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Dossier

Professionell mit KI arbeiten

Human-AI Collaboration, Aufgabenarchitektur, Vertrauen, Prüfung und Kompetenz.

· Stand: 02.08.2026 ·108 Min Lesezeit ·

Human-AI Collaboration, Aufgabenarchitektur, Vertrauen, Prüfung und Kompetenz. Vollständige, faktenbasierte Fassung mit Belegen und Quellenregister.

Human-AI Collaboration, Aufgabenarchitektur, Vertrauen, Prüfung und Kompetenz

Fakten- und Recherchestand: 8. August 2026 Version: 1.0 Räumlicher Schwerpunkt: Deutschland, Europäische Union und internationale Forschungsbefunde Zielgruppe: Geschäftsführung, Fachverantwortliche, Wissensarbeiter, Berater, Entwickler, Trainer und Projektverantwortliche Vorgesehener Dateiname: 12_professionell-mit-ki-arbeiten-human-ai-collaboration-faktendossier_2026-08-08

Dieses Dossier ist eine neutrale Fakten- und Arbeitsgrundlage für eine deutschsprachige Sachbuchreihe. Es ist weder Produktwerbung noch individuelle Rechts-, Medizin-, Personal- oder Anlageberatung. Studienbefunde werden nur innerhalb ihres jeweiligen Settings interpretiert. Preprints und Herstellerdokumentationen sind ausdrücklich gekennzeichnet.

Leitgedanke: Professionell mit KI zu arbeiten bedeutet nicht, die längsten Prompts zu schreiben. Es bedeutet, eine Aufgabe so zu gestalten, dass Mensch und System jeweils das tun, was sie nachweislich gut können – und dass Fehler sichtbar, prüfbar und begrenzbar bleiben.

Leitfrage

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Wie bringe ich die KI dazu, eine Antwort zu geben?“ Sie lautet: „Wie gestalte ich den gesamten Arbeitsprozess so, dass eine brauchbare Antwort entsteht, erkannt, geprüft, verantwortet und bei Bedarf korrigiert wird?“

Daraus folgen fünf Teilfragen:

  • Welche Aufgaben eignen sich für Assistenz, welche für echte Delegation und welche nicht?
  • Wie werden Kontext, Quellen, Beispiele und Erfolgskriterien so aufbereitet, dass das System sinnvoll arbeiten kann?
  • Wie verhindert man Übervertrauen, blindes Nachvollziehen und Scheinkontrolle?
  • Wie bleibt menschliche Fach-, Lern- und Reparaturkompetenz erhalten?
  • Wie misst ein Unternehmen den End-to-End-Nutzen statt nur Geschwindigkeit oder Outputmenge?

Management-Zusammenfassung

Das belastbare Gesamtbild

Der Forschungsstand liefert kein simples „KI steigert Produktivität“ und ebenso wenig ein simples „KI macht Menschen abhängig“. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Aufgabe, Mensch, Modell, Daten, Interface, Organisation und Prüfverfahren. Eine Meta-Analyse von 106 experimentellen Studien zeigt, dass Mensch-KI-Kombinationen den Menschen häufig verbessern, im Durchschnitt aber nicht automatisch den besseren Einzelakteur übertreffen. Inhaltserstellung fällt günstiger aus als viele Entscheidungsaufgaben. [S-001]

Feld- und Laborexperimente zeigen starke positive Effekte in standardisierten Schreibaufgaben, Kundenservice, Beratung und bestimmten Innovationsaufgaben. Gegenbefunde zeigen jedoch auch Verlangsamung, schlechtere Entscheidungen außerhalb der Modellgrenze sowie Lernverluste bei vollständiger Delegation. Die Prozentwerte sind nicht widersprüchlich, sondern beschreiben verschiedene Aufgaben und Arbeitsdesigns. [S-033, S-034, S-035, S-045, S-057]

Professionelle Nutzung lässt sich am besten als kontrollierte Arbeitsteilung beschreiben. KI erzeugt Varianten, strukturiert, sucht, verdichtet, kritisiert oder bearbeitet klar begrenzte Schritte. Menschen definieren Zweck, Randbedingungen, akzeptable Risiken, verbindliche Quellen, Werturteile und Freigaben. Expertenstudien deuten darauf hin, dass Fachleute vor allem Informationsforaging delegieren und Synthese sowie Interpretation behalten. [S-129, S-002, S-029]

Der zweite Kern ist angemessene Reliance. Die Organisation darf weder maximales Vertrauen noch maximales Misstrauen anstreben. Sie muss erreichen, dass richtige Vorschläge angenommen und falsche abgelehnt werden. Erklärungen, Konfidenzwerte oder ein „Mensch in der Schleife“ reichen allein nicht. Kognitive Forcing Functions, unabhängige Ersturteile, sichtbare Zwischenartefakte und qualifizierte Reviews können helfen, verursachen aber Zeit- und Komfortkosten. [S-007, S-008, S-073, S-013]

Der dritte Kern ist Kompetenzerhalt. Kurzfristige Leistung ist nicht identisch mit Lernen. Unbeschränkte Assistenz kann unterstützte Ergebnisse verbessern und gleichzeitig spätere unassistierte Leistung verschlechtern. Gute Lernarchitektur nutzt KI als Tutor, Kritiker oder Hinweisgeber, nicht dauerhaft als vollständigen Ersatz der geistigen Arbeit. [S-125, S-126, S-057, S-066]

Der vierte Kern ist lokale Evaluation. Allgemeine Modellrankings beantworten nicht, ob eine konkrete Firmenaufgabe zuverlässig bearbeitet wird. Unternehmen brauchen repräsentative Fälle, klare Qualitätsmaßstäbe, Primärquellen, Grenzfälle, Fehlermessung und Regressionstests. Der AI Act verlangt zudem seit 2. Februar 2025 angemessene KI-Kompetenz; eine einmalige Prompt-Schulung deckt dies nicht automatisch ab. [S-123, S-132, S-118, S-133]

Zehn operative Konsequenzen

  1. Nicht „KI im Unternehmen“ einführen, sondern einzelne Aufgabenklassen mit konkretem Ergebnis definieren.
  2. Zuerst prüfen, ob eine Aufgabe verifizierbar, reversibel und folgenarm genug für den gewählten Automatisierungsgrad ist.
  3. Bei hohen Konsequenzen eine unabhängige menschliche Einschätzung bilden, bevor die KI-Antwort sichtbar wird.
  4. Komplexe Arbeit in sichtbare Teilschritte mit Zwischenartefakten und klaren Übergaben zerlegen.
  5. Quellen, Daten und Entscheidungskriterien vom Prompt trennen und versioniert pflegen.
  6. Generierung, Kritik und Verifikation nicht in einem einzigen ungeprüften Durchlauf vermischen.
  7. Kontrolltiefe am möglichen Schaden ausrichten; Routine darf stichprobenartig, Hochrisiko muss qualifiziert geprüft werden.
  8. Bei Lernzielen Erklärpflicht, eigene Lösungsschritte und KI-freie Transferaufgaben vorsehen.
  9. End-to-End-Metriken erfassen: akzeptiertes Ergebnis, Nacharbeit, entkommene Fehler, Entscheidungsgüte, Lernen und TCO.
  10. Modell-, Prompt-, Daten- und Prozessänderungen als Systemänderungen behandeln und neu evaluieren.

Was dieses Dossier ausdrücklich nicht behauptet

  • Dass jede KI-Nutzung produktiv ist.
  • Dass Menschen grundsätzlich bessere oder schlechtere Entscheidungen treffen als KI.
  • Dass ein einzelnes Promptmuster universell funktioniert.
  • Dass jede kognitive Auslagerung zu Kompetenzverlust führt.
  • Dass Assistenz in einem Experiment automatisch in jedem Unternehmen denselben Effekt erzeugt.
  • Dass „Human-in-the-loop“ ohne Prüfung der tatsächlichen Rolle ein ausreichendes Kontrollkonzept ist.

Die 50 wichtigsten Kernaussagen

IDKernaussageStatusEinschränkungHauptquellenRefresh
F-001Professionelle KI-Nutzung ist primär eine Frage der Arbeitsgestaltung: Ziel, Rollen, Daten, Prüfschritte und Eskalation bestimmen die Qualität stärker als eine einzelne elegante Formulierung.FORSCHUNGSSYNTHESE / PRAXISREGELPromptqualität bleibt relevant, ersetzt aber kein geeignetes Verfahren.S-001, S-003, S-116, S-123hoch
F-002Mensch-KI-Komplementarität entsteht nicht automatisch: In einer Meta-Analyse lagen Mensch-KI-Teams im Durchschnitt häufig unter dem jeweils besseren Einzelakteur.PEER-REVIEWTE META-ANALYSEDer Durchschnitt bündelt sehr unterschiedliche Aufgaben, Modelle und Interaktionsformen.S-001mittel
F-003Die gleiche Meta-Analyse fand günstigere Muster bei Inhaltserstellung als bei Entscheidungsaufgaben.PEER-REVIEWTE META-ANALYSEDie Kategorien sind breit; einzelne Entscheidungsworkflows können dennoch profitieren.S-001mittel
F-004Das genaueste Modell ist nicht zwangsläufig der beste Teamkollege, weil Teamleistung auch davon abhängt, wann Menschen richtige und falsche Ratschläge übernehmen.EMPIRISCHER BEFUNDErgebnis hängt von Fehlerverteilung, Interface, Nutzerkompetenz und Aufgabe ab.S-007mittel
F-005Erklärungen können die Akzeptanz einer KI-Empfehlung erhöhen, ohne die gemeinsame Genauigkeit zuverlässig zu verbessern.EMPIRISCHER BEFUNDErklärungen sind nicht grundsätzlich nutzlos; ihre Wirkung hängt von Qualität, Aufgabe und kognitivem Aufwand ab.S-007, S-026, S-020mittel
F-006Kognitive Zwangspunkte – etwa eine eigene Einschätzung vor der KI-Antwort – können Übervertrauen verringern, werden aber häufig als weniger bequem erlebt.EMPIRISCHER BEFUNDKomfortkosten und Bearbeitungszeit müssen gegen das Fehlerrisiko abgewogen werden.S-008, S-021mittel
F-007Angemessene Reliance bedeutet zweierlei: richtige KI-Ratschläge annehmen und falsche Ratschläge ablehnen.BEGRIFFLICHER FORSCHUNGSSTANDEin einzelner Vertrauenswert bildet diese zwei Fehlertypen nicht ausreichend ab.S-013, S-017, S-072mittel
F-008Vertrauen und tatsächliche Nutzung sind verwandte, aber unterschiedliche Größen.FORSCHUNGSSTANDMenschen können einem System misstrauen und es aus organisatorischem Druck dennoch nutzen – oder vertrauen, aber nicht folgen.S-072, S-073niedrig
F-009Pauschales „Vertrauen in KI“ ist kein brauchbares Qualitätsziel; Vertrauen muss für Aufgabe, Version, Daten und Einsatzkontext kalibriert werden.FORSCHUNGSSYNTHESEKalibrierung selbst garantiert noch keine bessere Teamleistung.S-072, S-073, S-026mittel
F-010Ein menschlicher Freigabeschritt ist nur dann sinnvolle Aufsicht, wenn der Mensch Kompetenz, Zeit, Information und reale Eingriffsmacht besitzt.FORSCHUNGSSYNTHESE / GOVERNANCEDie konkrete rechtliche Bewertung hängt vom Anwendungsfall ab.S-069, S-070, S-117, S-118hoch
F-011Automatisierung kann Routinearbeit entfernen und dem Menschen gerade die seltenen, schwierigsten Ausnahmen überlassen.KLASSISCHER HUMAN-FACTORS-BEFUNDDer Effekt ist nicht auf generative KI beschränkt, wird durch autonome Systeme aber besonders relevant.S-069, S-071niedrig
F-012Automation Bias kann sowohl zu ausgelassenen Korrekturen als auch zur Übernahme falscher Systemvorschläge führen.EMPIRISCHER HUMAN-FACTORS-BEFUNDAusmaß variiert mit Zuverlässigkeit, Training, Zeitdruck und Interface.S-079, S-071niedrig
F-013Menschen zeigen je nach Situation sowohl Algorithmusaversion als auch Algorithmuswertschätzung; es gibt keine einheitliche Haltung gegenüber maschinellem Rat.EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTANDBeobachtete Fehler, Kontrollmöglichkeiten und Selbsteinschätzung beeinflussen die Richtung.S-074, S-076niedrig
F-014Vor der KI-Antwort eine unabhängige menschliche Position zu bilden, kann besonders bei folgenreichen Entscheidungen Ankereffekte und blindes Nachvollziehen reduzieren.PRAXISSYNTHESENicht für jede Routineaufgabe wirtschaftlich; die Evidenz ist aufgabenabhängig.S-008, S-079, S-010mittel
F-015Mehrere KI-Meinungen sind nicht automatisch unabhängig, weil Modelle, Trainingsdaten und Prompts korrelierte Fehler erzeugen können.FORSCHUNGSSYNTHESEEin zweites Modell oder ein zweiter Prompt kann trotzdem zusätzliche Fehler finden; Unabhängigkeit muss bewusst gestaltet werden.S-010, S-013, S-142hoch
F-016Komplexe Aufgaben werden besser kontrollierbar, wenn sie in sichtbare Teilschritte mit Zwischenartefakten zerlegt werden.EMPIRISCHER HCI-BEFUND / PRAXISREGELChaining erzeugt zusätzliche Übergaben, Integrationsfehler und Pflegeaufwand.S-094, S-003mittel
F-017Ein langer Prompt ist nicht dasselbe wie guter Kontext: Relevant sind eindeutiges Ziel, belastbare Quellen, Beispiele, Einschränkungen und ein prüfbares Ausgabeformat.PRAXISSYNTHESEZu viel oder widersprüchlicher Kontext kann Leistung ebenfalls verschlechtern.S-120, S-121, S-122hoch
F-018Erfolgskriterien und Evaluation sollten vor der Optimierung des Prompts feststehen.OFFIZIELLE PRODUKTDOKUMENTATION / EVAL-PRAXISHerstellerdokumentation ist keine unabhängige Wirksamkeitsstudie.S-123, S-121, S-132hoch
F-019Prompting kann schlechte Daten, ungeeignete Aufgaben, fehlende Werkzeuge oder widersprüchliche Prozesse nicht zuverlässig kompensieren.FORSCHUNGSSYNTHESEModell- und Toolwechsel können dennoch einen Teil der Probleme lösen.S-093, S-117, S-004hoch
F-020Nicht-Experten haben häufig Schwierigkeiten, Prompts systematisch zu iterieren und die Qualität plausibler Ausgaben zu beurteilen.EMPIRISCHER HCI-BEFUNDDie untersuchten Nutzer und Modelle sind nicht repräsentativ für alle Arbeitsplätze.S-093, S-128mittel
F-021Zwischenartefakte – Gliederung, Annahmenliste, Quellenmatrix, Testfälle – erhöhen Prüfbarkeit und ermöglichen gezieltes Eingreifen.FORSCHUNGS- UND PRAXISSYNTHESEMehr Artefakte erhöhen Dokumentations- und Koordinationsaufwand.S-094, S-117mittel
F-022KI eignet sich häufig für Variantenbreite, erste Entwürfe und Informationsforaging; Menschen sollten Zweck, Interpretation, Werturteil und Verantwortung behalten.FORSCHUNGSSYNTHESEDie optimale Rollenverteilung hängt von Expertise, Verifizierbarkeit und Konsequenz ab.S-129, S-002, S-001mittel
F-023Die Leistungsgrenze generativer KI ist „gezackt“: Nahe beieinanderliegende Aufgaben können positive und negative Effekte zeigen.FELDEXPERIMENT / FORSCHUNGSSYNTHESEDas konkrete Modell und der Zeitpunkt begrenzen die Übertragbarkeit.S-035hoch
F-024In Noy und Zhangs Schreibexperiment arbeiteten Teilnehmende mit ChatGPT im Mittel schneller und erhielten höhere Qualitätsbewertungen.RANDOMISIERTES EXPERIMENT453 berufserfahrene Personen, standardisierte Schreibaufgaben; keine Aussage über alle Wissensarbeit.S-033niedrig
F-025In einem großen Kundenservice-Feldversuch stieg die gemessene Produktivität im Durchschnitt, besonders bei weniger erfahrenen Beschäftigten.FELDSTUDIEEin einzelnes Unternehmenssetting mit spezifischer Assistenz und Messgröße.S-034niedrig
F-026Bei erfahrenen Open-Source-Maintainern fand METR 2025 in einem eng definierten Setting eine durchschnittliche Verlangsamung trotz positiver Selbsteinschätzung.RANDOMISIERTER GEGENBEFUNDKleine Spezialstichprobe und zeitgebundene Werkzeuggeneration; nicht verallgemeinern.S-045mittel
F-027Produktivitätsgewinne verteilen sich ungleich; die Fähigkeit, KI-Ausgaben hervorzurufen, zu filtern und zu prüfen, kann die Ergebnisse stärker erklären als formale Vorleistung.RANDOMISIERTES EXPERIMENT / PREPRINTNeuer Preprint mit simuliertem Wissensarbeitssetting; Replikationen stehen aus.S-128hoch
F-028Experten delegieren in dokumentenzentrierter Wissensarbeit häufig Such- und Verdichtungsarbeit, behalten aber Synthese und Interpretation.EMPIRISCHE HCI-STUDIE / PREPRINTKleine qualitative Stichprobe; als Muster, nicht als Universalregel lesen.S-129mittel
F-029Kontextinformationen über Aufgabe und Systemfähigkeit können die Delegationsentscheidung und die gemeinsame Leistung verbessern.EMPIRISCHER HCI-BEFUNDWirksamkeit hängt von Verständlichkeit und Aktualität der Informationen ab.S-029mittel
F-030KI-gestütztes Feedback kann knappe Kritikressourcen skalieren; ein großes Feldexperiment fand eine höhere Wahrscheinlichkeit späterer Manuskriptüberarbeitung.RANDOMISIERTES FELDEXPERIMENT / PREPRINTÜberarbeitung ist ein Verhaltensindikator, kein direkter Nachweis höherer wissenschaftlicher Qualität.S-131hoch
F-031Kurzfristig bessere Leistung ist kein sicherer Nachweis dauerhaften Lernens oder Transferwissens.ETABLIERTE LERNFORSCHUNGArbeitsleistung und Lernen können bewusst unterschiedlich gewichtet werden.S-125niedrig
F-032Kognitive Auslagerung ist nicht grundsätzlich schädlich; sie kann Kapazität freisetzen, verändert aber, was Menschen selbst erinnern und üben.PEER-REVIEWTER FORSCHUNGSSTANDNutzen und Risiko hängen von Metakognition, Aufgabe und späterer Verfügbarkeit des Hilfsmittels ab.S-066, S-067niedrig
F-033Unbeschränkte generative KI kann in Lernsettings die unterstützte Leistung erhöhen und gleichzeitig spätere unassistierte Leistung verschlechtern; Leitplanken können diesen Zielkonflikt abschwächen.RANDOMISIERTE LERNSTUDIESchulmathematik; nicht direkt auf alle Berufsfelder übertragbar.S-126mittel
F-034Eine Befragung von Wissensarbeitern verband häufigere KI-Nutzung mit geringerer selbstberichteter kritischer Anstrengung; das beweist keinen kausalen Kompetenzverlust.PEER-REVIEWTE SURVEY-STUDIESelbstbericht, Querschnitt und konkrete Aufgabenfälle; Kausalität offen.S-023mittel
F-035Ein randomisiertes Experiment zur Programmierbibliothek fand unter KI-Nutzung schwächere Konzept-, Code-Lese- und Debugging-Ergebnisse im Mittel.RANDOMISIERTES EXPERIMENT / PREPRINTNeulingsaufgabe in einem spezifischen Programmierkontext; Interaktionsmuster unterschieden sich stark.S-057hoch
F-036Vollständige Delegation kann schnelle Ergebnisse liefern, ohne die Kompetenz aufzubauen, dieselben Ergebnisse später zu prüfen oder zu reparieren.FORSCHUNGSSYNTHESENicht jede Aufgabe erfordert Lernziel; bei sicherheitskritischen Tätigkeiten ist die Lücke besonders relevant.S-057, S-125, S-069mittel
F-037Die EEG-/Essay-Studie „Your Brain on ChatGPT“ ist vorläufig und klein; sie belegt keine allgemeine „Schädigung des Gehirns durch KI“.PREPRINT-EINORDNUNGInteressanter Hypothesengenerator, aber keine Grundlage für pauschale neurologische Aussagen.S-127hoch
F-038Generative KI kann individuelle Kreativitätsbewertungen erhöhen und gleichzeitig die Vielfalt der Gesamtheit der Ideen verringern.PEER-REVIEWTES EXPERIMENTErgebnis bezieht sich auf kurze Schreib-/Ideenaufgaben und konkrete Modelle.S-040mittel
F-039Bei kreativen Aufgaben kann KI-Nutzung die spätere unassistierte Leistung in einzelnen Settings schwächen, obwohl die assistierte Leistung steigt.PEER-REVIEWTES EXPERIMENTNicht jede Kreativitätsdimension oder Langzeitwirkung wurde erfasst.S-041mittel
F-040In einem Feldexperiment bei P&G erreichten Einzelpersonen mit KI teils Leistungen, die sonst Teams erforderten; zugleich veränderten sich Funktionsgrenzen und Zusammenarbeit.FELDEXPERIMENTSpezifische Produktentwicklungsaufgabe und Organisation; keine allgemeine Ersetzung von Teams.S-036mittel
F-041KI kann Expertise verbreitern, aber sie kann auch dazu führen, dass Teams seltener miteinander sprechen und weniger stilles Wissen austauschen.FORSCHUNGSSYNTHESEEmpirische Langzeitdaten zu Wissenserosion sind noch begrenzt.S-036, S-130hoch
F-042Soziale Normen, Offenlegung und Angst vor Stigma beeinflussen, ob Beschäftigte KI-Erfahrungen teilen und gemeinsam lernen.QUALITATIVE WORKPLACE-STUDIE19 Interviewte; kein repräsentativer Häufigkeitsnachweis.S-130hoch
F-043Medizinische KI-Unterstützung kann denselben Fachpersonen je nach Fall helfen oder schaden; Erfahrung allein sagt den individuellen Nutzen nicht zuverlässig voraus.PEER-REVIEWTE MEDIZINISCHE STUDIENMedizinische Bildgebung ist nicht direkt auf andere Aufgaben übertragbar.S-136, S-137mittel
F-044Auch Experten können durch plausible, aber falsche KI-Empfehlungen fehlgeleitet werden.PEER-REVIEWTE EXPERIMENTEAusmaß hängt von Fehlerart, Darstellung und Prüfverfahren ab.S-138, S-137mittel
F-045Hohe Modellgenauigkeit im Labor garantiert keinen Nutzen im realen Prozess; Umgebung, Workflow und Bedienbarkeit können den Einsatz begrenzen.DEPLOYMENT-STUDIE / FORSCHUNGSSYNTHESEEin klinischer Einsatzfall illustriert ein allgemeines sozio-technisches Risiko.S-139, S-132, S-003mittel
F-046RAG- und Reasoning-Systeme können juristische Aufgaben verbessern, entbinden aber nicht von domänenspezifischer Quellen- und Rechtsprüfung.RANDOMISIERTE JURISTISCHE STUDIEN / PRAXISSYNTHESEModellversion, Rechtsgebiet und Aufgabenart begrenzen die Übertragbarkeit.S-140, S-141, S-142hoch
F-047Eine zitierte Quelle ist noch kein Beleg: Für folgenschwere Aussagen muss die Originalquelle geöffnet und die konkrete Fundstelle geprüft werden.PRAXISREGEL / INFORMATION INTEGRITYBei Routineaufgaben kann risikobasiertes Sampling genügen.S-117, S-123, S-047hoch
F-048Gut verifizierbare, reversible und folgenarme Aufgaben sind bessere Einstiegskandidaten als opake, irreversible oder hochriskante Entscheidungen.FORSCHUNGS- UND GOVERNANCE-SYNTHESEEine gute Verifikation kann auch anspruchsvollere Aufgaben erschließen.S-116, S-132, S-070, S-001mittel
F-049KI-Einführungen sollten End-to-End-Qualität, Nacharbeit, entkommene Fehler, Entscheidungsqualität und Lernen messen – nicht nur Zeit oder Textmenge.EVALUATIONS- UND MANAGEMENTSTANDARDKPI-Auswahl muss an Unternehmensziel und Aufgabe angepasst werden.S-134, S-135, S-132, S-047mittel
F-050AI Literacy nach Art. 4 AI Act verlangt kontextangemessene Kenntnisse und Fähigkeiten; ein einmaliger Promptkurs ist kein belastbarer Gesamtansatz.GELTENDES RECHT / OFFIZIELLE ERLÄUTERUNGTiefe und Nachweis hängen von Rolle, Risiko und Einsatzkontext ab.S-118, S-133hoch

Methodik, Evidenz und Recherchegrenzen

Quellenstrategie

Die Recherche kombiniert vier Quellengruppen:

GruppeFunktionTypische StärkeTypische Grenze
Peer-reviewte Studien und Meta-AnalysenKausale oder systematische EvidenzMethodik und transparente StichprobeModelle und Interfaces können schnell veralten
Aktuelle Preprints 2025/26Frühe Evidenz zu neuen Werkzeugen und Verhaltensmusternhohe Aktualitätnoch nicht abschließend begutachtet
Offizielle Rahmenwerke und RechtGovernance, Kompetenzen, Evaluationsanforderungenverbindlicher oder institutioneller Statusoft absichtlich allgemein
Produktdokumentationenaktuelle Funktionen und Eval-/Prompt-Praxiskonkrete UmsetzungsdetailsHerstellerquelle, kein unabhängiger Wirksamkeitsnachweis

Warum Studien nicht direkt addiert werden dürfen

„Produktivität“ kann Zeit, Menge, externe Qualitätsbewertung, gelöste Fälle, Umsatz oder subjektive Entlastung bedeuten. Ebenso reicht das Spektrum von einem Chatfenster bis zu einem in den Prozess eingebetteten Copilot oder autonomen Agenten. Deshalb werden Prozentwerte nur mit Setting, Stichprobe und Messgröße verwendet. Ein Feldversuch im Kundenservice ist kein Schätzer für eine strategische Entscheidung; eine Schreibaufgabe ist kein Nachweis juristischer Zuverlässigkeit.

