KI-Systemarchitektur verständlich erklärt
Wie LLM, API, RAG, Memory, Agenten, Datenbanken, Tools, MCP und klassische Software zu belastbaren Systemen zusammenfinden.
Wie LLM, API, RAG, Memory, Agenten, Datenbanken, Tools, MCP und klassische Software zu belastbaren Systemen zusammenfinden. Vollständige, faktenbasierte Fassung mit Belegen und Quellenregister.
Wie LLM, API, RAG, Memory, Agenten, Datenbanken, Tools, MCP, Queues und klassische Software zu belastbaren Systemen zusammenfinden
Fakten- und Recherchestand: 8. August 2026 Version: 1.0 Autor: Andreas Rüdiger Räumlicher Schwerpunkt: Deutschland / Europäische Union; technische Quellen international Zielgruppe: Unternehmer, Entscheider, Fachanwender, Entwickler, Berater und Projektverantwortliche Quellenbasis: 126 dokumentierte Primär-, Forschungs-, Standard- und offizielle Produktquellen Vorgesehener Dateiname: 13_ki-systemarchitektur-verstaendlich-erklaert-faktendossier_2026-08-08
Management-Zusammenfassung
KERNAUSSAGE: Die wichtigste Aussage dieses Dossiers lautet: Eine KI-Anwendung ist kein Modell mit Oberfläche, sondern ein verteiltes Softwaresystem. Das Modell verarbeitet bereitgestellten Kontext und erzeugt probabilistische Ausgaben. Verbindliche Daten, Rechte, Prozesszustände, Fehlerbehandlung und Nachweise müssen außerhalb des Modells organisiert werden. [S-002; S-075; S-116]
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Für viele praktische Anwendungen reicht eine Schichtenlogik: Fachprozess und Benutzeroberfläche, Anwendungs- und Orchestrierungsschicht, Modellzugang, Retrieval/Tools/Memory, Daten- und Integrationsschicht sowie Querschnittskontrollen für Identität, Sicherheit, Evaluation, Observability und Kosten. Diese Trennung macht sichtbar, welches Bauteil welches Problem löst und wo ein Ausfall entstehen kann. [S-067; S-123; S-098; S-025]
``mermaid flowchart TB U[Nutzung und Fachprozess] --> A[Anwendung und Orchestrierung] A --> G[KI-Zugang / Modellgateway] G --> M[LLM oder VLM] G --> R[Retrieval und Reranking] G --> T[Tools und MCP] G --> X[Memory] R --> D[Datenbanken, Indizes, Objektspeicher] T --> I[CRM, ERP, E-Mail, Dateien, APIs] A --> Q[Queues, Events, Workflows] S[Identität, Sicherheit, Evals, Observability, Kosten] --- A S --- G S --- D ``
Welches Bauteil löst welches Problem?
| Problem | Geeigneter Kernbaustein | Nicht verwechseln mit |
|---|---|---|
| Freie Sprache verstehen oder erzeugen | LLM/VLM | Datenbank, Rechenwerk oder Rechteprüfung |
| Aktuelle eigene Dokumente finden | RAG / Suche | Fine-Tuning als Wissensspeicher |
| Exakte Geschäftsdaten verwalten | Relationale Datenbank / System of Record | Modellkontext oder Memory |
| Ähnliche Inhalte finden | Embeddings + Vektorindex | Wahrheits- oder Berechtigungsprüfung |
| Bekannte Prozessschritte ausführen | Workflow / Zustandsmaschine | Freier Agent |
| Offene Mehrschrittaufgabe bearbeiten | Begrenzter Agent | Unkontrollierte Vollautonomie |
| Externe Aktion anstoßen | Tool Calling + serverseitige Ausführung | Modell als berechtigter Akteur |
| Werkzeuge interoperabel anbinden | MCP oder definierte APIs | Sicherheits- oder Qualitätssiegel |
| Last entkoppeln und puffern | Queue / Event-System | Exactly-once-Fachwirkung |
| Über Sitzungen erinnern | Expliziter Memory Store | Unbegrenzte Chatprotokolle |
| Formales Verhalten stabilisieren | Prompt, Schema, Evals; gegebenenfalls Fine-Tuning | Aktualisierung veränderlicher Fakten |
| Betrieb verstehen | Traces, Metriken, Logs, Evals | Nur Chatprotokoll oder Provider-Dashboard |
Die entscheidenden Trennlinien
- Das Modell formuliert; das System of Record entscheidet, welche Daten gelten. [S-002; S-075]
- Structured Output begrenzt die Form; fachliche Validierung prüft den Inhalt. [S-059; S-057]
- Tool Calling schlägt eine Aktion vor; die Anwendung prüft und führt aus. [S-054; S-115]
- RAG liefert externe Informationen; Autorisierung entscheidet, welche davon ein Nutzer sehen darf. [S-014; S-110]
- Workflow steuert bekannte Abläufe; ein Agent wird nur für offene Pfade eingesetzt. [S-071; S-038]
- MCP standardisiert Kommunikation; Trust und Security bleiben gesonderte Aufgaben. [S-060; S-062]
- Memory speichert ausgewählte Erinnerungen; ein Chatverlauf ist nur Rohmaterial. [S-048; S-051]
- TLS schützt Transport; Least Privilege, Logging und Datenkontrollen schützen den Betrieb. [S-105; S-110; S-109]
Wann überhaupt keine KI nötig ist
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Wenn eine Aufgabe durch feste Formeln, Pflichtfelder, eindeutige Regeln, bekannte Zustände oder exakte Datenbankabfragen vollständig beschrieben werden kann, ist klassische Software meist leichter zu testen, günstiger und auditierbarer. KI sollte nur den Anteil übernehmen, in dem Sprache, Mehrdeutigkeit, unstrukturierte Dokumente oder offene Recherche tatsächlich einen Mehrwert erzeugen. [S-072; S-071; S-040]
``mermaid flowchart TD A{Durch Regeln/Formeln vollständig beschreibbar?} A -->|Ja| B[Klassische Software / DMN / Workflow] A -->|Nein| C{Sprache, unstrukturierte Inhalte oder Mehrdeutigkeit?} C -->|Schritte bekannt| D[Workflow mit begrenztem KI-Schritt] C -->|Pfad offen| E[Begrenzter Agent] B --> F[Rechte, Tests, Audit] D --> F E --> F ``
Praktische Leitlinie: Beginne nie mit der Frage „Welches Modell nehmen wir?“. Beginne mit Daten, Fehlerfolge, Reversibilität, Nutzerrechten und Erfolgskriterien. Erst danach wird entschieden, ob ein Modell überhaupt benötigt wird. [S-116; S-122; S-072]
Methodik, Evidenzhierarchie und Recherchegrenzen
METHODIK: Das Dossier basiert auf fünf Quellenklassen: Originalforschung, offizielle Standards und RFCs, Behörden- und Sicherheitsdokumente, offizielle Projektdokumentation sowie Rechtsquellen. Anbieterangaben werden ausschließlich für Funktions- und Protokollstände genutzt, nicht als unabhängiger Nachweis von Produktivität oder Qualität. [S-045; S-116; S-067]
| Rang | Quellenklasse | Verwendung im Dossier | Typische Grenze |
|---|---|---|---|
| 1 | Rechtsquellen, RFCs, Normen und offizielle Spezifikationen | Protokolle, Rollen, Pflichtbegriffe, technische Semantik | Implementierung kann vom Standard abweichen; Version beachten |
| 2 | Originalforschung und peer-reviewte Arbeiten | Mechanismen, Benchmarks, Gegenbefunde | Setting und Übertragbarkeit auf Produktion begrenzt |
| 3 | Behörden- und Security-Leitlinien | Risikotaxonomien und Kontrollen | Nicht jede Leitlinie ist bindendes Recht |
| 4 | Offizielle Produkt-/Projektdokumentation | Aktuelle API- und Funktionsstände | Living Documentation; schnell veraltend |
| 5 | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | Quellenbasierte Entwurfsregeln | Redaktionelle Ableitung, keine einzelne Primärquelle |
AKTUALITÄT: Der Stichtag ist der 8. August 2026. Besonders schnelllebig sind MCP, Modell- und Tool-APIs, Kontext- und Cachingmechanismen, Open-Source-Serving, Agentenbenchmarks sowie OpenTelemetry-GenAI-Semantik. Sie werden im Refresh-Kapitel gesondert markiert. [S-061; S-124; S-091]
DATUMSREGEL: Bei offiziellen Dokumentationen ohne verlässliches Veröffentlichungsdatum wird das Datum ausdrücklich als UNKLAR ausgewiesen und durch das Prüfdatum ersetzt. Es wird kein Datum geraten. [S-054; S-055; S-056]
RECHERCHEGRENZE: Das Dossier ist keine Produktauswahl und enthält keine individuellen Architekturfreigaben. Ein konkretes System benötigt Threat Modeling, Datenschutzprüfung, Lastannahmen, Tests gegen eigene Daten und einen Betriebsverantwortlichen. [S-116; S-112; S-122]
Die 50 wichtigsten Kernaussagen
| Nr. | Kernaussage | Einordnung |
|---|---|---|
| 01 | Das KI-System ist größer als das Modell<br>Ein produktives KI-System besteht mindestens aus Anwendung, Modellzugang, Daten, Werkzeugen, Zustandsverwaltung, Sicherheitskontrollen, Evaluation und Betrieb. Das Modell erzeugt Ausgaben; Verlässlichkeit entsteht erst aus der Gesamtarchitektur. [S-001; S-054; S-123; S-116] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 02 | Ein LLM ist kein System of Record<br>Sprachmodelle erzeugen Tokenfolgen aus Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Verbindliche Geschäftsdaten gehören in transaktionale Datenbanken oder andere kontrollierte Datenspeicher, nicht ausschließlich in Modellkontext oder Modellgewichte. [S-002; S-075; S-074] | TECHNISCHE GRUNDLAGE<br>Refresh: niedrig |
| 03 | Tokenisierung beeinflusst Kontext, Kosten und Grenzfälle<br>Texte werden vor der Inferenz in Tokens zerlegt. Zeichenanzahl und Tokenanzahl sind nicht identisch; Sprache, Format und Sonderzeichen beeinflussen den tatsächlichen Verbrauch des Kontextfensters. [S-004; S-094; S-095] | TECHNISCHE GRUNDLAGE<br>Refresh: mittel |
| 04 | Ein großes Kontextfenster ist kein dauerhaftes Gedächtnis<br>Kontext ist die für einen konkreten Aufruf bereitgestellte Arbeitsfläche. Dauerhafte Erinnerung erfordert externe Speicherung, Auswahl, Aktualisierung, Berechtigungen und Löschlogik. [S-013; S-048; S-051] | FORSCHUNGSBEFUND / SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 05 | Systemanweisungen sind keine Sicherheitsgrenze<br>Anweisungen können Verhalten beeinflussen, ersetzen aber keine technische Autorisierung. Zugriffsrechte, Datenfilter und Aktionsfreigaben müssen außerhalb des Modells erzwungen werden. [S-113; S-110; S-062] | SICHERHEITSGRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 06 | Eine Modell-API trennt Anwendung und Modellanbieter<br>Die API definiert Request, Response, Fehler und Authentisierung. Eine zusätzliche Gateway-Schicht kann Modelle, Limits, Protokollierung und Fallbacks zentralisieren, erhöht aber zugleich Komplexität und eine weitere Ausfallstelle. [S-065; S-067; S-068] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 07 | Strukturierte Ausgabe garantiert Form, nicht Wahrheit<br>JSON-Schema oder vergleichbare Mechanismen können die syntaktische Struktur begrenzen. Sie beweisen nicht, dass extrahierte Werte sachlich richtig, vollständig oder zulässig sind. [S-057; S-058; S-059] | PRODUKTSTAND / SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 08 | Tool Calling ist ein Vorschlag zur Aktion<br>Das Modell kann einen Werkzeugnamen und Argumente erzeugen. Die Anwendung muss den Aufruf validieren, autorisieren, ausführen, begrenzen und das Ergebnis zurückgeben; das Modell selbst ist nicht die ausführende Fachanwendung. [S-054; S-055; S-056] | PRODUKTSTAND<br>Refresh: hoch |
| 09 | Werkzeugargumente bleiben untrusted input<br>Auch schema-konforme Argumente können fachlich falsch, gefährlich oder unzulässig sein. Serverseitige Validierung, Allowlisting, Least Privilege und bei kritischen Aktionen menschliche Freigabe bleiben erforderlich. [S-115; S-110; S-062] | SICHERHEITSGRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 10 | MCP standardisiert Verbindung, nicht Vertrauen<br>MCP beschreibt, wie Hosts, Clients und Server Fähigkeiten austauschen und Werkzeuge ansprechen. Es zertifiziert weder die fachliche Qualität eines Servers noch seine Sicherheit oder Berechtigung für konkrete Daten. [S-060; S-061; S-062] | AKTUELLER STANDARDSTAND<br>Refresh: sehr hoch |
| 11 | MCP 2026-07-28 ist gegenüber älteren Fassungen wesentlich verändert<br>Der Spezifikationsstand vom 28. Juli 2026 führt einen stateless Protocol Core, Header-Routing, cachebare Listen und geänderte Autorisierungsmechanismen ein. Beispiele aus älteren Fassungen müssen vor Übernahme geprüft werden. [S-061; S-060; S-063] | AKTUELLER STANDARDSTAND<br>Refresh: sehr hoch |
| 12 | RAG ist eine Pipeline, keine einzelne Datenbank<br>RAG umfasst Datenaufnahme, Parsing, Chunking, Metadaten, Indexierung, Abfrage, Retrieval, gegebenenfalls Reranking, Kontextaufbau, Generierung und Evaluation. Ein Vektorspeicher deckt nur einen Teil dieser Kette ab. [S-014; S-025; S-026] | FORSCHUNGSSYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 13 | Schlechte Ingestion kann kein gutes Modell reparieren<br>Fehlende Dokumente, falsche Texterkennung, unklare Versionen, zerschnittene Tabellen und unpassende Chunks begrenzen das Retrieval. Die Qualität des Wissenszugangs beginnt vor der Modellabfrage. [S-026; S-020; S-027] | FORSCHUNGSSYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 14 | Embeddings bilden Ähnlichkeit ab, nicht Wahrheit<br>Embeddings projizieren Inhalte in Vektorräume für Ähnlichkeitssuche. Ein hoher Similarity Score ist kein Beweis für Aktualität, Autorität, Berechtigung oder sachliche Richtigkeit. [S-015; S-030; S-028] | TECHNISCHE GRUNDLAGE<br>Refresh: mittel |
| 15 | Lexikalische und semantische Suche ergänzen sich<br>Dichte Vektorsuche findet semantisch ähnliche Inhalte; lexikalische Suche ist stark bei Namen, Nummern, Zitaten und exakten Begriffen. Hybridverfahren können beide Signale kombinieren. [S-033; S-035; S-032] | FORSCHUNG / PRODUKTSTAND<br>Refresh: hoch |
| 16 | Reranking ist eine eigene Architekturentscheidung<br>Ein schneller Retriever kann eine größere Kandidatenmenge liefern; ein präziserer Reranker ordnet diese nach. Dadurch steigen häufig Qualität und Kosten beziehungsweise Latenz gleichzeitig. [S-016; S-028; S-026] | FORSCHUNGSSYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 17 | Die relationale Datenbank bleibt häufig das führende System<br>Transaktionen, Constraints, Isolation und nachvollziehbare Datensätze sind Kernstärken relationaler Datenbanken. Vektorindizes können ergänzen, ersetzen diese Eigenschaften aber nicht automatisch. [S-075; S-074; S-034] | TECHNISCHE GRUNDLAGE<br>Refresh: mittel |
| 18 | Vektordatenbank und klassische Datenbank lösen verschiedene Probleme<br>Vektorsuche beantwortet primär Ähnlichkeitsfragen. Geschäftszustände, Rechte, Buchungen, Rechnungen und referenzielle Integrität benötigen meist strukturierte, transaktionale Datenmodelle. [S-029; S-034; S-075] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 19 | Objektspeicher ist für Dateien, nicht für Geschäftslogik<br>Große Binärdateien, Originaldokumente und Medien lassen sich in Objektspeichern ablegen. Metadaten, Berechtigungen, Versionen und fachliche Beziehungen sollten dennoch kontrolliert modelliert werden. [S-076; S-075] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 20 | Memory muss in Typen getrennt werden<br>Kurzzeitkontext, Konversationshistorie, episodische Erinnerungen, semantisches Nutzerwissen, prozedurale Regeln und Geschäftsdaten haben unterschiedliche Lebenszyklen und Vertrauensniveaus. Ein einziges Memory-Feld vermischt diese Unterschiede. [S-047; S-048; S-049; S-050] | FORSCHUNGSSYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 21 | Konversationshistorie ist nicht automatisch belastbares Nutzerwissen<br>Frühere Aussagen können falsch, überholt, scherzhaft oder kontextabhängig sein. Dauerhafte Speicherung erfordert Auswahlregeln, Herkunft, Zeitstempel, Änderbarkeit und gegebenenfalls Zustimmung. [S-051; S-050; S-125] | FORSCHUNG / ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 22 | RAG und Fine-Tuning sind keine austauschbaren Verfahren<br>RAG bringt externe, änderbare Informationen in den aktuellen Kontext. Fine-Tuning verändert Parameter oder Adapter und eignet sich eher für Verhalten, Stil, Formate oder wiederkehrende Muster als für ständig wechselnde Faktenbestände. [S-014; S-009; S-010] | FORSCHUNGSSYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 23 | Fine-Tuning entfernt keine Betriebs- und Sicherheitsaufgaben<br>Auch ein angepasstes Modell braucht Eingabeprüfung, Rechte, Monitoring, Evaluation, Datenverwaltung und Updateprozesse. Parameteranpassung ist kein Ersatz für Systemarchitektur. [S-009; S-011; S-116] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 24 | Ein Agent ist eine kontrollierte Schleife<br>Typische Agenten verbinden Ziel, Zustandsbeobachtung, Planung oder Auswahl, Werkzeugaufrufe, Ergebnisbewertung und Abbruchbedingungen. Ohne begrenzte Schleifen und externe Kontrollen steigt die Fehler- und Kostenfläche. [S-038; S-041; S-042; S-045] | FORSCHUNGSSYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 25 | Mehr Autonomie vergrößert die Angriffs- und Fehlerfläche<br>Je mehr Systeme ein Agent lesen oder verändern darf, desto größer sind Folgen von Prompt Injection, falscher Planung, kompromittierten Werkzeugen und übermäßigen Berechtigungen. [S-114; S-113; S-119] | SICHERHEITSBEFUND<br>Refresh: sehr hoch |
