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Amazon lehnt Token-Zählen als Maßstab für KI-Nutzung ab

Ein seit September intern verteiltes Memo an Software-Ingenieure ist jetzt öffentlich. Grundlage der Angaben ist die Berichterstattung von CNBC.

· Veröffentlicht: 30.10.2026 ·1 Min Lesezeit
Amazon lehnt Token-Zählen als Maßstab für KI-Nutzung abMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Amazon veröffentlichte ein Memo zur KI-Nutzung, das „Tokenmaxxing“ ausdrücklich nicht wünscht.
  • Das Memo überarbeitet die Rolle von Software Development Engineers und Managern im KI-Zeitalter.
  • Token-Verbrauch, KI-Tool-Verbreitung und Code-Menge gelten im Memo als „deeply flawed“.
  • Token-Nutzung und Code-Generierung dürfen „mit Sorgfalt und Urteilsvermögen“ neben anderen Daten einfließen.
  • Marc Brooker (AWS) nennt „feature velocity“ als Maßstab für KI-bedingte Produktivität.

Amazon hat am Dienstag, dem 27. Oktober, ein Memo für Software-Ingenieure und Engineering-Manager auf seiner Website veröffentlicht. Intern kursierte es seit September. Der Text richtet sich gegen „Tokenmaxxing“, also den Versuch, möglichst viel KI-Rechenleistung zu verbrauchen. Token-Verbrauch, die Verbreitung der KI-Werkzeuge und die Menge an geändertem oder geprüftem Code bezeichnet das Memo als „deeply flawed“, also als ungeeignete Maßstäbe. Dagegen setzt Amazon: „We believe that it is best to measure, and be measured by, long-term outcomes.“ Die Angaben stützen sich auf CNBC. Der Originalwortlaut liegt nicht vor.

Die Zahlen sollen Beschäftigte laut CNBC allerdings nicht ignorieren. Token-Nutzung und Code-Generierung dürfen „mit Sorgfalt und Urteilsvermögen“ neben anderen Daten in die Bewertung einfließen. Ein weiterer Satz lautet: „If your work does not benefit from current AI tooling, that is a finding, not a failing.“ Amazon erklärt außerdem, man sehe „erst den Anfang“ des KI-Einflusses auf Software Engineering. Das ist eine Prognose des Unternehmens. Unabhängig überprüfbar ist sie derzeit nicht.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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