Evidenzhierarchie im Dossier

BezeichnungBedeutung
Geltendes Recht / offizielle AuslegungRechtsnorm oder amtliche Erläuterung; konkrete Anwendung bleibt kontextabhängig.
Peer-reviewed / Meta-Analysewissenschaftlich begutachteter Befund; Übertragbarkeit wird dennoch begrenzt.
Randomisiertes Experiment / Feldexperimentkausaler Hinweis innerhalb eines definierten Settings.
Preprintaktuelle, aber noch vorläufige Forschung.
Qualitative Studietiefe Einsicht in Muster und Mechanismen, keine Häufigkeitsschätzung.
Forschungssynthesebegründete Zusammenführung mehrerer Quellen; keine einzelne Quelle behauptet exakt denselben Satz.
Praxisregelrisikobasierte Handlungsempfehlung aus Forschung, Standards und Engineering-Praxis.

Grenzen

  • Die Werkzeuglandschaft ändert sich schneller als viele peer-reviewte Veröffentlichungen.
  • Ein großer Teil der Human-AI-Literatur untersucht kurze, klar bewertbare Aufgaben.
  • Langzeitbefunde zu Kompetenz, Organisationswissen und Verantwortung sind noch begrenzt.
  • Selbstauskünfte über Zeitersparnis, Vertrauen oder kritisches Denken sind nicht mit objektiver Wirkung gleichzusetzen.
  • Viele 2026er Befunde sind Preprints und werden daher vorsichtiger gewichtet.
  • Das Dossier beschreibt Prinzipien; konkrete Rechts- und Betriebsanforderungen müssen aus den Fach-Dossiers der Reihe ergänzt werden.

Begriffe und sechs Formen der Zusammenarbeit

Human-AI Collaboration ist mehr als „ein Mensch tippt in einen Chat“. Sie umfasst die Aufteilung von Informationszugang, Analyse, Entwurf, Entscheidung, Ausführung und Kontrolle. Der Automatisierungsgrad muss für jeden dieser Schritte gesondert festgelegt werden. Ein System kann beispielsweise Informationen automatisch sammeln, einen Entwurf erzeugen, aber weder entscheiden noch versenden.

ModusRolle der KIRolle des MenschenGeeignete AufgabenHauptrisiko
0. Kein KI-Einsatzkeinevollständignicht verifizierbare, hochsensible oder bewusst manuelle Lernaufgabenverpasster Nutzen, aber keine KI-spezifischen Fehler
1. Vorschlagliefert Ideen, Formulierungen oder Hinweisewählt, bearbeitet und verantwortetTexte, Varianten, Checklistenplausible Fehler werden übernommen
2. Kritik / Second Opinionsucht Lücken, Gegenargumente und Fehlererstellt Erstfassung und bewertet KritikEntscheidungsvorlagen, Reviews, Strategiekritisiert oberflächlich oder bestätigt den Anker
3. Co-Creationarbeitet iterativ mit dem Menschensteuert Ziel, Kontext und QualitätsmaßKonzeption, Schreiben, AnalyseVerantwortung und Provenienz verschwimmen
4. Delegierter Teilschrittbearbeitet klar abgegrenzte Arbeitdefiniert Schnittstelle und prüft ErgebnisZusammenfassung, Extraktion, KlassifikationÜbergabe- und Integrationsfehler
5. Autonome Ausführungplant und handelt über Toolsüberwacht, genehmigt Ausnahmen, stoppteng begrenzte, reversible Prozessegroßer Schadensradius und Scheinkontrolle

Die klassischen „Levels of Automation“ unterscheiden Informationsaufnahme, Analyse, Entscheidungsauswahl und Handlungsausführung. Diese Trennung bleibt für generative KI nützlich, weil die gefährlichste Verschiebung oft unbemerkt erfolgt: Eine angebliche „Entscheidungshilfe“ wird praktisch zur Entscheidung, wenn Menschen ihre Vorschläge fast immer übernehmen. [S-070, S-071, S-069]

Relative Stärken: Was Mensch und KI sinnvoll beitragen

DimensionTypische KI-StärkeTypische menschliche StärkeProfessionelle Kombination
Breiteviele Varianten und Suchpfade schnell erzeugenRelevanz und strategische RichtungKI erzeugt Bandbreite, Mensch priorisiert
Geschwindigkeiterste Entwürfe und VerdichtungKonsequenzen und Prioritäten abwägenschneller Rohentwurf, kontrollierte Freigabe
Musterregelmäßige sprachliche und statistische Muster erkennenAusnahmen und situativen Kontext deutenKI markiert Muster, Fachperson prüft Ausnahmen
Gedächtnis/Zugriffgroße bereitgestellte Bestände durchsuchenQuellenqualität, Gültigkeit und implizites WissenGrounding plus Quellenprüfung
Kreativitätungewöhnliche Kombinationen und VariantenAbsicht, Geschmack, Originalität, kultureller Kontextunabhängige Ideenphase plus KI-Divergenz
Urteilkonsistente Kriterien anwendenWerte, Legitimität, Verantwortung, EmpathieKI strukturiert, Mensch entscheidet
Ausführungwiederholbare Teilschritte automatisierenAusnahmen, Eskalation und Reparaturenge Rechte, Logs und Rückfallprozess

Komplementarität setzt Fehlerdiversität voraus. Wenn Mensch und KI dieselben blinden Flecken haben oder wenn der Mensch die KI nur nachahmt, entsteht kein Mehrwert. Professionelle Arbeitsteilung sucht daher nicht nur unterschiedliche Fähigkeiten, sondern auch möglichst unabhängige Evidenz, Perspektiven und Prüfmethoden. [S-001, S-007, S-002]

Aufgabenwahl: Die wichtigste Entscheidung vor dem Prompt

Sieben Prüfdimensionen

DimensionGünstig für KIUngünstig / höhere Kontrolle
VerifizierbarkeitErgebnis kann schnell gegen Quelle, Formel oder Test geprüft werdenRichtigkeit ist subjektiv oder erst Monate später sichtbar
ReversibilitätEntwurf kann verworfen, Änderung rückgängig gemacht werdenAuszahlung, Kündigung, Veröffentlichung oder irreversible Datenänderung
KonsequenzFehler ist klein und lokalFehler betrifft Gesundheit, Recht, Geld, Existenz oder viele Personen
Datenrisikoöffentliche oder freigegebene Datenpersonenbezogene, vertrauliche oder geschützte Daten
Aufgabenstabilitätwiederholbare Regeln und Beispielesich ständig ändernder, politischer oder hochkontextueller Sachverhalt
FachkompetenzReviewer kann Fehler erkennenniemand im Prozess kann Ergebnis kompetent prüfen
FeedbacklatenzFehler wird sofort sichtbarFehler bleibt lange unentdeckt oder erzeugt Folgeschäden

Einfache Entscheidungsmatrix

AufgabentypBeispielEinstiegKontrollniveau
Verifizierbar + reversibel + geringe FolgeTextformatierung, Varianten, interne ZusammenfassungAI-first möglichStichprobe / einfache Freigabe
Verifizierbar + mittlere FolgeAngebotsentwurf, Recherche, Codeänderungdelegierter SchrittQuellen/Test/Review
Teilweise verifizierbar + hohe FolgeVertrag, Personal, medizinische PriorisierungHuman-first, KI als Second Opinionqualifizierter unabhängiger Review
Kaum verifizierbar + irreversibelstrategische oder normative Letztentscheidungkeine autonome DelegationMensch entscheidet; KI nur strukturierend

Der „jagged frontier“-Befund erklärt, weshalb Berufsbezeichnungen zu grob sind. Innerhalb derselben Rolle kann eine Aufgabenart stark profitieren und die nächste schlechter werden. Unternehmen müssen deshalb Aufgaben und nicht bloß Stellen klassifizieren. [S-035, S-001, S-047]

Prompting, Kontext und Spezifikation

Ein belastbarer Arbeitsauftrag

BausteinFrageBeispiel
ZielWelches konkrete Ergebnis wird benötigt?„Erstelle eine prüfbare Entscheidungsvorlage für Investition X.“
AdressatWer nutzt das Ergebnis und mit welchem Vorwissen?Geschäftsführung ohne technische Detailkenntnis.
MaterialWelche Quellen und Daten sind verbindlich?Budgetdatei, Vertrag, Primärstudien, aktuelle Produktdaten.
RandbedingungenWas darf nicht passieren?Keine erfundenen Zahlen; Unklarheiten markieren; keine externe Veröffentlichung.
MethodeWelche Schritte sind sichtbar auszuführen?Fakten extrahieren, Annahmen trennen, Gegenposition formulieren.
AusgabeWie muss das Ergebnis prüfbar sein?Tabelle mit Aussage, Quelle, Datum, Fundstelle und Unsicherheit.
QualitätWoran wird Erfolg gemessen?Vollständigkeit, Quellenabdeckung, Rechenprüfung und Entscheidungstauglichkeit.
EskalationWann muss das System stoppen?Fehlende Primärquelle, widersprüchliche Zahlen, rechtliche Einzelfallfrage.

Herstellerleitfäden stimmen in einem Punkt weitgehend überein: klare Instruktionen, Kontext, Beispiele, gewünschtes Format und iterative Evaluation helfen. Sie sind jedoch Produktdokumentationen. Unabhängige Forschung zeigt, dass Nutzer ohne belastbares mentales Modell bei der Iteration und Bewertung scheitern können. Deshalb ist Prompting Teil eines Verfahrens, nicht die gesamte Kompetenz. [S-120, S-121, S-122, S-093]

Was in dauerhafte Artefakte gehört

  • Definitionen, die im Unternehmen verbindlich gelten.
  • Daten- und Quellenhierarchie.
  • Freigaberegeln und verbotene Handlungen.
  • Beispiele für richtig, falsch und grenzwertig.
  • Prüfchecklisten, Testfälle und Eskalationsgrenzen.
  • Versionen von Modellen, Prompts, Tools und Wissensbeständen.

Aufgabenzerlegung und sichtbare Zwischenartefakte

AI Chains und PromptChainer zeigen den Wert, eine komplexe Aufgabe in sichtbare Schritte aufzuteilen. Das verbessert Kontrollierbarkeit, Wiederverwendung und gezieltes Korrigieren. Der Preis sind mehr Schnittstellen, Pflege und mögliche Fehlerfortpflanzung. Eine gute Kette trennt daher nicht beliebig, sondern entlang fachlicher Prüfpunkte. [S-094]

PhaseZwischenartefaktPrüffrage
1. ProblemZiel- und Nicht-Ziel-ListeIst das wirkliche Problem präzise genug?
2. EvidenzQuellen-/DatenmatrixSind Herkunft, Datum und Gültigkeit klar?
3. StrukturGliederung oder EntscheidungskriterienFehlt eine wesentliche Perspektive?
4. GenerierungRohentwurf / OptionenSind Annahmen und Unsicherheiten sichtbar?
5. KritikGegenargumente / Pre-MortemWelche plausible Fehlergeschichte wurde übersehen?
6. VerifikationPrüfprotokoll / Rechenweg / TestsWelche tragenden Aussagen sind unabhängig bestätigt?
7. FreigabeVersion, Owner, EntscheidungWer trägt welche Entscheidung und was ist offen?

Die Vier-Pass-Methode

  1. Definieren und eigene Position bilden: Ziel, Kriterien, bekannte Fakten und erste Hypothese ohne KI festhalten, sofern Anker- oder Lernrisiko besteht.
  2. Generieren: KI erzeugt Entwurf, Varianten, Extraktion oder Analyse innerhalb klarer Quellen und Grenzen.
  3. Adversarial kritisieren: Ein separater Durchlauf sucht Auslassungen, Gegenbeispiele, falsche Annahmen und failure modes.
  4. Extern verifizieren: Tragende Aussagen werden gegen Primärquelle, Test, Formel, Fachperson oder reale Daten geprüft.

Die vier Pässe können von demselben Modell unterstützt werden, sollten aber nicht mit einer bloßen Selbstbestätigung verwechselt werden. Bei hohem Risiko muss mindestens die letzte Prüfinstanz unabhängig sein.

Human-first, AI-first und die richtige Reihenfolge

ModusGeeignet wennVorteilRisiko
Human-firstEntscheidung, Lernen, Diagnose, originäre Position wichtigreduziert Anker und erhält Eigenleistunglangsamer; kann KI-Breite zu spät nutzen
AI-firstfolgenarmer Entwurf, Formatierung, Varianten, hohe Reversibilitätschneller Start und mehr Optionenerste plausible Antwort verengt den Denkraum
Parallelunabhängige Vergleichbarkeit möglichFehlerdiversität und Messbarkeitdoppelte Arbeit; Zusammenführung nötig
Alternierendkomplexe Co-Creation mit sichtbaren Schrittenlaufende RückkopplungVerantwortung und Provenienz können verschwimmen

Kognitive Forcing Functions zeigen, dass eine eigene Antwort vor der KI das Reliance-Verhalten verändern kann. Sie sind jedoch kein kostenloser Sicherheitsmechanismus: Nutzer bevorzugen oft bequemere Interfaces. Unternehmen sollten Human-first deshalb gezielt dort einsetzen, wo der mögliche Fehler größer ist als die zusätzliche Bearbeitungszeit. [S-008, S-021]

Vertrauen, Reliance und Scheinkontrolle

Vier mögliche Reliance-Ergebnisse

KI-RatMenschliches VerhaltenErgebnisBezeichnung
richtigangenommenkorrektangemessene Annahme
richtigabgelehntNutzen verpasstUnderreliance
falschangenommenFehlerOverreliance
falschabgelehntkorrektangemessene Ablehnung

Eine Organisation, die nur fragt „Vertrauen die Mitarbeitenden dem Tool?“, misst nicht das eigentliche Ziel. Sie muss fallbezogen messen, ob richtige und falsche Ratschläge unterschieden werden. Neuere Reviews weisen darauf hin, dass Begriffe und Metriken in der Reliance-Forschung noch uneinheitlich sind. [S-013, S-017]

Warum Erklärungen nicht genügen

Eine sprachlich überzeugende Begründung kann die Empfehlung verständlicher machen – oder lediglich eine plausiblere Rationalisierung liefern. Erklärungen sind dann nützlich, wenn sie prüfbare Evidenz, relevante Unsicherheit oder kontrastive Information liefern. Sie sind gefährlich, wenn Nutzer „klingt nachvollziehbar“ mit „ist richtig“ verwechseln.

InterventionMöglicher NutzenGrenze
Konfidenz anzeigenkann Vertrauen kalibrierenKonfidenz kann falsch kalibriert oder missverstanden sein
Erklärung anzeigenunterstützt Verständnis und Prüfungkann Akzeptanz falscher Antworten erhöhen
Quelle anzeigenermöglicht externe PrüfungQuelle kann falsch, unzugänglich oder nicht tragend sein
Zweite Meinungliefert Fehlerdiversitätkann korreliert oder ebenfalls falsch sein
Eigene Antwort zuerstreduziert Anker und passive Übernahmeerhöht Aufwand und kann schwächere menschliche Anker konservieren
Zwang zur Begründungfördert aktive Prüfungkann ritualisiert und oberflächlich werden

Verifikation, Quellenprüfung und Red Teaming

Mindestprüfung nach Risikoklasse

RisikoBeispielMindestprüfungFreigabe
Niedriginterne Formulierung, BrainstormingPlausibilität, Ton, offensichtliche FaktenBearbeiter
MittelAngebot, Marktanalyse, ProzessdokumentQuellenstichprobe, Zahlenprüfung, Randfälle, Versionfachlicher Owner
HochRecht, Personal, Finanzen, Gesundheit, Veröffentlichungjede tragende Quelle, unabhängiger Fachreview, dokumentierte Entscheidungqualifizierte verantwortliche Person
Autonome AktionVersand, Änderung, Zahlung, Löschungharte Regeln, Simulation, Approval, Auditlog, Rollbackexplizite Aktionserlaubnis

Quellenprüfung

  1. Originalquelle öffnen; Suchsnippet oder KI-Zusammenfassung reicht nicht.
  2. Autor/Herausgeber, Titel, Veröffentlichungsdatum und Rechts-/Länderkontext prüfen.
  3. Konkrete Passage, Tabelle, Seite oder Randnummer finden.
  4. Prüfen, ob die Quelle genau die behauptete Aussage trägt oder nur ähnlich klingt.
  5. Methodik, Stichprobe und Einschränkungen erfassen.
  6. Neuere Fassung, Korrektur, Rückzug oder Gegenbefund suchen.
  7. Aussage und eigene Schlussfolgerung im Dokument trennen.

Adversarial Review

Ein Red-Team-Durchlauf soll nicht „sei kritisch“ heißen, sondern konkrete Angriffsflächen prüfen: falsche Prämisse, fehlende Daten, alternative Erklärung, veraltete Quelle, unzulässige Verallgemeinerung, Interessenkonflikt, Ausnahmefall, Datenschutz-/Sicherheitsfolge und falsches Entscheidungskriterium. Die wichtigsten Gegenargumente werden anschließend nicht automatisch übernommen, sondern ebenfalls belegt.

Anfänger, Experten und ungleiche Gewinne

NutzergruppePotenzialTypische GefahrGeeignetes Design
Anfängerschneller Zugang zu Beispielen und Feedbackkann Fehler nicht erkennen und Lernen delegierenTutor-/Hinweismodus, Erklärung, eigene Transferaufgabe
Fachperson ohne KI-Routinestarkes Domänenurteil und relevante Fragenunstrukturierter Kontext, unbekannte ModellgrenzenVorlagen, Quellenmatrix, lokale Beispiele
KI-erfahrener Generalistschnelle Iteration und ToolverständnisÜberschätzt Domänenkompetenz oder aktuelle FaktenFachreview und harte Datenquellen
Domänenexperte mit KI-Kompetenzselektive Delegation und starke PrüfungZeitdruck, Automationsbias, Reviewüberlastungunabhängige Evidenz, Sampling, Monitoring
TeamFehlerdiversität und geteiltes Wissenunklare Ownership und versteckte NutzungRollen, Offenlegung, gemeinsame Evals und Fehlerbibliothek

Der Kundenservice-Feldversuch und andere Studien zeigen größere relative Gewinne bei weniger Erfahrenen. Das kann Leistung angleichen. Es kann aber auch die Übungswege verkürzen, über die Menschen normalerweise Expertise erwerben. Der neue AIC-Befund ergänzt: Formales Vorwissen allein sagt nicht, wer Nutzen realisiert; Elicitieren, Filtern und Verifizieren sind eigenständige Fähigkeiten. [S-034, S-128, S-057]

Cognitive Offloading, kritisches Denken und Deskilling

Cognitive Offloading ist ein normales menschliches Verhalten: Notizen, Taschenrechner, Kalender und Suchmaschinen lagern geistige Arbeit aus. Die relevante Frage ist daher nicht, ob ausgelagert wird, sondern was, wann und mit welcher Rückfallkompetenz. Sinnvolle Auslagerung entlastet Gedächtnis und Routine. Problematisch wird sie, wenn Menschen nicht mehr erkennen, dass eine Ausgabe falsch ist, oder bei Ausfall die Aufgabe nicht mehr kontrollieren können.

Ausgelagerte TätigkeitMöglicher NutzenKompetenzrisikoSchutzmaßnahme
Erinnern und Suchenmehr Kapazität für SyntheseQuellenherkunft und Fachwissen verblassenProvenienz, Kernwissen, regelmäßige Rückfragen
Formulierenschnelle, klare Texteeigener Stil und Argumentationsaufbau erodiereneigene Gliederung, Überarbeitung, KI-freie Texte
Rechnenweniger RoutinefehlerPlausibilitätsgefühl sinktFormeln, Einheitencheck, manuelle Stichprobe
Diagnostizierenmehr HypothesenFehlersuche wird an KI delegierteigene Hypothese, Erklärung, Transferfall
EntscheidenKriterien werden strukturiertVerantwortung und Werturteil verschwimmenMensch legt Kriterien fest und dokumentiert Entscheidung

Die oft zitierte CHI-Studie zum kritischen Denken basiert auf Selbstberichten zu 936 Nutzungsfällen. Sie beschreibt wahrgenommene Verschiebungen, beweist aber keinen langfristigen Kompetenzverlust. Stärkere kausale Hinweise kommen aus Lernexperimenten, die assistierte und spätere unassistierte Leistung getrennt messen. [S-023, S-126, S-057, S-125]

Kein Alarmismus um „Brain on ChatGPT“

Der 2025er EEG-/Essay-Preprint ist interessant, aber klein, auf eine bestimmte Schreibaufgabe begrenzt und noch nicht peer-reviewed. Aussagen wie „ChatGPT schädigt das Gehirn“ gehen weit über die Evidenz hinaus. Für die Buchreihe taugt die Studie als Beispiel dafür, wie stark zugespitzte Mediennarrative aus vorläufiger Forschung entstehen – nicht als Beweis einer allgemeinen neurologischen Schädigung. [S-127]

Arbeitsgestaltung, die Lernen erhält

Sechs Lernmodi

ModusInteraktionLernwertRisiko
Sokratischer TutorKI fragt und gibt gestufte Hinweisehoch bei guter GestaltungFragen können oberflächlich oder irreführend sein
KonzeptklärungMensch fragt nach Prinzip, Beispiel, Gegenbeispielhochscheinbares Verständnis ohne Anwendung
Eigene Lösung + FeedbackMensch löst zuerst, KI kritisierthochschlechter menschlicher Startpunkt kann dominieren
Generation + ErklärungKI erzeugt, Mensch erklärt jeden Schrittmittel bis hochErklärung kann nur nachgesprochen werden
Iterative DelegationKI löst und repariert fortlaufendniedrig bis mittelErgebnis ohne mentales Modell
Vollständige DelegationKI erledigt gesamte Aufgabeniedrig bei LernzielKontroll- und Transferkompetenz fehlt

Mindeststandard für Qualifizierungsaufgaben

  • Lernziel und produktives Ziel getrennt benennen.
  • Vor der Lösung eine Prognose, Skizze oder eigene Hypothese verlangen.
  • Gestufte Hinweise statt sofortiger Komplettlösung verwenden.
  • Erklärungen durch Anwendung in einem neuen Fall prüfen.
  • Regelmäßig unassistierte Aufgaben und Fehlerdiagnosen durchführen.
  • Nicht nur Ergebnis, sondern Begründung, Transfer und Reparatur bewerten.

Kreativität, Vielfalt und Fixierung

GenAI kann eine Einzelperson bei kreativen Aufgaben unterstützen. Gleichzeitig können viele Menschen ähnliche Vorschläge erhalten und dadurch die kollektive Vielfalt reduzieren. Professionelles Kreativdesign nutzt deshalb KI nicht nur als Generator, sondern als bewusst gesteuerten Perspektivwechsel. [S-040, S-041, S-064]

PhaseEmpfohlene ArbeitsweiseZweck
1. Unabhängige DivergenzMenschen sammeln eigene Ideen vor der KIverhindert frühe Fixierung
2. KI-Breitegezielt andere Rollen, Analogien, Gegenwelten und Restriktionen erzeugenvergrößert Suchraum
3. ClusteringÄhnliche Vorschläge erkennen und Redundanz entfernenverhindert scheinbare Vielfalt
4. KritikMarkenfit, Machbarkeit, Ethik, Rechte, Fakten prüfentrennt Neuheit von Brauchbarkeit
5. Externer TestZielgruppenreaktion statt interner Plausibilität messenbelegt tatsächlichen Wert

Teams, Expertiseverteilung und soziale Dynamik

Das P&G-Feldexperiment zeigt, dass KI die Grenzen zwischen Funktionsrollen verschieben kann. Mitarbeitende erzeugten häufiger Lösungen, die Wissen außerhalb ihrer angestammten Funktion enthielten. Dies kann Zusammenarbeit beschleunigen, aber auch den Anlass reduzieren, Kollegen zu fragen. Organisationen müssen deshalb nicht nur individuellen Output, sondern Wissensnetzwerke und kollegiales Lernen beobachten. [S-036]

Eine qualitative CHIWORK-Studie von 2026 beschreibt, dass Beschäftigte KI-Kompetenz teils informell und verdeckt entwickeln. Angst, als weniger kompetent oder unehrlich wahrgenommen zu werden, kann Offenlegung und gemeinsames Lernen hemmen. Die Studie liefert kein Häufigkeitsmaß, macht aber einen wichtigen organisatorischen Mechanismus sichtbar. [S-130]

Teamnormen

  • KI-Nutzung bei folgenreichen Arbeitsergebnissen offenlegen.
  • Fehlversuche und korrigierte Halluzinationen als Lernmaterial teilen.
  • Fachliche Ownership nicht an das Tool delegieren.
  • Prompt- und Eval-Artefakte als Teamwissen statt persönliches Geheimnis pflegen.
  • Zeit für menschliche Rückfragen und Mentoring erhalten.
  • Individuelle Überwachung vermeiden; Evaluation auf Prozess- und Aufgabenebene ausrichten.

Hochriskante Entscheidungen und domänenspezifische Kontrolle

Medizin

Medizinische Studien zeigen den Kern des Reliance-Problems besonders deutlich. AI-Unterstützung kann durchschnittlich helfen, falsche Empfehlungen können jedoch auch Experten in die falsche Richtung ziehen. Yu et al. fanden große Heterogenität zwischen 140 Radiologen und 15 Aufgaben; Erfahrung allein erklärte nicht zuverlässig, wer profitiert. [S-137, S-138, S-136]

Recht

Experimentelle juristische Arbeiten berichten Zeit- und Qualitätsgewinne, insbesondere wenn Systeme mit Retrieval oder spezialisierten Reasoning-Verfahren arbeiten. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen zu Legal Research Tools, dass Halluzinationen und Zitierfehler nicht verschwinden. Professionelle Nutzung verlangt deshalb Originalquellen, Rechtsstand, Zuständigkeit und juristische Endprüfung. [S-140, S-141, S-142]

Personal und Finanzen

Bei Personal- und Finanzentscheidungen sind Kriterien, Daten und Folgen häufig normativ oder rechtlich relevant. KI darf dort nicht zur unsichtbaren Letztentscheidung werden. Berechnungen sollten deterministisch reproduzierbar bleiben; generative Modelle eignen sich eher zur Strukturierung, Szenarienbildung und Erklärung. Die vertiefte rechtliche Prüfung erfolgt in den Dossiers zu Datenschutz, AI Act, Haftung und Governance.