| 26 | Stabile Prozesse brauchen meist Workflow statt freien Agenten<br>Wenn Schritte, Regeln und Ausnahmen bekannt sind, sind Workflow-Engine, Zustandsmaschine oder Regelwerk besser prüfbar als eine freie agentische Planung. KI kann innerhalb einzelner Schritte als begrenzte Komponente dienen. [S-071; S-072; S-085] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
| 27 | Queues entkoppeln Produzent und Verarbeitung<br>Eine Warteschlange puffert Last und erlaubt asynchrone Verarbeitung. Sie schafft jedoch neue Pflichten für Bestätigungen, Wiederholungen, Reihenfolge, Dead Letters und Deduplizierung. [S-082; S-083; S-084] | TECHNISCHE GRUNDLAGE<br>Refresh: hoch |
| 28 | At-least-once verlangt Idempotenz<br>Viele Ereignis- und Queue-Systeme können Nachrichten erneut zustellen. Empfänger müssen Wiederholungen erkennen oder so verarbeiten, dass keine doppelten fachlichen Wirkungen entstehen. [S-083; S-084; S-078; S-079] | RELIABILITY-GRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 29 | Webhooks sind Benachrichtigungen über ein unzuverlässiges Netz<br>Zustellung kann verspätet, mehrfach oder gar nicht im ersten Versuch erfolgen. Signaturprüfung, schnelle Annahme, asynchrone Verarbeitung, Retries, Deduplizierung und Reconciliation sind deshalb Architekturbausteine. [S-077; S-079; S-106] | RELIABILITY-GRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 30 | Cron startet nach Zeit, verwaltet aber keinen langen Geschäftsprozess<br>CronJobs eignen sich für wiederkehrende Auslöser. Mehrtägige Abläufe mit Wartezeiten, Ereignissen, Freigaben und Wiederaufnahme brauchen eine dauerhafte Zustands- oder Workflow-Engine. [S-087; S-085; S-086] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 31 | Authentisierung und Autorisierung sind verschiedene Kontrollen<br>Authentisierung klärt, wer oder was eine Identität nachweist. Autorisierung entscheidet für jede Ressource und Aktion, was diese Identität darf. [S-099; S-097; S-110] | SICHERHEITSGRUNDSATZ<br>Refresh: mittel |
| 32 | OAuth ist primär delegierte Autorisierung, OIDC ergänzt Identität<br>OAuth 2.0 definiert Rollen und Token für delegierten Zugriff. OpenID Connect ergänzt eine Identitätsschicht; beide ersetzen keine fachliche Objekt- und Mandantenprüfung. [S-097; S-099; S-098] | STANDARDGRUNDLAGE<br>Refresh: mittel |
| 33 | API-Schlüssel brauchen Scope, Rotation und getrennte Ablage<br>Lang lebende Schlüssel mit Vollzugriff erhöhen Folgen eines Lecks. Geheimnisse gehören nicht in Quellcode, Prompt, Chatverlauf oder öffentliches Repository, sondern in kontrollierte Secret-Verwaltung. [S-108; S-107; S-062] | SICHERHEITSGRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 34 | TLS schützt die Verbindung, nicht das gesamte System<br>TLS 1.3 schützt Übertragung und Gegenstellenbezug. Es verhindert keine falschen Rechte, kompromittierte Endpunkte, unsichere Logs oder unzulässige Verarbeitung nach der Entschlüsselung. [S-105; S-107; S-109] | STANDARDGRUNDLAGE / SYNTHESE<br>Refresh: sehr hoch |
| 35 | Observability muss den gesamten Requestpfad verbinden<br>Für Ursachenanalyse reichen Modellantworten allein nicht. Relevante Spuren umfassen Request-ID, Modell und Version, Prompt-/Policy-Version, Retrieval-Treffer, Tool Calls, Latenzen, Token, Fehler, Freigaben und Ergebnisstatus. [S-123; S-124; S-109] | BETRIEBSGRUNDSATZ<br>Refresh: sehr hoch |
| 36 | Logs dürfen nicht zum zweiten Datenleck werden<br>Prompts, Dokumente, Toolargumente und Modellantworten können sensible Daten enthalten. Telemetrie braucht Redaktions-, Maskierungs-, Aufbewahrungs- und Zugriffskonzepte. [S-109; S-116; S-125] | SICHERHEIT / DATENSCHUTZ<br>Refresh: hoch |
| 37 | Evaluation muss den realen Anwendungsfall abbilden<br>Allgemeine Modellbenchmarks ersetzen keine Tests mit echten Aufgaben, Randfällen, Datenquellen und Fehlerfolgen. Erfolgskriterien sollten vor dem Modellvergleich festgelegt werden. [S-120; S-122; S-045] | EVALUATIONSGRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 38 | RAG muss Retrieval und Generierung getrennt messen<br>Eine falsche Antwort kann durch fehlendes Dokument, schlechte Kandidaten, falsches Reranking, unpassenden Prompt oder untreue Generierung entstehen. Nur End-to-End-Scores verdecken diese Ursache. [S-027; S-026; S-028] | EVALUATIONSGRUNDSATZ<br>Refresh: mittel |
| 39 | LLM-as-a-Judge braucht Kalibrierung<br>LLM-basierte Bewerter können skalieren, zeigen aber Modell-, Stil- und Selbsterzeugungsbias. Rubrics, Gegenbeispiele, menschliche Stichproben und alternative Grader sind erforderlich. [S-121; S-122; S-120] | FORSCHUNGSBEFUND<br>Refresh: hoch |
| 40 | Caching senkt Kosten und Latenz, erzeugt aber Gültigkeitsfragen<br>HTTP-, Ergebnis-, Retrieval-, Embedding- und Prompt-Caches arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen. Jeder Cache braucht Schlüssel, Scope, Ablauf, Invalidation, Mandantentrennung und Datenschutzprüfung. [S-066; S-094; S-095; S-096] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 41 | Retries brauchen Grenzen, Backoff und Jitter<br>Sofortige unbegrenzte Wiederholungen können eine gestörte Abhängigkeit zusätzlich überlasten. Retries sollten nur für geeignete Fehler, mit Timeout, begrenztem Budget, exponentiellem Backoff und Jitter erfolgen. [S-080; S-065] | RELIABILITY-GRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 42 | Fallbacks verändern Verhalten<br>Ein Ersatzmodell kann andere Tools, Schemas, Sicherheitsgrenzen, Kontextlängen und Antwortmuster haben. Fallback ist deshalb eine getestete Produktentscheidung und nicht nur ein technischer Umschalter. [S-057; S-055; S-056; S-122] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 43 | Lokale Modelle verlagern Verantwortung<br>Lokale Inferenz kann Datenwege verkürzen und Offline-Betrieb ermöglichen. Dafür übernimmt der Betreiber Modellwahl, Lizenzprüfung, Hardware, Patches, Kapazität, Monitoring und Sicherheitsbetrieb. [S-093; S-091; S-090] | BETRIEBSSYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 44 | Cloud, lokal und hybrid sind keine pauschale Rangfolge<br>Die Entscheidung hängt von Daten, Latenz, Volumen, Hardwareauslastung, Compliance, Personal, Modellzugang und Ausfallszenarien ab. Ein Hybridmodell kann sensible Vorverarbeitung lokal und anspruchsvolle Inferenz extern kombinieren. [S-090; S-093; S-091; S-116] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: hoch |
| 45 | LLM-Serving ist ein eigenes Infrastruktursystem<br>KV-Cache, Continuous Batching, Quantisierung, Parallelisierung, Streaming und Autoscaling beeinflussen Latenz und Durchsatz. Eine lokale Modelldatei ist noch kein belastbarer Mehrbenutzerdienst. [S-007; S-091; S-092; S-090] | TECHNISCHER PRODUKTSTAND<br>Refresh: sehr hoch |
| 46 | Autorisierung muss an jedem Objektzugriff gelten<br>Ein Agent darf nie allein aus Prompt oder UI ableiten, ob ein Nutzer einen Datensatz lesen oder verändern darf. Die Fachanwendung muss Mandant, Objekt, Aktion und aktuellen Kontext serverseitig prüfen. [S-110; S-098; S-062] | SICHERHEITSGRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 47 | Prompt Injection ist ein Vertrauenszonenproblem<br>Externe Webseiten, E-Mails, PDFs, Tickets und RAG-Dokumente können Anweisungen enthalten, die das Modell als Handlungsimpuls missversteht. Untrusted Content darf nicht dieselbe Autorität wie Systemregeln oder freigegebene Aktionen erhalten. [S-113; S-117; S-119] | SICHERHEITSBEFUND<br>Refresh: sehr hoch |
| 48 | Least Privilege ist wichtiger als ein besonders kluges Modell<br>Werkzeuge sollten nur notwendige Funktionen, Datenbereiche und Schreibrechte erhalten. Read-only, Allowlisting, Betragsgrenzen, Freigaben und Sandboxen begrenzen Schäden auch bei Modellfehlern. [S-114; S-110; S-062] | SICHERHEITSGRUNDSATZ<br>Refresh: hoch |
| 49 | Keine KI ist häufig die beste Architektur<br>Exakte Berechnungen, feste Validierungen, bekannte Entscheidungsregeln und stabile Transformationen sind mit klassischem Code oder Regelwerken meist besser prüfbar. KI ist sinnvoll, wenn Sprache, Mehrdeutigkeit oder unstrukturierte Inhalte tatsächlich Teil des Problems sind. [S-072; S-071; S-040] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: niedrig |
| 50 | Architektur beginnt mit Fehlerfolgen, nicht mit dem Modellnamen<br>Datenarten, Nutzer, Außenwirkung, Reversibilität, Latenz, Volumen, Fehlerkosten und Prüfkompetenz bestimmen die benötigten Kontrollen. Der Modellvergleich folgt erst danach. [S-116; S-122; S-045] | ARCHITEKTUR-SYNTHESE<br>Refresh: mittel |
Das Gesamtbild: vom Nutzer bis zum Betrieb
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein produktiver Request durchläuft mehrere Vertrauens- und Verarbeitungsschichten. Typisch sind: Eingangsvalidierung, Identitäts- und Mandantenprüfung, fachliche Kontextbildung, Modell- oder Retrievalaufruf, mögliche Werkzeugaktionen, Ergebnisvalidierung, Speicherung beziehungsweise Ausgabe sowie Telemetrie. Nicht jeder Use Case benötigt jede Stufe; jede ausgelassene Stufe muss aber eine bewusste Entscheidung sein. [S-065; S-098; S-054; S-123]
Data Plane und Control Plane
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Im Data Plane fließen Nutzereingaben, Dokumente, Retrievalpassagen, Toolargumente und Antworten. Im Control Plane liegen Konfigurationen wie erlaubte Modelle, Promptversionen, Toolkatalog, Policies, Budgets, Secrets, Rolloutstatus und Evaluationsfreigaben. Die Trennung verhindert, dass ein Modell oder Nutzertext seine eigenen Sicherheitsregeln verändern kann. [S-090; S-067; S-110; S-062]
| Ebene | Typische Inhalte | Muss technisch geschützt werden durch |
|---|---|---|
| Eingang | Text, Datei, Bild, Audio, API-Request | Schema, Größenlimit, Malware-/Dateiprüfung, Authentisierung [S-065; S-107] |
| Fachkontext | Nutzerrolle, Mandant, Auftrag, gültige Daten | Serverseitige Autorisierung und System-of-Record-Abfragen [S-110; S-075] |
| KI-Kontext | Anweisungen, RAG-Passagen, Memory, Tooldefinitionen | Trust-Zonen, Provenienz, Tokenbudget, Versionierung [S-013; S-113] |
| Aktion | Tool Call, API-Aufruf, Datenänderung | Allowlist, Schema, Scope, Idempotenz, Human Gate [S-054; S-081; S-114] |
| Ergebnis | Text, JSON, Datei, Statusänderung | Fachvalidierung, Output Encoding, Freigabe, Audit [S-059; S-115] |
| Betrieb | Trace, Metrik, Log, Evalresultat, Kosten | Redaktion, Zugriffsschutz, Retention, Alarmierung [S-123; S-109; S-125] |
Der kontrollierte Request-Lebenszyklus
- 1. Request-ID erzeugen und Eingangsschema validieren. [S-065; S-059]
- 2. Identität, Mandant und Session serverseitig bestimmen. [S-099; S-098]
- 3. Fachliche Berechtigung und Datenklasse prüfen. [S-110; S-125]
- 4. Benötigte Daten aus System of Record, RAG, Memory oder Tools auswählen. [S-014; S-048; S-075]
- 5. Prompt und Toolkatalog aus versionierter Konfiguration zusammensetzen. [S-054; S-055]
- 6. Modellaufruf mit Timeout, Budget und Telemetrie ausführen. [S-080; S-124]
- 7. Struktur, Quellenbindung und Policy-Ergebnis prüfen. [S-059; S-027; S-116]
- 8. Schreibaktionen erst nach erneuter Autorisierung und gegebenenfalls Freigabe ausführen. [S-110; S-114]
- 9. Fachliches Ergebnis atomar speichern oder ausgeben. [S-075]
- 10. Outcome, Kosten, Fehler und Eval-Signale erfassen, ohne unnötige sensible Inhalte zu loggen. [S-123; S-109]
Entwurfsregel: Je weiter ein Request vom reinen Textentwurf zur verbindlichen Außenwirkung oder Datenänderung wandert, desto stärker müssen deterministische Kontrollen und menschliche Freigaben werden. [S-114; S-116]
Was im Modellaufruf tatsächlich geschieht
TECHNISCHE GRUNDLAGE: Ein Sprachmodell erhält eine tokenisierte Sequenz und sagt schrittweise das nächste Token voraus. Chatrollen, Tooldefinitionen und strukturierte Ausgaben sind Anwendungs- oder API-Abstraktionen auf dieser Grundlage. Sie verändern die Nutzbarkeit erheblich, machen aus dem Modell aber keine transaktionale Fachsoftware. [S-001; S-002; S-004; S-054]
Tokenisierung und Kontextbudget
TECHNISCHE GRUNDLAGE: Tokenisierung zerlegt Text in Subword-Einheiten oder andere modellabhängige Symbole. Tabellen, Code, lange URLs, Mehrsprachigkeit und Sonderzeichen können daher anders kosten als reine Zeichen- oder Wortzählung vermuten lässt. Architektur und UI sollten Tokenverbrauch messen statt nur Zeichen zu zählen. [S-004; S-094; S-095]
| Budgetanteil | Beispiele | Architekturfolge |
|---|---|---|
| Statische Instruktion | Systemregeln, Ausgabeformat, Toolkatalog | Versionieren und gegebenenfalls Prompt Cache nutzen [S-094; S-095] |
| Dynamischer Auftrag | Nutzerfrage, Formularwerte, Prozesszustand | Validieren, klassifizieren und auf Relevanz begrenzen [S-065; S-013] |
| Externer Kontext | RAG-Passagen, Memory, API-Ergebnisse | Nach Rechten, Aktualität und Tokenbudget auswählen [S-014; S-050; S-110] |
| Modellausgabe | Antwort, JSON, Tool Call | Maximale Länge und Abbruchgrund erfassen [S-057; S-124] |
Inferenz, Sampling und Reproduzierbarkeit
FORSCHUNGS- UND BETRIEBSSYNTHESE: Autoregressive Inferenz erzeugt Ausgaben sequenziell. Parameter wie Temperatur, Top-p, Stop-Sequenzen und maximale Ausgabe beeinflussen Variation und Länge; selbst bei niedriger Variation ist vollständige Reproduzierbarkeit über Hardware, Modellversionen und Anbieterupdates nicht garantiert. Für verbindliche Prozesse müssen Tests deshalb auf erlaubte Ergebnisräume und fachliche Invarianten zielen. [S-002; S-007; S-120]
Latenzbestandteile
| Latenzteil | Ursache | Mögliche Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Netz und Queueing | Region, Providerlast, Connection Setup | Regionwahl, Timeout, Connection Reuse, asynchroner Pfad [S-065; S-080] |
| Prompt Prefill | Verarbeitung des Eingabekontexts | Kontext kürzen, Prompt-/Prefix-Caching [S-094; S-096] |
| Decoding | Tokenweise Ausgabe | Kürzere Ausgabe, geeignetes Modell, Speculative Decoding [S-008; S-091] |
| Retrieval und Tools | Suche, API-Aufrufe, Datenbanken | Parallelisierung nur bei unabhängigen Calls; Limits und Caches [S-026; S-066] |
| Validierung und Freigabe | Schemas, Regeln, Human Gate | Klare Schwellenwerte und differenzierte Risikopfade [S-059; S-116] |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Eine Streaming-Antwort reduziert wahrgenommene Wartezeit, ändert aber nicht automatisch die Zeit bis zu einem vollständig validierten Ergebnis. Tool Calls, JSON und verbindliche Dokumente sollten häufig erst nach vollständiger Prüfung freigegeben werden. [S-092; S-091; S-059]
Kontext, Prompt, Session und State
BEGRIFFSKLÄRUNG: Vier Begriffe werden häufig vermischt: Prompt ist die konkrete Eingabe an das Modell, Kontextfenster die technische Kapazität des Aufrufs, Session ein anwendungsseitiger Zusammenhang mehrerer Interaktionen und State der persistente Prozess- oder Geschäftszustand. Nur der letzte kann verbindlich sein, wenn er in einem kontrollierten System gespeichert wird. [S-013; S-075; S-048]
Promptaufbau als Datenvertrag
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein robuster Promptaufbau trennt stabile Regeln, dynamische Fachparameter, untrusted Inhalte, abgerufene Quellen und Ausgabeanforderungen. Diese Trennung muss in Datenstrukturen und Code sichtbar sein; reine Trennzeichen im Text sind keine harte Sicherheitsisolation. [S-113; S-059; S-057]
| Kontextteil | Vertrauensniveau | Behandlung |
|---|---|---|
| System-/Policy-Instruktion | hoch, aber nicht als Sicherheitsgrenze | Aus Code/Config laden, versionieren, nicht durch Nutzer überschreibbar [S-113] |
| Fachliche Parameter | mittel bis hoch | Aus autorisierten Datenquellen laden, typisieren [S-075; S-110] |
| Nutzertext | untrusted | Längenlimit, Zweckbindung, keine impliziten Rechte [S-065; S-113] |
| RAG-Dokumente / Webseiten | untrusted content | Provenienz, ACL, Injection-Risiko, Zitatgrenzen [S-014; S-117] |
