eingehenden Kameraaufnahmen lokal und erkennt dabei gleichzeitig Gesichter, Körperhaltung, Verhalten und Objekte. Diese KI-Erkennung erzeugt für jeden Clip Metadaten – etwa welche Personen zu sehen sind, welche Aktivitäten stattfinden oder welche Objekte im Bild erscheinen. Der NAS-Agent nutzt diese lokal generierten Metadaten, um die Aufnahmen automatisch zu kategorisieren: Er ordnet sie chronologisch in eine Familien-Zeitleiste ein und wählt anhand der erkannten Merkmale relevante Szenen für Highlight-Reels aus, beispielsweise Clips mit bekannten Gesichtern oder besonderen Ereignissen. Da die gesamte Verarbeitung auf dem Gerät stattfindet, verlassen die Rohdaten das Haus nicht.

Als Matter-1.5-Controller kann der Hub Matter-kompatible Geräte eigenständig steuern und lässt sich mit Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Home Assistant integrieren. Dabei verhält er sich wie eine Hue Bridge oder ein SwitchBot-Hub und bringt verbundene Matter-Geräte in die gewählte Plattform. Über EasyOmni Link verbindet MindBase nach Anker-Angaben nahezu 100 bestehende Anker-Geräte sowie hunderte Matter-kompatible Produkte anderer Hersteller. Unterstützt werden bis zu 20 Kamera-Kanäle und 34 Sensoren.

Markenumbau und offene Fragen

MindBase ist Teil einer Neuausrichtung: Anker führt die Untermarken eufy, soundcore, SOLIX und eufyMake unter der einheitlichen Marke Anker zusammen. Die Ankündigung erfolgte auf der IFA 2026, und MindBase gilt als Flaggschiffprodukt dieser neuen Identität. Damit verschwinden die bisherigen Untermarken als eigenständige Namen. Während der Übergangsphase verwenden einige Quellen noch die alte Markenbezeichnung Eufy, während die offizielle Anker-Pressemitteilung von Anker spricht. Ein Preis oder ein Veröffentlichungsdatum wurde nicht genannt. Laut einer Quelle fällt für MindBase keine monatliche Gebühr an. Offen bleibt, wann der Hub erhältlich sein wird und zu welchem Preis Anker ihn anbietet. Anker hat bestätigt, dass MindBase existiert und grob beschrieben, aber konkrete Details zur Markteinführung stehen noch aus.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

Quellen

  1. goosed.ie ↗

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