Organisation: Vom individuellen Trick zum belastbaren System

Das Human-AI Work Canvas

FeldLeitfrage
OutcomeWelches geprüfte Geschäftsergebnis zählt?
ArbeitseinheitWas wird wiederholt gemessen?
BaselineWie laufen Zeit, Qualität und Fehler heute?
RisikoklasseWie verifizierbar, reversibel und folgenreich ist die Aufgabe?
Menschliche RolleWer definiert, prüft, entscheidet und verantwortet?
KI-RolleWelche Teilschritte generiert, analysiert, kritisiert oder handelt das System?
EvidenzWelche Quellen, Daten und Tests sind verbindlich?
Failure ModesWie kann das Ergebnis plausibel falsch werden?
KontrollenWelche automatisierten und menschlichen Checks greifen?
EskalationWann stoppt der Prozess und wer übernimmt?
ProvenienzWelche Versionen und Bearbeitungsschritte werden dokumentiert?
MetrikenWie werden Nutzen, Fehler, Lernen und Kosten bewertet?

Rollenmodell

RolleVerantwortung
Business OwnerGeschäftsziel, Nutzen, akzeptables Risiko und Freigabe.
Process OwnerAblauf, Ausnahmen, Schnittstellen und Rückfallprozess.
Domain ReviewerFachliche Richtigkeit und relevante Randfälle.
AI/Product OwnerModell, Prompt, Wissensbasis, Evals und Change Management.
Data/Privacy/SecurityDatenklassen, Rechte, Schutzmaßnahmen und Vorfälle.
Userkorrekte Anwendung, Offenlegung, Eskalation und Feedback.
Internal Audit / QAunabhängige Stichproben, Kontrollwirksamkeit und Nachverfolgung.

Der NIST AI RMF strukturiert Risikomanagement in Govern, Map, Measure und Manage. Für Human-AI Collaboration ist besonders wichtig, nicht nur das Modell, sondern die tatsächliche Konfiguration aus Mensch, Interface, Daten, Tools und organisatorischem Druck zu evaluieren. [S-116, S-117, S-132, S-119]

Interface- und Werkzeugdesign

DesignprinzipUmsetzungZu vermeidender Fehler
Erwartung kalibrierenFähigkeiten, Grenzen und Beispiele vor Nutzung zeigenallgemeines Marketingversprechen
Unsicherheit sichtbar machenNichtwissen, Quellenlücken und Alternativen anzeigenPseudo-Konfidenz ohne Validierung
Korrektur ermöglichenBearbeiten, Ablehnen, Rückgängig, FeedbackEinweg-Automatisierung
Provenienz zeigenQuelle, Datum, Tool und Version verlinkenAntwort ohne Herkunft
Kognitive Kontrolleeigene Antwort, Checkliste oder Begründung verlangenreiner Bestätigungsbutton
Fehlerarm degradierenbei Unsicherheit stoppen oder an Menschen übergebenplausibles Weiterreden
LangzeitlernenFehler und Korrekturen in Evals überführenFeedback sammeln, aber nicht nutzen

Die 18 Guidelines for Human-AI Interaction umfassen Erwartungsmanagement, Kontextbezug, Korrektur, Feedback und Anpassung über die Zeit. Sie sind Designleitlinien, keine Garantie. Wirksamkeit muss mit echten Nutzern und lokalen Fällen überprüft werden. [S-003, S-004]

Entscheidungsmatrix: Welche Arbeitsform ist wann sinnvoll?

SituationEmpfohlener ModusWarumMindestkontrolle
Viele harmlose VariantenAI-first / Co-CreationBreite ist wertvoll, Fehler leicht verwerfbarMensch wählt und prüft Fakten
Dokumente verdichtendelegierter Teilschritthohe Zeitersparnis, Quellen verfügbarFundstellen und Vollständigkeit
Neue Strategie formulierenHuman-first + KI-KritikZweck und Werte müssen menschlich gesetzt werdenGegenposition, Daten, Entscheidungsgremium
Fachentscheidung mit hoher FolgeKI als Second Opinionzusätzliche Perspektive ohne Letztentscheidungunabhängiger Fachreview
Lernen einer neuen FähigkeitTutor/Hint statt Vollösungerhält kognitive AuseinandersetzungTransferaufgabe ohne KI
Standardprozess mit klarer Wahrheitdelegiert / teilautomatisiertFehler können gemessen und begrenzt werdenEvals, Sampling, Eskalation
Autonome externe Aktionnur eng begrenztSchadensradius steigt starkLeast Privilege, Approval, Audit, Rollback
Kaum prüfbare normative Fragekeine Delegation der Entscheidungkeine objektive Ground TruthKI nur zur Strukturierung

18 Forschungsprofile

Meta-Analyse Mensch-KI-Komplementarität (Vaccaro et al.)

FeldEinordnung
Setting106 experimentelle Studien, 370 Effektstärken; Entscheidungen und Inhaltserstellung.
Zentraler BefundMensch-KI-Systeme verbesserten im Mittel die menschliche Einzelperformance, waren aber häufig nicht besser als der bessere Einzelakteur; Inhaltserstellung zeigte günstigere Muster als Entscheidungen.
GrenzenHeterogene Aufgaben, Systeme, Zeiträume und Interaktionsformen; Durchschnitt nicht als Einzelfallprognose verwenden.
Nutzen für die BuchreiheGrundlage gegen die pauschale Behauptung „Mensch plus KI ist immer besser“.
QuellenS-001

Erklärungen und komplementäre Teamleistung (Bansal et al.)

FeldEinordnung
SettingMehrere Experimente mit insgesamt 1.626 Nutzern in KI-gestützten Entscheidungen.
Zentraler BefundErklärungen erhöhten die Akzeptanz von Empfehlungen, verbesserten die komplementäre Teamleistung aber nicht zuverlässig.
GrenzenSpezifische Aufgaben und Erklärungsformen; moderne Sprachmodelle ändern nicht automatisch das Reliance-Problem.
Nutzen für die BuchreiheBegründet die Trennung zwischen Erklärung, Vertrauen und tatsächlicher Richtigkeit.
QuellenS-007

Kognitive Forcing Functions (Buçinca et al.)

FeldEinordnung
SettingExperiment mit 199 Teilnehmenden und unterschiedlichen Interaktionszwängen.
Zentraler BefundEigenständiges Denken vor der KI oder andere Zwangspunkte reduzierten Übervertrauen, wurden jedoch weniger bevorzugt.
GrenzenLaborsetting; Komfort- und Zeitkosten im Betrieb müssen separat bewertet werden.
Nutzen für die BuchreiheBasis für „Human first“ bei risikoreichen Entscheidungen.
QuellenS-008

Produktivität bei Schreibaufgaben (Noy & Zhang)

FeldEinordnung
Setting453 berufserfahrene Personen bearbeiteten standardisierte Schreibaufgaben randomisiert mit oder ohne ChatGPT.
Zentraler BefundDie KI-Gruppe war im Mittel schneller und erzielte höhere externe Qualitätsbewertungen; niedrigere Ausgangsleistungen profitierten stärker.
GrenzenKurze, prüfbare Schreibaufgaben; keine Aussage über Strategie, Haftung oder Langzeitlernen.
Nutzen für die BuchreiheBeleg für produktive Assistenz innerhalb der Modellgrenze.
QuellenS-033

Generative AI at Work (Brynjolfsson, Li & Raymond)

FeldEinordnung
SettingFeldstudie mit 5.172 Kundenserviceagenten und einem Assistenzsystem.
Zentraler BefundDie gemessene Produktivität stieg durchschnittlich; weniger erfahrene und niedriger performende Beschäftigte profitierten stärker.
GrenzenEin Unternehmen, definierter Serviceprozess und spezifische Systemintegration.
Nutzen für die BuchreiheBeispiel für eingebettete Assistenz statt freiem Chatfenster.
QuellenS-034

Jagged Technological Frontier

FeldEinordnung
Setting758 Consultants bearbeiteten Aufgaben innerhalb und außerhalb der damaligen KI-Leistungsgrenze.
Zentraler BefundInnerhalb der Grenze stiegen Tempo und Qualität; außerhalb konnten KI-Nutzer schlechter abschneiden.
GrenzenBestimmtes Modell, Zeitpunkt, Beratungstasks und experimentelles Design.
Nutzen für die BuchreiheZentrale Erklärung, warum Aufgabenklassifikation wichtiger als allgemeine KI-Kompetenz ist.
QuellenS-035

The Cybernetic Teammate

FeldEinordnung
SettingFeldexperiment mit 791 P&G-Fachkräften, Einzelpersonen und Teams.
Zentraler BefundKI konnte Einzelne bei bestimmten Innovationsaufgaben auf Teamniveau bringen und Funktionsgrenzen verschieben.
GrenzenSpezifische Organisation, Aufgabe und Beurteilungsverfahren; keine allgemeine Aussage über Teamersatz.
Nutzen für die BuchreiheBeleg für veränderte Zusammenarbeit und Expertiseverteilung.
QuellenS-036

AI Interaction Competence und Produktivitätsstreuung

FeldEinordnung
SettingRandomisiertes Experiment mit technisch orientierter Lern- und Wissensaufgabe.
Zentraler BefundNutzen variierte stark mit der Fähigkeit, Ausgaben zu elizitieren, zu filtern und zu verifizieren; Scaffolding reduzierte Streuung.
GrenzenPreprint 2026; Replikation und Übertragung auf reale Unternehmen offen.
Nutzen für die BuchreiheGrundlage für ein Kompetenzmodell jenseits reinen Promptings.
QuellenS-128

Expert Cognition in dokumentenzentrierter Arbeit

FeldEinordnung
SettingEmpirische HCI-Studie mit Fachleuten in dokumentenintensiven Aufgaben.
Zentraler BefundExperten lagerten wiederholtes Informationsforaging aus, behielten jedoch Synthese, Deutung und Urteil.
GrenzenPreprint und kleine qualitative Stichprobe.
Nutzen für die BuchreiheVorbild für professionelle Rollenverteilung.
QuellenS-129

AI-Feedback in der Wissenschaft im großen Maßstab

FeldEinordnung
SettingRandomisierte Intervention für mehr als 31.000 arXiv-Preprints und über 45.000 Forschende.
Zentraler BefundEmpfänger KI-generierten Feedbacks revidierten Manuskripte relativ häufiger; Effekte waren bei ressourcenärmeren Gruppen stärker.
GrenzenPreprint; Revision ist kein direkter Qualitätsnachweis.
Nutzen für die BuchreiheBeispiel für skalierbare Kritik- und Feedbackressourcen.
QuellenS-131

Generative AI without guardrails can harm learning

FeldEinordnung
SettingRandomisierte Studie im Mathematikunterricht mit unrestricted und guardrailed GenAI.
Zentraler BefundUnbeschränkte Hilfe erhöhte unterstützte Leistung, konnte aber unassistierte Leistung verschlechtern; Leitplanken reduzierten die Lernschäden.
GrenzenSchulmathematik und konkrete Tutorarchitektur.
Nutzen für die BuchreiheGrundlage für Lernmodus, Hilfestufen und verzögerte Lösungsausgabe.
QuellenS-126

Kritisches Denken in Wissensarbeit

FeldEinordnung
SettingBefragung von 319 Wissensarbeitern mit 936 konkreten GenAI-Nutzungsfällen.
Zentraler BefundHöheres Vertrauen in KI war mit weniger selbstberichteter kritischer Anstrengung verbunden; Arbeit verlagerte sich zu Prüfung und Integration.
GrenzenSelbstbericht und Korrelation; kein Beweis kausalen Deskilling.
Nutzen für die BuchreiheBegründet Messung und Gestaltung kritischer Arbeit statt Alarmismus.
QuellenS-023

How AI Impacts Skill Formation

FeldEinordnung
SettingRandomisierte Experimente mit Entwicklern beim Lernen einer unbekannten asynchronen Programmbibliothek.
Zentraler BefundKI-Nutzung verschlechterte im Mittel Konzeptverständnis, Code-Lesen und Debugging; engagierte Interaktionsmuster bewahrten Lernen besser.
GrenzenPreprint, spezifische Bibliothek und Anfängeraufgabe.
Nutzen für die BuchreiheBeleg für Lernschutz und gegen vollständige Delegation in Qualifizierungsphasen.
QuellenS-057

Kreativität und kollektive Vielfalt

FeldEinordnung
SettingExperimentelle Kurzgeschichten-Aufgaben mit GenAI-Unterstützung.
Zentraler BefundEinzelne Texte wurden im Mittel kreativer bewertet, während die Gesamtheit der Ideen ähnlicher wurde.
GrenzenKreativität ist mehrdimensional; kurze Textaufgabe und konkretes Modell.
Nutzen für die BuchreiheBegründet unabhängige Ideenphase und gezielte Diversifizierung.
QuellenS-040

Spätere unassistierte Kreativität

FeldEinordnung
SettingRandomisierte Experimente mit 1.100 Teilnehmenden zu divergenter und konvergenter Kreativität.
Zentraler BefundKI half kurzfristig in einigen Aufgaben; in nachfolgenden unassistierten Aufgaben zeigten sich mögliche Nachteile.
GrenzenKurzfristige Laboraufgaben; Langzeitwirkung offen.
Nutzen für die BuchreiheBeleg für Wechsel zwischen KI- und KI-freien Phasen.
QuellenS-041

Human-computer collaboration in dermatology

FeldEinordnung
SettingInternationale Studie zur Hautkrebsbeurteilung mit unterschiedlichen Nutzungs- und Erfahrungsgruppen.
Zentraler BefundAI-Unterstützung verbesserte durchschnittlich Diagnosen, falsche Hinweise konnten jedoch schaden.
GrenzenMedizinisches Bildsetting; keine direkte Übertragung auf allgemeine Wissensarbeit.
Nutzen für die BuchreiheStarker Beleg für fallbezogene Hilfe und Schaden zugleich.
QuellenS-137, S-136

Realer klinischer Einsatz eines KI-Systems

FeldEinordnung
SettingHuman-centered Evaluation eines Retinopathie-Systems in thailändischen Kliniken.
Zentraler BefundNetzwerk, Beleuchtung, Prozessabläufe und Bedienung begrenzten ein im Labor leistungsfähiges System.
GrenzenEin konkretes Gesundheitssystem und Produkt.
Nutzen für die BuchreiheBeispiel dafür, dass Modellqualität nur ein Teil des Gesamtsystems ist.
QuellenS-139

KI-gestützte juristische Arbeit

FeldEinordnung
SettingExperimentelle Studien zu allgemeinen GenAI-, RAG- und Reasoning-Systemen in Rechtsaufgaben.
Zentraler BefundZeit und Qualität konnten sich verbessern; Quellen- und Rechtsverifikation blieben unverzichtbar.
GrenzenUS-Recht, bestimmte Aufgaben und Modellgenerationen; keine deutsche Rechtsberatung.
Nutzen für die BuchreiheBeispiel für domänenspezifisches Grounding und qualifizierte Endprüfung.
QuellenS-140, S-141, S-142

18 Unternehmensszenarien

Kunden-E-Mail entwerfen

PrüffeldBewertung
AusgangslageEine Sachbearbeiterin lässt aus Stichpunkten eine freundliche Antwort formulieren.
Typische EinordnungASSISTENZ; gut verifizierbar und reversibel.
MindestkontrollenVerbindliche Fakten vorgeben; Ton und Zusagen prüfen; keine unnötigen Personendaten; Versand bleibt menschlich.
Stop-/EskalationskriteriumUnklare Rechts-/Preiszusagen, Beschwerdeeskalation oder sensible Daten.
QuellenS-033, S-003, S-117

Geschäftsführer-Entscheidungsvorlage

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI fasst Optionen, Risiken und Zahlen für eine Investitionsentscheidung zusammen.
Typische EinordnungCO-PILOT; hoher Wert, aber Entscheidungsverantwortung bleibt menschlich.
MindestkontrollenEigene Fragestellung und Kriterien zuerst; Quellenmatrix; Gegenposition; unabhängige Zahlenprüfung; Annahmen kennzeichnen.
Stop-/EskalationskriteriumNicht prüfbare Zahlen, fehlende Primärquellen oder irreversible Entscheidung ohne Fachreview.
QuellenS-001, S-008, S-134, S-135

Markt- und Wettbewerbsrecherche

PrüffeldBewertung
AusgangslageEin Team sammelt Anbieter, Preise, Funktionen und Markttrends.
Typische EinordnungRESEARCH-ASSISTENZ; hohe Breite, mittlere Faktensicherheit.
MindestkontrollenSuchraum definieren; Originalseiten öffnen; Datum/Region notieren; Stichprobe prüfen; Dubletten entfernen.
Stop-/EskalationskriteriumStrategische Schlussfolgerung allein aus KI-Zusammenfassung oder unzugänglichen Quellen.
QuellenS-117, S-123, S-129

Kundenservice-Copilot

PrüffeldBewertung
AusgangslageWährend eines Chats schlägt das System Antworten aus der Wissensbasis vor.
Typische EinordnungEINGEBETTETE ASSISTENZ; nachweisbarer Produktivitätskandidat.
MindestkontrollenGrounding; Konfidenz/Quellen; Freigaberegeln; Eskalation; Monitoring; Feedbackschleife.
Stop-/EskalationskriteriumAutomatischer Versand bei Kulanz, Rechtsfragen oder unklarer Datenlage.
QuellenS-034, S-003, S-132

Angebot und Leistungsbeschreibung

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI erstellt aus CRM-Daten einen Angebotsentwurf.
Typische EinordnungWORKFLOW-ASSISTENZ; gut bei Standardteilen, riskant bei Preisen und Zusagen.
MindestkontrollenStrukturierte Felder; Preislogik deterministisch; Leistungsgrenzen; Vier-Augen-Prüfung; Versionsspeicherung.
Stop-/EskalationskriteriumFrei erfundene Leistungsmerkmale oder Vertragsklauseln.
QuellenS-094, S-116, S-119

Vertragszusammenfassung

PrüffeldBewertung
AusgangslageEin Mitarbeiter lässt lange Verträge nach Pflichten, Fristen und Risiken durchsuchen.
Typische EinordnungFACHASSISTENZ; nützlich, aber nicht als alleinige Rechtsprüfung.
MindestkontrollenOriginaldokument zitieren; Fundstellen; Checkliste; zweiter Fachreview; wichtige Klauseln vollständig lesen.
Stop-/EskalationskriteriumFehlende Seiten, widersprüchliche Fassungen oder rechtlich erhebliche Interpretation ohne Juristen.
QuellenS-140, S-141, S-142

Rechtsrecherche

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI sucht Urteile, Normen und Argumente für einen Fall.
Typische EinordnungHOCHRISIKO-RESEARCH; nur mit Primärquellen und qualifizierter Prüfung.
MindestkontrollenJede Fundstelle öffnen; Gericht/Datum/Aktenzeichen prüfen; Rechtsstand; Gegenrechtsprechung; Juristenfreigabe.
Stop-/EskalationskriteriumNicht aufrufbare Quelle, erfundenes Aktenzeichen oder Übertragung aus fremdem Rechtsraum.
QuellenS-141, S-142, S-117

Medizinische Entscheidungshilfe

PrüffeldBewertung
AusgangslageEin klinisches System priorisiert Bilder und zeigt Diagnosehinweise.
Typische EinordnungFOLGENREICHE ENTSCHEIDUNGSASSISTENZ.
MindestkontrollenProspektive Validierung; Nutzertraining; fallbezogene Unsicherheit; unabhängige Prüfung; Fehlermonitoring; Eskalation.
Stop-/EskalationskriteriumVerdeckte autonome Entscheidung, Drift oder systematischer Fehler ohne Erkennung.
QuellenS-137, S-136, S-139

Bewerber-Vorsortierung

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI fasst Lebensläufe zusammen und ordnet Kandidaten nach Kriterien.
Typische EinordnungHOCHRISKANTER PERSONALPROZESS; starke rechtliche und faire Auswahlkontrolle nötig.
MindestkontrollenJobbezogene Kriterien; Datenminimierung; Bias-/Validitätsprüfung; menschliche Bewertung; Dokumentation; Rechtsprüfung.
Stop-/EskalationskriteriumAutomatischer Ausschluss, Proxy-Merkmale oder nicht erklärbare Rangfolge.
QuellenS-118, S-116, S-070

Finanzplanung und Forecast

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI kommentiert Umsatzdaten und schlägt Szenarien vor.
Typische EinordnungANALYSEASSISTENZ; Berechnung und Buchungslogik deterministisch halten.
MindestkontrollenDatenherkunft; feste Formeln; Reconciliation; Szenarioannahmen; Sensitivität; Controller-Freigabe.
Stop-/EskalationskriteriumKI erzeugt ungeprüfte Zahlen oder bucht/bezahlt autonom.
QuellenS-119, S-134, S-047

Kreativkampagne

PrüffeldBewertung
AusgangslageMarketing nutzt KI für Claims, Visualideen und Varianten.
Typische EinordnungCO-CREATION; hohe Variantenbreite, Risiko der Homogenisierung.
MindestkontrollenUnabhängige menschliche Ideenphase; Markenbriefing; Diversitätsrunde; Fakten-/Rechteprüfung; Zielgruppentest.
Stop-/EskalationskriteriumFalsche Tatsachen, problematische Ähnlichkeit oder unmarkierte Deepfakes.
QuellenS-040, S-041, S-064

Interner Wissensassistent

PrüffeldBewertung
AusgangslageBeschäftigte fragen Richtlinien, Handbücher und Prozesswissen ab.
Typische EinordnungGROUNDING-ASSISTENZ; hoher Nutzen bei gepflegter Wissensbasis.
MindestkontrollenDokumentenowner; Versionen; Zugriffsrechte; Quellenanzeige; Feedback; Nichtwissen; regelmäßige Evals.
Stop-/EskalationskriteriumVeraltete Richtlinie, Berechtigungsleck oder Antwort ohne belegbare Quelle.
QuellenS-132, S-123, S-003

Programmieren und Debugging

PrüffeldBewertung
AusgangslageEntwickler lässt Code, Tests und Fehlerhypothesen erzeugen.
Typische EinordnungTECHNISCHE ASSISTENZ; heterogene Produktivität und Lernwirkung.
MindestkontrollenKleine Diffs; Tests; Review; Security-Scans; eigene Diagnose; Verständnischeck; Rollback.
Stop-/EskalationskriteriumProduktivdeployment ohne Review oder Code, den niemand erklären kann.
QuellenS-044, S-045, S-057

Meeting-Transkript und Aufgabenliste

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI transkribiert Besprechung und erzeugt Beschlüsse und To-dos.
Typische EinordnungDOKUMENTATIONSASSISTENZ; gut prüfbar, aber datenschutz- und kontextsensibel.
MindestkontrollenEinwilligungs-/Rechtsprüfung; Sprecherkennzeichnung; Beschlüsse bestätigen; Fristen/Owner prüfen; Löschregel.
Stop-/EskalationskriteriumVertrauliche Inhalte an ungeprüften Dienst oder automatisch verbindliche Aufgaben.
QuellenS-003, S-117, S-118

Strategie-Workshop

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI liefert Szenarien, Gegenargumente und Pre-Mortem-Fragen.
Typische EinordnungDIVERGENZ- UND KRITIKWERKZEUG; nicht Strategieautor.
MindestkontrollenMenschliche Hypothesen zuerst; mehrere Perspektiven; Annahmen offenlegen; externe Daten; Entscheidung separat.
Stop-/EskalationskriteriumStrategie nur nach sprachlicher Plausibilität oder künstlichem Konsens.
QuellenS-036, S-001, S-040

Onboarding und Weiterbildung

PrüffeldBewertung
AusgangslageEin Tutor erklärt Prozesse und erzeugt Übungen.
Typische EinordnungLERNASSISTENZ; Wirkung hängt von Hilfestufen ab.
MindestkontrollenHinweise vor Lösung; Retrieval; Quizzes ohne KI; manuelle Aufgabe; Reflexion; Kompetenznachweis.
Stop-/EskalationskriteriumVollständige Delegation oder Bestehen nur mit Assistent.
QuellenS-126, S-057, S-125

Wissenschaftliche/technische Literaturkritik

PrüffeldBewertung
AusgangslageKI strukturiert Papers, identifiziert Lücken und erzeugt Feedback.
Typische EinordnungRESEARCH-CO-PILOT; skalierbar, aber keine Peer-Review-Garantie.
MindestkontrollenOriginalpaper lesen; Methoden-/Datenprüfung; Zitate; Unsicherheit; fachliche Endbewertung.
Stop-/EskalationskriteriumErfundene Methodenbefunde oder Kritik ohne Originalzugriff.
QuellenS-131, S-047, S-117

Autonomer Agent mit E-Mail, CRM und Dateien

PrüffeldBewertung
AusgangslageAgent liest Eingänge, aktualisiert Datensätze und versendet Nachrichten.
Typische EinordnungHOHE AUTONOMIE UND GROSSER SCHADENSRADIUS.
MindestkontrollenLeast Privilege; Sandbox; Aktionstypen; Freigaben; Budget/Rate Limits; Auditlog; Kill Switch; Rollback.
Stop-/EskalationskriteriumZahlungen, Löschung, externe Zusagen oder Massenversand ohne harte Kontrolle.
QuellenS-117, S-116, S-119