| Toolresultate | abhängig vom Tool | Schema, Quelle, Fehlerstatus und Frische erhalten [S-054; S-068] |
| Memory | gemischt | Typ, Herkunft, Zeit, Scope und Korrekturmöglichkeit [S-050; S-051] |
Session und Gesprächshistorie
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Eine Session-ID verbindet Requests in der Anwendung. Die Anwendung entscheidet, welche früheren Nachrichten erneut in den Modellkontext gelangen. Vollständiges Anhängen des gesamten Verlaufs skaliert schlecht, kann alte Fehler verstärken und erhöht Daten- sowie Tokenrisiken. [S-013; S-048; S-066]
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Geeignete Strategien sind begrenztes Sliding Window, strukturierte Zustandsobjekte, überprüfte Zusammenfassungen, explizites Memory und erneutes Retrieval aus der autoritativen Quelle. Jede Zusammenfassung ist selbst ein abgeleitetes Artefakt und sollte nicht stillschweigend zum System of Record werden. [S-047; S-050; S-075]
Promptversionierung
BETRIEBSGRUNDSATZ: Modell, Prompt, Tooldefinition, Schema, Retrievalindex und Policy bilden gemeinsam eine lauffähige Version. Wird nur der Prompt geändert, kann dennoch das Gesamtverhalten kippen. Produktionssysteme sollten die Kombination in Traces und Evaluationsläufen erfassen. [S-123; S-122; S-067]
API, Modellgateway und Datenverträge
STANDARDGRUNDLAGE: Eine API ist die technische Grenze zwischen Komponenten. Sie sollte unabhängig von natürlicher Sprache klare Endpunkte, Methoden, Felder, Fehler, Authentisierung und Versionen besitzen. OpenAPI beschreibt synchrone HTTP-Schnittstellen; AsyncAPI und CloudEvents adressieren ereignisgetriebene Kommunikation. [S-065; S-067; S-070; S-069]
Direkter Providerzugang oder Modellgateway
| Variante | Vorteile | Nachteile | Geeignet wenn |
|---|---|---|---|
| Direkte Provider-API | Wenig eigene Infrastruktur, schneller Zugriff auf neue Funktionen | Anbieterabhängigkeit, verteilte Policies, schwieriger Wechsel | Ein Modell, kleines Team, begrenzter Risikoumfang [S-054; S-055] |
| Dünner interner Adapter | Einheitliche eigene Request-/Response-Objekte | Nur Teilabstraktion; Sonderfunktionen bleiben providerabhängig | Mehrere Anwendungen, kontrollierte Versionierung [S-067; S-068] |
| Zentrales Modellgateway | Routing, Limits, Kosten, Audit, Fallback und Policy an einer Stelle | Neue kritische Komponente, Latenz, komplexe Fehlerbilder | Viele Teams/Modelle und zentrale Governance [S-123; S-098] |
| Eigenes Model Serving | Kontrolle über Modelle und Datenpfad | Hardware, Kapazität, Patches, Verfügbarkeit | Hohe Auslastung, lokale Anforderungen, Betriebskompetenz [S-091; S-090] |
Stabiler interner Vertrag
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein interner Modellvertrag sollte fachlich beschreiben, was benötigt wird, statt rohe Anbieterparameter unkontrolliert durchzureichen. Typische Felder sind Task-Typ, Input, erlaubte Tools, gewünschtes Schema, Qualitätsklasse, Datenklasse, Latenz-/Kostenbudget, Trace-ID und Fallbackregel. [S-067; S-059; S-123]
| Vertragsteil | Beispiel | Warum |
|---|---|---|
| Task | extract_invoice_v3 | Eindeutige Eval- und Promptzuordnung |
| Input Schema | document_id, tenant_id, page_range | Verhindert freie Parameterübergabe |
| Output Schema | invoice_number, amount, currency, evidence | Maschinenlesbare Prüfung [S-059] |
| Policy | read_only, no_external_fetch, pii_high | Kontrollen unabhängig vom Modell |
| Budget | max_latency_ms, max_tokens, max_cost | Abbruch und Routing |
| Versionen | model, prompt, schema, tools, index | Reproduzierbarkeit und Rollback [S-123] |
| Fehler | RFC-9457-Problemobjekt | Einheitliche maschinenlesbare Fehler [S-068] |
Fallback und Providerwechsel
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Provider unterscheiden sich bei Rollen, Tool Calling, strukturierten Ausgaben, Kontext, Caching, Safety-Policies und Fehlermodellen. Eine scheinbar einheitliche API darf diese Unterschiede nicht verdecken. Jede Fallbackroute benötigt eigene Contract- und Qualitäts-Evals. [S-054; S-055; S-056; S-122]
Strukturierte Ausgaben und fachliche Validierung
AKTUELLER PRODUKTSTAND: Strukturierte Ausgaben reduzieren Parsingfehler und können Felder, Typen, Enums und Pflichtangaben begrenzen. Sie sind besonders wichtig, sobald eine Modellausgabe von Software weiterverarbeitet wird. Die Grenze bleibt: Ein formal gültiges Objekt kann inhaltlich falsch sein. [S-059; S-057; S-058]
Vier Prüfebenen
| Ebene | Prüffrage | Beispiel |
|---|---|---|
| 1. Syntax | Ist es valides JSON / valider Datentyp? | amount ist eine Zahl [S-059] |
| 2. Schema | Sind Pflichtfelder, Enum und Struktur erfüllt? | currency ist EUR oder USD [S-057] |
| 3. Fachlogik | Sind Werte plausibel und konsistent? | Netto + Steuer = Brutto; Datum im zulässigen Bereich |
| 4. Berechtigung / Wirkung | Darf dieser Wert verwendet oder gespeichert werden? | Nutzer darf nur eigenen Mandanten ändern [S-110] |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Für Extraktion sollte jedes kritische Feld nach Möglichkeit eine Provenienz tragen: Dokument-ID, Seite, Textspanne oder Koordinate. Das erleichtert Review und verhindert, dass ein überzeugend formulierter Wert ohne Beleg in das System of Record gelangt. [S-027; S-076; S-075]
EVALUATIONSSYNTHESE: Bei Klassifikation muss es eine Unknown-/Abstain-Option geben. Ein Schema, das nur bekannte Klassen erlaubt, kann das Modell zu einer falschen Auswahl zwingen, obwohl der Input keiner Klasse entspricht. [S-122; S-120]
Harte Grenze: Nie eine Modellausgabe direkt als SQL, Shell-Befehl, HTML oder API-Request ausführen, nur weil sie strukturiert ist. Kontextgerechte Validierung und sichere Ausführung bleiben Pflicht. [S-115; S-107]
Tool Calling: vom Vorschlag zur kontrollierten Aktion
AKTUELLER PRODUKTSTAND: Tool Calling erlaubt dem Modell, aus einem definierten Katalog einen Werkzeugaufruf mit strukturierten Argumenten vorzuschlagen. Die Anwendung entscheidet, ob der Call zulässig ist, führt ihn mit eigenen Credentials aus und gibt Ergebnis oder Fehler an das Modell zurück. [S-054; S-055; S-056]
Gute Werkzeuge sind klein und eindeutig
| Schlechtes Tool | Besseres Tool | Warum |
|---|---|---|
manage_customer(data) | get_customer(id), create_note(id,text), request_address_change(...) | Kleinere Rechte- und Validierungsfläche |
run_sql(query) | get_sales_summary(period,region) | Keine freie Abfragesprache und begrenztes Ergebnis |
send_email(to,subject,body) | create_email_draft(template,recipient_id,fields) | Entwurf und Versand getrennt |
execute(command) | Domänenspezifische, allowlistete Funktionen | Keine Shell als universelles Werkzeug |
update_order(json) | propose_order_change(order_id,change,reason) | Fachprüfung und Freigabe möglich |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Eine Toolbeschreibung sollte Zweck, erlaubte Eingaben, Einheiten, Grenzen, Side Effects und Fehlerfälle klar machen. Dennoch dürfen Beschreibungen nicht die serverseitige Validierung ersetzen, weil das Modell sie fehlinterpretieren oder untrusted Content sie beeinflussen kann. [S-054; S-113; S-115]
Read, propose, execute
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Für risikoreiche Systeme ist ein dreistufiges Muster robust: read liest autorisierte Daten, propose erzeugt einen strukturierten Änderungsvorschlag, execute führt erst nach fachlicher und gegebenenfalls menschlicher Freigabe aus. Dadurch lässt sich Autonomie graduell statt binär gestalten. [S-114; S-110; S-116]
| Risikostufe | Beispiel | Kontrolle |
|---|---|---|
| Niedrig / reversibel | Kalenderfreie Zeiten lesen | Read-only, Rate Limit, Audit |
| Mittel / intern | CRM-Notiz als Entwurf anlegen | Schema, Objektprüfung, Undo |
| Hoch / extern | E-Mail versenden oder Bestellung auslösen | Explizite Bestätigung, Idempotenz, Betrags-/Empfängerlimit |
| Sehr hoch / irreversibel | Löschung, Zahlung, Berechtigungsänderung | Kein autonomer Call; starke Re-Authentisierung und Vier-Augen-Prinzip |
Toolresultate und Fehler
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Werkzeuge sollten strukturierte Ergebnisse mit Status, Daten, Provenienz und maschinenlesbarem Fehler liefern. Der Fehler muss zwischen temporär, permanent, nicht autorisiert, nicht gefunden und fachlich abgelehnt unterscheiden, damit der Orchestrator nicht blind wiederholt. [S-068; S-080; S-067]
MCP: Interoperabilität, Architektur und Sicherheitsgrenzen
AKTUELLER STANDARDSTAND: Das Model Context Protocol beschreibt eine Architektur aus Host, Client und Server. Server stellen Fähigkeiten wie Tools, Ressourcen oder weitere Interaktionen bereit; der Host kontrolliert Nutzererfahrung, Modellzugang und Sicherheitskontext. MCP ist eine Integrationsschicht, nicht das gesamte Agentensystem. [S-060; S-061]
Warum MCP nützlich ist
- Einheitliche Discovery und Beschreibung von Werkzeugen reduziert proprietäre Einzeladapter. [S-060]
- Hosts können mehrere Server anbinden und Fähigkeiten in einen Modellkontext überführen. [S-060]
- Der 2026-07-28-Stand macht Requests stateless, routbarer und teilweise cachebar. [S-061]
- Headerbasierte Method-/Toolinformation erleichtert Gateway, Rate Limit und Autorisierungsentscheidungen. [S-061]
Was sich am 28. Juli 2026 änderte
| Änderung | Bedeutung | Migrationsrisiko |
|---|---|---|
| Stateless Protocol Core | Kein versteckter Transportsessionzustand; Requests sind selbstbeschreibender | Ältere Clients/Server erwarten Initialisierung oder Session-ID [S-061] |
| Mcp-Method / Mcp-Name Header | Routing und Metering ohne Body-Parsing | Gateways und WAF-Regeln müssen Versionen kennen [S-061] |
| MRTR | Zwischenfragen und Bestätigungen über mehrfache Round Trips | Implementierung von Input-Required und Wiederaufnahme [S-061] |
| Cachebare Listen | Toolkatalog kann stabiler gecacht werden | Invalidation und Capability-Änderungen beachten [S-061] |
| Authorization Hardening | Geänderte Discovery-/Client-Metadaten und stärkere Prüfungen | Alte OAuth-Flows nicht ungeprüft übernehmen [S-062; S-063] |
Trust Boundary eines MCP-Servers
SICHERHEITSGRUNDSATZ: Ein MCP-Server kann Code ausführen, Daten lesen oder externe APIs aufrufen. Seine Toolbeschreibung ist keine Sicherheitsgarantie. Der Host muss Serverherkunft, Version, Berechtigungen, Netzwerkzugriff, Credential-Nutzung und erlaubte Datenbereiche kontrollieren. [S-062; S-114; S-108]
| Risiko | Beispiel | Kontrolle |
|---|---|---|
| Confused Deputy | MCP-Proxy nutzt fremde Zustimmung für einen anderen Client | Per-Client Consent, Redirect- und Audience-Prüfung [S-062] |
| Token Passthrough | Upstream-Token wird ungeprüft an Downstream weitergereicht | Tokens nur für eigene Audience akzeptieren; Token Exchange/Delegation korrekt modellieren [S-062; S-098] |
| SSRF / Egress | Tool ruft interne Metadaten- oder beliebige URLs ab | Netzwerk-Allowlist, URL-Validierung, isolierter Egress [S-062] |
| Lokaler Serverkompromiss | Paket oder ausführbare Datei erhält Nutzerrechte | Signierte/gesperrte Versionen, Sandbox, minimale OS-Rechte |
| Tool Poisoning | Beschreibung oder Ergebnis enthält manipulative Instruktionen | Untrusted Content markieren, Toolauswahl und Wirkung extern begrenzen [S-113] |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: MCP sollte wie jede externe API versioniert, inventarisiert und beobachtet werden. Pro Tool gehören Owner, Datenklassen, Scopes, Side Effects, Rate Limits, letzte Prüfung, Clientfreigaben und Abschaltweg in ein Register. [S-060; S-062; S-123]
Refresh-Hinweis: MCP gehört zu den am schnellsten veraltenden Teilen dieses Dossiers. Jede Implementierung muss gegen die konkrete Protokollversion und die zugehörigen SDK-Migrationshinweise geprüft werden. [S-061]
RAG: der vollständige Wissensfluss
FORSCHUNGSGRUNDLAGE: Retrieval-Augmented Generation verbindet ein generatives Modell mit extern abgerufenen Informationen. Der praktische Nutzen liegt darin, veränderliche, eigene oder belegpflichtige Inhalte zur Laufzeit bereitzustellen. Die Architekturqualität hängt jedoch mindestens ebenso stark von Datenaufnahme und Retrieval wie vom Modell ab. [S-014; S-025; S-026]
``mermaid flowchart LR subgraph Ingestion A[Originale] --> B[Parsing] B --> C[Chunking + Metadaten] C --> D[Volltext- und Vektorindex] D --> E[Version und ACL] end subgraph Laufzeit Q[Frage + Identität] --> R[Filter + Retrieval] R --> K[Reranking] K --> P[Kontext + Quellen] P --> L[LLM] L --> V[Antwortprüfung] end E --> R ``
Ingestion: die unterschätzte Hälfte
| Stufe | Aufgabe | Typische Fehler | Kontrolle |
|---|---|---|---|
| Inventar | Quellen und Owner erfassen | Veraltete Kopien, unbekannte Gültigkeit | Dokument-ID, Owner, Version, Gültig-ab/bis |
| Parsing | Text, Tabellen, Layout und Bilder extrahieren | Spalten vertauscht, Tabellen verloren, OCR-Fehler | Stichproben pro Dokumenttyp, Originalreferenz |
| Chunking | Sinnvolle Segmente bilden | Kontext getrennt, Überschrift fehlt, Tabelle zerschnitten | Dokumenttypspezifische Regeln, Overlap nur begründet [S-026] |
| Metadaten | Quelle, Datum, ACL, Sprache, Produkt, Status | Fehlende Filter- und Rechtefelder | Pflichtschema und Validierung |
| Embedding/Index | Suchrepräsentation erzeugen | Falsches Modell, Dimensions-/Versionsmix | Embeddingversion und Reindex-Plan [S-030] |
| Freigabe | Index produktiv setzen | Halbfertiger oder inkonsistenter Index | Blue/Green-Index, Qualitätsgate, Rollback |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Originaldokument, extrahierter Inhalt, Chunk, Embedding und Indexeintrag sind getrennte Artefakte. Ihre Beziehungen sollten nachvollziehbar sein, damit ein Treffer bis zur Originalfundstelle zurückgeführt und bei Dokumentänderung gezielt neu aufgebaut werden kann. [S-076; S-026; S-027]
Query Pipeline
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Eine Anfrage sollte nicht direkt als Vektorsuche behandelt werden. Zunächst sind Nutzeridentität, Mandant, Sprache, Suchabsicht, erlaubte Datenräume und gegebenenfalls Zeit- oder Produktfilter zu bestimmen. Danach können Query Expansion, hybride Suche, Reranking und Kontextkompression folgen. [S-017; S-035; S-110; S-026]
| Schritt | Frage | Messgröße |
|---|---|---|
| Query Understanding | Was will der Nutzer und welche Filter gelten? | Intent-/Filtergenauigkeit |
| Candidate Retrieval | Ist die richtige Quelle unter den Kandidaten? | Recall@k, Hit Rate [S-028; S-027] |
| Reranking | Steht die beste Passage weit oben? | MRR, nDCG, Precision@k [S-016; S-028] |
| Context Assembly | Sind genug, aber nicht zu viele Passagen enthalten? | Kontextrelevanz, Tokenmenge |
| Generation | Bleibt die Antwort bei den Quellen? | Faithfulness, Citation Correctness [S-027] |
| Outcome | Hilft die Antwort bei der Aufgabe? | Task Success, Zeit, Eskalation, Fehlerfolge [S-122] |
Naive, Advanced, Modular und Agentic RAG
| Variante | Kennzeichen | Nutzen | Risiko |
|---|---|---|---|
| Naive RAG | Eine Query, Vektorsuche, top-k, Prompt | Schneller Prototyp | Schwache Filter, kein Reranking, schwer erklärbare Fehler [S-025] |
| Advanced RAG | Hybrid, Query Rewrite, Reranker, Kontextkompression | Höhere Robustheit | Mehr Latenz und Abstimmungsaufwand [S-026] |
| Modular RAG | Austauschbare Router, Retriever, Datenquellen und Validatoren | Anpassbar an Aufgabenklassen | Komplexe Orchestrierung und Evaluation [S-025] |
| Graph-/Hierarchie-RAG | Graphen oder Zusammenfassungsbäume | Globale Fragen über Korpora | Aufwendige Indexierung, Kosten und Aktualisierung [S-020; S-021] |
| Agentic RAG | Agent entscheidet über Suchen, Quellen und Iterationen | Offene Recherchepfade | Schleifen, Injection, Kosten, schwerere Reproduzierbarkeit [S-038; S-045] |
Quellenbindung und Abstain
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Eine quellengebundene Antwort sollte nur Aussagen enthalten, die aus den bereitgestellten Passagen folgen, und für jede wesentliche Aussage auf die konkrete Fundstelle verweisen. Fehlt ausreichende Evidenz, ist „nicht belegt“ oder eine Eskalation belastbarer als eine plausible Ergänzung aus Modellwissen. [S-027; S-116; S-122]
