Amazon lehnt Token-Zählen als Maßstab für KI-Nutzung ab
Ein seit September intern verteiltes Memo an Software-Ingenieure ist jetzt öffentlich. Grundlage der Angaben ist die Berichterstattung von CNBC.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Amazon veröffentlichte ein Memo zur KI-Nutzung, das „Tokenmaxxing“ ausdrücklich nicht wünscht.
- Das Memo überarbeitet die Rolle von Software Development Engineers und Managern im KI-Zeitalter.
- Token-Verbrauch, KI-Tool-Verbreitung und Code-Menge gelten im Memo als „deeply flawed“.
- Token-Nutzung und Code-Generierung dürfen „mit Sorgfalt und Urteilsvermögen“ neben anderen Daten einfließen.
- Marc Brooker (AWS) nennt „feature velocity“ als Maßstab für KI-bedingte Produktivität.
Amazon hat am Dienstag, dem 27. Oktober, ein Memo für Software-Ingenieure und Engineering-Manager auf seiner Website veröffentlicht. Intern kursierte es seit September. Der Text richtet sich gegen „Tokenmaxxing“, also den Versuch, möglichst viel KI-Rechenleistung zu verbrauchen. Token-Verbrauch, die Verbreitung der KI-Werkzeuge und die Menge an geändertem oder geprüftem Code bezeichnet das Memo als „deeply flawed“, also als ungeeignete Maßstäbe. Dagegen setzt Amazon: „We believe that it is best to measure, and be measured by, long-term outcomes.“ Die Angaben stützen sich auf CNBC. Der Originalwortlaut liegt nicht vor.
Die Zahlen sollen Beschäftigte laut CNBC allerdings nicht ignorieren. Token-Nutzung und Code-Generierung dürfen „mit Sorgfalt und Urteilsvermögen“ neben anderen Daten in die Bewertung einfließen. Ein weiterer Satz lautet: „If your work does not benefit from current AI tooling, that is a finding, not a failing.“ Amazon erklärt außerdem, man sehe „erst den Anfang“ des KI-Einflusses auf Software Engineering. Das ist eine Prognose des Unternehmens. Unabhängig überprüfbar ist sie derzeit nicht.