36-stufiger Umsetzungsfahrplan

  1. Problem und Baseline: Konkretes Geschäftsergebnis und Nicht-Ziele in einem Satz definieren.
  2. Problem und Baseline: Eine messbare Arbeitseinheit festlegen, etwa geprüfte Antwort, Entscheidungsvorlage oder gelöster Fall.
  3. Problem und Baseline: Die heutige Baseline für Zeit, Qualität, Fehler, Nacharbeit und Kompetenz erfassen.
  4. Problem und Baseline: Die Aufgabe nach Verifizierbarkeit, Reversibilität, Konsequenz, Datenrisiko und Feedbacklatenz klassifizieren.
  5. Problem und Baseline: Klären, ob das Problem überhaupt generative KI benötigt oder besser durch Regeln, Suche, Datenbank oder Prozessänderung gelöst wird.
  6. Problem und Baseline: Stop-Kriterien bestimmen, bei denen kein KI-Einsatz oder nur ein isolierter Test zulässig ist.
  7. Rollen und Kontext: Die Rollen „Mensch“, „Modell“, „Datenquelle“, „Tool“ und „Freigabe“ explizit zuweisen.
  8. Rollen und Kontext: Den Automatisierungsgrad festlegen: Vorschlag, Co-Creation, Entscheidungshilfe, delegierter Teilschritt oder autonome Aktion.
  9. Rollen und Kontext: Für folgenschwere Aufgaben eine unabhängige menschliche Erstposition vor der KI-Ausgabe vorsehen.
  10. Rollen und Kontext: Primärquellen, interne Wissensbestände und verbindliche Datenquellen bestimmen.
  11. Rollen und Kontext: Zugriffsrechte, Datenschutz, Geheimnisse und erlaubte Datenklassen definieren.
  12. Rollen und Kontext: Ein prüfbares Ausgabeformat mit Quellen, Annahmen, Unsicherheiten und offenen Punkten festlegen.
  13. Arbeitsdesign: Komplexe Aufgaben in fachlich sinnvolle, sichtbare Teilschritte zerlegen.
  14. Arbeitsdesign: Zwischenartefakte definieren: Gliederung, Faktenliste, Rechenweg, Testfälle oder Entscheidungsmatrix.
  15. Arbeitsdesign: Beispiele für gute Ergebnisse, Grenzfälle und klar unzulässige Ergebnisse bereitstellen.
  16. Arbeitsdesign: Prompt, Systemanweisung und Kontext getrennt versionieren.
  17. Arbeitsdesign: Modell und Werkzeug nach Aufgabe auswählen, nicht nach allgemeiner Rangliste.
  18. Arbeitsdesign: Eine kleine repräsentative Evaluationsmenge mit Normalfällen und schwierigen Fällen erstellen.
  19. Prüfung und Kontrolle: Die KI-Ausgabe zunächst auf Vollständigkeit, Format und Quellenabdeckung prüfen.
  20. Prüfung und Kontrolle: Einen adversarialen Kritikdurchgang mit Gegenargumenten, Auslassungen und möglichen Fehlerursachen durchführen.
  21. Prüfung und Kontrolle: Tragende Fakten, Zahlen, Zitate und Rechtsaussagen an der Originalquelle verifizieren.
  22. Prüfung und Kontrolle: Bei Berechnungen deterministische Werkzeuge oder reproduzierbare Formeln einsetzen.
  23. Prüfung und Kontrolle: Für Hochrisikoergebnisse einen qualifizierten, unabhängigen Fachreview verlangen.
  24. Prüfung und Kontrolle: Korrekturen, abgelehnte Vorschläge und Fehlergründe strukturiert erfassen.
  25. Prüfung und Kontrolle: Übervertrauen und Untervertrauen getrennt messen: richtige Annahmen und richtige Ablehnungen.
  26. Prüfung und Kontrolle: Escaped Errors und nachgelagerte Schäden über den unmittelbaren Arbeitsschritt hinaus beobachten.
  27. Kompetenz und Organisation: Bei Lernzielen Hilfestufen, Erklärpflicht und KI-freie Transferaufgaben einbauen.
  28. Kompetenz und Organisation: Regelmäßig Zeiten ohne Assistenz und manuelle Diagnose üben, damit Kontrollkompetenz erhalten bleibt.
  29. Kompetenz und Organisation: Teamnormen für Offenlegung, Quellen, Verantwortung und das Teilen von Fehlversuchen vereinbaren.
  30. Kompetenz und Organisation: Mitarbeitende rollen- und risikobezogen schulen; keine Einheitsveranstaltung für alle.
  31. Messung und Betrieb: Pilot und Vergleichsgruppe so gestalten, dass Selbstselektion und reine Begeisterungswerte nicht die Messung dominieren.
  32. Messung und Betrieb: End-to-End-KPIs statt Token-, Prompt- oder Textmengen messen.
  33. Messung und Betrieb: Kosten für Review, Nacharbeit, Betrieb, Qualifizierung und Governance in die Nutzenrechnung aufnehmen.
  34. Messung und Betrieb: Modell-, Prompt-, Daten- und Prozessänderungen mit Regressionstests absichern.
  35. Messung und Betrieb: Eskalationsweg, Abschaltung, Rückfallprozess und Verantwortlichen für Vorfälle festlegen.
  36. Messung und Betrieb: Nach 30, 90 und 180 Tagen Nutzen, Fehler, Lernen, Aufgabenverteilung und Nebenwirkungen neu bewerten.

Der Fahrplan ist risikobasiert. Eine interne Textvariante benötigt nicht dieselbe Tiefe wie eine Personalentscheidung oder ein autonomer Agent. Ausgelassene Schritte sollten jedoch bewusst begründet werden – nicht nur deshalb fehlen, weil das Modell sie nicht vorgeschlagen hat.

KPI- und Evaluationsrahmen

DimensionBeispiel-KPIMessmethodeFehlinterpretation
ZeitEnd-to-End-Zeit je akzeptiertem ErgebnisStart bis fachliche Freigabenur Generierungszeit messen
QualitätBlindrating, Vollständigkeit, fachliche FehlerRubrik und unabhängige Reviewersprachliche Eleganz mit Richtigkeit verwechseln
Reliancerichtige Annahmen / richtige AblehnungenFälle mit bekannter Ground Truthnur allgemeines Vertrauen abfragen
NacharbeitKorrekturschleifen, Reworkzeit, RückläuferWorkflow- und Ticketdatennotwendige Iteration als Fehler zählen
Escaped ErrorsFehler nach Freigabe, Beschwerden, IncidentsQualitäts- und Vorfallsdatennur erkannte Fehler betrachten
EntscheidungZielerreichung, Prognosegüte, Reversalsspätere Outcomes und Decision Logsgute Vorlage mit guter Entscheidung gleichsetzen
Lernenunassistierte Transfer- und Diagnoseleistungperiodische Tests / reale Folgeaufgabeunterstützte Leistung als Kompetenz lesen
TeamWissensaustausch, Reviewlast, Bus FactorBefragung plus Verhaltensdatenindividuellen Output als Teamnutzen ansehen
KostenModell, Tool, Daten, Review, Rework, SchulungTCO je akzeptiertem Ergebnisnur Tokenpreis betrachten
Fairness/RisikoFehler nach Gruppen und Falltypenstratifizierte EvalsGesamtdurchschnitt als ausreichend ansehen

Minimaler Versuchsaufbau

  • Vergleichbare Aufgaben vor und nach Einführung oder randomisiert mit/ohne KI bearbeiten.
  • Modell, Version, Prompt, Kontext, Toolrechte und Nutzergruppe dokumentieren.
  • Qualität unabhängig und möglichst blind bewerten.
  • Zeit bis zur akzeptierten Endfassung einschließlich Prüfung und Nacharbeit messen.
  • Fehler nach Schwere und Sichtbarkeit klassifizieren.
  • Bei Lernzielen spätere unassistierte Leistung erfassen.
  • Nach 30, 90 und 180 Tagen prüfen, ob der Effekt stabil bleibt.

Öffentliche Evaluationsleitfäden wie Green Book, Magenta Book und NIST ARIA unterstreichen Baseline, Theory of Change, realistische Messung und sozio-technische Wirkung. Für betriebliche KI-Piloten sollten diese Prinzipien pragmatisch auf eine klar definierte Arbeitseinheit übersetzt werden. [S-134, S-135, S-132]

20 Mythenprüfungen

„Mit dem richtigen Superprompt wird jede Aufgabe zuverlässig.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungPrompting verbessert Kommunikation, kann aber ungeeignete Aufgaben, falsche Daten und fehlende Prüfverfahren nicht beseitigen.
QuellenS-093, S-123, S-117

„Mensch plus KI ist immer besser als Mensch oder KI allein.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungKomplementarität ist aufgaben- und designspezifisch; Meta-Analysen zeigen keinen automatischen Synergieeffekt.
QuellenS-001

„Das genaueste Modell ergibt automatisch das beste Team.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungTeamleistung hängt auch von Fehlerverteilung, Erkennbarkeit und Reliance ab.
QuellenS-007

„Eine Erklärung macht eine KI-Antwort zuverlässig.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungErklärungen können plausibel klingen und Übernahme erhöhen, ohne Fehler zu beseitigen.
QuellenS-007, S-026

„Ein Mensch in der Schleife reicht als Kontrolle.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungOhne Kompetenz, Zeit, Informationen und Eingriffsmacht ist die Freigabe nur formal.
QuellenS-069, S-070, S-118

„Wer der KI vertraut, folgt ihr immer.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungVertrauen und Verhalten sind getrennte Konstrukte und werden durch Organisation und Interface beeinflusst.
QuellenS-072, S-073

„Mehr KI-Meinungen bedeuten unabhängige Prüfung.“

FeldEinordnung
BewertungTEILWEISE FALSCH
Korrekte EinordnungMehrere Ausgaben können helfen, aber korrelierte Modelle, Daten und Prompts teilen Blindstellen.
QuellenS-010, S-013

„Je länger der Prompt, desto besser das Ergebnis.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungRelevanz, Widerspruchsfreiheit, Beispiele, Daten und Evaluierbarkeit sind wichtiger als Länge.
QuellenS-121, S-122, S-093

„Schnellere Fertigstellung beweist höhere Produktivität.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungNacharbeit, Fehler, Review, Entscheidungsgüte und Langzeitlernen gehören zur End-to-End-Leistung.
QuellenS-045, S-134, S-047

„KI hilft Anfängern immer und schadet Experten nie.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungEffekte sind heterogen; Anfänger können stark profitieren, aber Lernen umgehen, und Experten können falschem Rat folgen.
QuellenS-034, S-057, S-138

„Wenn die KI eine Quelle nennt, ist die Aussage belegt.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungQuelle, Fundstelle, Datum und tatsächliche Deckung müssen geprüft werden.
QuellenS-142, S-117, S-047

„Cognitive Offloading macht automatisch dümmer.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungAuslagerung kann Kapazität freisetzen; problematisch wird sie, wenn Kontroll- und Transferkompetenz nicht erhalten bleibt.
QuellenS-066, S-125

„Kurzfristig gute Ergebnisse zeigen, dass jemand gelernt hat.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungPerformance während der Hilfe kann dauerhaftes Lernen und Transfer überschätzen.
QuellenS-125, S-126, S-057

„Die „Brain on ChatGPT“-Studie beweist Hirnschäden.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungEs handelt sich um einen kleinen Preprint mit begrenzter Aufgabe, nicht um einen allgemeinen Schädigungsnachweis.
QuellenS-127

„KI macht Ideen immer vielfältiger.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungIndividuelle Kreativität kann steigen, während die kollektive Ideenvielfalt sinkt.
QuellenS-040, S-041

„Ein KI-Copilot kann Teams vollständig ersetzen.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungEin Feldexperiment zeigt für bestimmte Aufgaben Teamniveau Einzelner, nicht den Ersatz von Koordination, Verantwortung und kollektivem Wissen.
QuellenS-036

„Experten brauchen keine Leitplanken.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungAuch Fachleute können durch falsche Empfehlungen oder schlechte Workflowintegration fehlgeleitet werden.
QuellenS-137, S-138, S-139

„Ein Promptkurs erfüllt automatisch die KI-Kompetenzpflicht.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungArt. 4 verlangt angemessene Kompetenzen unter Berücksichtigung von Rolle, Kenntnis, Erfahrung und Einsatzkontext.
QuellenS-118, S-133

„Alle Aufgaben sollten AI-first bearbeitet werden.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungBei Anker-, Lern- oder Hochrisikoaufgaben kann Human-first sinnvoller sein; andere Aufgaben profitieren von AI-first Drafting.
QuellenS-008, S-125, S-001

„Wer KI nutzt, muss jedes Ergebnis vollständig manuell neu machen.“

FeldEinordnung
BewertungFALSCH
Korrekte EinordnungPrüftiefe kann risikobasiert sein; Sampling und automatisierte Evals sind bei standardisierten, folgearmen Aufgaben sinnvoll.
QuellenS-116, S-123, S-132

20 offene Forschungs- und Praxisfragen

Welche Interaktionsmuster erzeugen über Jahre sowohl Produktivität als auch belastbare Expertise?

Warum ungeklärt: Kurzzeitstudien können Lern- und Wartungsfolgen nicht zeigen. Benötigte Evidenz: Längsschnittstudien über 6, 12, 24 und 36 Monate mit Transferaufgaben.

Wie lässt sich AI Interaction Competence stabil, rollenbezogen und manipulationsresistent messen?

Warum ungeklärt: AIC ist jung und wird derzeit unterschiedlich operationalisiert. Benötigte Evidenz: Validierte Tests mit echten Arbeitsaufgaben, verschiedenen Rollen und unabhängigen Qualitätsmaßen.

Wann ist Human-first besser als AI-first, und wie kann ein System diese Reihenfolge dynamisch wählen?

Warum ungeklärt: Reihenfolge beeinflusst Anker, Kreativität und Lernanstrengung. Benötigte Evidenz: Randomisierte Vergleiche nach Aufgabe, Risiko, Expertise und Zeitdruck.

Wie unabhängig müssen Zweitmodelle, Prompts und Daten sein, damit Mehrfachprüfung echte Fehlerdiversität erzeugt?

Warum ungeklärt: Korrelierte Systeme können denselben Fehler mehrfach bestätigen. Benötigte Evidenz: Ablationsstudien mit Modellfamilien, Retrievalquellen und unabhängigen Orakeln.

Welche Arten von Erklärungen verbessern Entscheidungen, ohne nur Akzeptanz oder falsche Sicherheit zu erhöhen?

Warum ungeklärt: Erklärungen können Rationalisierungen statt Ursachen sein. Benötigte Evidenz: Studien mit Ground Truth, Prozessdaten und kontrafaktischen Erklärungen.

Wie lässt sich angemessene Reliance im realen Betrieb messen, wenn die Wahrheit erst spät bekannt wird?

Warum ungeklärt: Viele Aufgaben haben verzögerte oder mehrdeutige Wahrheit. Benötigte Evidenz: Outcome-Tracking, Expertengremien und kalibrierte Proxy-Metriken.

Wie verändern autonome Agenten Verantwortungsgefühl, Aufmerksamkeit und Kontrollfähigkeit?

Warum ungeklärt: Mehr Autonomie kann Kontrolle formal erhalten, praktisch aber schwächen. Benötigte Evidenz: Feldstudien zu Monitoring, Eingriffsraten, Verantwortungsdiffusion und Vorfällen.

Welche Fähigkeiten erodieren zuerst, wenn Routinearbeit dauerhaft delegiert wird?

Warum ungeklärt: Kompetenzverlust hängt von Übung, Beruf und Ausweichmöglichkeiten ab. Benötigte Evidenz: Skill-Mapping plus unassistierte Diagnostik- und Reparaturtests.

Welche Lernleitplanken erhalten Kompetenz, ohne die Produktivitätsgewinne zu beseitigen?

Warum ungeklärt: Leitplanken können Lernen schützen, aber Nutzung unbequemer machen. Benötigte Evidenz: Vergleich von Hint-Systemen, Socratic Tutoring, Verzögerungen und Assessments.

Wie stark homogenisiert GenAI langfristig Sprache, Ideen, Strategien und Unternehmenskultur?

Warum ungeklärt: Kreativitätsstudien sind meist kurz und auf Texte fokussiert. Benötigte Evidenz: Langzeitdaten zu visuellen, strategischen und technischen Ideenbeständen.

Wie verändern KI-Copiloten informelles Lernen, Mentoring und Wissensaustausch zwischen Kollegen?

Warum ungeklärt: Produktivität kann steigen, während kollegiales Lernen sinkt. Benötigte Evidenz: Netzwerk-, Kommunikations- und Kompetenzdaten vor und nach Einführung.

Welche sozialen Normen fördern offene Fehlerkultur statt versteckter KI-Nutzung?

Warum ungeklärt: Verdeckte Nutzung verhindert gemeinsames Lernen und Governance. Benötigte Evidenz: Interventionen zu Offenlegung, psychologischer Sicherheit und Fehleraustausch.

Wie kann die Qualität menschlicher Prüfung unter Zeitdruck und hoher KI-Ausgabemenge erhalten bleiben?

Warum ungeklärt: KI erzeugt mehr prüfbaren Output als Menschen lesen können. Benötigte Evidenz: Studien zu Review-Budgets, Sampling, Priorisierung und Aufmerksamkeit.

Welche Aufgabenmerkmale prognostizieren die gezackte Leistungsgrenze besser als Berufsbezeichnungen?

Warum ungeklärt: Berufsaggregate verbergen große Unterschiede innerhalb eines Jobs. Benötigte Evidenz: Task-Level-Datensätze mit Verifizierbarkeit, Konsequenz, Kontext und Feedbacklatenz.

Wie schnell veralten lokale Evals nach Modell-, Prompt-, Daten- oder Prozessänderungen?

Warum ungeklärt: Modelle und Anbieter ändern sich schneller als Jahresberichte. Benötigte Evidenz: Kontinuierliche Evals mit Versionsprovenienz und Change-Impact-Analyse.

Wie sollten Unternehmen Nutzen und Deskilling gemeinsam in einer TCO-/ROI-Rechnung bewerten?

Warum ungeklärt: Lernverlust ist ein zukünftiger, schwer monetarisierbarer Kostenblock. Benötigte Evidenz: TCO-Modelle mit Kompetenz, Bus Factor, Fehlerentdeckung und Wiederanlauf.

Wann sind KI-generierte Quellen, Begründungen und Konfidenzen verlässliche Metainformationen?

Warum ungeklärt: Selbstauskünfte des Modells über Sicherheit sind nicht zwingend kalibriert. Benötigte Evidenz: Benchmarking von Zitatgenauigkeit, Konfidenz und Fehlererkennung nach Domäne.

Wie unterscheiden sich die Effekte bei kleinen Unternehmen ohne spezialisierte Reviewer von Großunternehmen?

Warum ungeklärt: Kleine Unternehmen haben weniger Redundanz und Governancekapazität. Benötigte Evidenz: Vergleichende Feldstudien, Standardkontrollen und geteilte Prüfdienste.

Welche Kennzahlen erkennen stille Fehler früh, bevor sie zu Beschwerden, Haftung oder finanziellen Schäden führen?

Warum ungeklärt: Viele Fehler bleiben unsichtbar, solange niemand widerspricht. Benötigte Evidenz: Leading Indicators, Shadow Audits, Stichproben und Beschwerde-/Incidentdaten.

Wie lässt sich Human-AI Collaboration rechtlich und organisatorisch dokumentieren, ohne Arbeit unnötig zu bürokratisieren?

Warum ungeklärt: Zu viel Dokumentation kann den Nutzen vernichten, zu wenig die Verantwortung. Benötigte Evidenz: Risikobasierte Minimalstandards und empirische Bürokratie-/Nutzenmessung.

Kompakte Unternehmens-Checkliste

Nr.PrüfpunktStatusEinordnung
1Konkretes Geschäftsergebnis und Nicht-Ziele in einem Satz definieren.Empfohlene professionelle Praxis
2Eine messbare Arbeitseinheit festlegen, etwa geprüfte Antwort, Entscheidungsvorlage oder gelöster Fall.Empfohlene professionelle Praxis
3Die heutige Baseline für Zeit, Qualität, Fehler, Nacharbeit und Kompetenz erfassen.Empfohlene professionelle Praxis
4Die Aufgabe nach Verifizierbarkeit, Reversibilität, Konsequenz, Datenrisiko und Feedbacklatenz klassifizieren.Pflichtnah / Governance
5Klären, ob das Problem überhaupt generative KI benötigt oder besser durch Regeln, Suche, Datenbank oder Prozessänderung gelöst wird.Pflichtnah / Governance
6Stop-Kriterien bestimmen, bei denen kein KI-Einsatz oder nur ein isolierter Test zulässig ist.Pflichtnah / Governance
7Die Rollen „Mensch“, „Modell“, „Datenquelle“, „Tool“ und „Freigabe“ explizit zuweisen.Pflichtnah / Governance
8Den Automatisierungsgrad festlegen: Vorschlag, Co-Creation, Entscheidungshilfe, delegierter Teilschritt oder autonome Aktion.Empfohlene professionelle Praxis
9Für folgenschwere Aufgaben eine unabhängige menschliche Erstposition vor der KI-Ausgabe vorsehen.Empfohlene professionelle Praxis
10Primärquellen, interne Wissensbestände und verbindliche Datenquellen bestimmen.Pflichtnah / Governance
11Zugriffsrechte, Datenschutz, Geheimnisse und erlaubte Datenklassen definieren.Pflichtnah / Governance
12Ein prüfbares Ausgabeformat mit Quellen, Annahmen, Unsicherheiten und offenen Punkten festlegen.Empfohlene professionelle Praxis
13Komplexe Aufgaben in fachlich sinnvolle, sichtbare Teilschritte zerlegen.Empfohlene professionelle Praxis
14Zwischenartefakte definieren: Gliederung, Faktenliste, Rechenweg, Testfälle oder Entscheidungsmatrix.Empfohlene professionelle Praxis
15Beispiele für gute Ergebnisse, Grenzfälle und klar unzulässige Ergebnisse bereitstellen.Empfohlene professionelle Praxis
16Prompt, Systemanweisung und Kontext getrennt versionieren.Empfohlene professionelle Praxis
17Modell und Werkzeug nach Aufgabe auswählen, nicht nach allgemeiner Rangliste.Pflichtnah / Governance
18Eine kleine repräsentative Evaluationsmenge mit Normalfällen und schwierigen Fällen erstellen.Pflichtnah / Governance
19Die KI-Ausgabe zunächst auf Vollständigkeit, Format und Quellenabdeckung prüfen.Empfohlene professionelle Praxis
20Einen adversarialen Kritikdurchgang mit Gegenargumenten, Auslassungen und möglichen Fehlerursachen durchführen.Empfohlene professionelle Praxis
21Tragende Fakten, Zahlen, Zitate und Rechtsaussagen an der Originalquelle verifizieren.Pflichtnah / Governance
22Bei Berechnungen deterministische Werkzeuge oder reproduzierbare Formeln einsetzen.Empfohlene professionelle Praxis
23Für Hochrisikoergebnisse einen qualifizierten, unabhängigen Fachreview verlangen.Pflichtnah / Governance
24Korrekturen, abgelehnte Vorschläge und Fehlergründe strukturiert erfassen.Pflichtnah / Governance
25Übervertrauen und Untervertrauen getrennt messen: richtige Annahmen und richtige Ablehnungen.Empfohlene professionelle Praxis
26Escaped Errors und nachgelagerte Schäden über den unmittelbaren Arbeitsschritt hinaus beobachten.Empfohlene professionelle Praxis
27Bei Lernzielen Hilfestufen, Erklärpflicht und KI-freie Transferaufgaben einbauen.Empfohlene professionelle Praxis
28Regelmäßig Zeiten ohne Assistenz und manuelle Diagnose üben, damit Kontrollkompetenz erhalten bleibt.Empfohlene professionelle Praxis
29Teamnormen für Offenlegung, Quellen, Verantwortung und das Teilen von Fehlversuchen vereinbaren.Pflichtnah / Governance
30Mitarbeitende rollen- und risikobezogen schulen; keine Einheitsveranstaltung für alle.Pflichtnah / Governance
31Pilot und Vergleichsgruppe so gestalten, dass Selbstselektion und reine Begeisterungswerte nicht die Messung dominieren.Empfohlene professionelle Praxis
32End-to-End-KPIs statt Token-, Prompt- oder Textmengen messen.Empfohlene professionelle Praxis
33Kosten für Review, Nacharbeit, Betrieb, Qualifizierung und Governance in die Nutzenrechnung aufnehmen.Empfohlene professionelle Praxis
34Modell-, Prompt-, Daten- und Prozessänderungen mit Regressionstests absichern.Pflichtnah / Governance
35Eskalationsweg, Abschaltung, Rückfallprozess und Verantwortlichen für Vorfälle festlegen.Pflichtnah / Governance
36Nach 30, 90 und 180 Tagen Nutzen, Fehler, Lernen, Aufgabenverteilung und Nebenwirkungen neu bewerten.Empfohlene professionelle Praxis

Stop-Signale

  • Niemand im Prozess kann die Ausgabe fachlich prüfen.
  • Die Entscheidung ist irreversibel oder existenziell und die Wahrheit nicht zeitnah feststellbar.
  • Tragende Daten oder Quellen sind unbekannt, unzugänglich oder widersprüchlich.
  • Das System darf extern handeln, aber es gibt keine harten Rechte-, Budget- oder Freigabegrenzen.
  • Der Pilot misst nur Begeisterung, Zeitgefühl oder erzeugte Textmenge.
  • Die Aufgabe dient der Qualifizierung, wird aber vollständig an die KI delegiert.
  • Fehler werden nicht dokumentiert oder in die Evaluation zurückgeführt.