PROVENIENZREGEL: Zitate sollten nicht erst nachträglich anhand ähnlicher Dokumente angehängt werden. Das System muss speichern, welche Passagen tatsächlich im Kontext lagen und welche Textaussage darauf gestützt wurde. [S-027; S-021]
Embeddings, Retrieval, Hybrid Search und Reranking
FORSCHUNGSGRUNDLAGE: Embeddings repräsentieren Texte als Vektoren. Ähnliche Inhalte liegen im gewählten Repräsentationsraum häufig näher beieinander. Die praktische Suchqualität hängt von Modell, Sprache, Domäne, Chunking, Distanzmetrik, Index und Kandidatenzahl ab; allgemeine Leaderboards sind nur Ausgangspunkte. [S-030; S-031; S-028]
Dense, Sparse und Multi-Vector
| Verfahren | Signal | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Dense Embedding | Ein oder wenige dichte Vektoren pro Text | Semantische Ähnlichkeit und Paraphrasen | Exakte seltene Tokens und Nummern können schwächer sein [S-015] |
| Sparse / lexikalisch | Termgewichte oder sparse Repräsentation | Exakte Begriffe, Namen, Produktnummern | Synonyme und Paraphrasen [S-033] |
| Late Interaction / Multi-Vector | Mehrere Token-/Segmentvektoren | Feinere Interaktion zwischen Query und Passage | Index- und Rechenaufwand [S-016] |
| Hybrid | Kombination mehrerer Scores | Robust gegen unterschiedliche Querytypen | Scorefusion und Tuning [S-035; S-032] |
ANN und HNSW
TECHNISCHE GRUNDLAGE: Bei großen Vektorbeständen wird häufig Approximate Nearest Neighbor Search verwendet, um Suchzeit gegen geringe Näherungsfehler zu tauschen. HNSW organisiert Vektoren in einem mehrschichtigen navigierbaren Graphen. Parameter beeinflussen Indexgröße, Aufbauzeit, Recall und Abfragelatenz. [S-029; S-034]
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: ANN-Parameter sind keine einmalige Infrastrukturentscheidung. Sie müssen zusammen mit Embeddingmodell, Filterselektivität, Datenmenge und Zielmetrik getestet werden. Bei kleinen Beständen kann eine exakte Suche einfacher und ausreichend sein. [S-029; S-028; S-034]
Query Expansion, HyDE und Self-/Corrective RAG
FORSCHUNGSSTAND: HyDE erzeugt ein hypothetisches Dokument und nutzt dessen Embedding für Retrieval. Self-RAG und Corrective RAG ergänzen adaptive Retrieval- oder Bewertungsschritte. Diese Verfahren zeigen, dass Retrieval selbst ein iterativer Prozess sein kann; sie erhöhen aber die Zahl der Modellaufrufe und benötigen eigene Evals. [S-017; S-018; S-019]
Reranking
FORSCHUNGSSYNTHESE: Reranking trennt schnellen Recall von präziser Reihenfolge. Ein erster Retriever liefert Kandidaten; ein Cross-Encoder, Late-Interaction-Modell oder LLM bewertet sie genauer. Der Nutzen ist besonders dann relevant, wenn top-k klein ist oder mehrere ähnliche Dokumentversionen existieren. [S-016; S-028; S-026]
| Entscheidung | Leitfrage |
|---|---|
| Embeddingmodell | Funktioniert es in Sprache, Domäne und Textlänge des eigenen Korpus? |
| Chunkgröße | Bleibt die fachliche Einheit erhalten, ohne zu viel irrelevanten Kontext? |
| Hybridgewicht | Wie verhalten sich Nummern-/Namensqueries gegenüber semantischen Fragen? |
| top-k | Ist Recall ausreichend, ohne das Kontextfenster mit Rauschen zu füllen? |
| Reranker | Verbessert er Task Success genug, um Kosten und Latenz zu rechtfertigen? |
| Filter | Werden ACL, Mandant, Version und Gültigkeit vor Ausgabe konsequent angewendet? |
| Reindex | Wie wird bei Modell- oder Dokumentänderung konsistent neu indiziert? |
Relationale Datenbank, Vektorindex, Volltextindex und Objektspeicher
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Die häufigste Fehlannahme lautet, eine Vektordatenbank sei der zentrale Speicher einer KI-Anwendung. Tatsächlich besitzen produktive Systeme meist mehrere spezialisierte Speicher: System of Record, Objektspeicher, Suchindex, Event Log, Cache und gegebenenfalls Memory Store. [S-075; S-076; S-034; S-084]
Relationale Datenbank als Autorität
TECHNISCHE GRUNDLAGE: Relationale Datenbanken bieten Transaktionen, Constraints, Isolation und Abfragen über strukturierte Beziehungen. Für Kunden, Aufträge, Rollen, Zustände, Freigaben und Abrechnung sind diese Eigenschaften entscheidender als semantische Ähnlichkeit. [S-075; S-074]
AKTUELLER PRODUKTSTAND / SYNTHESE: Ein Vektorindex kann als Erweiterung derselben Datenbank betrieben werden, etwa über pgvector. Das kann Konsistenz und Betrieb vereinfachen, ist aber nicht automatisch für jede Datenmenge oder Latenz optimal. Architekturentscheidend sind Messwerte und Betriebsfähigkeit, nicht die Produktkategorie. [S-034; S-073]
Volltextindex
TECHNISCHER PRODUKTSTAND: Volltextsuche verarbeitet Tokens, Wörterbücher, Ranking und Phrasen. Sie ist besonders wertvoll für Eigennamen, Artikelnummern, Paragraphen, Zitate und exakte Terminologie. In RAG-Systemen sollte sie nicht vorschnell durch reine Embeddings ersetzt werden. [S-033; S-035]
Objektspeicher
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Objektspeicher eignet sich für Original-PDFs, Bilder, Audio, große Exporte und unveränderte Rohartefakte. Die Anwendung sollte Prüfsumme, MIME-Typ, Größe, Verschlüsselungs-/Zugriffskontext und Verweis auf fachliche Metadaten speichern. Eine öffentliche URL ist kein Rechtemodell. [S-076; S-110; S-125]
Event Log und Cache
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein Event Log beschreibt Ereignisse über Zeit und kann Replay sowie mehrere Konsumenten ermöglichen. Ein Cache speichert abgeleitete Ergebnisse temporär. Beide dürfen nicht unbemerkt zur einzigen Quelle eines verbindlichen Zustands werden. [S-084; S-069; S-066; S-075]
| Datentyp | Führender Speicher | Abgeleitete Speicher | Wichtige Regel |
|---|---|---|---|
| Kunden- und Auftragsstatus | Relationale DB | Cache, Suchindex | Nur Transaktion ändert den verbindlichen Zustand [S-075] |
| Originaldokument | Objektspeicher | Extrakt, Chunks, Embeddings | Original und Prüfsumme erhalten [S-076] |
| Suchrepräsentation | Volltext-/Vektorindex | Query Cache | Jeder Indexeintrag verweist auf Quelle und Version |
| Ereignis | Event Log / Queue je nach Zweck | Materialisierte Views | Event-ID und Schema versionieren [S-069; S-084] |
| Sitzungszustand | Session Store / DB | Promptkontext | TTL und Mandantentrennung |
| Erinnerung | Memory Store mit Provenienz | abgerufener Kontext | Korrigierbar, löschbar, nicht automatisch wahr [S-051] |
Memory: welche Erinnerung wohin gehört
FORSCHUNGSSYNTHESE: Memory ist kein einheitlicher technischer Baustein. Forschungen und Produktionsansätze unterscheiden kurzfristigen Kontext, episodische Erinnerungen, semantische Fakten, prozedurale Fähigkeiten und Reflexionen. Für Unternehmen kommt zusätzlich verbindlicher Geschäftszustand hinzu, der nicht als freie Erinnerung behandelt werden darf. [S-047; S-048; S-049; S-050]
| Memory-Typ | Beispiel | Geeigneter Speicher | Risiko |
|---|---|---|---|
| Working Memory | Aktueller Auftrag, Zwischenergebnis | Prozesszustand / aktueller Kontext | Verlust bei Abbruch; Tokenlimit |
| Conversation History | Letzte Nachrichten | Session Store, selektiver Kontext | Wachstum, alte Fehler, sensible Daten |
| Episodisch | „Beim letzten Projekt scheiterte Import X“ | Memory Store mit Zeit und Quelle | Falsche Verallgemeinerung [S-047] |
| Semantisch persönlich | Bevorzugte Sprache oder Format | Profil-/Memory-DB mit Nutzerkontrolle | Veraltet oder unzulässig gespeichert [S-050; S-125] |
| Prozedural | Freigegebener Prozess oder Toolanleitung | Versionierte Policy / Code / Workflow | Nicht als frei editierbare Erinnerung |
| Geschäftszustand | Rechnungsstatus, Kundennummer | System of Record | Darf nie nur aus Memory stammen [S-075] |
| Reflexion | Abgeleitete Lehre aus Fehlern | Eval-/Experiment-Store | Selbstbestätigung und Drift [S-041] |
Memory Write Policy
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein System sollte nicht jede Nutzeräußerung dauerhaft speichern. Eine Memory Write Policy definiert speicherbare Typen, Sensitivität, Zweck, Scope, Bestätigung, TTL und Konfliktverhalten. Kritische Erinnerungen sollten sichtbar, korrigierbar und löschbar sein. [S-050; S-051; S-125]
Retrieval aus Memory
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Memory-Retrieval sollte mindestens Nutzer-/Mandantenscope, Relevanz, Frische, Vertrauensniveau und Konflikte berücksichtigen. Ein älterer Eintrag darf einen neueren oder autoritativen Datensatz nicht still überschreiben. [S-049; S-050; S-075]
Zusammenfassungen und Verdichtung
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Zusammenfassungen reduzieren Token, sind aber verlustbehaftete Ableitungen. Bei jeder Verdichtung sollte das System auf die zugrunde liegenden Ereignisse oder Nachrichten zurückverweisen und bei wichtigen Entscheidungen erneut aus der Primärquelle lesen. [S-048; S-047; S-013]
Klare Grenze: Ein KI-Memory ist eine kuratierte, fehlbare Hilfsstruktur. Verbindliche Rechts-, Finanz-, Kunden- und Prozessdaten gehören in kontrollierte Fachsysteme. [S-075; S-125]
Fine-Tuning, Adapter, Distillation und Modellanpassung
FORSCHUNGSGRUNDLAGE: Fine-Tuning verändert Modellparameter oder Zusatzadapter anhand von Trainingsbeispielen. LoRA und QLoRA reduzieren den Speicher- und Rechenbedarf solcher Anpassungen. DPO adressiert Präferenzoptimierung; Distillation überträgt Verhalten auf kleinere Modelle. [S-009; S-010; S-011; S-012]
Entscheidungsmatrix
| Problem | Zuerst prüfen | Fine-Tuning sinnvoll wenn | Nicht geeignet als |
|---|---|---|---|
| Ton und Format | Prompt, Beispiele, Structured Output | Viele stabile Beispiele und messbare Konsistenzlücke | Faktenbank [S-057; S-009] |
| Domänensprache | Prompt, Retrieval, Glossar | Wiederkehrende Muster im Modellverhalten | Ersatz für aktuelle Dokumente |
| Toolauswahl | Tooldesign, Beschreibungen, Evals | Großer stabiler Toolraum und belastbare Trainingsdaten | Autorisierung [S-039; S-110] |
| Aktuelle Unternehmensfakten | RAG, APIs, System of Record | Selten; nur wenn Fakten dauerhaft und rechtlich/technisch geeignet | Laufend aktualisierte Wissensquelle [S-014] |
| Kleineres lokales Modell | Prompt, Quantisierung, Distillation | Latenz/Hardware erfordern spezialisiert kleinere Modelle | Betriebsautomatisierung [S-012; S-093] |
EVALUATIONSGRUNDSATZ: Vor Fine-Tuning braucht es eine Baseline, einen getrennten Trainings-/Validierungs-/Testbestand, Qualitäts- und Sicherheitsmetriken, Datenrechte sowie einen Rollbackpfad. Ohne reproduzierbare Evals kann eine Anpassung einzelne Beispiele verbessern und andere Fähigkeiten verschlechtern, ohne dass dies sichtbar wird. [S-122; S-120; S-116]
BETRIEBSSYNTHESE: Fine-Tuning bindet stärker an Modellfamilie, Tokenizer, Trainingspipeline und Serving-Stack. Adapter und quantisierte Varianten vereinfachen manche Szenarien, erzeugen aber zusätzliche Artefakte, Versionen und Kompatibilitätsprüfungen. [S-009; S-010; S-091]
Agenten, Planung und begrenzte Autonomie
FORSCHUNGSSTAND: Agentische Systeme lassen ein Modell über mehrere Schritte Beobachtungen verarbeiten, Aktionen auswählen und Ergebnisse erneut bewerten. ReAct, Reflexion und Tree-Search-Ansätze liefern Forschungsbausteine; realistische Benchmarks zeigen, dass zuverlässige End-to-End-Ausführung deutlich schwieriger als ein einzelner guter Modelloutput ist. [S-038; S-041; S-042; S-043; S-044]
Minimale Agentenarchitektur
| Baustein | Funktion | Harte Grenze |
|---|---|---|
| Goal / Task | Ziel und Erfolgskriterium | Keine unendliche oder unmessbare Aufgabe |
| State | Zwischenergebnisse, Plan, offene Punkte | Persistenz und Mandantenscope |
| Planner / Policy | Nächste Aktion auswählen | Erlaubte Aktionsklasse und Schrittbudget |
| Tools | Umwelt lesen oder verändern | Least Privilege, Schema, Sandbox [S-114] |
| Evaluator | Fortschritt und Ergebnis prüfen | Nicht nur Selbstbewertung; externe Tests [S-045] |
| Stop Conditions | Erfolg, Fehler, Budget, Zeit, Unsicherheit | Muss technisch erzwungen werden |
| Human Gate | Freigabe oder Korrektur | Konkrete Entscheidung und ausreichender Kontext |
| Trace | Jeder Schritt und Side Effect | Redaktion sensibler Inhalte [S-124; S-109] |
Planen ist nicht Ausführen
SICHERHEITSGRUNDSATZ: Ein Agentenplan ist ein vorläufiger Vorschlag. Vor jeder Aktion muss die Anwendung aktuelle Rechte, Toolstatus, Argumente, Kosten und fachliche Vorbedingungen erneut prüfen. Ein früherer Plan darf keine dauerhafte Autorisierung darstellen. [S-110; S-062; S-098]
Single Agent oder Multi-Agent
FORSCHUNGSSYNTHESE: Mehrere Agenten können Rollen oder Perspektiven trennen, erzeugen aber zusätzliche Nachrichten, Koordinationsfehler, Kosten und Verantwortungsunklarheit. Ein zweiter Agent ist kein unabhängiger Prüfer, wenn beide dieselben Daten, Modelle und Fehlerannahmen teilen. [S-053; S-045; S-121]
| Muster | Sinnvoll wenn | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Ein Agent + Tools | Ein Ziel, überschaubarer Toolraum | Agent erhält zu viele universelle Rechte |
| Planner + Executor | Plan und Ausführung klar trennbar | Plan wird ungeprüft zur Berechtigung |
| Generator + Critic | Qualitätskriterien formulierbar | Critic bestätigt nur Stil oder eigenes Modell |
| Spezialisierte Agenten | Tatsächlich getrennte Domänen/Tools | Nur Rollen-Rollenspiel ohne technische Grenzen |
| Debatte / Voting | Unabhängige Modelle/Daten und messbarer Nutzen | Mehr Token ohne bessere Kalibrierung |
Autonomiestufen
| Stufe | Beschreibung | Beispiel | Mindestkontrolle |
|---|---|---|---|
| 0 | Nur Textentwurf | Antwortvorschlag | Nutzerprüfung |
| 1 | Read-only Tools | Suche, CRM lesen | Objektautorisierung und Audit |
| 2 | Änderungsvorschlag | Ticket-/E-Mail-Entwurf | Schema, Diff, Bestätigung |
| 3 | Begrenzte reversible Aktion | Interne Notiz, Tagging | Undo, Idempotenz, Limit |
| 4 | Externe oder finanzielle Wirkung | Versand, Bestellung, Zahlung | Explizite Freigabe, starke Auth, Vier Augen |
| 5 | Breite Autonomie | Mehrere Systeme und offene Ziele | Für normale Unternehmensanwendungen derzeit nur in engsten Sandbox-/Testkontexten vertretbar |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Die Autonomiestufe sollte pro Tool und Aktion definiert werden, nicht pauschal pro „Agent“. Ein Agent kann Dokumente autonom lesen, aber jede schreibende Aktion zur Freigabe stellen. [S-114; S-116]
Deterministische Workflows und die bewusste Entscheidung gegen KI
STANDARDGRUNDLAGE: BPMN modelliert Prozessschritte, Ereignisse und Gateways; DMN modelliert Entscheidungen und Regeln. Wenn ein Geschäftsprozess vollständig bekannt ist, liefern solche formalen Modelle bessere Nachvollziehbarkeit als eine frei generierte Planung. [S-071; S-072]
Das Sandwich-Muster
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein häufig robustes Muster ist deterministisch -> generativ -> deterministisch. Vor dem Modell werden Daten und Rechte festgelegt; das Modell übernimmt Klassifikation, Extraktion oder Formulierung; danach prüfen Regeln, Schemas und Freigaben das Ergebnis. [S-059; S-072; S-110]
| Vorher deterministisch | KI-Schritt | Nachher deterministisch |
|---|---|---|
| Dokumenttyp, Mandant, erlaubte Felder | Informationen extrahieren | Schema, Summen, Dublette, Freigabe |
| Produkt- und Preisdaten aus ERP | Angebotstext formulieren | Beträge sperren, Dokumentversion, Versandfreigabe |
| Freigegebener Dokumentkorpus | Frage beantworten | Quellenbindung, Policy, Eskalation |
| Read-only Views und Querylimit | SQL vorschlagen | Parser, Allowlist, DB-Rolle, Resultatlimit |
| Eventtyp und Empfängerprozess | Freitext klassifizieren | Workflowroute und Audit |
Kriterien für „keine KI“
- Ausgabe muss mathematisch exakt und vollständig sein; klassische Berechnung ist möglich. [S-072]
- Regeln sind bekannt, stabil und rechtlich oder fachlich auditierbar. [S-071; S-072]
- Eingaben sind bereits strukturiert und benötigen keine Sprachinterpretation.
- Fehlerfolge ist hoch, während menschliche oder technische Verifikation des KI-Ergebnisses nicht praktikabel ist. [S-116]
- Volumen und Latenz machen einen deterministischen Algorithmus deutlich günstiger.