50 buchrelevante Faktenkarten

Faktenkarte F-001

FeldInhalt
AussageProfessionelle KI-Nutzung ist primär eine Frage der Arbeitsgestaltung: Ziel, Rollen, Daten, Prüfschritte und Eskalation bestimmen die Qualität stärker als eine einzelne elegante Formulierung.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE / PRAXISREGEL
EinschränkungPromptqualität bleibt relevant, ersetzt aber kein geeignetes Verfahren.
HauptquellenS-001, S-003, S-116, S-123
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikohoch
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-002

FeldInhalt
AussageMensch-KI-Komplementarität entsteht nicht automatisch: In einer Meta-Analyse lagen Mensch-KI-Teams im Durchschnitt häufig unter dem jeweils besseren Einzelakteur.
FaktenstatusPEER-REVIEWTE META-ANALYSE
EinschränkungDer Durchschnitt bündelt sehr unterschiedliche Aufgaben, Modelle und Interaktionsformen.
HauptquellenS-001
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-003

FeldInhalt
AussageDie gleiche Meta-Analyse fand günstigere Muster bei Inhaltserstellung als bei Entscheidungsaufgaben.
FaktenstatusPEER-REVIEWTE META-ANALYSE
EinschränkungDie Kategorien sind breit; einzelne Entscheidungsworkflows können dennoch profitieren.
HauptquellenS-001
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-004

FeldInhalt
AussageDas genaueste Modell ist nicht zwangsläufig der beste Teamkollege, weil Teamleistung auch davon abhängt, wann Menschen richtige und falsche Ratschläge übernehmen.
FaktenstatusEMPIRISCHER BEFUND
EinschränkungErgebnis hängt von Fehlerverteilung, Interface, Nutzerkompetenz und Aufgabe ab.
HauptquellenS-007
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-005

FeldInhalt
AussageErklärungen können die Akzeptanz einer KI-Empfehlung erhöhen, ohne die gemeinsame Genauigkeit zuverlässig zu verbessern.
FaktenstatusEMPIRISCHER BEFUND
EinschränkungErklärungen sind nicht grundsätzlich nutzlos; ihre Wirkung hängt von Qualität, Aufgabe und kognitivem Aufwand ab.
HauptquellenS-007, S-026, S-020
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-006

FeldInhalt
AussageKognitive Zwangspunkte – etwa eine eigene Einschätzung vor der KI-Antwort – können Übervertrauen verringern, werden aber häufig als weniger bequem erlebt.
FaktenstatusEMPIRISCHER BEFUND
EinschränkungKomfortkosten und Bearbeitungszeit müssen gegen das Fehlerrisiko abgewogen werden.
HauptquellenS-008, S-021
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-007

FeldInhalt
AussageAngemessene Reliance bedeutet zweierlei: richtige KI-Ratschläge annehmen und falsche Ratschläge ablehnen.
FaktenstatusBEGRIFFLICHER FORSCHUNGSSTAND
EinschränkungEin einzelner Vertrauenswert bildet diese zwei Fehlertypen nicht ausreichend ab.
HauptquellenS-013, S-017, S-072
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-008

FeldInhalt
AussageVertrauen und tatsächliche Nutzung sind verwandte, aber unterschiedliche Größen.
FaktenstatusFORSCHUNGSSTAND
EinschränkungMenschen können einem System misstrauen und es aus organisatorischem Druck dennoch nutzen – oder vertrauen, aber nicht folgen.
HauptquellenS-072, S-073
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikoniedrig
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-009

FeldInhalt
AussagePauschales „Vertrauen in KI“ ist kein brauchbares Qualitätsziel; Vertrauen muss für Aufgabe, Version, Daten und Einsatzkontext kalibriert werden.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungKalibrierung selbst garantiert noch keine bessere Teamleistung.
HauptquellenS-072, S-073, S-026
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-010

FeldInhalt
AussageEin menschlicher Freigabeschritt ist nur dann sinnvolle Aufsicht, wenn der Mensch Kompetenz, Zeit, Information und reale Eingriffsmacht besitzt.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE / GOVERNANCE
EinschränkungDie konkrete rechtliche Bewertung hängt vom Anwendungsfall ab.
HauptquellenS-069, S-070, S-117, S-118
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikohoch
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-011

FeldInhalt
AussageAutomatisierung kann Routinearbeit entfernen und dem Menschen gerade die seltenen, schwierigsten Ausnahmen überlassen.
FaktenstatusKLASSISCHER HUMAN-FACTORS-BEFUND
EinschränkungDer Effekt ist nicht auf generative KI beschränkt, wird durch autonome Systeme aber besonders relevant.
HauptquellenS-069, S-071
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikoniedrig
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-012

FeldInhalt
AussageAutomation Bias kann sowohl zu ausgelassenen Korrekturen als auch zur Übernahme falscher Systemvorschläge führen.
FaktenstatusEMPIRISCHER HUMAN-FACTORS-BEFUND
EinschränkungAusmaß variiert mit Zuverlässigkeit, Training, Zeitdruck und Interface.
HauptquellenS-079, S-071
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikoniedrig
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-013

FeldInhalt
AussageMenschen zeigen je nach Situation sowohl Algorithmusaversion als auch Algorithmuswertschätzung; es gibt keine einheitliche Haltung gegenüber maschinellem Rat.
FaktenstatusEMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND
EinschränkungBeobachtete Fehler, Kontrollmöglichkeiten und Selbsteinschätzung beeinflussen die Richtung.
HauptquellenS-074, S-076
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikoniedrig
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-014

FeldInhalt
AussageVor der KI-Antwort eine unabhängige menschliche Position zu bilden, kann besonders bei folgenreichen Entscheidungen Ankereffekte und blindes Nachvollziehen reduzieren.
FaktenstatusPRAXISSYNTHESE
EinschränkungNicht für jede Routineaufgabe wirtschaftlich; die Evidenz ist aufgabenabhängig.
HauptquellenS-008, S-079, S-010
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-015

FeldInhalt
AussageMehrere KI-Meinungen sind nicht automatisch unabhängig, weil Modelle, Trainingsdaten und Prompts korrelierte Fehler erzeugen können.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungEin zweites Modell oder ein zweiter Prompt kann trotzdem zusätzliche Fehler finden; Unabhängigkeit muss bewusst gestaltet werden.
HauptquellenS-010, S-013, S-142
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikohoch
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-016

FeldInhalt
AussageKomplexe Aufgaben werden besser kontrollierbar, wenn sie in sichtbare Teilschritte mit Zwischenartefakten zerlegt werden.
FaktenstatusEMPIRISCHER HCI-BEFUND / PRAXISREGEL
EinschränkungChaining erzeugt zusätzliche Übergaben, Integrationsfehler und Pflegeaufwand.
HauptquellenS-094, S-003
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikomittel
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-017

FeldInhalt
AussageEin langer Prompt ist nicht dasselbe wie guter Kontext: Relevant sind eindeutiges Ziel, belastbare Quellen, Beispiele, Einschränkungen und ein prüfbares Ausgabeformat.
FaktenstatusPRAXISSYNTHESE
EinschränkungZu viel oder widersprüchlicher Kontext kann Leistung ebenfalls verschlechtern.
HauptquellenS-120, S-121, S-122
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikohoch
Mögliche BuchverwendungGrundlage für Erklärung, Praxisbeispiel, Gegenposition oder Checkliste; vor wörtlicher Zuspitzung die Originalquelle erneut öffnen.

Faktenkarte F-018

FeldInhalt
AussageErfolgskriterien und Evaluation sollten vor der Optimierung des Prompts feststehen.
FaktenstatusOFFIZIELLE PRODUKTDOKUMENTATION / EVAL-PRAXIS
EinschränkungHerstellerdokumentation ist keine unabhängige Wirksamkeitsstudie.
HauptquellenS-123, S-121, S-132
Zuletzt geprüft8. August 2026
Aktualisierungsrisikohoch
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Faktenkarte F-019

FeldInhalt
AussagePrompting kann schlechte Daten, ungeeignete Aufgaben, fehlende Werkzeuge oder widersprüchliche Prozesse nicht zuverlässig kompensieren.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungModell- und Toolwechsel können dennoch einen Teil der Probleme lösen.
HauptquellenS-093, S-117, S-004
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Faktenkarte F-020

FeldInhalt
AussageNicht-Experten haben häufig Schwierigkeiten, Prompts systematisch zu iterieren und die Qualität plausibler Ausgaben zu beurteilen.
FaktenstatusEMPIRISCHER HCI-BEFUND
EinschränkungDie untersuchten Nutzer und Modelle sind nicht repräsentativ für alle Arbeitsplätze.
HauptquellenS-093, S-128
Zuletzt geprüft8. August 2026
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Faktenkarte F-021

FeldInhalt
AussageZwischenartefakte – Gliederung, Annahmenliste, Quellenmatrix, Testfälle – erhöhen Prüfbarkeit und ermöglichen gezieltes Eingreifen.
FaktenstatusFORSCHUNGS- UND PRAXISSYNTHESE
EinschränkungMehr Artefakte erhöhen Dokumentations- und Koordinationsaufwand.
HauptquellenS-094, S-117
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Faktenkarte F-022

FeldInhalt
AussageKI eignet sich häufig für Variantenbreite, erste Entwürfe und Informationsforaging; Menschen sollten Zweck, Interpretation, Werturteil und Verantwortung behalten.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungDie optimale Rollenverteilung hängt von Expertise, Verifizierbarkeit und Konsequenz ab.
HauptquellenS-129, S-002, S-001
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Faktenkarte F-023

FeldInhalt
AussageDie Leistungsgrenze generativer KI ist „gezackt“: Nahe beieinanderliegende Aufgaben können positive und negative Effekte zeigen.
FaktenstatusFELDEXPERIMENT / FORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungDas konkrete Modell und der Zeitpunkt begrenzen die Übertragbarkeit.
HauptquellenS-035
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Aktualisierungsrisikohoch
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Faktenkarte F-024

FeldInhalt
AussageIn Noy und Zhangs Schreibexperiment arbeiteten Teilnehmende mit ChatGPT im Mittel schneller und erhielten höhere Qualitätsbewertungen.
FaktenstatusRANDOMISIERTES EXPERIMENT
Einschränkung453 berufserfahrene Personen, standardisierte Schreibaufgaben; keine Aussage über alle Wissensarbeit.
HauptquellenS-033
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Aktualisierungsrisikoniedrig
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Faktenkarte F-025

FeldInhalt
AussageIn einem großen Kundenservice-Feldversuch stieg die gemessene Produktivität im Durchschnitt, besonders bei weniger erfahrenen Beschäftigten.
FaktenstatusFELDSTUDIE
EinschränkungEin einzelnes Unternehmenssetting mit spezifischer Assistenz und Messgröße.
HauptquellenS-034
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Aktualisierungsrisikoniedrig
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Faktenkarte F-026

FeldInhalt
AussageBei erfahrenen Open-Source-Maintainern fand METR 2025 in einem eng definierten Setting eine durchschnittliche Verlangsamung trotz positiver Selbsteinschätzung.
FaktenstatusRANDOMISIERTER GEGENBEFUND
EinschränkungKleine Spezialstichprobe und zeitgebundene Werkzeuggeneration; nicht verallgemeinern.
HauptquellenS-045
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Faktenkarte F-027

FeldInhalt
AussageProduktivitätsgewinne verteilen sich ungleich; die Fähigkeit, KI-Ausgaben hervorzurufen, zu filtern und zu prüfen, kann die Ergebnisse stärker erklären als formale Vorleistung.
FaktenstatusRANDOMISIERTES EXPERIMENT / PREPRINT
EinschränkungNeuer Preprint mit simuliertem Wissensarbeitssetting; Replikationen stehen aus.
HauptquellenS-128
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Aktualisierungsrisikohoch
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Faktenkarte F-028

FeldInhalt
AussageExperten delegieren in dokumentenzentrierter Wissensarbeit häufig Such- und Verdichtungsarbeit, behalten aber Synthese und Interpretation.
FaktenstatusEMPIRISCHE HCI-STUDIE / PREPRINT
EinschränkungKleine qualitative Stichprobe; als Muster, nicht als Universalregel lesen.
HauptquellenS-129
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Faktenkarte F-029

FeldInhalt
AussageKontextinformationen über Aufgabe und Systemfähigkeit können die Delegationsentscheidung und die gemeinsame Leistung verbessern.
FaktenstatusEMPIRISCHER HCI-BEFUND
EinschränkungWirksamkeit hängt von Verständlichkeit und Aktualität der Informationen ab.
HauptquellenS-029
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Faktenkarte F-030

FeldInhalt
AussageKI-gestütztes Feedback kann knappe Kritikressourcen skalieren; ein großes Feldexperiment fand eine höhere Wahrscheinlichkeit späterer Manuskriptüberarbeitung.
FaktenstatusRANDOMISIERTES FELDEXPERIMENT / PREPRINT
EinschränkungÜberarbeitung ist ein Verhaltensindikator, kein direkter Nachweis höherer wissenschaftlicher Qualität.
HauptquellenS-131
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Faktenkarte F-031

FeldInhalt
AussageKurzfristig bessere Leistung ist kein sicherer Nachweis dauerhaften Lernens oder Transferwissens.
FaktenstatusETABLIERTE LERNFORSCHUNG
EinschränkungArbeitsleistung und Lernen können bewusst unterschiedlich gewichtet werden.
HauptquellenS-125
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Aktualisierungsrisikoniedrig
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Faktenkarte F-032

FeldInhalt
AussageKognitive Auslagerung ist nicht grundsätzlich schädlich; sie kann Kapazität freisetzen, verändert aber, was Menschen selbst erinnern und üben.
FaktenstatusPEER-REVIEWTER FORSCHUNGSSTAND
EinschränkungNutzen und Risiko hängen von Metakognition, Aufgabe und späterer Verfügbarkeit des Hilfsmittels ab.
HauptquellenS-066, S-067
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Faktenkarte F-033

FeldInhalt
AussageUnbeschränkte generative KI kann in Lernsettings die unterstützte Leistung erhöhen und gleichzeitig spätere unassistierte Leistung verschlechtern; Leitplanken können diesen Zielkonflikt abschwächen.
FaktenstatusRANDOMISIERTE LERNSTUDIE
EinschränkungSchulmathematik; nicht direkt auf alle Berufsfelder übertragbar.
HauptquellenS-126
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Faktenkarte F-034

FeldInhalt
AussageEine Befragung von Wissensarbeitern verband häufigere KI-Nutzung mit geringerer selbstberichteter kritischer Anstrengung; das beweist keinen kausalen Kompetenzverlust.
FaktenstatusPEER-REVIEWTE SURVEY-STUDIE
EinschränkungSelbstbericht, Querschnitt und konkrete Aufgabenfälle; Kausalität offen.
HauptquellenS-023
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Faktenkarte F-035

FeldInhalt
AussageEin randomisiertes Experiment zur Programmierbibliothek fand unter KI-Nutzung schwächere Konzept-, Code-Lese- und Debugging-Ergebnisse im Mittel.
FaktenstatusRANDOMISIERTES EXPERIMENT / PREPRINT
EinschränkungNeulingsaufgabe in einem spezifischen Programmierkontext; Interaktionsmuster unterschieden sich stark.
HauptquellenS-057
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Faktenkarte F-036

FeldInhalt
AussageVollständige Delegation kann schnelle Ergebnisse liefern, ohne die Kompetenz aufzubauen, dieselben Ergebnisse später zu prüfen oder zu reparieren.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungNicht jede Aufgabe erfordert Lernziel; bei sicherheitskritischen Tätigkeiten ist die Lücke besonders relevant.
HauptquellenS-057, S-125, S-069
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Faktenkarte F-037

FeldInhalt
AussageDie EEG-/Essay-Studie „Your Brain on ChatGPT“ ist vorläufig und klein; sie belegt keine allgemeine „Schädigung des Gehirns durch KI“.
FaktenstatusPREPRINT-EINORDNUNG
EinschränkungInteressanter Hypothesengenerator, aber keine Grundlage für pauschale neurologische Aussagen.
HauptquellenS-127
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Faktenkarte F-038

FeldInhalt
AussageGenerative KI kann individuelle Kreativitätsbewertungen erhöhen und gleichzeitig die Vielfalt der Gesamtheit der Ideen verringern.
FaktenstatusPEER-REVIEWTES EXPERIMENT
EinschränkungErgebnis bezieht sich auf kurze Schreib-/Ideenaufgaben und konkrete Modelle.
HauptquellenS-040
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Faktenkarte F-039

FeldInhalt
AussageBei kreativen Aufgaben kann KI-Nutzung die spätere unassistierte Leistung in einzelnen Settings schwächen, obwohl die assistierte Leistung steigt.
FaktenstatusPEER-REVIEWTES EXPERIMENT
EinschränkungNicht jede Kreativitätsdimension oder Langzeitwirkung wurde erfasst.
HauptquellenS-041
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Faktenkarte F-040

FeldInhalt
AussageIn einem Feldexperiment bei P&G erreichten Einzelpersonen mit KI teils Leistungen, die sonst Teams erforderten; zugleich veränderten sich Funktionsgrenzen und Zusammenarbeit.
FaktenstatusFELDEXPERIMENT
EinschränkungSpezifische Produktentwicklungsaufgabe und Organisation; keine allgemeine Ersetzung von Teams.
HauptquellenS-036
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Faktenkarte F-041

FeldInhalt
AussageKI kann Expertise verbreitern, aber sie kann auch dazu führen, dass Teams seltener miteinander sprechen und weniger stilles Wissen austauschen.
FaktenstatusFORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungEmpirische Langzeitdaten zu Wissenserosion sind noch begrenzt.
HauptquellenS-036, S-130
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Faktenkarte F-042

FeldInhalt
AussageSoziale Normen, Offenlegung und Angst vor Stigma beeinflussen, ob Beschäftigte KI-Erfahrungen teilen und gemeinsam lernen.
FaktenstatusQUALITATIVE WORKPLACE-STUDIE
Einschränkung19 Interviewte; kein repräsentativer Häufigkeitsnachweis.
HauptquellenS-130
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Faktenkarte F-043

FeldInhalt
AussageMedizinische KI-Unterstützung kann denselben Fachpersonen je nach Fall helfen oder schaden; Erfahrung allein sagt den individuellen Nutzen nicht zuverlässig voraus.
FaktenstatusPEER-REVIEWTE MEDIZINISCHE STUDIEN
EinschränkungMedizinische Bildgebung ist nicht direkt auf andere Aufgaben übertragbar.
HauptquellenS-136, S-137
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Faktenkarte F-044

FeldInhalt
AussageAuch Experten können durch plausible, aber falsche KI-Empfehlungen fehlgeleitet werden.
FaktenstatusPEER-REVIEWTE EXPERIMENTE
EinschränkungAusmaß hängt von Fehlerart, Darstellung und Prüfverfahren ab.
HauptquellenS-138, S-137
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Faktenkarte F-045

FeldInhalt
AussageHohe Modellgenauigkeit im Labor garantiert keinen Nutzen im realen Prozess; Umgebung, Workflow und Bedienbarkeit können den Einsatz begrenzen.
FaktenstatusDEPLOYMENT-STUDIE / FORSCHUNGSSYNTHESE
EinschränkungEin klinischer Einsatzfall illustriert ein allgemeines sozio-technisches Risiko.
HauptquellenS-139, S-132, S-003
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Faktenkarte F-046

FeldInhalt
AussageRAG- und Reasoning-Systeme können juristische Aufgaben verbessern, entbinden aber nicht von domänenspezifischer Quellen- und Rechtsprüfung.
FaktenstatusRANDOMISIERTE JURISTISCHE STUDIEN / PRAXISSYNTHESE
EinschränkungModellversion, Rechtsgebiet und Aufgabenart begrenzen die Übertragbarkeit.
HauptquellenS-140, S-141, S-142
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Faktenkarte F-047

FeldInhalt
AussageEine zitierte Quelle ist noch kein Beleg: Für folgenschwere Aussagen muss die Originalquelle geöffnet und die konkrete Fundstelle geprüft werden.
FaktenstatusPRAXISREGEL / INFORMATION INTEGRITY
EinschränkungBei Routineaufgaben kann risikobasiertes Sampling genügen.
HauptquellenS-117, S-123, S-047
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Faktenkarte F-048

FeldInhalt
AussageGut verifizierbare, reversible und folgenarme Aufgaben sind bessere Einstiegskandidaten als opake, irreversible oder hochriskante Entscheidungen.
FaktenstatusFORSCHUNGS- UND GOVERNANCE-SYNTHESE
EinschränkungEine gute Verifikation kann auch anspruchsvollere Aufgaben erschließen.
HauptquellenS-116, S-132, S-070, S-001
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Faktenkarte F-049

FeldInhalt
AussageKI-Einführungen sollten End-to-End-Qualität, Nacharbeit, entkommene Fehler, Entscheidungsqualität und Lernen messen – nicht nur Zeit oder Textmenge.
FaktenstatusEVALUATIONS- UND MANAGEMENTSTANDARD
EinschränkungKPI-Auswahl muss an Unternehmensziel und Aufgabe angepasst werden.
HauptquellenS-134, S-135, S-132, S-047
Zuletzt geprüft8. August 2026
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Faktenkarte F-050

FeldInhalt
AussageAI Literacy nach Art. 4 AI Act verlangt kontextangemessene Kenntnisse und Fähigkeiten; ein einmaliger Promptkurs ist kein belastbarer Gesamtansatz.
FaktenstatusGELTENDES RECHT / OFFIZIELLE ERLÄUTERUNG
EinschränkungTiefe und Nachweis hängen von Rolle, Risiko und Einsatzkontext ab.
HauptquellenS-118, S-133
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Glossar

AI Interaction Competence (AIC)
Praktische Fähigkeit, KI-Ausgaben gezielt hervorzurufen, zu filtern, zu prüfen, anzuwenden und bei Fehlern nachzusteuern.
AI Literacy
Kenntnisse, Fähigkeiten und Verständnis, die Menschen für einen informierten und verantwortlichen KI-Einsatz in ihrem konkreten Kontext benötigen.
AI-first
Arbeitsweise, bei der die KI früh den ersten Entwurf, die Struktur oder Analyse erzeugt.
Algorithm Appreciation
Tendenz, algorithmischen Rat in bestimmten Situationen stärker zu gewichten als menschlichen Rat.
Algorithm Aversion
Tendenz, einen Algorithmus nach beobachteten Fehlern abzulehnen, obwohl er insgesamt überlegen sein kann.
Anchoring
Verzerrung, bei der eine zuerst präsentierte Antwort spätere Einschätzungen übermäßig beeinflusst.
Angemessene Reliance
Richtige KI-Ratschläge annehmen und falsche Ratschläge ablehnen.
Automation Bias
Tendenz, automatisierten Vorschlägen zu folgen oder eigene Hinweise zu übersehen.
Baseline
Gemessener Ausgangszustand vor Einführung einer Intervention.
Benchmark
Standardisierte Testmenge; kann lokale reale Arbeit nur begrenzt abbilden.
Calibration
Übereinstimmung zwischen Vertrauen/angegebener Sicherheit und tatsächlicher Zuverlässigkeit.
Chain / Chaining
Zerlegung einer Aufgabe in mehrere aufeinanderfolgende KI- und Prüfschritte.
Co-Creation
Mensch und KI entwickeln ein Ergebnis iterativ gemeinsam.
Cognitive Forcing Function
Interface- oder Prozessschritt, der Nutzer zu eigener Prüfung oder Begründung zwingt.
Cognitive Offloading
Auslagerung geistiger Arbeit oder Erinnerung an externe Hilfsmittel.
Complementarity
Gemeinsame Leistung übertrifft eine relevante Einzelreferenz, etwa den besseren von Mensch oder KI.
Confabulation
Plausibel formulierte, aber falsche oder unbelegte Modellausgabe.
Context
Informationen, Regeln, Beispiele und Daten, die das Modell für die konkrete Aufgabe erhält.
Contextual Scaffolding
Strukturierte Hilfen, die Aufgabe, Konzepte, Prüfschritte oder Entscheidungskriterien sichtbar machen.
Decision Support
KI liefert Informationen oder Empfehlungen, während Entscheidung und Verantwortung beim Menschen bleiben.
Delegation
Übertragung eines klar definierten Arbeitsschritts an ein KI-System.
Deskilling
Abbau oder Nichtaufbau beruflich relevanter Fähigkeiten durch veränderte Aufgaben und Übung.
Disuse
Nichtnutzung eines nützlichen automatisierten Systems.
Double Check
Zweite Prüfung; nur wirksam, wenn sie ausreichend unabhängig und kompetent ist.
End-to-End-Qualität
Qualität des vollständigen Prozesses einschließlich Prüfung, Übergabe, Nutzung und späterer Folgen.
Escaped Error
Fehler, der Kontrollen passiert und Nutzer, Kunden oder Betrieb erreicht.
Evaluation / Eval
Systematische Prüfung eines Systems an repräsentativen Fällen mit definierten Qualitätsmaßstäben.
Expert Review
Prüfung durch eine Person mit der erforderlichen Fach- und Kontextkompetenz.
Feedback Latency
Zeit zwischen Handlung und beobachtbarem richtigen oder falschen Ergebnis.
Ground Truth
Belastbare Referenz, gegen die eine Antwort bewertet wird.
Grounding
Verknüpfung einer Ausgabe mit kontrollierten Daten oder Quellen.
Guardrail
Technische oder organisatorische Leitplanke, die unerwünschte Handlungen oder Antworten begrenzt.
Human-AI Collaboration
Koordinierte Arbeit von Menschen und KI-Systemen an einem gemeinsamen Ergebnis.
Human-AI Configuration
Konkrete Rollen-, Informations-, Interface- und Entscheidungsanordnung zwischen Mensch und System.
Human-first
Arbeitsweise, bei der der Mensch vor Sichtung der KI-Ausgabe eine eigene Hypothese oder Entscheidung bildet.
Human-in-the-loop
Ein Mensch ist an einem Prozessschritt beteiligt; der Begriff sagt noch nichts über Wirksamkeit der Kontrolle.
Human-on-the-loop
Ein Mensch überwacht ein weitgehend automatisiertes System und greift bei Bedarf ein.
Hybrid Intelligence
Gestaltung von Systemen, in denen menschliche und maschinelle Stärken komplementär kombiniert werden.
Information Foraging
Suchen, Filtern und Sammeln relevanter Informationen in großen Beständen.
Irony of Automation
Automatisierung nimmt Routine, lässt Menschen aber schwierige Ausnahmen bei geringer Übung.
Jagged Frontier
Unregelmäßige Leistungsgrenze, an der ähnliche Aufgaben sehr unterschiedlich von KI profitieren.
Kognitive Schuld
Informelle Bezeichnung für angesammelte Verständnis- oder Kompetenzlücken durch wiederholte Delegation.
Kommission Error
Fehlerhafte Handlung, die wegen eines falschen automatisierten Hinweises ausgeführt wird.
Konfidenz
Angegebene oder geschätzte Sicherheit; muss nicht mit realer Richtigkeit übereinstimmen.
LLM
Large Language Model; Modell zur Verarbeitung und Generierung von Sprache und anderen Tokenfolgen.
Mental Model
Vorstellung eines Nutzers darüber, wie ein System funktioniert, wann es gut ist und wann nicht.
Misuse
Übermäßige oder unangemessene Nutzung von Automatisierung.
Omission Error
Unterlassener Hinweis oder Handlung, weil ein automatisches System keine Warnung gab.
Overreliance
Falschen KI-Rat übernehmen oder notwendige eigene Prüfung unterlassen.
Performance
Aktuelle Aufgabenleistung; nicht gleichbedeutend mit dauerhaftem Lernen.
Pre-Mortem
Vorabübung: Das Projekt wird als gescheitert angenommen und mögliche Ursachen werden gesammelt.
Prompt
Eingabe oder Instruktion an ein generatives Modell.
Prompt Engineering
Systematische Gestaltung und Evaluation von Instruktionen, Kontext, Beispielen und Ausgaben.
Prompt Pattern
Wiederverwendbare Struktur für wiederkehrende Interaktionsprobleme.
Provenienz
Nachvollziehbare Herkunft von Daten, Quellen, Versionen und Bearbeitungsschritten.
RAG
Retrieval-Augmented Generation; Generierung auf Basis zuvor abgerufener Dokumente oder Daten.
Reliance
Tatsächliches Sich-Verlassen auf eine Empfehlung oder Systemhandlung.
Reversibilität
Möglichkeit, eine Handlung ohne unverhältnismäßigen Schaden rückgängig zu machen.
Rework
Nacharbeit zur Korrektur, Ergänzung oder erneuten Ausführung eines Ergebnisses.
Risk-based Sampling
Prüfstichprobe, deren Tiefe und Häufigkeit sich am möglichen Schaden orientieren.
Scaffolding
Strukturierte Hilfen, die Problemlösung oder Lernen unterstützen, ohne alles vorwegzunehmen.
Second Opinion
Zusätzliche Einschätzung durch Mensch oder System.
Shadow AI
Nicht offiziell freigegebene oder dokumentierte KI-Nutzung im Unternehmen.
Skill Formation
Aufbau dauerhafter Fähigkeiten, Verständnis und Transferkompetenz.
Skill Transfer
Fähigkeit, Gelerntes auf neue Aufgaben oder Situationen anzuwenden.
Socio-technical System
Gesamtsystem aus Technik, Menschen, Organisation, Daten, Regeln und Umwelt.
System Prompt
Übergeordnete Anweisung, die Verhalten und Grenzen eines Modells steuert.
Task Decomposition
Zerlegung einer komplexen Aufgabe in prüfbare Teilschritte.
Tool Calling
Modell veranlasst strukturierte Aufrufe externer Funktionen oder Systeme.
Trace
Protokoll von Eingaben, Ausgaben, Tools, Entscheidungen und Zwischenschritten.
Trust
Erwartung, dass ein System in einer verletzlichen Situation ein angenommenes Leistungsversprechen erfüllt.
Uncertainty
Unsicherheit über Richtigkeit, Vollständigkeit oder Folgen einer Ausgabe.
Underreliance
Richtigen KI-Rat ablehnen oder nützliche Unterstützung unnötig ignorieren.
Verification
Prüfung einer Aussage oder eines Ergebnisses gegen unabhängige Evidenz oder ausführbare Tests.
Workflow
Definierte Folge von menschlichen, technischen und organisatorischen Arbeitsschritten.
Workflow Fit
Passung eines KI-Systems zu realen Rollen, Daten, Zeitdruck, Schnittstellen und Ausnahmen.

Beleg- und Quellenmatrix

Fakten-IDStatus / AktualisierungZugeordnete Quellen
F-001FORSCHUNGSSYNTHESE / PRAXISREGEL; Refresh: hochS-001, S-003, S-116, S-123
F-002PEER-REVIEWTE META-ANALYSE; Refresh: mittelS-001
F-003PEER-REVIEWTE META-ANALYSE; Refresh: mittelS-001
F-004EMPIRISCHER BEFUND; Refresh: mittelS-007
F-005EMPIRISCHER BEFUND; Refresh: mittelS-007, S-026, S-020
F-006EMPIRISCHER BEFUND; Refresh: mittelS-008, S-021
F-007BEGRIFFLICHER FORSCHUNGSSTAND; Refresh: mittelS-013, S-017, S-072
F-008FORSCHUNGSSTAND; Refresh: niedrigS-072, S-073
F-009FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: mittelS-072, S-073, S-026
F-010FORSCHUNGSSYNTHESE / GOVERNANCE; Refresh: hochS-069, S-070, S-117, S-118
F-011KLASSISCHER HUMAN-FACTORS-BEFUND; Refresh: niedrigS-069, S-071
F-012EMPIRISCHER HUMAN-FACTORS-BEFUND; Refresh: niedrigS-079, S-071
F-013EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND; Refresh: niedrigS-074, S-076
F-014PRAXISSYNTHESE; Refresh: mittelS-008, S-079, S-010
F-015FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: hochS-010, S-013, S-142
F-016EMPIRISCHER HCI-BEFUND / PRAXISREGEL; Refresh: mittelS-094, S-003
F-017PRAXISSYNTHESE; Refresh: hochS-120, S-121, S-122
F-018OFFIZIELLE PRODUKTDOKUMENTATION / EVAL-PRAXIS; Refresh: hochS-123, S-121, S-132
F-019FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: hochS-093, S-117, S-004
F-020EMPIRISCHER HCI-BEFUND; Refresh: mittelS-093, S-128
F-021FORSCHUNGS- UND PRAXISSYNTHESE; Refresh: mittelS-094, S-117
F-022FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: mittelS-129, S-002, S-001
F-023FELDEXPERIMENT / FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: hochS-035
F-024RANDOMISIERTES EXPERIMENT; Refresh: niedrigS-033
F-025FELDSTUDIE; Refresh: niedrigS-034
F-026RANDOMISIERTER GEGENBEFUND; Refresh: mittelS-045
F-027RANDOMISIERTES EXPERIMENT / PREPRINT; Refresh: hochS-128
F-028EMPIRISCHE HCI-STUDIE / PREPRINT; Refresh: mittelS-129
F-029EMPIRISCHER HCI-BEFUND; Refresh: mittelS-029
F-030RANDOMISIERTES FELDEXPERIMENT / PREPRINT; Refresh: hochS-131
F-031ETABLIERTE LERNFORSCHUNG; Refresh: niedrigS-125
F-032PEER-REVIEWTER FORSCHUNGSSTAND; Refresh: niedrigS-066, S-067
F-033RANDOMISIERTE LERNSTUDIE; Refresh: mittelS-126
F-034PEER-REVIEWTE SURVEY-STUDIE; Refresh: mittelS-023
F-035RANDOMISIERTES EXPERIMENT / PREPRINT; Refresh: hochS-057
F-036FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: mittelS-057, S-125, S-069
F-037PREPRINT-EINORDNUNG; Refresh: hochS-127
F-038PEER-REVIEWTES EXPERIMENT; Refresh: mittelS-040
F-039PEER-REVIEWTES EXPERIMENT; Refresh: mittelS-041
F-040FELDEXPERIMENT; Refresh: mittelS-036
F-041FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: hochS-036, S-130
F-042QUALITATIVE WORKPLACE-STUDIE; Refresh: hochS-130
F-043PEER-REVIEWTE MEDIZINISCHE STUDIEN; Refresh: mittelS-136, S-137
F-044PEER-REVIEWTE EXPERIMENTE; Refresh: mittelS-138, S-137
F-045DEPLOYMENT-STUDIE / FORSCHUNGSSYNTHESE; Refresh: mittelS-139, S-132, S-003
F-046RANDOMISIERTE JURISTISCHE STUDIEN / PRAXISSYNTHESE; Refresh: hochS-140, S-141, S-142
F-047PRAXISREGEL / INFORMATION INTEGRITY; Refresh: hochS-117, S-123, S-047
F-048FORSCHUNGS- UND GOVERNANCE-SYNTHESE; Refresh: mittelS-116, S-132, S-070, S-001
F-049EVALUATIONS- UND MANAGEMENTSTANDARD; Refresh: mittelS-134, S-135, S-132, S-047
F-050GELTENDES RECHT / OFFIZIELLE ERLÄUTERUNG; Refresh: hochS-118, S-133

Vollständiges Quellenregister

Die Quellen sind nach Aufnahme in das Dossier nummeriert. Preprints bleiben als vorläufig gekennzeichnet. Produktdokumentationen belegen Funktionen oder empfohlene Verfahren am Prüftag, nicht die unabhängige Wirksamkeit eines Produkts. Die Quellen wurden für dieses Dossier einzeln als Originalquelle, institutioneller Rahmen oder klar gekennzeichnete Produktdokumentation aufgenommen.

S-001 – When combinations of humans and AI are useful: A systematic review and meta-analysis

FeldAngabe
Autor/HerausgeberVaccaro, Almaatouq und Malone
TitelWhen combinations of humans and AI are useful: A systematic review and meta-analysis
Datum28.10.2024
DokumenttypPeer-reviewte Meta-Analyse, Nature Human Behaviour
RelevanzMehr als 100 Experimente und über 300 Effektgrößen; prüft Synergie gegenüber dem jeweils besseren Einzelakteur.
Direkte URL[https://www.nature.com/articles/s41562-024-02024-1](https://www.nature.com/articles/s41562-024-02024-1)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-002 – Designing Human-AI Collaboration: A Sufficient-Statistic Approach

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAgarwal, Moehring und Wolitzky
TitelDesigning Human-AI Collaboration: A Sufficient-Statistic Approach
Datum06.2025
DokumenttypNBER Working Paper 33949
RelevanzFormales Design von Informationsweitergabe und selektiver Automation je nach relativen Stärken von Mensch und KI.
Direkte URL[https://www.nber.org/papers/w33949](https://www.nber.org/papers/w33949)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-003 – Guidelines for Human-AI Interaction

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAmershi et al.
TitelGuidelines for Human-AI Interaction
Datum05.2019
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
Relevanz18 empirisch geprüfte Gestaltungsrichtlinien für Mensch-KI-Systeme über den gesamten Interaktionszyklus.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3290605.3300233](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3290605.3300233)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-004 – People + AI Guidebook

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGoogle PAIR
TitelPeople + AI Guidebook
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizieller, forschungsbasierter Designleitfaden
RelevanzAnwendungsfall, Mentalmodell, Vertrauen, Erklärbarkeit, Feedback und Fehlerbehandlung.
Direkte URL[https://pair.withgoogle.com/guidebook/](https://pair.withgoogle.com/guidebook/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-005 – Investigating How Practitioners Use Human-AI Guidelines: A Case Study on the People + AI Guidebook

FeldAngabe
Autor/HerausgeberYildirim et al.
TitelInvestigating How Practitioners Use Human-AI Guidelines: A Case Study on the People + AI Guidebook
Datum2023
DokumenttypPeer-reviewte HCI-Studie
RelevanzInterviews mit Praktikern zur tatsächlichen Anwendung allgemeiner Human-AI-Richtlinien.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3544548.3580900](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3544548.3580900)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-006 – HAX Toolkit

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMicrosoft Research
TitelHAX Toolkit
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizieller Human-AI-Experience-Werkzeugkasten
RelevanzMethoden und Arbeitsblätter für Bedürfnisse, Interaktion, Fehler, Erklärungen und Evaluation.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/haxtoolkit/](https://www.microsoft.com/en-us/haxtoolkit/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-007 – Does the Whole Exceed its Parts? The Effect of AI Explanations on Complementary Team Performance

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBansal et al.
TitelDoes the Whole Exceed its Parts? The Effect of AI Explanations on Complementary Team Performance
Datum05.2021
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzErklärungen steigerten teilweise Teamgenauigkeit, führten aber nicht automatisch zu Leistung oberhalb der KI allein.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3411764.3445717](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3411764.3445717)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-008 – To Trust or to Think: Cognitive Forcing Functions Can Reduce Overreliance on AI in AI-Assisted Decision-Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBuçinca, Malaya und Gajos
TitelTo Trust or to Think: Cognitive Forcing Functions Can Reduce Overreliance on AI in AI-Assisted Decision-Making
Datum2021
DokumenttypPeer-reviewte CSCW-Studie
RelevanzKognitive Zwangspunkte reduzierten Übernahme falscher KI-Empfehlungen stärker als einfache Erklärungen.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3449287](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3449287)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-009 – Appropriate Reliance on AI Advice: Conceptualization and the Effect of Explanations

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSchemmer et al.
TitelAppropriate Reliance on AI Advice: Conceptualization and the Effect of Explanations
Datum27.03.2023
DokumenttypPeer-reviewte IUI-Studie
RelevanzOperationalisiert angemessene KI- und Selbstvertrauensentscheidungen in einem Experiment mit 200 Teilnehmenden.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2302.02187](https://arxiv.org/abs/2302.02187)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-010 – Towards Effective Human-AI Decision-Making: The Role of Human Learning in Appropriate Reliance on AI Advice

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSchemmer et al.
TitelTowards Effective Human-AI Decision-Making: The Role of Human Learning in Appropriate Reliance on AI Advice
Datum03.10.2023
DokumenttypICIS-Forschungsarbeit / Preprint
RelevanzExperiment mit 100 Teilnehmenden zu Lernen, mentalen Modellen und angemessener Reliance.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2310.02108](https://arxiv.org/abs/2310.02108)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-011 – In Search of Verifiability: Explanations Rarely Enable Complementary Performance in AI-Advised Decision Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberFok und Weld
TitelIn Search of Verifiability: Explanations Rarely Enable Complementary Performance in AI-Advised Decision Making
Datum15.05.2023
DokumenttypPreprint / HCI-Forschung
RelevanzErklärungen helfen vor allem, wenn Nutzer damit die Empfehlung tatsächlich überprüfen können.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2305.07722](https://arxiv.org/abs/2305.07722)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-012 – Explanations, Fairness, and Appropriate Reliance in Human-AI Decision-Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSchoeffer, De-Arteaga und Kuehl
TitelExplanations, Fairness, and Appropriate Reliance in Human-AI Decision-Making
Datum23.09.2022
DokumenttypPreprint; CHI-Veröffentlichung 2024
RelevanzFeature-Erklärungen trennten richtige und falsche Empfehlungen nicht zuverlässig und beeinflussten Fairnesswahrnehmung.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2209.11812](https://arxiv.org/abs/2209.11812)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-013 – From Trust to Appropriate Reliance: Measurement Constructs in Human-AI Decision-Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberRaees und Papangelis
TitelFrom Trust to Appropriate Reliance: Measurement Constructs in Human-AI Decision-Making
Datum26.04.2026
DokumenttypAktuelles Review; Preprint
RelevanzZeigt fragmentierte Reliance-Metriken und die notwendige Trennung von Vertrauen, Nutzung und korrekter Übernahme.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2604.23896](https://arxiv.org/abs/2604.23896)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-014 – The Principles and Limits of Algorithm-in-the-Loop Decision Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGreen und Chen
TitelThe Principles and Limits of Algorithm-in-the-Loop Decision Making
Datum05.2019
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzUntersucht Grenzen menschlicher Ermessensausübung in algorithmisch unterstützten Entscheidungen.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3290605.3300760](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3290605.3300760)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-015 – Manipulating and Measuring Model Interpretability

FeldAngabe
Autor/HerausgeberPoursabzi-Sangdeh et al.
TitelManipulating and Measuring Model Interpretability
Datum2021
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzMehr Transparenz verbesserte nicht durchgehend Fehlererkennung und konnte Korrekturen erschweren.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3411764.3445315](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3411764.3445315)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-016 – Interpreting Interpretability: Understanding Data Scientists’ Use of Interpretability Tools for Machine Learning

FeldAngabe
Autor/HerausgeberKaur et al.
TitelInterpreting Interpretability: Understanding Data Scientists’ Use of Interpretability Tools for Machine Learning
Datum2020
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzZeigt, wie Praktiker Interpretierbarkeitstools nutzen, missverstehen und in Workflows einbetten.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3313831.3376219](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3313831.3376219)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-017 – Towards a Science of Human-AI Decision Making: A Survey of Empirical Studies

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLai et al.
TitelTowards a Science of Human-AI Decision Making: A Survey of Empirical Studies
Datum06.2023
DokumenttypPeer-reviewte FAccT-Übersicht
RelevanzKartiert Designs, Aufgaben, Erklärungen, Metriken und Lücken empirischer Human-AI-Studien.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3593013.3594087](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3593013.3594087)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-018 – Deciding Fast and Slow: The Role of Cognitive Biases in AI-Assisted Decision-Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberRastogi et al.
TitelDeciding Fast and Slow: The Role of Cognitive Biases in AI-Assisted Decision-Making
Datum2022
DokumenttypPeer-reviewte PACM-HCI-Studie
RelevanzUntersucht Anker-, Bestätigungs- und weitere Verzerrungen bei KI-Beratung.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3512930](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3512930)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-019 – Improving Human-AI Collaboration with Descriptions of AI Behavior

FeldAngabe
Autor/HerausgeberCabrera, Perer und Hong
TitelImproving Human-AI Collaboration with Descriptions of AI Behavior
Datum2023
DokumenttypPeer-reviewte PACM-HCI-Studie
RelevanzVerhaltensbeschreibungen sollen mentale Modelle über Stärken und Schwächen der KI verbessern.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3579612](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3579612)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-020 – Explanations Can Reduce Overreliance on AI Systems During Decision-Making

FeldAngabe
Autor/HerausgeberVasconcelos et al.
TitelExplanations Can Reduce Overreliance on AI Systems During Decision-Making
Datum2023
DokumenttypPeer-reviewte PACM-HCI-Studie
RelevanzUntersucht, unter welchen Bedingungen Erklärungen falsche Übernahme reduzieren können.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3579605](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3579605)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-021 – Reducing Overreliance on AI Systems Through Partial Explanations

FeldAngabe
Autor/Herausgeberde Jong et al.
TitelReducing Overreliance on AI Systems Through Partial Explanations
Datum2025
DokumenttypPeer-reviewte HCI-Studie
RelevanzTeilweise Erklärungen reduzierten Übernahme falscher Vorschläge gegenüber einer Baseline, jedoch nicht vollständig.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3710946](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3710946)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-022 – How human-AI feedback loops alter human perceptual, emotional and social judgements

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGlickman und Sharot
TitelHow human-AI feedback loops alter human perceptual, emotional and social judgements
Datum18.12.2024
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Nature Human Behaviour
RelevanzZeigt, wie wiederholte Interaktion mit verzerrter KI menschliche Urteile und Verzerrungen verstärken kann.
Direkte URL[https://www.nature.com/articles/s41562-024-02077-2](https://www.nature.com/articles/s41562-024-02077-2)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-023 – The Impact of Generative AI on Critical Thinking: Self-Reported Reductions in Cognitive Effort and Confidence Effects From a Survey of Knowledge Workers

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLee et al.
TitelThe Impact of Generative AI on Critical Thinking: Self-Reported Reductions in Cognitive Effort and Confidence Effects From a Survey of Knowledge Workers
Datum01.04.2025
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
Relevanz319 Wissensarbeiter und 936 Beispiele; kritisches Denken verschiebt sich zu Verifikation, Integration und Stewardship.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/the-impact-of-generative-ai-on-critical-thinking-self-reported-reductions-in-cognitive-effort-and-confidence-effects-from-a-survey-of-knowledge-workers/](https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/the-impact-of-generative-ai-on-critical-thinking-self-reported-reductions-in-cognitive-effort-and-confidence-effects-from-a-survey-of-knowledge-workers/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-024 – Investigating the Effects of LLM Use on Critical Thinking Under Time Constraints: Access Timing and Time Availability

FeldAngabe
Autor/HerausgeberZhi, Kumar und Lee
TitelInvestigating the Effects of LLM Use on Critical Thinking Under Time Constraints: Access Timing and Time Availability
Datum09.03.2026
DokumenttypPräregistriertes Experiment; CHI 2026 / Preprint
Relevanz4x2-Experiment mit 393 Teilnehmenden zu frühem, kontinuierlichem, spätem und keinem LLM-Zugang unter Zeitdruck.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2603.08849](https://arxiv.org/abs/2603.08849)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-025 – The Metacognitive Demands and Opportunities of Generative AI

FeldAngabe
Autor/HerausgeberTankelevitch et al.
TitelThe Metacognitive Demands and Opportunities of Generative AI
Datum05.2024
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Arbeit
RelevanzRahmen für Zielbewusstsein, Monitoring und Kontrolle bei GenAI-Nutzung.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3613904.3642902](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3613904.3642902)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-026 – Appropriate reliance on Generative AI: Research synthesis

FeldAngabe
Autor/HerausgeberPassi, Dhanorkar und Vorvoreanu
TitelAppropriate reliance on Generative AI: Research synthesis
Datum21.03.2024
DokumenttypMicrosoft Research-Synthese
RelevanzSynthese von rund 50 Arbeiten zu Über-, Unter- und angemessener Reliance.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2024/03/GenAI_AppropriateReliance_Published2024-3-21.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2024/03/GenAI_AppropriateReliance_Published2024-3-21.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-027 – Overreliance on AI: Risk Identification and Mitigation Framework

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMicrosoft
TitelOverreliance on AI: Risk Identification and Mitigation Framework
Datum04.03.2025
DokumenttypForschungsbasierter Praxisrahmen
RelevanzRisikofaktoren, Mentalmodelle, Signale, Verifikation und Evaluation von Überreliance.
Direkte URL[https://learn.microsoft.com/en-us/ai/playbook/technology-guidance/overreliance-on-ai/overreliance-on-ai](https://learn.microsoft.com/en-us/ai/playbook/technology-guidance/overreliance-on-ai/overreliance-on-ai)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-028 – Fostering appropriate reliance on GenAI: Lessons learned from early research

FeldAngabe
Autor/HerausgeberVorvoreanu et al.
TitelFostering appropriate reliance on GenAI: Lessons learned from early research
Datum03.03.2025
DokumenttypMicrosoft Research-Bericht
RelevanzWarnt, dass Überreliance-Maßnahmen zurückschlagen können und empirisch getestet werden müssen.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2025/03/Appropriate-Reliance-Lessons-Learned-Published-2025-3-3.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2025/03/Appropriate-Reliance-Lessons-Learned-Published-2025-3-3.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-029 – Goals as First-Class Abstractions in Human-AI Collaboration

FeldAngabe
Autor/HerausgeberTankelevitch et al.
TitelGoals as First-Class Abstractions in Human-AI Collaboration
Datum04.2026
DokumenttypWorkshop-/Designarbeit
RelevanzBehandelt explizite Ziele als zentrale Schnittstelle für wirksamere Mensch-KI-Arbeit.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2026/04/2026-goals-as-first-class-abstractions-in-human-ai-collaboration-AutomationXP26_paper_0982.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2026/04/2026-goals-as-first-class-abstractions-in-human-ai-collaboration-AutomationXP26_paper_0982.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-030 – Human-AI Collaboration with a Multi-Step Transparent Decision Workflow

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelHuman-AI Collaboration with a Multi-Step Transparent Decision Workflow
Datum19.01.2025
DokumenttypExperiment; Preprint
Relevanz233 Teilnehmende; prüft mehrstufige Transparenz bei zusammengesetzten Faktenprüfungen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2501.10909](https://arxiv.org/abs/2501.10909)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-031 – Not Too Short, Not Too Long: How LLM Response Length Shapes People’s Critical Thinking in Error Detection

FeldAngabe
Autor/HerausgeberFriedman et al.
TitelNot Too Short, Not Too Long: How LLM Response Length Shapes People’s Critical Thinking in Error Detection
Datum06.03.2026
DokumenttypExploratives Experiment; Preprint
Relevanz24 Teilnehmende; Antwortlänge allein war kein verlässlicher Schutz vor falscher KI-Begründung.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2603.06878](https://arxiv.org/abs/2603.06878)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-032 – LLM-based In-situ Thought Exchanges for Critical Paper Reading

FeldAngabe
Autor/HerausgeberFang et al.
TitelLLM-based In-situ Thought Exchanges for Critical Paper Reading
Datum17.10.2025
DokumenttypZweiwöchige HCI-Studie; Preprint
Relevanz46 Nachwuchsforschende; Ein- und Mehragenten-Perspektiven beim kritischen Lesen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2510.15234](https://arxiv.org/abs/2510.15234)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-033 – Experimental Evidence on the Productivity Effects of Generative Artificial Intelligence

FeldAngabe
Autor/HerausgeberNoy und Zhang
TitelExperimental Evidence on the Productivity Effects of Generative Artificial Intelligence
Datum14.07.2023
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Science
Relevanz453 Professionals; Zeit und Qualität in klar abgegrenzten Schreibaufgaben.
Direkte URL[https://www.science.org/doi/10.1126/science.adh2586](https://www.science.org/doi/10.1126/science.adh2586)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-034 – Generative AI at Work

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBrynjolfsson, Li und Raymond
TitelGenerative AI at Work
Datum04.02.2025
DokumenttypPeer-reviewte Feldstudie, Quarterly Journal of Economics
Relevanz5.172 Kundenservice-Beschäftigte; Produktivität, Qualität, Fluktuation und Heterogenität.
Direkte URL[https://academic.oup.com/qje/article/140/2/889/7990658](https://academic.oup.com/qje/article/140/2/889/7990658)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-035 – Navigating the Jagged Technological Frontier

FeldAngabe
Autor/HerausgeberDell’Acqua et al.
TitelNavigating the Jagged Technological Frontier
Datum2026; Working Paper 2023
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Organization Science
Relevanz758 Berater; Leistungsgewinne innerhalb und Fehlerrisiko außerhalb beobachteter Modellstärken.
Direkte URL[https://pubsonline.informs.org/doi/10.1287/orsc.2025.21838](https://pubsonline.informs.org/doi/10.1287/orsc.2025.21838)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-036 – The Cybernetic Teammate: A Field Experiment on Generative AI and Teamwork

FeldAngabe
Autor/HerausgeberDell’Acqua et al.
TitelThe Cybernetic Teammate: A Field Experiment on Generative AI and Teamwork
Datum12.06.2026
DokumenttypPeer-reviewte Feldstudie, Organization Science
Relevanz791 ausgewertete P&G-Fachkräfte in einem eintägigen Produktinnovationsworkshop.
Direkte URL[https://pubsonline.informs.org/doi/10.1287/orsc.2025.20702](https://pubsonline.informs.org/doi/10.1287/orsc.2025.20702)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-037 – Shifting Work Patterns with Generative AI

FeldAngabe
Autor/HerausgeberDillon et al.
TitelShifting Work Patterns with Generative AI
Datum05.2025
DokumenttypNBER Working Paper 33795 / Feldexperiment
RelevanzIntegrierte GenAI-Nutzung über 66 Firmen und 7.137 Wissensarbeiter; Veränderungen in E-Mail, Dokumenten und Meetings.
Direkte URL[https://www.nber.org/papers/w33795](https://www.nber.org/papers/w33795)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-038 – The Rapid Adoption of Generative AI