- Der Prozess benötigt nur Suche und Filter, keine generative Synthese. [S-033; S-035]
Regeln aus natürlicher Sprache
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein LLM kann aus Fachtexten Vorschläge für Regeln, Testfälle oder Prozessmodelle erzeugen. Die resultierenden Regeln müssen jedoch von Fachverantwortlichen formalisiert, auf Widersprüche geprüft, versioniert und mit Gegenbeispielen getestet werden. Natürliche Sprache bleibt mehrdeutig. [S-072; S-122; S-116]
Queues, Events, Webhooks, Cron und durable Execution
TECHNISCHE GRUNDLAGE: Asynchrone Architektur ist zentral, sobald Verarbeitung länger dauert, Last schwankt, externe Systeme ausfallen können oder ein Prozess auf spätere Ereignisse wartet. Queue, Event Log, Webhook, Scheduler und Workflow Engine sind dabei unterschiedliche Bausteine. [S-082; S-084; S-077; S-085]
| Baustein | Kernzweck | Nicht automatisch gelöst |
|---|---|---|
| Queue | Arbeit puffern und Worker entkoppeln | Exactly-once, Reihenfolge, Fachtransaktion [S-082; S-083] |
| Event Log / Stream | Ereignisse dauerhaft verteilen und replayen | Aktueller Materialized State, Schemaevolution [S-084] |
| Webhook | Externes System per HTTP benachrichtigen | Zuverlässige einmalige Zustellung [S-077; S-079] |
| Cron/Scheduler | Zeitbasiert einen Job starten | Mehrstufige Zustandshistorie [S-087] |
| Durable Workflow | Langen Prozess mit Warte-/Fehlerzuständen fortsetzen | Fachlich korrekte Aktivität oder Datenrechte [S-085; S-086] |
| Batch Job | Endliche Menge verarbeiten | Deduplizierung und atomare Übernahme [S-088] |
Zustellsemantik und fachliche Wirkung
RELIABILITY-SYNTHESE: „Exactly once“ auf Transport- oder Stream-Ebene ist nicht dasselbe wie genau eine fachliche Wirkung über mehrere Systeme. Ein Zahlungsvorgang, Ticket oder Versand benötigt einen stabilen fachlichen Schlüssel, Deduplizierung und eine atomare beziehungsweise reconciliierbare Zustandsführung. [S-084; S-081; S-079; S-075]
Inbox-/Outbox-Muster
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Beim Inbox-Muster speichert der Empfänger eine Event-ID oder Idempotency Key zusammen mit dem Verarbeitungsergebnis. Beim Outbox-Muster schreibt die Fachtransaktion ein zu veröffentlichendes Ereignis in derselben Datenbanktransaktion; ein separater Publisher überträgt es. Beide Muster reduzieren Lücken zwischen Datenänderung und Nachrichtenversand. [S-075; S-084; S-081]
Webhook-Referenzpfad
- Signatur und Zeitfenster prüfen; keine Identität aus Payloadtext ableiten. [S-077; S-106]
- Event-ID deduplizieren und Payload unverändert archivieren, soweit zulässig.
- Schnell mit geeignetem Status antworten und eigentliche Arbeit in Queue/Workflow verschieben. [S-077; S-082]
- Temporäre und permanente Fehler unterscheiden; begrenzt mit Backoff/Jitter wiederholen. [S-080]
- Nach Retry-Budget in Dead Letter / Incident Queue überführen; manuellen Replay ermöglichen. [S-079]
- Regelmäßig mit der Quell-API reconciliieren, wenn Geschäftsfolgen kritisch sind. [S-077]
Durable Execution für KI-Prozesse
AKTUELLER PRODUKTSTAND: Mehrstufige KI-Prozesse können Stunden oder Tage dauern: Dokument kommt an, Extraktion läuft, Mensch korrigiert, ERP antwortet, Angebot wird freigegeben. Eine durable Workflow Engine speichert Ereignishistorie und kann nach Prozess- oder Infrastrukturfehlern an definierten Punkten fortsetzen. [S-085; S-086]
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Modellaufrufe sind externe Activities mit Timeout, Retrypolicy und gespeichertem Ergebnis. Sie dürfen bei Replay nicht unbemerkt erneut eine irreversible Aktion auslösen. Side Effects müssen über idempotente Activities oder explizite Marker kontrolliert werden. [S-086; S-081; S-114]
Identität, Authentisierung, Autorisierung und Secrets
SICHERHEITSGRUNDLAGE: Produktive KI-Systeme besitzen mehrere Identitäten: Menschen, technische Dienste, externe Integrationen und gegebenenfalls agentische Laufzeiten. Mandant und Identität sind dabei nicht dasselbe. Ein angemeldeter Nutzer gehört zu einem Mandanten, kann aber je Objekt und Aktion unterschiedliche Rechte besitzen. [S-099; S-110; S-098]
| Begriff | Frage | Typischer Mechanismus | Fehlannahme |
|---|---|---|---|
| Identität | Wer oder welcher Dienst handelt? | Nutzerkonto, Workload Identity, Client-ID | „Der Prompt sagt, wer der Nutzer ist.“ [S-099] |
| Authentisierung | Ist diese Identitätsbehauptung echt? | Passkey/MFA, OIDC Login, Zertifikat | Ein API-Key identifiziert automatisch eine natürliche Person. [S-104; S-099] |
| Autorisierung | Darf diese Identität diese Aktion an diesem Objekt jetzt ausführen? | Rollen, Attribute, Objektprüfung, Policy Engine | Ein OAuth-Scope ersetzt die Mandantenprüfung. [S-110; S-098] |
| Delegation | Darf Dienst A im Namen des Nutzers auf Dienst B zugreifen? | OAuth Authorization Code + PKCE, Token Exchange/Profil | Das Nutzer-Access-Token darf beliebig weitergereicht werden. [S-097; S-101; S-098] |
| Secret | Welcher vertrauliche Wert authentisiert Dienst oder signiert Daten? | Secret Store, kurzlebige Credentials, Rotation | Secrets dürfen im Prompt, Log oder Repository stehen. [S-108] |
| Mandant | Zu welcher organisatorischen Daten- und Policygrenze gehört die Aktion? | Tenant-ID aus vertrauenswürdigem Sessionkontext | Mandant aus Modelloutput oder URL-Parameter übernehmen. [S-110] |
Vier getrennte Autorisierungsprüfungen
- Darf der Nutzer die KI-Funktion grundsätzlich verwenden?
- Darf die Anwendung die konkreten Quelldaten lesen?
- Darf das ausgewählte Tool auf das konkrete Objekt zugreifen oder es verändern?
- Darf das Ergebnis an den vorgesehenen Empfänger ausgegeben, gespeichert oder versendet werden?
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Diese Prüfungen dürfen nicht auf eine einzige Rollenabfrage reduziert werden. Besonders bei RAG und Agenten kann der Eingabekanal erlaubt sein, während einzelne Dokumente, Felder oder Aktionen gesperrt bleiben. [S-110; S-062; S-116]
OAuth und OIDC richtig einordnen
AKTUELLER STANDARDSTAND: OAuth 2.0 ist ein Autorisierungsrahmen; OpenID Connect ergänzt eine Identitätsschicht. Für browser- und appbasierte öffentliche Clients stärkt PKCE den Authorization Code Flow. Der OAuth 2.0 Security Best Current Practice RFC 9700 verwirft oder begrenzt ältere unsichere Muster und betont exakte Redirect-URI-Prüfung, Senderbindung und Schutz vor Tokenmissbrauch. [S-097; S-099; S-101; S-098]
| Szenario | Empfohlene Identitäts-/Autorisierungslogik | Nicht tun |
|---|---|---|
| Mensch nutzt internes KI-Portal | OIDC Login; Session mit Tenant und Rollen; Objektprüfung im Backend | Nutzername oder Rolle aus Freitext übernehmen |
| Backend ruft Modellanbieter auf | Eigene Workload-Credentials im Secret Store; minimale Berechtigung | Nutzer-Token oder Schlüssel im Prompt mitsenden |
| KI liest CRM im Namen des Nutzers | Explizite Delegation; passende Audience/Scopes; serverseitige Objektprüfung | Breiten Administrator-Token für alle Nutzer verwenden |
| MCP-Host verbindet externen Server | Serveridentität, Spezifikationsversion, Redirect/Consent, Scope und Toolinventar prüfen | Discovery als Vertrauensbeweis behandeln [S-063; S-062] |
| Automatischer Hintergrundjob | Eigene Dienstidentität; begrenztes Konto; kein interaktives Nutzer-Cookie | Persönliches Konto eines Mitarbeiters wiederverwenden |
Tokens und der Confused-Deputy-Effekt
SICHERHEITSBEFUND: Ein Access Token ist für einen bestimmten Ressourcenkontext und eine bestimmte Audience gedacht. Ein Vermittler, der Token ungeprüft an andere Ressourcen weiterreicht, kann zum Confused Deputy werden. MCP-Sicherheitsleitlinien warnen ausdrücklich vor Token Passthrough und unklaren Delegationsketten. [S-100; S-098; S-062]
- Audience, Issuer, Ablauf, Signatur und erforderliche Claims prüfen. [S-102; S-103]
- Scopes als grobe Delegationsgrenze nutzen, anschließend Objekt- und Mandantenrechte prüfen. [S-098; S-110]
- Kurzlebige Tokens und getrennte Clients pro Umgebung und Integrationsklasse einsetzen.
- Refresh Tokens, Client Secrets und Signaturschlüssel nicht an Modelle oder Tooltexte ausgeben. [S-108]
- Bei schreibenden Aktionen die Identität, den fachlichen Auftrag und die Freigabe in der Auditspur verbinden.
Secret Management
SICHERHEITSGRUNDSATZ: Secrets sollten zentral inventarisiert, außerhalb des Quellcodes gespeichert, nach Umgebung und Dienst getrennt, regelmäßig rotiert und in Logs redigiert werden. Wo möglich sind kurzlebige Workload-Credentials statischen Schlüsseln vorzuziehen. [S-108; S-109; S-098]
| Kontrolle | Prüffrage |
|---|---|
| Inventar | Welche Schlüssel, Tokens, Zertifikate und Webhook-Secrets existieren; wem gehören sie? |
| Scope | Kann jedes Secret nur die minimal nötige Ressource und Aktion erreichen? |
| Umgebung | Sind Entwicklung, Test und Produktion technisch getrennt? |
| Rotation | Kann ein Schlüssel ohne Codeänderung und längeren Ausfall gewechselt werden? |
| Redaktion | Werden Secrets in Prompt, Trace, Fehlermeldung und Supportexport entfernt? |
| Widerruf | Kann ein kompromittiertes Credential sofort deaktiviert und seine Nutzung nachvollzogen werden? |
Harte Grenze: Das Modell entscheidet niemals über eigene Rechte. Es kann eine gewünschte Aktion beschreiben; die Anwendung prüft Identität, Objekt, Policy und aktuellen Zustand unabhängig davon. [S-110; S-114]
Observability, Logging, Audit und Kostenmessung
AKTUELLER STANDARDSTAND: Observability verbindet Traces, Metriken und Logs, damit ein Systemzustand aus Telemetrie erklärbar wird. Für generative KI entwickeln OpenTelemetry und Anbieter eigene Semantikkonventionen. Diese Felder ändern sich schnell und müssen versioniert werden. [S-123; S-124]
Eine End-to-End-Trace statt isolierter Modelllogs
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein Modellaufruf ist nur ein Span im Gesamtprozess. Ein belastbarer Trace beginnt am Nutzer- oder Eventeingang und verbindet Retrieval, Datenbankzugriffe, Queue, Tools, Modell, Validator, Freigabe und Side Effects über gemeinsame Korrelationskennungen. [S-123; S-124; S-069]
| Ebene | Sinnvolle Telemetrie | Nicht unkontrolliert speichern |
|---|---|---|
| Request | Trace-ID, Nutzer-/Dienstklasse, Tenant-Pseudonym, Funktion, Version | Vollständige Session-Cookies oder Bearer Tokens |
| Modell | Provider, Modell-ID, Prompt-/Policy-Version, Token, Latenz, Status | Unredigierte Prompts mit personenbezogenen Daten [S-124; S-125] |
| Retrieval | Index-/Embeddingversion, Filter, Kandidaten-IDs, Scores, Reranker | Dokumentvolltexte in jedem Trace |
| Tool | Tool-/Schemaversion, geprüfte Argumentklassen, Autorisierung, Resultatstatus | Secrets oder komplette sensible Payloads |
| Workflow | Schritt, Versuch, Timeout, Retry, Übergang, Human Gate | Undifferenzierte Fehlermeldungen ohne Kontext |
| Ergebnis | Validatorstatus, Abstain/Eskalation, Qualitätslabel, Side-Effect-ID | Verbindliche Fachdaten ohne Aufbewahrungszweck |
| Kosten | Input-/Outputtoken, Cachetreffer, Providerkosten, Infrastrukturzeit | Nur Monatsgesamtsumme ohne Prozesszuordnung |
Auditlog ist nicht Debuglog
| Logart | Zweck | Typischer Inhalt | Aufbewahrung |
|---|---|---|---|
| Auditlog | Verantwortliche Handlung nachvollziehen | Identität, Objekt, Aktion, Entscheidung, Freigabe, Ergebnis-ID | Nach Schutzbedarf und rechtlicher/fachlicher Pflicht |
| Debuglog | Technischen Fehler analysieren | Stacktrace, Abhängigkeitsstatus, technische IDs | Kurz und streng redigiert |
| Securitylog | Missbrauch und Angriffe erkennen | Login, Policy Denial, ungewöhnliche Toolfolge, Secret-/Injection-Alarm | Incident- und Risikobasiert |
| Evalstore | Qualität vergleichen | Testfall-ID, Versionen, Scores, menschliche Bewertung | Für Reproduzierbarkeit versioniert |
| Businessmetriken | Nutzen messen | Durchlaufzeit, Nacharbeit, Fehlerquote, Conversion/Abschluss | Aggregiert und zweckgebunden |
SICHERHEITS- UND RECHTSSCHNITTSTELLE: OWASP empfiehlt eine konsistente Protokollierung sicherheitsrelevanter Ereignisse, warnt aber zugleich vor sensitiven Daten in Logs. Datenschutzrechtlich bleiben Logdaten personenbezogen, wenn sie einer Person zugeordnet werden können; Zweck, Zugriff, Dauer und Löschung müssen daher gestaltet werden. [S-109; S-125]
Kosten pro Prozess statt nur pro Token
BETRIEBSSYNTHESE: Tokenkosten sind nur ein Teil der Vollkosten. Retrieval, Embeddings, Reranking, Tool-APIs, Queue, Speicher, Egress, lokale GPU-Zeit, Monitoring, Fehlversuche, Human Review und Wartung müssen einer fachlichen Transaktion zugeordnet werden. [S-007; S-090; S-095; S-094]
| Kostenblock | Messgröße | Beispielhafte Optimierung |
|---|---|---|
| Modell | Input-/Outputtoken, Requests, Cacheanteil | Kontext kürzen, kleineres Modell für Teilaufgabe, Batch |
| Retrieval | Queries, Embeddings, Reranking, Indexgröße | Vorfilter, passende top-k, inkrementelle Indexierung |
| Tools | API-Aufrufe, Gebühren, Egress | Ergebnisse cachen, unnötige Schleifen begrenzen |
| Agent | Schritte, Fehlversuche, Abbrüche | Schrittbudget, klare Tools, deterministischen Workflow nutzen |
| Betrieb | CPU/GPU-Zeit, Speicher, Bereitschaftskapazität | Autoscaling, Batching, Cloud/lokal neu bewerten |
| Mensch | Reviewzeit, Eskalation, Nacharbeit | Bessere Schwellenwerte, UI mit Fundstellen und Diff |
| Fehler | Rückabwicklung, Incident, Kundenwirkung | Least Privilege, Idempotenz, Freigabe |
Minimaler Betriebsdatensatz
- Trace-ID und fachliche Transaktions-ID
- Zeitstempel, Umgebung, Service-, Modell-, Prompt-, Policy- und Toolschemaversion
- Tenant-/Nutzerkontext in datensparsamer Form
- Retrieval- und Toolentscheidungen mit Resultatstatus
- Token, Latenz, Cache, Retry, Kosten und Fehlerklasse
- Validator-, Policy-, Human-Gate- und Side-Effect-Ergebnis
- Verweis auf Eval-/Incident-/Feedbackdatensatz, nicht zwingend den gesamten Inhalt
Evaluation, Tests und Freigabekriterien
EVALUATIONSGRUNDLAGE: KI-Evaluation ist kein einzelner Genauigkeitswert. HELM strukturiert mehrere Szenarien und Metriken; RAGAS trennt Retrieval- und Antwortaspekte; praktische Leitfäden betonen aufgabenspezifische Testsets und menschliche Kalibrierung. [S-120; S-027; S-122]
Testpyramide für KI-Systeme
| Stufe | Was wird isoliert geprüft? | Beispiele |
|---|---|---|
| 0 Klassischer Code | Parser, Schema, Regeln, Autorisierung, Idempotenz | Unit- und Property-Tests; Policy-Tests |
| 1 Modellkomponente | Extraktion, Klassifikation, Format, Abstain | Golden Set, Randfälle, adversariale Varianten |
| 2 Retrieval | Recall, Precision, Rechtefilter, Frische | BEIR-/eigener Korpus, fehlende Dokumente [S-028; S-027] |
| 3 Toolauswahl | Tool, Argumente, Nicht-Aufruf, Reihenfolge | Simulierte Tools und negative Berechtigungsfälle |
| 4 Workflow/Agent | Zustände, Schleifen, Fehlerpfade, Stop | Replay, Timeouts, Duplikate, Provider-Ausfall |
| 5 End-to-End | Fachliche Aufgabe und Nutzerwirkung | Reale Szenarien ohne Produktiv-Side-Effect |
| 6 Online | Drift, Akzeptanz, Nutzen, Incidents | Canary, A/B, Shadow, laufende Stichprobe |
Golden Set
PRAXISGRUNDSATZ: Ein Golden Set ist ein versionierter Bestand repräsentativer Testfälle mit erwarteten Ergebnissen, zulässigen Varianten und Bewertungsregeln. Es sollte reale Häufigkeiten nicht nur spiegeln, sondern auch seltene kritische Fehler gezielt übergewichten. [S-122; S-120; S-116]
| Fallklasse | Beispiel | Erwartung |
|---|---|---|
| Normalfall | Vollständige, gut lesbare Eingabe | Richtiges Ergebnis innerhalb definierter Toleranz |
| Randfall | Langer Text, seltene Sprache, ungewöhnliches Layout | Korrekt oder kontrolliert eskalieren |
| Fehlende Information | Pflichtwert nicht vorhanden | Nicht erfinden; fehlend markieren |
| Widerspruch | Zwei Quellen oder Felder widersprechen sich | Konflikt sichtbar machen; Prioritätsregel anwenden |
| Unzulässige Anfrage | Nutzer ohne Recht oder verbotene Aktion | Ablehnen und auditieren |
| Prompt Injection | Dokument fordert Toolausführung oder Secret-Ausgabe | Inhalt als Daten behandeln; keine Aktion |
| Provider-/Toolfehler | Timeout, 429, fehlerhaftes Schema | Definierter Retry/Fallback/Eskalationspfad |
| Duplikat | Webhook oder Job wird erneut zugestellt | Keine doppelte Fachwirkung |
Komponentenmetriken
| Komponente | Metriken | Wichtige Gegenfrage |
|---|---|---|
| Extraktion | Feldgenauigkeit, Vollständigkeit, Halluzinationsrate | Wurde „fehlend“ korrekt erkannt? |
| Retrieval | Recall@k, Precision@k, MRR/nDCG, ACL-Verstöße | War die nötige Quelle überhaupt indiziert? [S-028; S-027] |
| Antwort | Faktentreue zum Kontext, Vollständigkeit, Zitiergenauigkeit | Antwortet das System über die Quellen hinaus? |
| Tool Calling | Toolwahl, Argumentgenauigkeit, unnötige Calls, Denial Rate | Unterlässt es eine nicht erlaubte Aktion? |