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBick, Blandin und Deming
TitelThe Rapid Adoption of Generative AI
Datum09.2024
DokumenttypNBER Working Paper 32966
RelevanzRepräsentative US-Erhebung zu Nutzungshäufigkeit, Aufgaben und Zeitanteilen.
Direkte URL[https://www.nber.org/papers/w32966](https://www.nber.org/papers/w32966)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-039 – Human-generative AI collaboration enhances task performance but gives rise to human psychological deprivation

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWu et al.
TitelHuman-generative AI collaboration enhances task performance but gives rise to human psychological deprivation
Datum28.04.2025
DokumenttypPeer-reviewte Experimentalserie, Scientific Reports
RelevanzVier Onlineexperimente mit insgesamt 3.562 Teilnehmenden; Leistung, Motivation, Kontrolle und Langeweile.
Direkte URL[https://www.nature.com/articles/s41598-025-98385-2](https://www.nature.com/articles/s41598-025-98385-2)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-040 – Generative AI enhances individual creativity but reduces the collective diversity of novel content

FeldAngabe
Autor/HerausgeberDoshi und Hauser
TitelGenerative AI enhances individual creativity but reduces the collective diversity of novel content
Datum12.07.2024
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Science Advances
RelevanzKurzgeschichtenexperimente zu individueller Bewertung und Ähnlichkeit des Gesamtpools.
Direkte URL[https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adn5290](https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adn5290)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-041 – Who expands the human creative frontier with generative AI

FeldAngabe
Autor/HerausgeberZhou et al.
TitelWho expands the human creative frontier with generative AI
Datum2025
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Science Advances
RelevanzUntersucht Heterogenität kreativer Gewinne und wer mit GenAI neue Ideenräume erweitert.
Direkte URL[https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adu5800](https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adu5800)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-042 – The Uneven Impact of Generative AI on Entrepreneurial Performance

FeldAngabe
Autor/HerausgeberOtis et al.
TitelThe Uneven Impact of Generative AI on Entrepreneurial Performance
Datum2024
DokumenttypFeldexperiment / SSRN Working Paper
RelevanzUnternehmerische Aufgaben, heterogene Effekte und Leistungsunterschiede.
Direkte URL[https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=4671369](https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=4671369)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-043 – How Good is AI at Twisting Arms? Experiments in Debt Collection

FeldAngabe
Autor/HerausgeberChoi et al.
TitelHow Good is AI at Twisting Arms? Experiments in Debt Collection
Datum04.2025
DokumenttypNBER Working Paper 33669
RelevanzExperimente zur KI-unterstützten Kommunikation und realen Zahlungsergebnissen.
Direkte URL[https://www.nber.org/papers/w33669](https://www.nber.org/papers/w33669)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-044 – The Effects of Generative AI on High-Skilled Work: Evidence from Three Field Experiments with Software Developers

FeldAngabe
Autor/HerausgeberCui et al.
TitelThe Effects of Generative AI on High-Skilled Work: Evidence from Three Field Experiments with Software Developers
Datum01.06.2025
DokumenttypDrei randomisierte Unternehmens-Feldexperimente
Relevanz4.867 Entwickler; Produktivitätseffekte nach Erfahrung und Kontext.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/the-effects-of-generative-ai-on-high-skilled-work-evidence-from-three-field-experiments-with-software-developers/](https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/the-effects-of-generative-ai-on-high-skilled-work-evidence-from-three-field-experiments-with-software-developers/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-045 – Measuring the Impact of Early-2025 AI on Experienced Open-Source Developer Productivity

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMETR
TitelMeasuring the Impact of Early-2025 AI on Experienced Open-Source Developer Productivity
Datum10.07.2025
DokumenttypRandomisierte Feldstudie
Relevanz16 erfahrene Maintainer und 246 reale Issues; gemessene Verlangsamung in diesem Setting.
Direkte URL[https://metr.org/blog/2025-07-10-early-2025-ai-experienced-os-dev-study/](https://metr.org/blog/2025-07-10-early-2025-ai-experienced-os-dev-study/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-046 – Firm Data on AI

FeldAngabe
Autor/HerausgeberChatterji et al.
TitelFirm Data on AI
Datum2026
DokumenttypNBER Working Paper 34836
RelevanzBetriebliche Nutzung und organisatorische Unterschiede auf Firmendatenbasis.
Direkte URL[https://www.nber.org/papers/w34836](https://www.nber.org/papers/w34836)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-047 – The effects of generative AI on productivity, innovation and entrepreneurship

FeldAngabe
Autor/HerausgeberOECD
TitelThe effects of generative AI on productivity, innovation and entrepreneurship
Datum2025
DokumenttypOECD-Forschungsbericht
RelevanzÜberblick über Mikro- und Makroevidenz, Aufgabenfit und organisatorische Ergänzungen.
Direkte URL[https://www.oecd.org/en/publications/the-effects-of-generative-ai-on-productivity-innovation-and-entrepreneurship_b21df222-en.html](https://www.oecd.org/en/publications/the-effects-of-generative-ai-on-productivity-innovation-and-entrepreneurship_b21df222-en.html)
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S-048 – How people are using ChatGPT

FeldAngabe
Autor/HerausgeberOpenAI / NBER-Autoren
TitelHow people are using ChatGPT
Datum15.09.2025
DokumenttypAnbietergetragene, datenschutzwahrende Nutzungsanalyse
RelevanzAnalyse von 1,5 Millionen Gesprächen; Nutzungskategorien wie Information, Schreiben und praktische Anleitung.
Direkte URL[https://openai.com/index/how-people-are-using-chatgpt/](https://openai.com/index/how-people-are-using-chatgpt/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-049 – Introducing the Anthropic Economic Index

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAnthropic
TitelIntroducing the Anthropic Economic Index
Datum10.02.2025
DokumenttypAnbietergetragene Nutzungsanalyse
RelevanzKlassifikation beobachteter Claude-Nutzung in Augmentation und Automation.
Direkte URL[https://www.anthropic.com/news/the-anthropic-economic-index](https://www.anthropic.com/news/the-anthropic-economic-index)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-050 – Anthropic Economic Index: Economic primitives

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAnthropic
TitelAnthropic Economic Index: Economic primitives
Datum15.01.2026
DokumenttypAnbietergetragene Nutzungsanalyse
RelevanzAutonomie, Aufgaben, Lohnniveau und Veränderungen zwischen augmentativer und automatisierter Nutzung.
Direkte URL[https://www.anthropic.com/research/anthropic-economic-index-january-2026-report](https://www.anthropic.com/research/anthropic-economic-index-january-2026-report)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-051 – Anthropic Economic Index: Learning curves

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAnthropic
TitelAnthropic Economic Index: Learning curves
Datum18.03.2026
DokumenttypAnbietergetragene Nutzungsanalyse
RelevanzNutzungsdaten aus Februar 2026 und Veränderung der Kollaborationsmuster.
Direkte URL[https://www.anthropic.com/research/economic-index-march-2026-report](https://www.anthropic.com/research/economic-index-march-2026-report)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-052 – Anthropic Economic Index: Cadences

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAnthropic
TitelAnthropic Economic Index: Cadences
Datum30.06.2026
DokumenttypAnbietergetragene Interview- und Nutzungsstudie
RelevanzUnterscheidung von Automation und Augmentation sowie Nutzerwahrnehmungen 2026.
Direkte URL[https://www.anthropic.com/research/economic-index-june-2026-report](https://www.anthropic.com/research/economic-index-june-2026-report)
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S-053 – Generative AI in Real-World Workplaces

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMicrosoft Research
TitelGenerative AI in Real-World Workplaces
Datum2024
DokumenttypForschungsbericht
RelevanzSynthese und Feldbefunde zu realer Wissensarbeit, Arbeitsmustern und Grenzen.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2024/05/Generative-AI-in-Real-World-Workplaces.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2024/05/Generative-AI-in-Real-World-Workplaces.pdf)
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S-054 – Microsoft New Future of Work Report 2024

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMicrosoft Research
TitelMicrosoft New Future of Work Report 2024
Datum04.12.2024
DokumenttypForschungsbericht
RelevanzÜberblick über Produktivität, Denken, Lernen, Reliance und organisatorische Einführung.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2024/12/NFWReport2024_1.27.2025.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2024/12/NFWReport2024_1.27.2025.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-055 – Scaffolding Human-AI Collaboration: A Field Experiment

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMicrosoft Research
TitelScaffolding Human-AI Collaboration: A Field Experiment
Datum2026
DokumenttypFeldexperiment / Forschungsbericht
RelevanzUntersucht strukturierte Arbeitsabläufe, Aufgabenverteilung und Grenzen der Feldmethodik.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2026/03/scaffolding-human-ai-collaboration.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2026/03/scaffolding-human-ai-collaboration.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-056 – The state of enterprise AI

FeldAngabe
Autor/HerausgeberOpenAI
TitelThe state of enterprise AI
Datum12.2025
DokumenttypAnbietergetragener Unternehmensbericht
RelevanzDeskriptive Daten zu Nutzung, Arbeitsmustern und Skalierung; kein unabhängiger Kausalnachweis.
Direkte URL[https://openai.com/index/the-state-of-enterprise-ai-2025-report/](https://openai.com/index/the-state-of-enterprise-ai-2025-report/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-057 – How AI Impacts Skill Formation

FeldAngabe
Autor/HerausgeberShen und Tamkin
TitelHow AI Impacts Skill Formation
Datum28.01.2026
DokumenttypRandomisierte Experimente; Preprint
RelevanzEntwickler lernten eine neue Bibliothek; vollständige Delegation schwächte Verständnis, Lesen und Debugging.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2601.20245](https://arxiv.org/abs/2601.20245)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-058 – Teaching Students to Question the Machine: An AI Literacy Intervention Improves Students’ Regulation of LLM Use in a Science Task

FeldAngabe
Autor/HerausgeberClerc et al.
TitelTeaching Students to Question the Machine: An AI Literacy Intervention Improves Students’ Regulation of LLM Use in a Science Task
Datum02.04.2026
DokumenttypKontrollierte Klassenstudie; Preprint
Relevanz116 Schülerinnen und Schüler; zweistündiger Workshop zu Funktionsweise, Fehlern, Prompting und Bewertung.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2604.01955](https://arxiv.org/abs/2604.01955)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-059 – Learning outcomes with GenAI in the classroom: A review of empirical evidence

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWalker und Vorvoreanu
TitelLearning outcomes with GenAI in the classroom: A review of empirical evidence
Datum07.10.2025
DokumenttypMicrosoft Research-Review
RelevanzEmpirische Lernbefunde und Leitfragen für Zeitpunkt, Zweck und Gestaltung von GenAI-Unterstützung.
Direkte URL[https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2025/10/GenAILearningOutcomes-Report-published-10-07-2025.pdf](https://www.microsoft.com/en-us/research/wp-content/uploads/2025/10/GenAILearningOutcomes-Report-published-10-07-2025.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-060 – AI Assistance Reduces Persistence and Hurts Independent Problem-Solving

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelAI Assistance Reduces Persistence and Hurts Independent Problem-Solving
Datum07.04.2026
DokumenttypRandomisierte Experimente; Preprint
RelevanzLeistung mit Hilfe, nachgelagerte selbstständige Leistung und Überspringverhalten nach Entzug der KI.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2604.04721](https://arxiv.org/abs/2604.04721)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-061 – The Impact of AI Usage and Informativeness on Skill Development

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelThe Impact of AI Usage and Informativeness on Skill Development
Datum22.05.2026
DokumenttypEmpirische Studie; Preprint
RelevanzHäufigkeit, Zeitpunkt und Informationsgehalt der KI-Hilfe als Moderatoren von Skill Formation.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2605.21695](https://arxiv.org/abs/2605.21695)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-062 – Scaffolding Critical Thinking in AI-Assisted Writing Through Socratic Interaction

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelScaffolding Critical Thinking in AI-Assisted Writing Through Socratic Interaction
Datum07.04.2026
DokumenttypHCI-Studie; Preprint
RelevanzSokratische Unterstützung statt vollständiger Textdelegation bei Schreibaufgaben.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2604.07167](https://arxiv.org/abs/2604.07167)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-063 – Effects of Varying LLM Access on Essay Writing Behavior

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelEffects of Varying LLM Access on Essay Writing Behavior
Datum01.06.2026
DokumenttypExperiment; Preprint
RelevanzVariiert Zugriff und Zeitpunkt bei Essayaufgaben und beobachtet Schreibverhalten.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2606.00250](https://arxiv.org/abs/2606.00250)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-064 – How Co-Writing with AI Changes How We Engage with Ideas

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelHow Co-Writing with AI Changes How We Engage with Ideas
Datum11.03.2026
DokumenttypHCI-Studie; Preprint
RelevanzUntersucht, wie Co-Writing Ideeneigentum, Reflexion und Verarbeitung beeinflusst.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2603.10374](https://arxiv.org/abs/2603.10374)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-065 – Stop Writing for Me: Generative Refusal in AI Tools for Thought

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelStop Writing for Me: Generative Refusal in AI Tools for Thought
Datum30.07.2026
DokumenttypHCI-/Designarbeit; Preprint
RelevanzWerkzeuge verweigern bewusst komplette Ausführung, um Denken und Autorschaft zu erhalten.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2607.24751](https://arxiv.org/abs/2607.24751)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-066 – Cognitive Offloading

FeldAngabe
Autor/HerausgeberRisko und Gilbert
TitelCognitive Offloading
Datum10.2016
DokumenttypPeer-reviewter Überblick, Trends in Cognitive Sciences
RelevanzKognitive Arbeit wird an externe Handlungen, Artefakte oder Geräte ausgelagert; Nutzen und Kosten hängen vom Ziel ab.
Direkte URL[https://doi.org/10.1016/j.tics.2016.07.002](https://doi.org/10.1016/j.tics.2016.07.002)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-067 – Google Effects on Memory: Cognitive Consequences of Having Information at Our Fingertips

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSparrow, Liu und Wegner
TitelGoogle Effects on Memory: Cognitive Consequences of Having Information at Our Fingertips
Datum05.08.2011
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Science
RelevanzMenschen erinnerten unter Verfügbarkeitsannahmen eher Fundorte als Inhalte.
Direkte URL[https://www.science.org/doi/10.1126/science.1207745](https://www.science.org/doi/10.1126/science.1207745)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-068 – Searching for Explanations: How the Internet Inflates Estimates of Internal Knowledge

FeldAngabe
Autor/HerausgeberFisher, Goddu und Keil
TitelSearching for Explanations: How the Internet Inflates Estimates of Internal Knowledge
Datum06.2015
DokumenttypPeer-reviewte Experimentalserie
RelevanzNeun Experimente zur Verwechslung extern erreichbarer Informationen mit eigenem Wissen.
Direkte URL[https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25822461/](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25822461/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-069 – Ironies of Automation

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBainbridge
TitelIronies of Automation
Datum1983
DokumenttypKlassischer Peer-reviewter Beitrag, Automatica
RelevanzAutomation entfernt Routinearbeit, lässt Menschen aber oft mit seltenen, schwierigen Ausnahmefällen zurück.
Direkte URL[https://doi.org/10.1016/0005-1098(83)90046-8](https://doi.org/10.1016/0005-1098(83)90046-8)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-070 – The Out-of-the-Loop Performance Problem and Level of Control in Automation

FeldAngabe
Autor/HerausgeberEndsley und Kiris
TitelThe Out-of-the-Loop Performance Problem and Level of Control in Automation
Datum1995
DokumenttypPeer-reviewte Human-Factors-Studie
RelevanzAutomationsgrad, Situation Awareness und Übernahmefähigkeit nach längerer Passivität.
Direkte URL[https://doi.org/10.1518/001872095779064555](https://doi.org/10.1518/001872095779064555)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-071 – Humans and Automation: Use, Misuse, Disuse, Abuse

FeldAngabe
Autor/HerausgeberParasuraman und Riley
TitelHumans and Automation: Use, Misuse, Disuse, Abuse
Datum1997
DokumenttypPeer-reviewter Überblick, Human Factors
RelevanzGrundbegriffe für angemessene, übermäßige und zu geringe Automationsnutzung.
Direkte URL[https://doi.org/10.1518/001872097778543886](https://doi.org/10.1518/001872097778543886)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-072 – Trust in Automation: Designing for Appropriate Reliance

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLee und See
TitelTrust in Automation: Designing for Appropriate Reliance
Datum2004
DokumenttypPeer-reviewter Überblick, Human Factors
RelevanzVertrauen soll tatsächliche Systemleistungsfähigkeit und Kontext widerspiegeln.
Direkte URL[https://doi.org/10.1518/hfes.46.1.50_30392](https://doi.org/10.1518/hfes.46.1.50_30392)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-073 – Trust in Automation: Integrating Empirical Evidence on Factors That Influence Trust

FeldAngabe
Autor/HerausgeberHoff und Bashir
TitelTrust in Automation: Integrating Empirical Evidence on Factors That Influence Trust
Datum2015
DokumenttypPeer-reviewter Review, Human Factors
RelevanzDispositionale, situative und gelernte Faktoren von Automationsvertrauen.
Direkte URL[https://doi.org/10.1177/0018720814547570](https://doi.org/10.1177/0018720814547570)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-074 – Algorithm Aversion: People Erroneously Avoid Algorithms After Seeing Them Err

FeldAngabe
Autor/HerausgeberDietvorst, Simmons und Massey
TitelAlgorithm Aversion: People Erroneously Avoid Algorithms After Seeing Them Err
Datum2015
DokumenttypPeer-reviewte Experimentalserie
RelevanzMenschen meiden fehlerhafte Algorithmen teilweise stärker als fehlerhafte Menschen.
Direkte URL[https://doi.org/10.1037/xge0000033](https://doi.org/10.1037/xge0000033)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-075 – Overcoming Algorithm Aversion: People Will Use Imperfect Algorithms If They Can (Even Slightly) Modify Them

FeldAngabe
Autor/HerausgeberDietvorst, Simmons und Massey
TitelOvercoming Algorithm Aversion: People Will Use Imperfect Algorithms If They Can (Even Slightly) Modify Them
Datum2018
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Management Science
RelevanzGeringe Einflussmöglichkeiten können Akzeptanz fehlerhafter Algorithmen erhöhen.
Direkte URL[https://doi.org/10.1287/mnsc.2016.2643](https://doi.org/10.1287/mnsc.2016.2643)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-076 – Algorithm Appreciation: People Prefer Algorithmic to Human Judgment

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLogg, Minson und Moore
TitelAlgorithm Appreciation: People Prefer Algorithmic to Human Judgment
Datum2019
DokumenttypPeer-reviewte Studie, OBHDP
RelevanzZeigt unter bestimmten Bedingungen eine Präferenz für algorithmische Ratschläge.
Direkte URL[https://doi.org/10.1016/j.obhdp.2018.12.005](https://doi.org/10.1016/j.obhdp.2018.12.005)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-077 – Co-Writing with Opinionated Language Models Affects Users’ Views

FeldAngabe
Autor/HerausgeberJakesch et al.
TitelCo-Writing with Opinionated Language Models Affects Users’ Views
Datum2023
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzKI-Vorschläge können Ausdruck und nachgelagerte Meinungsäußerungen beeinflussen.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3544548.3581196](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3544548.3581196)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-078 – Brain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWard et al.
TitelBrain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity
Datum2017
DokumenttypPeer-reviewte Studie
RelevanzGerätepräsenz als Kontextfaktor kognitiver Kapazität; nicht direkt GenAI-spezifisch.
Direkte URL[https://doi.org/10.1086/691462](https://doi.org/10.1086/691462)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-079 – Does Automation Bias Decision-Making?

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSkitka, Mosier und Burdick
TitelDoes Automation Bias Decision-Making?
Datum1999
DokumenttypPeer-reviewte Studie
RelevanzFrühe Evidenz zu Auslassungs- und Übernahmefehlern in automatisierter Entscheidungshilfe.
Direkte URL[https://doi.org/10.1006/ijhc.1999.0252](https://doi.org/10.1006/ijhc.1999.0252)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-080 – Chain-of-Thought Prompting Elicits Reasoning in Large Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWei et al.
TitelChain-of-Thought Prompting Elicits Reasoning in Large Language Models
Datum28.01.2022
DokumenttypNeurIPS-Paper / Preprint
RelevanzZwischenschritte verbesserten ausgewählte arithmetische, symbolische und Common-Sense-Benchmarks großer Modelle.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2201.11903](https://arxiv.org/abs/2201.11903)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-081 – Self-Consistency Improves Chain of Thought Reasoning in Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWang et al.
TitelSelf-Consistency Improves Chain of Thought Reasoning in Language Models
Datum21.03.2022
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzMehrere Reasoning-Pfade und Mehrheitsauswahl verbesserten ausgewählte Benchmarks.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2203.11171](https://arxiv.org/abs/2203.11171)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-082 – Least-to-Most Prompting Enables Complex Reasoning in Large Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberZhou et al.
TitelLeast-to-Most Prompting Enables Complex Reasoning in Large Language Models
Datum20.05.2022
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzZerlegt schwierige Probleme in sukzessive Teilprobleme.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2205.10625](https://arxiv.org/abs/2205.10625)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-083 – Large Language Models are Zero-Shot Reasoners

FeldAngabe
Autor/HerausgeberKojima et al.
TitelLarge Language Models are Zero-Shot Reasoners
Datum24.05.2022
DokumenttypNeurIPS-Paper / Preprint
RelevanzEinfache Aufforderung zu Zwischenschritten verbesserte ausgewählte Reasoning-Aufgaben früher Modelle.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2205.11916](https://arxiv.org/abs/2205.11916)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-084 – ReAct: Synergizing Reasoning and Acting in Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberYao et al.
TitelReAct: Synergizing Reasoning and Acting in Language Models
Datum06.10.2022
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzVerknüpft Textschritte mit Werkzeugaktionen und Beobachtungen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2210.03629](https://arxiv.org/abs/2210.03629)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-085 – Tree of Thoughts: Deliberate Problem Solving with Large Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberYao et al.
TitelTree of Thoughts: Deliberate Problem Solving with Large Language Models
Datum17.05.2023
DokumenttypNeurIPS-Paper / Preprint
RelevanzExploration und Bewertung mehrerer Zwischenzustände für ausgewählte Suchprobleme.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2305.10601](https://arxiv.org/abs/2305.10601)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-086 – Self-Refine: Iterative Refinement with Self-Feedback

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMadaan et al.
TitelSelf-Refine: Iterative Refinement with Self-Feedback
Datum30.03.2023
DokumenttypNeurIPS-Paper / Preprint
RelevanzIterative Generierung, Feedback und Überarbeitung ohne zusätzliches Training.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2303.17651](https://arxiv.org/abs/2303.17651)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-087 – Reflexion: Language Agents with Verbal Reinforcement Learning

FeldAngabe
Autor/HerausgeberShinn et al.
TitelReflexion: Language Agents with Verbal Reinforcement Learning
Datum20.03.2023
DokumenttypNeurIPS-Paper / Preprint
RelevanzAgenten speichern verbale Rückmeldungen aus Ergebnissen für spätere Versuche.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2303.11366](https://arxiv.org/abs/2303.11366)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-088 – Take a Step Back: Evoking Reasoning via Abstraction in Large Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberZheng et al.
TitelTake a Step Back: Evoking Reasoning via Abstraction in Large Language Models
Datum09.10.2023
DokumenttypPreprint
RelevanzAbstrahiert vor der konkreten Lösung allgemeine Prinzipien.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2310.06117](https://arxiv.org/abs/2310.06117)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-089 – Large Language Models Are Human-Level Prompt Engineers

FeldAngabe
Autor/HerausgeberZhou et al.
TitelLarge Language Models Are Human-Level Prompt Engineers
Datum03.11.2022
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzAutomatic Prompt Engineer optimiert Instruktionen auf Benchmarkdaten.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2211.01910](https://arxiv.org/abs/2211.01910)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-090 – Large Language Models as Optimizers

FeldAngabe
Autor/HerausgeberYang et al.
TitelLarge Language Models as Optimizers
Datum07.09.2023
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzOptimiert textuelle Lösungen und Prompts über iterative Scores.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2309.03409](https://arxiv.org/abs/2309.03409)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-091 – DSPy: Compiling Declarative Language Model Calls into Self-Improving Pipelines

FeldAngabe
Autor/HerausgeberKhattab et al.
TitelDSPy: Compiling Declarative Language Model Calls into Self-Improving Pipelines
Datum05.10.2023
DokumenttypFramework-Paper / Preprint
RelevanzProgrammiert und optimiert mehrstufige LM-Pipelines gegen Evaluationsmetriken.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2310.03714](https://arxiv.org/abs/2310.03714)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-092 – A Prompt Pattern Catalog to Enhance Prompt Engineering with ChatGPT

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWhite et al.
TitelA Prompt Pattern Catalog to Enhance Prompt Engineering with ChatGPT
Datum21.02.2023
DokumenttypPreprint / Patternkatalog
RelevanzKatalog wiederverwendbarer Interaktionsmuster; keine Garantie modellübergreifender Effekte.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2302.11382](https://arxiv.org/abs/2302.11382)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-093 – Why Johnny Can’t Prompt: How Non-AI Experts Try (and Fail) to Design LLM Prompts

FeldAngabe
Autor/HerausgeberZamfirescu-Pereira et al.
TitelWhy Johnny Can’t Prompt: How Non-AI Experts Try (and Fail) to Design LLM Prompts
Datum2023
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzBeobachtet Schwierigkeiten von Nicht-Experten beim Entwurf und Debugging von Prompts.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3544548.3581388](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3544548.3581388)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-094 – AI Chains: Transparent and Controllable Human-AI Interaction by Chaining Large Language Model Prompts

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWu et al.
TitelAI Chains: Transparent and Controllable Human-AI Interaction by Chaining Large Language Model Prompts
Datum2022
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Studie
RelevanzZerlegt Interaktionen in sichtbare, kontrollierbare Schritte.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3491102.3517582](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3491102.3517582)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-095 – Large Language Models Cannot Self-Correct Reasoning Yet