| Agent | Task Success, Schritte, Kosten, Zeit, Recovery, Side Effects | Ist Erfolg reproduzierbar und fachlich korrekt? [S-045] |
| Betrieb | p50/p95/p99 Latenz, Fehler, Retry, Queuealter | Sind SLO und Kosten bei Last erreichbar? |
| Mensch | Reviewzeit, Korrekturquote, Vertrauen, Übernahmefehler | Verbessert das System End-to-End-Leistung? |
LLM-as-a-Judge
FORSCHUNGSBEFUND: G-Eval zeigt, dass Modelle textuelle Qualität anhand strukturierter Kriterien bewerten können. Ein Modellgrader bleibt jedoch selbst modell-, prompt- und datenabhängig. Er muss gegen menschliche Urteile kalibriert, auf Positions- und Stilbias geprüft und regelmäßig neu validiert werden. [S-121; S-122]
Release Gate
| Gate | Beispielhafte Freigabefrage |
|---|---|
| Qualität | Erreicht die neue Version Mindestwerte und verschlechtert keinen kritischen Teilbestand? |
| Sicherheit | Besteht sie Injection-, Rechte-, Secret- und Side-Effect-Tests? |
| Reliability | Sind Timeout, Retry, Idempotenz, Replay und Degradation getestet? |
| Betrieb | Sind Latenz, Kapazität, Kosten, Monitoring und On-Call-Handlung definiert? |
| Daten | Sind Index, Datenversion, Löschung, Mandantentrennung und Provenienz geprüft? |
| Rollback | Kann Modell, Prompt, Tool, Index und Workflow gemeinsam zurückgesetzt werden? |
| Verantwortung | Sind Product, Data, Security, Operations und Fachfreigabe benannt? |
Messregel: Eine Demo beantwortet „kann einmal funktionieren“. Ein Evaluationssystem beantwortet „wie häufig, unter welchen Bedingungen, mit welchen Fehlern und Kosten funktioniert es“. [S-045; S-122]
Reliability: Timeout, Retry, Idempotenz, Cache und Fallback
RELIABILITY-GRUNDSATZ: Ein KI-System hängt meist von mehreren verteilten Diensten ab. Reliability entsteht deshalb nicht durch einen einzelnen Retry, sondern durch ein End-to-End-Zeitbudget, begrenzte Wiederholung, idempotente Fachwirkung, Zustandsführung, Degradation und Reconciliation. [S-065; S-080; S-081; S-086]
Timeoutbudget
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Jeder externe Aufruf benötigt ein Timeout. Zusätzlich braucht der Gesamtprozess ein Deadline-Budget, damit mehrere interne Retries nicht die Nutzer- oder Geschäftsfrist überschreiten. Längere Arbeiten sollten asynchron werden statt einen offenen HTTP-Request zu halten. [S-065; S-080; S-082]
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| End-to-End-Deadline | Antwort innerhalb 8 Sekunden oder Wechsel in asynchronen Auftrag |
| Retrievalbudget | Suche und Reranking maximal 1,5 Sekunden |
| Modellbudget | Erster Token und Gesamtlaufzeit separat begrenzen |
| Toolbudget | Pro Tool individuelles Timeout; langsame Aktion als Job |
| Retrybudget | Maximale Versuche und Gesamtzeit; keine Wiederholung bei fachlich permanentem Fehler |
| Human-SLA | Freigabe verfällt oder wird nach definierter Zeit eskaliert |
Retry mit Backoff und Jitter
RELIABILITY-GRUNDSATZ: Retries sind nur für temporäre und idempotent behandelbare Fehler geeignet. Exponentieller Backoff und Jitter reduzieren synchronisierte Wiederholungswellen. Ein 4xx-Validierungsfehler, eine abgelehnte Autorisierung oder ein inhaltlich falsches Ergebnis wird durch Wiederholung nicht automatisch besser. [S-080; S-065]
Idempotenz
RELIABILITY-GRUNDSATZ: Eine idempotente Fachoperation kann bei gleicher Geschäftsabsicht wiederholt werden, ohne eine zusätzliche Wirkung zu erzeugen. Dafür reicht nicht, dass HTTP PUT formal idempotent sein kann; die Anwendung benötigt einen stabilen fachlichen Schlüssel, gespeicherten Zustand und definiertes Konfliktverhalten. [S-065; S-078; S-081]
| Aktion | Idempotency Key | Gespeicherte Antwort / Konfliktregel |
|---|---|---|
| Dokument extrahieren | Tenant + Datei-Hash + Extraktionsversion | Vorhandenes Ergebnis zurückgeben oder neue Version bewusst anlegen |
| Ticket anlegen | Tenant + Quell-Event-ID + Zielprozess | Bestehende Ticket-ID zurückgeben |
| E-Mail versenden | Freigegebene Nachrichtenversion + Empfänger + Kampagnen-/Vorgangs-ID | Zweiten Versand blockieren; Status reconciliieren |
| Zahlung/Bestellung | Geschäftsvorgangs-ID | Provider- und Fachstatus abgleichen; nie blind erneut auslösen |
| Memory schreiben | Nutzer + Faktentyp + Quellereignis + Version | Konflikt markieren oder kontrolliert überschreiben |
Caching-Ebenen
AKTUELLER STANDARD- UND PRODUKTSTAND: HTTP-Caching nach RFC 9111, Anbieter-Prompt-Caching, Retrieval-Caches und Anwendungscaches besitzen unterschiedliche Schlüssel, Datenschutzfolgen und Invalidierungsregeln. Ein Cachetreffer ist nur korrekt, wenn Eingabe, Berechtigung, Version und Gültigkeit übereinstimmen. [S-066; S-095; S-094; S-096]
| Cache | Geeignet | Kritischer Schlüssel |
|---|---|---|
| HTTP Response Cache | Öffentliche oder klar variierte GET-Antworten | URL, Header/Vary, Auth-Kontext, TTL |
| Prompt Prefix Cache | Stabile lange Instruktionen oder Dokumentpräfixe | Provider-/Modell-/Prefixversion, Tenant-/Datenscope |
| Embedding Cache | Unveränderter normalisierter Text | Embeddingmodell, Normalisierung, Text-Hash |
| Retrieval Cache | Häufige identische Suche in stabilem Korpus | Query, Filter/ACL, Indexversion, top-k |
| Tool Result Cache | Read-only Resultate mit klarer Frische | Toolversion, Argumente, Identität/Scope, ETag/Version |
| Final Answer Cache | Nur bei exakt kontrollierbarem Kontext | Alle Daten-, Policy-, Modell- und Berechtigungsversionen |
Fallback und Degradation
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein Fallbackmodell kann andere strukturierte Ausgaben, Toolwahl, Sicherheitsgrenzen und Latenz besitzen. Deshalb muss es mit demselben Golden Set und den gleichen Side-Effect-Grenzen getestet werden. Bei kritischen Funktionen ist „kontrolliert nicht antworten“ oft besser als ein ungeprüfter Ersatz. [S-057; S-055; S-056; S-122]
| Störung | Kontrollierte Degradation |
|---|---|
| Primärmodell nicht verfügbar | Read-only Suche oder Warteschlange; freigegebenes Ersatzmodell nur für passende Aufgaben |
| Vektorindex nicht verfügbar | Lexikalische Suche und klare Kennzeichnung; keine wissensbasierte Freitextantwort |
| Tool nicht verfügbar | Entwurf speichern; keine scheinbare Erfolgsmeldung |
| Monitoring gestört | Schreibende Autonomie reduzieren oder stoppen |
| Rechte-/Identitätsdienst unklar | Fail closed; keine Daten- oder Toolfreigabe |
| Kosten-/Schrittbudget erreicht | Zwischenstand und offene Punkte ausgeben; nicht endlos weiterplanen |
Reconciliation
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Bei geschäftskritischen Integrationen genügt Ereignisverarbeitung allein nicht. Ein regelmäßiger Reconciliation-Lauf vergleicht Quell- und Zielsystem, erkennt verlorene oder doppelte Zustände und erstellt reparierbare Abweichungen. [S-077; S-079; S-075]
Sicherheitsarchitektur: Prompt Injection, Tools und Vertrauenszonen
SICHERHEITSBEFUND: OWASP veröffentlichte am 3. August 2026 die aktuelle Ausgabe „OWASP GenAI LLM Top 10 2026“. Die detaillierte 2025er Risikoseite zu Prompt Injection beschreibt weiterhin die für die Architektur entscheidende Angriffsklasse: Direkte Injection stammt vom Nutzer; indirekte Injection kann in Webseiten, Dokumenten, E-Mails oder Toolresultaten verborgen sein. Das Kernproblem ist, dass ein Modell Daten und Instruktionen nicht mit einer harten Sicherheitsgrenze trennt. [S-111; S-112; S-113; S-117]
Vertrauenszonen
| Zone | Beispiele | Behandlung |
|---|---|---|
| Systemregeln | Versionierte Policy, feste Toolgrenzen | Nur durch kontrollierten Release ändern; nicht aus RAG überschreiben |
| Authentisierter Nutzerauftrag | Fachlicher Wunsch des berechtigten Nutzers | Auf Rechte, Daten, Außenwirkung und Ambiguität prüfen |
| Interne kontrollierte Daten | Freigegebene CRM-/ERP-/Wissensdaten | ACL, Herkunft, Frische und Zweck anwenden |
| Externe/untrusted Inhalte | Webseiten, E-Mail, Upload, Ticket, PDF | Als Daten markieren; enthaltene Anweisungen ignorieren; Ausgabe begrenzen |
| Toolresultat | API-Antwort oder MCP-Content | Schema, Herkunft, Größe und untrusted Text prüfen |
| Modelloutput | Text oder Toolvorschlag | Nie als Beweis, Recht oder ausgeführte Aktion behandeln |
| Side Effect | Versand, Änderung, Zahlung, Löschung | Technische Freigabe, Idempotenz, Audit und Rückfall |
Defensive Architektur gegen indirekte Prompt Injection
- Externe Inhalte nie in dieselbe logische Autoritätsklasse wie Systemregeln aufnehmen. [S-113]
- Toolset und Rechte unabhängig vom Dokumentinhalt vorab begrenzen. [S-114; S-110]
- Read-only Recherche und schreibende Aktionen in getrennte Phasen, Prozesse oder Identitäten aufteilen.
- Modelle nicht mit Secrets, breiten Tokens oder unnötigen internen Metadaten versorgen. [S-108; S-062]
- Toolargumente gegen feste Schemas und fachliche Allow-/Deny-Regeln prüfen. [S-059; S-115]
- Ungewöhnliche Instruktionsmuster, Datenexfiltration und Toolketten als Security-Signale protokollieren. [S-109; S-118]
- Für externe Wirkung explizite, inhaltlich konkrete Freigabe verlangen; eine generische „Agent darf handeln“-Zustimmung reicht nicht.
Excessive Agency
SICHERHEITSBEFUND: Übermäßige Handlungsfähigkeit entsteht, wenn ein System zu viele Funktionen, Berechtigungen oder autonome Schritte erhält. Schaden kann sowohl aus bösartiger Injection als auch aus normalem Modellfehler entstehen. Die wirksamste Kontrolle ist eine kleinere Aktionsfläche. [S-114; S-119; S-116]
| Kontrolle | Konkrete Ausgestaltung |
|---|---|
| Minimale Tools | Statt universellem SQL-/Shell-Tool fachliche, eng gescopte Funktionen anbieten |
| Read-only Default | Lesen getrennt von Schreiben; Änderungen als Vorschlag oder Diff |
| Objektgrenzen | Tool selbst erzwingt Tenant, Ressource und zulässige Felder |
| Betrags-/Mengenlimits | Maximaler Betrag, Empfängerzahl, Datensätze oder Löschumfang |
| Schritt-/Zeitbudget | Maximale Agentenschritte, Toolaufrufe, Token und Laufzeit |
| Human Gate | Freigabe zeigt Ziel, Daten, Wirkung, Kosten und Rückrollbarkeit |
| Sandbox/Egress | Dateisystem, Netzwerk und Prozessrechte technisch begrenzen |
| Kill Switch | Neue schreibende Aktionen zentral stoppen; offene Workflows kontrolliert einfrieren |
Improper Output Handling
SICHERHEITSGRUNDSATZ: Modelloutput ist untrusted Input für das nächste System. Ohne Escaping, Parsing und Validierung kann er Injection in HTML, SQL, Shell, Templates oder nachgelagerte Agenten auslösen. Freitext darf nicht direkt zu Code oder Befehl werden. [S-115; S-107; S-059]
MCP- und Tool-Lieferkette
AKTUELLER STANDARD- UND SICHERHEITSSTAND: MCP erleichtert Discovery und Nutzung externer Fähigkeiten. Dadurch wächst die Lieferkette: Serverimplementierung, Paket, Hosting, OAuth-Konfiguration, Toolbeschreibung, Rückgabedaten und Updates können Risiken tragen. Ein Serverinventar und eine Zulassungsprüfung bleiben erforderlich. [S-060; S-062; S-061]
| Prüffeld | Fragen |
|---|---|
| Herkunft | Wer betreibt und signiert/veröffentlicht Server oder Paket? |
| Version | Welche MCP- und Serverversion ist freigegeben; wie werden Änderungen geprüft? |
| Capabilities | Welche Tools, Resources und Prompts werden tatsächlich angeboten? |
| Identität | Welcher Nutzer-/Dienstkontext wird übertragen; welche Audience und Scopes gelten? |
| Daten | Welche Inhalte verlassen den Host; welche Logs und Unterauftragnehmer existieren? |
| Side Effects | Welche Aktionen sind schreibend, irreversibel oder extern sichtbar? |
| Egress | Welche Netz- und Zielsysteme kann der Server erreichen? |
| Widerruf | Wie werden Server, Token und Tools sofort deaktiviert? |
Threat Modeling und Red Teaming
SICHERHEITSRAHMEN: NIST AI 100-2e2025 beschreibt adversariales maschinelles Lernen; MITRE ATLAS strukturiert beobachtete Taktiken und Techniken. Für agentische Systeme sollten Threat Models neben Modellangriffen auch Identität, Tools, Datenquellen, Lieferkette, Logs und Side Effects umfassen. [S-117; S-118; S-119]
Sicherheitsregel: Ein intelligenterer Agent ist kein Ersatz für kleinere Rechte. Sicherheitsarchitektur muss auch dann tragen, wenn das Modell eine falsche, manipulierte oder missverständliche Aktion vorschlägt. [S-114; S-062]
Datenprovenienz, Datenschutz und Mandantentrennung
DATENARCHITEKTUR-GRUNDSATZ: Ein KI-System verarbeitet mehrere Artefakte: Originaldaten, extrahierten Text, Chunks, Embeddings, Indexeinträge, Prompts, Modellantworten, Toolresultate, Memories, Logs und Evaluationsdaten. Für jedes Artefakt sind Zweck, Herkunft, Eigentümer, Scope, Aufbewahrung und Löschpfad zu bestimmen. [S-026; S-125; S-124]
Provenienzketten
| Artefakt | Mindestprovenienz |
|---|---|
| Originaldatei | Quelle, Eigentümer, Uploadzeit, Version/Hash, Klassifizierung, Mandant |
| Extrahierter Text | Parser/OCR-Version, Seiten-/Koordinatenbezug, Original-ID |
| Chunk | Dokumentversion, Abschnitt/Seite, Chunkingversion, Gültigkeit |
| Embedding | Text-Hash, Embeddingmodell/-version, Dimension, Normalisierung |
| Indexeintrag | Indexversion, ACL-Metadaten, Ingestzeit, Lösch-/Ablaufstatus |
| RAG-Antwort | Abfrage, verwendete Passagen/IDs, Scores, Modell-/Promptversion |
| Extrahiertes Feld | Originalfundstelle, Modellversion, Validatorstatus, menschliche Korrektur |
| Toolaktion | Identität, Autorisierung, Argumente/Version, Side-Effect-ID, Ergebnis |
| Memory | Quelle, Erstellungsgrund, Nutzerbestätigung, Zeit, Vertrauensniveau, Ablauf |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein Quellenlink allein reicht nicht, wenn die zugrunde liegende Version später verändert wird. Für reproduzierbare Entscheidungen sollten Dokument-ID, Version oder Hash und die tatsächlich verwendete Passage gespeichert werden, soweit dies rechtlich und betrieblich zulässig ist. [S-027; S-076; S-074]
Datenschutz durch Architektur
GELTENDES RECHT: Die DSGVO verlangt unter anderem Zweckbindung, Datenminimierung, Speicherbegrenzung und angemessene Sicherheit. Daraus folgen keine universellen Technikvorgaben, aber konkrete Architekturfragen: Welche Daten werden an welchen Anbieter gesendet, wie lange gespeichert, für welche Folgeprozesse genutzt und wie gelöscht oder berichtigt? [S-125]
| Prinzip | Architekturübersetzung |
|---|---|
| Datenminimierung | Nur benötigte Felder/Passagen senden; Pseudonymisierung und lokale Vorverarbeitung prüfen |
| Zweckbindung | RAG-, Memory-, Eval- und Trainingsnutzung getrennt definieren |
| Richtigkeit | Quelle und Korrekturpfad führen; Memory und abgeleitete Daten aktualisierbar machen |
| Speicherbegrenzung | TTL und Löschjobs für Prompts, Logs, Caches, Indizes und Memories |
| Vertraulichkeit | TLS, Zugriffskontrolle, Secret Management, Verschlüsselung im Speicher nach Risiko |
| Nachweisbarkeit | Datenfluss, Anbieter, Versionen, Freigaben und Löschung dokumentieren |
Mandantentrennung über alle Ebenen
SICHERHEITS- UND DATENARCHITEKTUR: Mandantentrennung darf nicht an der Oberfläche enden. Sie muss für relationale Daten, Objektspeicher, Suchindizes, Retrievalfilter, Cachekeys, Queues, Workflows, Logs, Memory und Backups gelten. Ein einziger gemeinsamer Index kann zulässig sein, erhöht aber die Anforderungen an unvermeidbare serverseitige Filter und Tests. [S-110; S-034; S-074; S-125]
| Ebene | Mindestkontrolle | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| DB | Tenant/Objekt in jeder Query; ggf. Row-Level-Policy; getrennte Dienstrollen | IDOR durch manipulierte Objekt-ID |
| Objektspeicher | Mandantenscope, nicht erratbare Keys, signierte kurzlebige Zugriffe | Öffentlicher Bucket oder wiederverwendeter Link |
| Vektor-/Volltextindex | ACL-Filter vor Rückgabe/Kontext; Cache berücksichtigt Rechte | Semantischer Treffer aus anderem Mandanten |
| Queue/Event | Tenant in vertrauenswürdigem Envelope; Consumer prüft erneut | Payload-Tenant wird ungeprüft übernommen |
| Workflow | Tenantgebundener Zustand und Aktivitäten | Wiederaufnahme unter falscher Identität |
| Cache | Tenant, Nutzer-/Rollen-/Objektscope im Schlüssel | Antwort aus fremdem Scope |
| Log/Eval | Zugriff, Redaktion, getrennte Exporte | Promptdaten werden zum Schattenarchiv |
| Memory | Nutzer- und Mandantenscope, Quelle, Löschung | Erinnerung erscheint bei anderem Konto |
Löschung und Indexsynchronität
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Die Löschung einer Originaldatei muss abhängige Artefakte erreichen: extrahierten Text, Chunks, Embeddings, Volltext- und Vektorindex, Caches, Memories und gegebenenfalls Evaluationsexporte. Ein Löschereignis braucht daher eine nachvollziehbare, wiederholbare Fan-out-Verarbeitung und einen Reconciliation-Check. [S-125; S-079; S-081]
AI Act als Systemschnittstelle
GELTENDES EU-RECHT / SCHNITTSTELLE: Der AI Act stellt je nach Rolle und Systemkategorie unterschiedliche Anforderungen. Für Architekturarbeit besonders relevant sind dokumentierbare Daten- und Systemgrenzen, technische Dokumentation, Logging, menschliche Aufsicht, Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit bei erfassten Systemen. Die konkrete Einordnung bleibt eine separate Rechtsprüfung. [S-126]
Cloud, lokal, hybrid und Modell-Serving
BETRIEBSSYNTHESE: Cloud-API, lokales Serving und Hybridarchitektur lösen unterschiedliche Probleme. Die Wahl betrifft nicht nur Datenschutz, sondern auch Modellqualität, Latenz, Verfügbarkeit, Kapazität, Personal, Updategeschwindigkeit, Lizenz, Egress und Exitfähigkeit. [S-090; S-091; S-093; S-116]
| Modell | Stärken | Pflichten/Risiken | Typische Eignung |
|---|---|---|---|
| Cloud-API | Schneller Zugang zu aktuellen Modellen; kein GPU-Betrieb | Anbietervertrag, Datenwege, Rate Limits, Preis-/Modelländerung, Internetabhängigkeit | Schwankende Last, hohe Modellanforderung, kleines Betriebsteam |
| Lokales Serving | Datenpfad und Laufzeit stärker kontrollierbar; offline möglich | Hardware, Treiber, Patches, Skalierung, Lizenz, On-Call, Modellpflege | Stabile Last, passende offene Modelle, internes Betriebsteam |
| Hybrid | Aufgabe und Daten nach Klasse routen | Mehr Komplexität, konsistente Policies/Evals, Datenklassifikation | Sensible Vorverarbeitung lokal, anspruchsvolle oder seltene Aufgaben extern |
| Managed Open Model | Dedizierte/verwaltete Infrastruktur mit offenen Gewichten | Abhängigkeit von Plattform plus Modell-/Lizenzverantwortung | Kontrollbedarf ohne vollständigen Eigenbetrieb |
Model Gateway
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Ein Model Gateway zentralisiert Providerzugang, Credentials, Routing, Quoten, Logging, Kosten, Policy und Fallback. Es sollte jedoch keine falsche Austauschbarkeit erzeugen: Modelle unterscheiden sich bei Tool Calling, Structured Output, Kontext, Safety und Semantik. [S-054; S-055; S-056; S-124]
| Gateway-Funktion | Mindestanforderung |
|---|---|
| Routing | Aufgabenklasse, Datenklasse, Region, Latenz, Kosten und Modellfreigabe berücksichtigen |
| Abstraktion | Gemeinsame interne Schnittstelle, aber provider-spezifische Fähigkeiten explizit lassen |
| Versionierung | Alias nie ohne protokollierte Auflösung auf konkrete Modell-/API-Version verwenden |
| Quoten | Pro Nutzer, Mandant, Funktion und Kostenstelle begrenzen |
| Sicherheit | Credentials getrennt; Payloadredaktion; erlaubte Zielprovider erzwingen |
| Evals | Jede Routing-/Fallbackkombination als eigene Variante testen |
| Observability | Trace, Providerrequest-ID, Token, Cache, Latenz, Fehlerklasse verbinden |
Lokales Serving ist mehr als eine Modelldatei
AKTUELLER PRODUKTSTAND: vLLM adressiert unter anderem KV-Cache-Management und hohen Durchsatz; Text Generation Inference und llama.cpp liefern weitere Serving- beziehungsweise lokale Laufzeitansätze; KServe orchestriert Model Serving auf Kubernetes. Keines dieser Werkzeuge ersetzt Kapazitätsplanung, Modell-/Lizenzprüfung, Absicherung und Evaluation. [S-007; S-091; S-092; S-093; S-090]
| Betriebsbaustein | Prüffrage |
|---|---|
| Modellartefakt | Welche Gewichte, Quantisierung, Lizenz, Hash und Herkunft? |
| Runtime | Welche Version, Treiber, Kernel, Hardware und Optimierungen sind reproduzierbar? |
| Scheduler/Batching | Wie werden konkurrierende Requests, Prioritäten und KV-Cache behandelt? |
| Skalierung | Welche p95-Latenz und welcher Durchsatz gelten; wie wird hoch-/herunterskaliert? |
| Isolation | Welche Nutzer-/Mandantendaten können über Cache, Speicher oder Logs übergreifen? |
| Update/Rollback | Kann eine Modell- oder Runtimeversion canary getestet und zurückgesetzt werden? |
| Monitoring | GPU/CPU/RAM, Queue, Token/s, Time-to-first-token, OOM und Fehler |
| Sicherheit | Netzwerk, Auth, Rate Limit, Egress, Patch- und Incidentprozess |
Deploymentmuster
AKTUELLER PRODUKT- UND BETRIEBSSTAND: Kubernetes Deployments steuern gewünschte Replikate und rollende Updates; Jobs modellieren endliche Arbeit und CronJobs zeitgesteuerte Jobs. Für Modellendpunkte ergänzen Serving-Systeme Skalierung und Revisionen. Die konkrete Plattform ist weniger wichtig als reproduzierbare Images, Konfiguration, Health Checks, Ressourcenlimits, Canary und Rollback. [S-089; S-088; S-087; S-090]
Modellwechsel
- Golden Set und Sicherheitsset gegen neue Modellversion ausführen. [S-122]
- Tool- und Structured-Output-Schemas auf Abweichungen prüfen. [S-057; S-055; S-058]
- Tokenisierung, Kontextgrenzen, Latenz, Kosten, Cache und Rate Limits neu messen.
- Shadow oder Canary mit begrenztem Scope nutzen; keine unbemerkte Aliasumstellung.
- Prompt, Modell, Gatewaypolicy, Toolset und Evalresultat als Releasepaket versionieren.
- Rollback auf vorherige Kombination technisch und organisatorisch vorbereiten.
Achtzehn Forschungs- und Technikprofile
LESEHINWEIS: Die folgenden Profile verdichten zentrale Originalarbeiten, Standards und Produktdokumentationen. Sie zeigen jeweils den belastbaren Kern und die daraus folgende Architekturkonsequenz; sie ersetzen keine vollständige Lektüre der Quellen. [S-001; S-014; S-038; S-123]
Transformer und autoregressive Inferenz
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Der Transformer nutzt Attention statt rekurrenter Verarbeitung. Moderne Chatmodelle bauen darauf auf, erzeugen jedoch weiterhin schrittweise Token und sind keine Datenbank oder Regelmaschine. [S-001; S-002; S-004] |
| Architekturfolge | Modellaufrufe als probabilistische Komponente behandeln; Fakten, Rechte und Zustände außerhalb speichern. |
| Quellen | S-001, S-002, S-004 |
Post-Training und Instruktionsbefolgung
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Instruction Tuning und Präferenztraining verbessern die Befolgung menschlicher Anweisungen. Sie erzeugen keine harte Garantie für Wahrheit, Sicherheit oder fachliche Zulässigkeit. [S-003; S-011; S-116] |
| Architekturfolge | Prompts als weiche Steuerung nutzen; harte Regeln technisch erzwingen. |
| Quellen | S-003, S-011, S-116 |
Langer Kontext und Lost in the Middle
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Modelle können Informationen in langen Kontexten je nach Position unterschiedlich zuverlässig nutzen. Nominelle Tokenkapazität ist deshalb nicht mit sicherer Informationsnutzung gleichzusetzen. [S-013; S-094; S-096] |
| Architekturfolge | Kontext kuratieren, relevante Passagen priorisieren und Retrieval separat testen. |
| Quellen | S-013, S-094, S-096 |
Klassisches RAG
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | RAG koppelt parametergestützte Generierung mit einem externen Retriever. Dadurch lassen sich externe Quellen zur Laufzeit einbeziehen. [S-014; S-025; S-027] |
| Architekturfolge | Ingestion, Retrieval und Antworttreue getrennt planen und messen. |
| Quellen | S-014, S-025, S-027 |
Dense Retrieval und Embeddings
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Dense Passage Retrieval und spätere Embeddingverfahren kodieren Abfragen und Dokumente für Ähnlichkeitssuche. Leistung variiert stark nach Domäne, Sprache und Benchmark. [S-015; S-030; S-031] |
| Architekturfolge | Embeddingmodell nicht nach Marketing, sondern gegen den eigenen Korpus testen. |
| Quellen | S-015, S-030, S-031 |
Hybrid Retrieval und Reranking
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Lexikalische Suche, dense Retrieval und Late Interaction nutzen unterschiedliche Signale. Kombination und Reranking können robuste Kandidatenlisten erzeugen. [S-016; S-033; S-035] |
| Architekturfolge | Exakte Begriffe, Artikelnummern und Namen nicht allein semantischer Suche überlassen. |
| Quellen | S-016, S-033, S-035 |
Hierarchisches und graphbasiertes Retrieval
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | RAPTOR und GraphRAG strukturieren Inhalte hierarchisch beziehungsweise graphbasiert, um Fragen über größere Zusammenhänge zu unterstützen. Aufbau und Betrieb sind aufwendiger als einfaches Chunk-Retrieval. [S-020; S-021; S-024] |
| Architekturfolge | Nur bei nachgewiesenem Bedarf an globalen Zusammenhängen einsetzen. |
| Quellen | S-020, S-021, S-024 |
Tool Calling
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Aktuelle Anbieter-APIs können Werkzeugdefinitionen empfangen und strukturierte Aufrufvorschläge erzeugen. Die eigentliche Ausführung bleibt Aufgabe der Anwendung. [S-054; S-055; S-056] |
| Architekturfolge | Jeden Tool Call als externen Request mit Schema-, Rechte- und Fachprüfung behandeln. |
| Quellen | S-054, S-055, S-056 |
MCP als Interoperabilitätsschicht
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | MCP standardisiert Host-Client-Server-Kommunikation und Capability Discovery. Der Spezifikationsstand 2026-07-28 verändert Transport- und Autorisierungsdetails deutlich. [S-060; S-061; S-062] |
| Architekturfolge | Version pinnen, Server inventarisieren, Trust und Berechtigungen separat verwalten. |
| Quellen | S-060, S-061, S-062 |
ReAct und agentische Schleifen
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | ReAct verschränkt Schlussfolgern und Aktionen. Folgearbeiten erweitern dies um Reflexion und Suche; Benchmarks zeigen zugleich erhebliche Zuverlässigkeits- und Kostenprobleme. [S-038; S-041; S-042; S-045] |
| Architekturfolge | Schleifen, Budgets, Abbruch, Toolrechte und Evaluationsziele explizit festlegen. |
| Quellen | S-038, S-041, S-042, S-045 |
Agenten in realistischen Umgebungen
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | WebArena und AgentBench prüfen mehrstufige Aufgaben in interaktiven Umgebungen. Solche Benchmarks machen deutlich, dass Teilfähigkeiten nicht automatisch verlässliche End-to-End-Ausführung ergeben. [S-043; S-044; S-045] |
| Architekturfolge | Produktionsfreigabe nicht aus Einzeldemos oder Modellrankings ableiten. |
| Quellen | S-043, S-044, S-045 |
Externes Memory
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | MemGPT, Generative Agents und neuere Memory-Systeme organisieren Erinnerungen außerhalb des unmittelbaren Kontextfensters. Die Auswahl und Aktualisierung bleibt eine eigene Systemfunktion. [S-048; S-047; S-050; S-051] |
| Architekturfolge | Memory mit Herkunft, Zeit, Scope, Löschung und Konfliktregeln modellieren. |
| Quellen | S-048, S-047, S-050, S-051 |
Fine-Tuning und Adapter
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | LoRA und QLoRA reduzieren den Aufwand für Anpassungen. Sie ändern Modellverhalten, lösen aber keine automatische Aktualisierung externer Fakten und keine Betriebsprobleme. [S-009; S-010; S-014] |
| Architekturfolge | Fine-Tuning erst nach Baseline, Prompt-, Retrieval- und Evaluationsprüfung erwägen. |
| Quellen | S-009, S-010, S-014 |
Strukturierte Ausgaben
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Anbieter können Modellausgaben an Schemas binden. JSON Schema beschreibt Struktur und Validierungsregeln, nicht die materielle Richtigkeit der Werte. [S-057; S-058; S-059] |
| Architekturfolge | Schema validieren und danach fachliche Plausibilität und Berechtigung prüfen. |
| Quellen | S-057, S-058, S-059 |
Queues und Zustellsemantik
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | RabbitMQ und Kafka entkoppeln Produzenten und Konsumenten, unterscheiden sich aber in Betriebsmodell und Semantik. Bestätigungen und Wiederholungen können Duplikate erzeugen. [S-082; S-083; S-084] |
| Architekturfolge | Idempotency Key, Deduplizierung, Dead Letter und Reconciliation vorsehen. |
| Quellen | S-082, S-083, S-084 |
Durable Workflow
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | Durable-Execution-Systeme speichern eine Ereignishistorie und können lang laufende Abläufe nach Fehlern wieder aufnehmen. Das unterscheidet sie von einfachem Cron oder einem Prozess im Arbeitsspeicher. [S-085; S-086; S-087] |
| Architekturfolge | Für Freigaben, Wartezeiten und externe Ereignisse eine dauerhafte Zustandsmaschine nutzen. |
| Quellen | S-085, S-086, S-087 |
OAuth, OIDC und MCP-Autorisierung
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | OAuth standardisiert delegierte Autorisierung, OIDC Identität. MCP verweist für HTTP-Transporte auf OAuth-basierte Verfahren, besitzt aber eigene, sich ändernde Profilregeln. [S-097; S-098; S-099; S-063; S-062] |
| Architekturfolge | Tokenziel, Audience, Scope, Redirects und User Consent explizit prüfen. |
| Quellen | S-097, S-098, S-099, S-063, S-062 |
Observability und Evaluation
| Feld | Einordnung |
|---|---|
| Befund | OpenTelemetry standardisiert Telemetriebegriffe; HELM, RAGAS und aufgabenspezifische Evals zeigen, dass Qualität mehrere Dimensionen besitzt. [S-123; S-124; S-120; S-027; S-122] |
| Architekturfolge | Trace, Kosten, Retrieval, Tool Calls, Ergebnisqualität und Sicherheitsbefunde zusammenführen. |
| Quellen | S-123, S-124, S-120, S-027, S-122 |
Achtzehn vollständige Referenzarchitekturen
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Die Referenzarchitekturen sind neutrale Entwurfsmuster. Sie kombinieren belegte technische Bausteine mit klar als Synthese erkennbaren Entscheidungen. Konkrete Rechts-, Sicherheits-, Last- und Kostenanforderungen müssen je Projekt ergänzt werden. [S-116; S-067; S-071]
A1 - Stateless Schreib- und Zusammenfassungsassistent
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Ein Nutzer sendet Text; das System erzeugt Entwurf, Zusammenfassung oder Umformulierung ohne dauerhaftes Wissen. |
| Komponenten | Weboberfläche -> API-Backend -> Modellgateway -> LLM -> Ausgabeprüfung |
| Datenfluss | Der Text wird validiert, auf erlaubte Größe begrenzt und zusammen mit einer versionierten Anweisung gesendet. Ergebnis, Token, Latenz und Modellversion werden protokolliert; keine Erinnerung wird automatisch angelegt. |
| Warum diese Architektur? | Minimale Architektur für nichtkritische, reversible Aufgaben. |
| Bewusst weggelassen | Keine Vektordatenbank, kein Agent, kein MCP, keine Queue bei niedriger Last. |
| Typische Fehler | Sensible Eingaben, unpassender Ton, Halluzination, Provider-Ausfall. |
| Mindestkontrollen | Datenklassifizierung, Promptversion, Größenlimit, Qualitätsstichprobe, Fallback nur nach Test. |
| Quellen | [S-057; S-122; S-123; S-125] |
A2 - Strukturierte Dokumentextraktion
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Felder aus Rechnungen, Formularen oder Berichten in ein definiertes Schema übertragen. |
| Komponenten | Upload -> Objektspeicher -> Parser/OCR -> LLM mit Schema -> Validator -> fachliche Regeln -> relationale DB |
| Datenfluss | Originaldatei unverändert speichern, Text und Seitenbezug extrahieren, Modell auf ein JSON-Schema begrenzen, anschließend Datentypen, Summen, Pflichtfelder und Dubletten deterministisch prüfen. |
| Warum diese Architektur? | LLM übernimmt unstrukturierte Zuordnung; klassische Regeln sichern verbindliche Daten. |
| Bewusst weggelassen | Kein freier Agent; Fine-Tuning erst bei nachgewiesenem wiederkehrendem Fehlerbild. |
| Typische Fehler | Vertauschte Felder, OCR-Fehler, erfundene Werte, doppelte Verarbeitung. |
| Mindestkontrollen | Provenance pro Feld, Confidence/Abweichungsregeln, Human Review bei Schwellenwert, Idempotency Key. |
| Quellen | [S-057; S-059; S-076; S-075; S-078] |
A3 - Wissensassistent mit klassischem RAG
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Fragen über einen kontrollierten Dokumentbestand mit Quellenbezug beantworten. |
| Komponenten | Ingestion -> Chunking/Metadaten -> Embeddings + Volltextindex -> Hybrid Retrieval -> Reranker -> LLM -> zitierte Antwort |
| Datenfluss | Dokumentversionen werden indiziert. Die Abfrage erzeugt lexikalische und semantische Kandidaten, filtert nach Rechten, rankt neu und stellt nur ausgewählte Passagen in den Kontext. |
| Warum diese Architektur? | Aktualisierbares Wissen bleibt außerhalb der Modellgewichte. |
| Bewusst weggelassen | Kein Fine-Tuning für aktuelle Fakten; kein GraphRAG ohne nachgewiesenen globalen Bedarf. |
| Typische Fehler | Veralteter Index, fehlende Dokumente, falsche Rechte, Antwort über Quellen hinaus. |
| Mindestkontrollen | Index-Frische, ACL-Filter vor Kontext, Retrieval-Evals, Abstain-Regel, Quellenlinks. |
| Quellen | [S-014; S-035; S-027; S-110] |
A4 - Enterprise Search ohne Generierung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Dokumente und Datensätze finden, ohne eine Antwort formulieren zu lassen. |
| Komponenten | Ingestion -> Volltext-/Vektorindex -> Filter -> Trefferliste -> Originalquelle |
| Datenfluss | Suchbegriffe und Embeddings liefern Kandidaten; Nutzer sehen Snippets, Metadaten und Originaldokumente. Keine generative Synthese. |
| Warum diese Architektur? | Wenn Auffindbarkeit das Problem ist, reduziert Verzicht auf Generierung Halluzination und Kosten. |
| Bewusst weggelassen | Kein LLM im Antwortpfad; optional nur Query Expansion. |
| Typische Fehler | Schlechte Metadaten, falsche Relevanz, fehlende Berechtigungsfilter. |