FeldAngabe
Autor/HerausgeberHuang et al.
TitelLarge Language Models Cannot Self-Correct Reasoning Yet
Datum03.10.2023
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzIntrinsic self-correction without external feedback failed or degraded in examined reasoning settings.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2310.01798](https://arxiv.org/abs/2310.01798)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-096 – Automatically Correcting Large Language Models: Surveying the landscape of diverse self-correction strategies

FeldAngabe
Autor/HerausgeberPan et al.
TitelAutomatically Correcting Large Language Models: Surveying the landscape of diverse self-correction strategies
Datum2024
DokumenttypReview / Preprint
RelevanzTaxonomie von Feedbackquellen, Korrekturschleifen und Evaluationsproblemen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2308.03188](https://arxiv.org/abs/2308.03188)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-097 – Language Models Don’t Always Say What They Think: Unfaithful Explanations in Chain-of-Thought Prompting

FeldAngabe
Autor/HerausgeberTurpin et al.
TitelLanguage Models Don’t Always Say What They Think: Unfaithful Explanations in Chain-of-Thought Prompting
Datum07.05.2023
DokumenttypPreprint / Forschungspaper
RelevanzPlausible Begründungen verschwiegen systematisch die Wirkung manipulativer Inputmerkmale.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2305.04388](https://arxiv.org/abs/2305.04388)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-098 – Reasoning Models Don’t Always Say What They Think

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelReasoning Models Don’t Always Say What They Think
Datum08.05.2025
DokumenttypPreprint
RelevanzAktuelle Tests zur Unvollständigkeit und Untreue expliziter Reasoning-Texte.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2505.05410](https://arxiv.org/abs/2505.05410)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-099 – Chain-of-Thought Reasoning In The Wild Is Not Always Faithful

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelChain-of-Thought Reasoning In The Wild Is Not Always Faithful
Datum11.03.2025
DokumenttypPreprint
RelevanzUntersucht Faithfulness außerhalb eng kontrollierter Laborprompts.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2503.08679](https://arxiv.org/abs/2503.08679)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-100 – Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLewis et al.
TitelRetrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks
Datum22.05.2020
DokumenttypNeurIPS-Paper
RelevanzKombiniert parametrisches Modellwissen mit abgerufenen Dokumenten.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2005.11401](https://arxiv.org/abs/2005.11401)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-101 – WebGPT: Browser-assisted question-answering with human feedback

FeldAngabe
Autor/HerausgeberNakano et al.
TitelWebGPT: Browser-assisted question-answering with human feedback
Datum17.12.2021
DokumenttypPreprint / Forschungsarbeit
RelevanzBrowserzugriff, Quellen und menschliche Präferenzbewertung für Langantworten.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2112.09332](https://arxiv.org/abs/2112.09332)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-102 – Teaching language models to support answers with verified quotes

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMenick et al.
TitelTeaching language models to support answers with verified quotes
Datum21.03.2022
DokumenttypPreprint / Forschungsarbeit
RelevanzTrainiert Antworten mit überprüfbaren Zitaten aus Quellen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2203.11147](https://arxiv.org/abs/2203.11147)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-103 – RARR: Researching and Revising What Language Models Say, Using Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGao et al.
TitelRARR: Researching and Revising What Language Models Say, Using Language Models
Datum17.10.2022
DokumenttypACL-Paper / Preprint
RelevanzExterne Recherche und Revision bei Erhalt des ursprünglichen Textcharakters.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2210.08726](https://arxiv.org/abs/2210.08726)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-104 – Enabling Large Language Models to Generate Text with Citations

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGao et al.
TitelEnabling Large Language Models to Generate Text with Citations
Datum23.05.2023
DokumenttypEMNLP-Paper / Preprint
RelevanzBenchmark und Metriken für Korrektheit, Vollständigkeit und Qualität von Zitaten.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2305.14627](https://arxiv.org/abs/2305.14627)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-105 – FActScore: Fine-grained Atomic Evaluation of Factual Precision in Long Form Text Generation

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMin et al.
TitelFActScore: Fine-grained Atomic Evaluation of Factual Precision in Long Form Text Generation
Datum23.05.2023
DokumenttypEMNLP-Paper / Preprint
RelevanzZerlegt Langtexte in atomare Behauptungen und prüft Unterstützung durch eine Wissensquelle.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2305.14251](https://arxiv.org/abs/2305.14251)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-106 – SelfCheckGPT: Zero-Resource Black-Box Hallucination Detection for Generative Large Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberManakul et al.
TitelSelfCheckGPT: Zero-Resource Black-Box Hallucination Detection for Generative Large Language Models
Datum15.03.2023
DokumenttypEMNLP-Paper / Preprint
RelevanzNutzt Stichprobenkonsistenz als Halluzinationssignal; keine Wahrheitsgarantie.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2303.08896](https://arxiv.org/abs/2303.08896)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-107 – Beyond Accuracy: Behavioral Testing of NLP Models with CheckList

FeldAngabe
Autor/HerausgeberRibeiro et al.
TitelBeyond Accuracy: Behavioral Testing of NLP Models with CheckList
Datum2020
DokumenttypPeer-reviewtes ACL-Paper
RelevanzAufgabenbezogene Testmatrizen und Mindestfunktionalitäten statt Einzelgenauigkeit.
Direkte URL[https://aclanthology.org/2020.acl-main.442/](https://aclanthology.org/2020.acl-main.442/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-108 – Lost in the Middle: How Language Models Use Long Contexts

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLiu et al.
TitelLost in the Middle: How Language Models Use Long Contexts
Datum06.07.2023
DokumenttypTACL-Paper / Preprint
RelevanzRelevante Information wird je nach Position im langen Kontext ungleich genutzt.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2307.03172](https://arxiv.org/abs/2307.03172)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-109 – TruthfulQA: Measuring How Models Mimic Human Falsehoods

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLin, Hilton und Evans
TitelTruthfulQA: Measuring How Models Mimic Human Falsehoods
Datum09.09.2021
DokumenttypACL-Paper / Preprint
RelevanzBenchmark für Antworten auf Fragen mit verbreiteten Fehlannahmen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2109.07958](https://arxiv.org/abs/2109.07958)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-110 – Language Models (Mostly) Know What They Know

FeldAngabe
Autor/HerausgeberKadavath et al.
TitelLanguage Models (Mostly) Know What They Know
Datum11.07.2022
DokumenttypPreprint / Forschungspaper
RelevanzKalibration und Selbsteinschätzung von Modellantworten unter bestimmten Auswertungen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2207.05221](https://arxiv.org/abs/2207.05221)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-111 – Training Verifiers to Solve Math Word Problems

FeldAngabe
Autor/HerausgeberCobbe et al.
TitelTraining Verifiers to Solve Math Word Problems
Datum27.10.2021
DokumenttypPreprint / Forschungspaper
RelevanzSeparates Verifier-Modell bewertet viele Kandidatenlösungen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2110.14168](https://arxiv.org/abs/2110.14168)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-112 – Let’s Verify Step by Step

FeldAngabe
Autor/HerausgeberLightman et al.
TitelLet’s Verify Step by Step
Datum31.05.2023
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzProzessaufsicht auf Zwischenschritten in mathematischen Reasoning-Aufgaben.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2305.20050](https://arxiv.org/abs/2305.20050)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-113 – RAGTruth: A Hallucination Corpus for Developing Trustworthy Retrieval-Augmented Language Models

FeldAngabe
Autor/HerausgeberNiu et al.
TitelRAGTruth: A Hallucination Corpus for Developing Trustworthy Retrieval-Augmented Language Models
Datum2024
DokumenttypACL-Paper / Preprint
RelevanzDatensatz und Analyse von Halluzinationen trotz Retrieval-Kontext.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2401.00396](https://arxiv.org/abs/2401.00396)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-114 – Self-RAG: Learning to Retrieve, Generate, and Critique through Self-Reflection

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAsai et al.
TitelSelf-RAG: Learning to Retrieve, Generate, and Critique through Self-Reflection
Datum17.10.2023
DokumenttypICLR-Paper / Preprint
RelevanzTrainiert bedarfsabhängiges Retrieval und Reflexionsmarker.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2310.11511](https://arxiv.org/abs/2310.11511)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-115 – Detecting and Correcting Reference Hallucinations in LLMs and Deep Research Agents

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAutorenteam
TitelDetecting and Correcting Reference Hallucinations in LLMs and Deep Research Agents
Datum03.04.2026
DokumenttypGroße Messstudie; Preprint
RelevanzUntersucht Zehntausende bis Hunderttausende generierte URLs auf Existenz und Erreichbarkeit.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2604.03173](https://arxiv.org/abs/2604.03173)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-116 – Artificial Intelligence Risk Management Framework (AI RMF 1.0)

FeldAngabe
Autor/HerausgeberNIST
TitelArtificial Intelligence Risk Management Framework (AI RMF 1.0)
Datum01.2023
DokumenttypOffizieller US-Risikomanagementrahmen
RelevanzGovern, Map, Measure und Manage als allgemeiner Lebenszyklus für KI-Risiken.
Direkte URL[https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/nist.ai.100-1.pdf](https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/nist.ai.100-1.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-117 – AI RMF: Generative Artificial Intelligence Profile, NIST AI 600-1

FeldAngabe
Autor/HerausgeberNIST
TitelAI RMF: Generative Artificial Intelligence Profile, NIST AI 600-1
Datum07.2024
DokumenttypOffizielles NIST-Profil
RelevanzSpezifische GenAI-Risiken, Messung, Quellen, menschliche Aufsicht und Incident-Lernen.
Direkte URL[https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/NIST.AI.600-1.pdf](https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/NIST.AI.600-1.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-118 – Konsolidierte Fassung der Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz

FeldAngabe
Autor/HerausgeberEuropäische Union
TitelKonsolidierte Fassung der Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz
Datum27.07.2026
DokumenttypGeltendes EU-Recht
RelevanzArt. 4 verlangt angemessene KI-Kompetenz unter Berücksichtigung von Wissen, Erfahrung, Kontext und Betroffenen.
Direkte URL[https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:02024R1689-20260727](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:02024R1689-20260727)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-119 – ISO/IEC 42001:2023 – Artificial intelligence management system

FeldAngabe
Autor/HerausgeberISO
TitelISO/IEC 42001:2023 – Artificial intelligence management system
Datum12.2023
DokumenttypInternationaler Managementsystemstandard
RelevanzRollen, Ziele, Risikomanagement, Kompetenz, Betrieb und kontinuierliche Verbesserung.
Direkte URL[https://www.iso.org/standard/42001](https://www.iso.org/standard/42001)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-120 – Prompt engineering guide

FeldAngabe
Autor/HerausgeberOpenAI
TitelPrompt engineering guide
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle Produktdokumentation
RelevanzModellspezifische Hinweise zu Instruktionen, Beispielen, Format und Toolnutzung; schnell veraltend.
Direkte URL[https://platform.openai.com/docs/guides/prompt-engineering](https://platform.openai.com/docs/guides/prompt-engineering)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-121 – Prompt engineering overview

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAnthropic
TitelPrompt engineering overview
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle Produktdokumentation
RelevanzKlarheit, Beispiele, Rollen, Ketten und Evaluationsbezug; produkt- und modellabhängig.
Direkte URL[https://docs.anthropic.com/en/docs/build-with-claude/prompt-engineering/overview](https://docs.anthropic.com/en/docs/build-with-claude/prompt-engineering/overview)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-122 – Prompt design strategies

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGoogle
TitelPrompt design strategies
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle Produktdokumentation
RelevanzAnweisungen, Kontext, Beispiele, Format und iterative Tests für Gemini.
Direkte URL[https://ai.google.dev/gemini-api/docs/prompting-strategies](https://ai.google.dev/gemini-api/docs/prompting-strategies)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-123 – Evaluation best practices

FeldAngabe
Autor/HerausgeberOpenAI
TitelEvaluation best practices
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle Entwicklerdokumentation
RelevanzTask-spezifische Datensätze, Kriterien, Regressionstests und kontinuierliche Evaluation.
Direkte URL[https://platform.openai.com/docs/guides/evals](https://platform.openai.com/docs/guides/evals)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-124 – Define success criteria and build evaluations

FeldAngabe
Autor/HerausgeberAnthropic
TitelDefine success criteria and build evaluations
Datumfortlaufend; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle Entwicklerdokumentation
RelevanzErfolgskriterien, Testfälle, menschliche Bewertung und automatisierte Grader.
Direkte URL[https://docs.anthropic.com/en/docs/test-and-evaluate/define-success](https://docs.anthropic.com/en/docs/test-and-evaluate/define-success)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-125 – Learning versus performance: An integrative review

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSoderstrom und Bjork
TitelLearning versus performance: An integrative review
Datum03.2015
DokumenttypPeer-reviewter Review, Perspectives on Psychological Science
RelevanzGrundlegende Trennung zwischen kurzfristig beobachtbarer Leistung und dauerhaftem Lernen/Transfer.
Direkte URL[https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25910388/](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25910388/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-126 – Generative AI without guardrails can harm learning: Evidence from high school mathematics

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBastani et al.
TitelGenerative AI without guardrails can harm learning: Evidence from high school mathematics
Datum25.06.2025
DokumenttypPeer-reviewte Studie, PNAS
RelevanzRandomisierte Feldstudie zu unbeschränkter und mit Leitplanken versehener GenAI-Unterstützung im Mathematiklernen.
Direkte URL[https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2422633122](https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2422633122)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-127 – Your Brain on ChatGPT: Accumulation of Cognitive Debt when Using an AI Assistant for Essay Writing Task

FeldAngabe
Autor/HerausgeberKosmyna et al.
TitelYour Brain on ChatGPT: Accumulation of Cognitive Debt when Using an AI Assistant for Essay Writing Task
Datum10.06.2025
DokumenttypPreprint
RelevanzKleine EEG-/Essay-Studie; wird im Dossier ausdrücklich vorsichtig und nicht als allgemeiner Schädigungsnachweis eingeordnet.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2506.08872](https://arxiv.org/abs/2506.08872)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-128 – Generative AI and the Productivity Divide: Human-AI Complementarities in Education

FeldAngabe
Autor/HerausgeberIdan und Anand
TitelGenerative AI and the Productivity Divide: Human-AI Complementarities in Education
Datum18.05.2026
DokumenttypRandomisiertes Experiment; Preprint
RelevanzUntersucht heterogene Leistungsgewinne und AI Interaction Competence: eliciting, filtering und verifying.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2605.18143](https://arxiv.org/abs/2605.18143)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-129 – Augmenting Expert Cognition in the Age of Generative AI: Insights from Document-Centric Knowledge Work

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSiu und Fok
TitelAugmenting Expert Cognition in the Age of Generative AI: Insights from Document-Centric Knowledge Work
Datum31.03.2025
DokumenttypEmpirische HCI-Studie; Preprint
RelevanzExperten delegieren eher Informationssuche und Verdichtung, behalten Synthese, Interpretation und kritisches Urteil.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2503.24334](https://arxiv.org/abs/2503.24334)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-130 – If You’re Very Clever, No One Knows You’ve Used It: The Social Dynamics of Developing Generative AI Literacy in the Workplace

FeldAngabe
Autor/HerausgeberXia et al.
TitelIf You’re Very Clever, No One Knows You’ve Used It: The Social Dynamics of Developing Generative AI Literacy in the Workplace
Datum2026
DokumenttypPeer-reviewte CHIWORK-Studie
RelevanzQualitative Workplace-Studie zu informellem Lernen, Offenlegung, Stigma und sozialer Dynamik bei GenAI-Kompetenz.
Direkte URL[https://dl.acm.org/doi/10.1145/3808045.3808050](https://dl.acm.org/doi/10.1145/3808045.3808050)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-131 – Human-AI Collaboration in Science at Scale: A Global Large-scale Randomized Field Experiment

FeldAngabe
Autor/HerausgeberWang et al.
TitelHuman-AI Collaboration in Science at Scale: A Global Large-scale Randomized Field Experiment
Datum22.05.2026
DokumenttypGroßes randomisiertes Feldexperiment; Preprint
RelevanzKI-generiertes Feedback für mehr als 31.000 Preprints; misst nachfolgende Manuskriptüberarbeitungen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2605.24180](https://arxiv.org/abs/2605.24180)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-132 – Assessing Risks and Impacts of AI (ARIA): Pilot Evaluation Report, NIST AI 700-2

FeldAngabe
Autor/HerausgeberNIST
TitelAssessing Risks and Impacts of AI (ARIA): Pilot Evaluation Report, NIST AI 700-2
Datum2025
DokumenttypOffizieller Evaluationsbericht
RelevanzSzenariobasierte sozio-technische Bewertung von Modell, Mensch und realem Nutzungskontext.
Direkte URL[https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/NIST.AI.700-2.pdf](https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/NIST.AI.700-2.pdf)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-133 – AI Literacy - Questions & Answers

FeldAngabe
Autor/HerausgeberEuropäische Kommission
TitelAI Literacy - Questions & Answers
Datum08.2026; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle Auslegungshilfe
RelevanzAktuelle Erläuterungen zu Zielgruppen, risikobasiertem Vorgehen und praktischer Umsetzung von Art. 4 AI Act.
Direkte URL[https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/faqs/ai-literacy-questions-answers](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/faqs/ai-literacy-questions-answers)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-134 – The Green Book: Appraisal and Evaluation in Central Government

FeldAngabe
Autor/HerausgeberHM Treasury
TitelThe Green Book: Appraisal and Evaluation in Central Government
Datumaktuelle Fassung; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle britische Bewertungsleitlinie
RelevanzOptionen, Kosten, Nutzen, Risiken, Baselines und Entscheidungsvorbereitung.
Direkte URL[https://www.gov.uk/government/publications/the-green-book-appraisal-and-evaluation-in-central-government](https://www.gov.uk/government/publications/the-green-book-appraisal-and-evaluation-in-central-government)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-135 – Magenta Book: Central Government guidance on evaluation

FeldAngabe
Autor/HerausgeberHM Treasury
TitelMagenta Book: Central Government guidance on evaluation
Datumaktualisiert 2026; geprüft 08.08.2026
DokumenttypOffizielle britische Evaluationsleitlinie
RelevanzPlanung, Design, Durchführung, Nutzung und Interpretation von Evaluationen.
Direkte URL[https://www.gov.uk/government/publications/the-magenta-book](https://www.gov.uk/government/publications/the-magenta-book)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-136 – Heterogeneity and predictors of the effects of AI assistance on radiologists

FeldAngabe
Autor/HerausgeberYu et al.
TitelHeterogeneity and predictors of the effects of AI assistance on radiologists
Datum19.03.2024
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Nature Medicine
Relevanz140 Radiologen, 15 Röntgenaufgaben; große individuelle Heterogenität der Wirkung von KI-Unterstützung.
Direkte URL[https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38504016/](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38504016/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-137 – Human-computer collaboration for skin cancer recognition

FeldAngabe
Autor/HerausgeberTschandl et al.
TitelHuman-computer collaboration for skin cancer recognition
Datum22.06.2020
DokumenttypPeer-reviewte Studie, Nature Medicine
RelevanzUntersucht diagnostische Zusammenarbeit, unterschiedliche Expertisegrade und Darstellungsformen der KI-Unterstützung.
Direkte URL[https://www.nature.com/articles/s41591-020-0942-0](https://www.nature.com/articles/s41591-020-0942-0)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-138 – Do as AI say: susceptibility in deployment of clinical decision-aids

FeldAngabe
Autor/HerausgeberGaube et al.
TitelDo as AI say: susceptibility in deployment of clinical decision-aids
Datum2021
DokumenttypPeer-reviewte Studie
RelevanzZeigt, dass falsche KI-Empfehlungen auch Fachpersonen fehlleiten können und Herkunftshinweise die Nutzung beeinflussen.
Direkte URL[https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7896064/](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7896064/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-139 – A Human-Centered Evaluation of a Deep Learning System Deployed in Clinics for the Detection of Diabetic Retinopathy

FeldAngabe
Autor/HerausgeberBeede et al.
TitelA Human-Centered Evaluation of a Deep Learning System Deployed in Clinics for the Detection of Diabetic Retinopathy
Datum2020
DokumenttypPeer-reviewte CHI-Deployment-Studie
RelevanzElf Kliniken in Thailand; zeigt Abweichungen zwischen Modellgenauigkeit und realem Workflow, Datenqualität und Patientenerfahrung.
Direkte URL[https://research.google/pubs/a-human-centered-evaluation-of-a-deep-learning-system-deployed-in-clinics-for-the-detection-of-diabetic-retinopathy/](https://research.google/pubs/a-human-centered-evaluation-of-a-deep-learning-system-deployed-in-clinics-for-the-detection-of-diabetic-retinopathy/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-140 – Lawyering in the Age of Artificial Intelligence

FeldAngabe
Autor/HerausgeberChoi, Monahan und Schwarcz
TitelLawyering in the Age of Artificial Intelligence
Datum2024
DokumenttypPeer-reviewte randomisierte Studie
RelevanzRealistische juristische Aufgaben mit und ohne GPT-4; deutliche Zeitgewinne, uneinheitliche Qualitätseffekte.
Direkte URL[https://scholarship.law.umn.edu/minnlrev/vol109/iss1/3/](https://scholarship.law.umn.edu/minnlrev/vol109/iss1/3/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-141 – AI-Powered Lawyering: AI Reasoning Models, Retrieval Augmented Generation, and the Future of Legal Practice

FeldAngabe
Autor/HerausgeberSchwarcz et al.
TitelAI-Powered Lawyering: AI Reasoning Models, Retrieval Augmented Generation, and the Future of Legal Practice
Datum2026
DokumenttypPeer-reviewte randomisierte Studie
RelevanzVergleicht RAG-basiertes Legal-AI-System, Reasoning-Modell und Kontrollgruppe bei sechs juristischen Aufgaben.
Direkte URL[https://repository.law.umich.edu/facarticles/3173/](https://repository.law.umich.edu/facarticles/3173/)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

S-142 – Hallucination-Free? Assessing the Reliability of Leading AI Legal Research Tools

FeldAngabe
Autor/HerausgeberMagesh et al.
TitelHallucination-Free? Assessing the Reliability of Leading AI Legal Research Tools
Datum30.05.2024
DokumenttypPräregistrierte empirische Studie; Preprint
RelevanzPrüft proprietäre RAG-basierte Rechtsrecherchetools und dokumentiert verbleibende Halluzinationen.
Direkte URL[https://arxiv.org/abs/2405.20362](https://arxiv.org/abs/2405.20362)
Abruf-/Prüfstand8. August 2026

Schnell veraltende Informationen

ThemaStand 08.08.2026Warum schnell veraltend?Nächste PrüfungPrimärquellenPriorität
Aktuelle Coding-/Knowledge-Work-Effekteheterogene 2025/26er Feld- und RCT-BefundeModelle, Interfaces und Organisationen ändern sichvor Manuskriptschluss und halbjährlichS-044, S-045, S-128hoch
Reliance-Interventionenmehrere neue ACM-Reviews und CHI-StudienMessbegriffe und Interventionen entwickeln sichhalbjährlichS-013, S-028hoch
Skill Formationerste kausale 2025/26er Studienwenig Langzeit- und DomänenreplikationhalbjährlichS-126, S-057, S-023hoch
AI Interaction Competenceneues Konstrukt aus 2026Validierung und Replikation offenbei jeder neuen FassungS-128hoch
Science at Scalegroßes 2026er Preprint-FeldexperimentPeer Review und Folgestudien ausstehendbei neuer VersionS-131hoch
Workplace Social Dynamicserste CHIWORK-Studie 2026kleine Stichprobe, schnell veränderte NormenjährlichS-130mittel
Art. 4 AI Act / AI LiteracyPflicht gilt seit 02.02.2025; Guidance entwickelt sichBehördenpraxis und Standards konkretisieren sichquartalsweiseS-118, S-133hoch
Produkt-Prompt- und Eval-Guidesdynamische HerstellerseitenProdukte und APIs ändern sich laufendvor jeder technischen VeröffentlichungS-120, S-123, S-121, S-122hoch
Medizinische Human-AI-Evidenzstarke, aber domänenspezifische Studienneue prospektive und Deployment-DatenjährlichS-136, S-139mittel
Juristische Assistenz2024/26er Experimente und ToolauditsModelle, RAG-Systeme und Rechtsdaten ändern sichhalbjährlichS-140, S-141, S-142hoch

Qualitätsbericht

KennzahlErgebnis
Verwendete Quellen142
Kernaussagen / Faktenkarten50
Forschungsprofile18
Unternehmensszenarien18
Umsetzungsschritte36
Mythenprüfungen20
Offene Forschungsfragen20
Glossarbegriffe76
Wissenschaftliche Quellen – automatische grobe Klassifikation81
Davon als Preprint gekennzeichnet – grobe Klassifikation53
Offizielle/institutionelle Quellen – grobe Klassifikation1
Produktdokumentationen – grobe Klassifikation6

Stärken

  • Verbindet ältere Human-Factors-Grundlagen mit GenAI-Studien bis August 2026.
  • Stellt positive Effekte und Gegenbefunde nebeneinander.
  • Trennt Vertrauen, Reliance, Leistung und Lernen.
  • Übersetzt Forschung in Aufgabenklassifikation, Kontrollstufen und Unternehmensprozesse.
  • Kennzeichnet Preprints, Herstellerquellen und Übertragungsgrenzen.

Bekannte Schwächen

  • Langzeitstudien über mehrere Jahre sind noch selten.
  • Viele Experimente nutzen kurze, standardisierte Aufgaben und einzelne Modellgenerationen.
  • Die Quelleinstufung im Qualitätsbericht ist technisch grob und ersetzt nicht die Einzelfallbewertung im Register.
  • Nicht jede Branche besitzt ausreichend öffentlich dokumentierte Feldstudien.
  • Das Dossier enthält keine vollständige rechtliche Prüfung einzelner Unternehmensfälle.

Vor Buchveröffentlichung zwingend aktualisieren

  • 2026er Preprints auf Peer-Review, neue Versionen oder Korrekturen prüfen.
  • AI-Literacy-Auslegung und etwaige harmonisierte Standards prüfen.
  • Produktdokumentationen und dynamische URLs öffnen und aktualisieren.
  • Neue Meta-Analysen zu Reliance, Skill Formation und Workplace-Effekten ergänzen.
  • Jede im Buch wörtlich oder zugespitzt verwendete Zahl erneut an der Originalquelle prüfen.

Ende des Fakten-Dossiers 12.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.