| Mindestkontrollen | Hybrid Search, Facetten, ACL-Filter, Relevanzfeedback, Indexmonitoring. |
| Quellen | [S-028; S-033; S-035; S-032] |
A5 - Kundenservice mit Ticket- und CRM-Aktion
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Fragen beantworten und bei Bedarf ein Ticket oder einen CRM-Vorgang anlegen. |
| Komponenten | Chat -> RAG -> Antwortentwurf -> Tool Router -> CRM-API -> Bestätigung |
| Datenfluss | Das Modell darf zunächst nur lesen. Eine schreibende Aktion wird als strukturierter Vorschlag erzeugt, serverseitig validiert und bei verbindlichen Daten vom Nutzer bestätigt. |
| Warum diese Architektur? | Wissenszugang und Geschäftstransaktion werden getrennt. |
| Bewusst weggelassen | Kein Vollzugriff des Modells auf CRM; kein freier Browseragent. |
| Typische Fehler | Falscher Kunde, doppeltes Ticket, Prompt Injection aus CRM-Notizen. |
| Mindestkontrollen | Objektautorisierung, Idempotenz, Confirmation UI, Tool-Allowlist, Audit Trail. |
| Quellen | [S-054; S-114; S-113; S-078; S-110] |
A6 - E-Mail zu CRM mit Freigabeschritt
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Eingehende E-Mails klassifizieren, Informationen extrahieren und einen CRM-Entwurf erzeugen. |
| Komponenten | Mail-Webhook -> Queue -> Parser -> LLM-Klassifikation/Extraktion -> Regelprüfung -> Freigabe -> CRM |
| Datenfluss | Webhook wird signiert und schnell bestätigt, Inhalt in eine Queue gelegt, Anhänge isoliert verarbeitet. Die KI erzeugt nur einen Entwurf; ein Mensch prüft Kontakt, Zweck und Aktion. |
| Warum diese Architektur? | Asynchrone Verarbeitung begrenzt Timeout- und Lastprobleme. |
| Bewusst weggelassen | Kein direkter Mailinhalt als Systemanweisung; kein automatischer Versand ohne Freigabe. |
| Typische Fehler | Duplikate, versteckte Prompt Injection, falsche Zuordnung, Malware-Anhang. |
| Mindestkontrollen | Deduplizierung, Content-Isolation, sichere Parser, Human Gate, Dead Letter Queue. |
| Quellen | [S-077; S-082; S-113; S-079; S-114] |
A7 - Text-to-SQL mit Read-only-Sicherheitsgrenze
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Natürlichsprachliche Fragen in überprüfbare Datenbankabfragen übersetzen. |
| Komponenten | Frage -> Schema-Katalog -> LLM -> SQL-Parser/Allowlist -> Read-only DB-Rolle -> Resultat -> Erklärung |
| Datenfluss | Das Modell sieht nur freigegebene Sichten und Metadaten. SQL wird geparst, auf SELECT, Tabellen, Limit und Laufzeit geprüft und mit einer read-only Rolle ausgeführt. |
| Warum diese Architektur? | LLM hilft bei Sprachübersetzung; Datenbank bleibt autoritativ. |
| Bewusst weggelassen | Kein DDL/DML, kein Administratorzugang, keine direkte Verbindung vom Modellanbieter zur Produktionsdatenbank. |
| Typische Fehler | Teure Query, Datenexfiltration, falsche Aggregation, Prompt Injection in Datenwerten. |
| Mindestkontrollen | Read-only Views, Row-Level Security, Query Cost Limit, Resultatgrößenlimit, Freigabe bei sensiblen Abfragen. |
| Quellen | [S-074; S-075; S-110; S-107; S-113] |
A8 - Deterministische Dokumentklassifikation mit KI-Ausnahme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Dokumente anhand stabiler Regeln klassifizieren; nur unklare Fälle an ein Modell geben. |
| Komponenten | Parser -> Regelwerk -> Confidence/Exception Router -> LLM -> Review Queue |
| Datenfluss | Dateityp, Absender, Kennnummern und Pflichtfelder werden regelbasiert geprüft. Nur Restfälle werden mit Kontext an das Modell gesendet. |
| Warum diese Architektur? | Regeln sind billig und nachvollziehbar; KI bearbeitet Mehrdeutigkeit. |
| Bewusst weggelassen | Kein Agent, keine Vektordatenbank, wenn Klassen und Merkmale stabil sind. |
| Typische Fehler | Regeldrift, unerkannte neue Klasse, Modellübersicherheit. |
| Mindestkontrollen | Unknown-Klasse, Schwellenwerte, Stichproben, Driftmonitoring. |
| Quellen | [S-072; S-071; S-122; S-120] |
A9 - Angebotserstellung mit menschlicher Freigabe
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Aus CRM-, Produkt- und Gesprächsdaten einen Angebotsentwurf erstellen. |
| Komponenten | CRM/ERP APIs -> Datenaggregation -> regelbasierte Preislogik -> LLM-Text -> Dokumentgenerator -> Freigabe -> Versand |
| Datenfluss | Preise, Rabatte und Steuern werden deterministisch berechnet. Das LLM formuliert Erläuterungen, darf aber keine verbindlichen Beträge erfinden oder versenden. |
| Warum diese Architektur? | Kreative Sprache und verbindliche Geschäftsdaten werden getrennt. |
| Bewusst weggelassen | Kein autonomer End-to-End-Agent; kein Preiswissen ausschließlich im Prompt. |
| Typische Fehler | Falscher Preis, veraltetes Produkt, unzulässige Zusage, falscher Empfänger. |
| Mindestkontrollen | System of Record, Dokumentversion, Vier-Augen-Freigabe, Empfängerprüfung, Versandprotokoll. |
| Quellen | [S-072; S-075; S-057; S-114] |
A10 - Begrenzter Rechercheagent
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Mehrere Quellen suchen, lesen, extrahieren und einen belegten Entwurf erstellen. |
| Komponenten | Auftrag -> Planer -> Search/Fetch Tools -> Source Store -> Extractor -> Synthese -> Quellenprüfung |
| Datenfluss | Jeder Schritt besitzt Budget und erlaubte Domains. Abrufe werden gespeichert; Aussagen müssen auf gespeicherte Fundstellen verweisen. Externe Inhalte bleiben untrusted. |
| Warum diese Architektur? | Agentische Schleife ist sinnvoll, weil Suchpfade nicht vollständig vorab bekannt sind. |
| Bewusst weggelassen | Keine Schreibrechte in interne Systeme; kein unbeschränktes Web Fetching. |
| Typische Fehler | Prompt Injection, Zitationsdrift, Endlosschleife, Kostenexplosion. |
| Mindestkontrollen | Domain-Allowlist, Toolbudget, Quellenprovenienz, maximaler Schrittzähler, unabhängige Faktenprüfung. |
| Quellen | [S-038; S-043; S-045; S-113; S-117] |
A11 - Multi-Tenant SaaS-Assistent
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Mehrere Kunden nutzen denselben Dienst, dürfen aber nur eigene Daten sehen. |
| Komponenten | Identity Provider -> API -> Tenant Context -> Policy Enforcement -> RAG/Tools -> tenant-getrennte Daten/Indizes -> Audit |
| Datenfluss | Tenant-ID wird aus verifizierter Identität abgeleitet, nicht aus Modelltext. Jeder Daten- und Toolzugriff wird serverseitig auf Tenant und Objekt geprüft. |
| Warum diese Architektur? | Mandantentrennung ist eine Daten- und Autorisierungsfrage, nicht Prompting. |
| Bewusst weggelassen | Kein gemeinsamer ungefilterter Vektorindex ohne sichere Filterstrategie. |
| Typische Fehler | Cross-Tenant Retrieval, Token-Verwechslung, Logs mit fremden Daten. |
| Mindestkontrollen | Row-Level Security/physische Trennung, per-tenant Keys, Audit, Tests mit adversarial IDs. |
| Quellen | [S-098; S-099; S-110; S-074; S-062] |
A12 - Lokaler vertraulicher Assistent
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Sensible Dokumente lokal oder in eigener Infrastruktur auswerten. |
| Komponenten | Lokale UI -> internes API -> lokales Inference Serving -> interner Index/DB -> lokales Monitoring |
| Datenfluss | Modelle und Indizes laufen in kontrollierter Umgebung; Egress ist standardmäßig gesperrt. Updates und Modelle werden über einen geprüften Supply-Chain-Prozess eingebracht. |
| Warum diese Architektur? | Reduziert externe Datenübertragung, wenn Betriebskompetenz vorhanden ist. |
| Bewusst weggelassen | Kein unkontrollierter Download beliebiger Modelle oder Plugins. |
| Typische Fehler | Ungepatchtes Serving, unzureichende Hardware, falsche Lizenz, fehlende Backups. |
| Mindestkontrollen | Modell-/Artefaktinventar, Netzwerkisolation, Kapazitätsmessung, Patch- und Restore-Prozess. |
| Quellen | [S-093; S-091; S-090; S-116; S-108] |
A13 - Batch-Anreicherung großer Datenbestände
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Viele Datensätze nachts oder periodisch klassifizieren, normalisieren oder zusammenfassen. |
| Komponenten | Scheduler -> Job manifest -> Queue/Batch workers -> Modell-API oder lokales Serving -> Ergebnisstaging -> Qualitätsgate -> Commit |
| Datenfluss | Datensätze erhalten stabile IDs. Ergebnisse werden zunächst in einer Staging-Tabelle abgelegt, geprüft und erst danach atomar übernommen. |
| Warum diese Architektur? | Batch erlaubt Kostensteuerung, Wiederaufnahme und Stichprobenprüfung. |
| Bewusst weggelassen | Kein interaktiver Agent; kein direkter Overwrite ohne Staging. |
| Typische Fehler | Teilfortschritt, Duplikate, Modellwechsel mitten im Lauf, Kostenüberschreitung. |
| Mindestkontrollen | Checkpoint, Idempotenz, Modell-/Prompt-Pinning, Budget, Canary Batch, Rollback. |
| Quellen | [S-088; S-087; S-084; S-075; S-081] |
A14 - Ereignisgetriebene Anomalie-Erklärung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Ein klassisches Detektionssystem meldet Anomalien; ein LLM formuliert eine verständliche Erklärung. |
| Komponenten | Metrik/Regel/ML-Detektor -> Event Bus -> Kontextsammler -> LLM-Erklärung -> Dashboard/Benachrichtigung |
| Datenfluss | Die Entscheidung, dass eine Anomalie vorliegt, entsteht deterministisch oder durch ein separates Modell. Das LLM erklärt nur anhand bereitgestellter Fakten. |
| Warum diese Architektur? | Trennung von Detektion und sprachlicher Aufbereitung. |
| Bewusst weggelassen | Kein LLM als alleiniger Alarmgeber ohne Messbaseline. |
| Typische Fehler | Erfundene Ursache, veralteter Kontext, Alarmflut. |
| Mindestkontrollen | Faktenliste, Unsicherheitsmarkierung, Rate Limit, Korrelation, Link zu Rohdaten. |
| Quellen | [S-069; S-084; S-057; S-122] |
A15 - Website-Chatbot mit RAG und Eskalation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Öffentliche Fragen beantworten und bei fehlender Sicherheit an Menschen eskalieren. |
| Komponenten | Webchat -> Rate/Abuse Controls -> RAG -> Policy/Answer Gate -> Antwort oder Kontaktformular |
| Datenfluss | Nur veröffentlichte Inhalte werden indiziert. Das System antwortet quellengebunden, erkennt außerhalb liegende Fragen und sammelt personenbezogene Daten erst in einem getrennten Formular. |
| Warum diese Architektur? | Öffentliche Angriffsfläche verlangt klare Trennung von Inhalt, Kontakt und Aktion. |
| Bewusst weggelassen | Keine internen Dokumente im selben ungesicherten Index; keine Schreibtools. |
| Typische Fehler | Jailbreak, falsche Rechts-/Preisangabe, Datensammlung im Chat, Kostenangriff. |
| Mindestkontrollen | Abstain, Rate Limit, Content Policy, Quellensichtbarkeit, Kostenbudget, Monitoring. |
| Quellen | [S-014; S-112; S-113; S-114; S-125] |
A16 - Persönliches Arbeitsgedächtnis
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Notizen, Präferenzen und offene Aufgaben über Sitzungen hinweg nutzbar machen. |
| Komponenten | Interaktion -> Memory Extractor -> Review/Policy -> Memory Store -> Retrieval -> aktueller Kontext |
| Datenfluss | Kandidaten für Erinnerungen werden strukturiert vorgeschlagen, nach Typ und Scope gespeichert und bei späteren Aufgaben selektiv abgerufen. Nutzer kann ansehen, korrigieren und löschen. |
| Warum diese Architektur? | Explizites Memory ist kontrollierbarer als unbeschränkter Chatverlauf. |
| Bewusst weggelassen | Keine Speicherung jedes Satzes; keine Vermischung mit verbindlichen Geschäftsdaten. |
| Typische Fehler | Falsche Erinnerung, Kontextvermischung, veraltete Präferenz, sensible Speicherung. |
| Mindestkontrollen | Provenance, Zeitstempel, TTL, Nutzerkontrolle, Konfliktregeln, getrennte Sensitivitätsklassen. |
| Quellen | [S-048; S-050; S-051; S-125] |
A17 - Coding-Agent in Sandbox
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Repository lesen, Code ändern, Tests ausführen und Pull Request vorbereiten. |
| Komponenten | Repository-Klon -> Agent Sandbox -> begrenzte Tools -> Test/Scan -> Diff Review -> Pull Request |
| Datenfluss | Agent arbeitet auf einem Branch mit minimalen Secrets und ohne Produktionszugriff. Er kann Tests und statische Analysen ausführen; Merge und Deployment bleiben getrennte Freigaben. |
| Warum diese Architektur? | Werkzeugnutzung ist hilfreich, aber Änderungen müssen reproduzierbar und reviewbar bleiben. |
| Bewusst weggelassen | Kein direkter Produktionszugang; kein unkontrolliertes Paketinstallieren. |
| Typische Fehler | Supply-Chain-Angriff, Secret Leak, falscher Test, destruktiver Befehl. |
| Mindestkontrollen | Sandbox, Egress-Allowlist, Lockfiles, Secret Scan, Diff Review, CI-Gates. |
| Quellen | [S-114; S-108; S-045; S-062] |
A18 - Kein-KI-Referenz: Regelbasierter Genehmigungsprozess
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Zweck | Anträge anhand fester Schwellenwerte, Vollständigkeit und Rollen bearbeiten. |
| Komponenten | Formular -> Schema-Validierung -> DMN-Regeln -> BPMN-Workflow -> relationale DB -> Benachrichtigung |
| Datenfluss | Pflichtfelder, Beträge, Rollen und Eskalationen sind explizit modelliert. Freitext kann optional nur zusammengefasst werden, ohne die Entscheidung zu bestimmen. |
| Warum diese Architektur? | Stabile, auditierbare Regeln benötigen keine generative Entscheidung. |
| Bewusst weggelassen | Kein Agent, kein RAG, kein Fine-Tuning. |
| Typische Fehler | Veraltete Regeln, unvollständige Ausnahmebehandlung, falsche Rollenzuordnung. |
| Mindestkontrollen | Regelversionen, Testfälle, Vier-Augen-Änderung, Audit Trail, Ausnahmeprozess. |
| Quellen | [S-072; S-071; S-075; S-110] |
Entscheidungs- und Auswahlmatrizen
Welcher Baustein löst welches Problem?
| Problem | Primärer Baustein | Stärke | Offene Verantwortung |
|---|---|---|---|
| Feste Formel / Validierung | Klassischer Code | Exakt, testbar, billig | Änderungsmanagement der Regeln [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Bekannte Entscheidungstabelle | DMN / Policy Engine | Auditierbar, deterministisch | Regelpflege und Ausnahmen [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Bekannter mehrstufiger Prozess | Workflow Engine | Zustand, Wiederaufnahme, Freigaben | Prozessmodell und Betrieb [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Zeitbasierter Auslöser | Cron / Scheduler | Einfacher Startzeitpunkt | Keine Prozesshistorie [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Lastentkopplung | Queue | Puffer, Retry, parallele Worker | Duplikate, Reihenfolge, DLQ [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Ereignisverteilung | Event Bus / Log | Mehrere Konsumenten, Replay | Schema- und Versionsführung [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Dateiablage | Objektspeicher | Große Binärdaten, Versionen | Metadaten und Rechte separat [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Verbindliche Geschäftsdaten | Relationale DB | Transaktionen, Constraints, SQL | Schema und Migrationen [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Exakte Wort-/Nummernsuche | Volltextindex | Begriffe, Namen, Nummern | Synonyme und Semantik [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Semantische Ähnlichkeit | Embedding + Vektorindex | Ähnliche Inhalte finden | Keine Wahrheit oder Berechtigung [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Aktuelles externes Wissen | RAG | Zur Laufzeit aktualisierbar | Ingestion und Retrievalqualität [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Stabiles Antwortverhalten / Format | Prompt + Evals; evtl. Fine-Tuning | Konsistenz und Domänenmuster | Daten, Training und Drift [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Struktur aus Freitext | LLM + Structured Output | Flexible Extraktion | Fachliche Validierung nötig [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Externe Aktion | Tool Calling | Natürliche Sprache zu API-Vorschlag | Autorisierung und Side Effects [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Offener Such-/Planungspfad | Begrenzter Agent | Dynamische Mehrschrittaufgabe | Kosten, Fehler, Security [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Interoperable Toolanbindung | MCP | Standardisierte Discovery und Calls | Version, Trust, Auth [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Dauerhafte Nutzererinnerung | Expliziter Memory Store | Sitzungsübergreifender Kontext | Falsche/alte Erinnerungen [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
| Mehranbieterbetrieb | Model Gateway / Router | Zentrale Policies, Fallback | Komplexität und Verhaltensdrift [S-072; S-071; S-067; S-075; S-014; S-038] |
Welcher Speicher für welchen Zustand?
| Speicher | Geeignet für | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Relationale Datenbank | Kunden, Aufträge, Rechte, Status, Abrechnung | Transaktionen, Constraints, Joins | Semantische Suche nur ergänzend [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Dokumenten-/Key-Value-Store | Flexible Dokumente, Sessions, Konfiguration | Flexible Struktur, niedrige Zugriffslatenz | Konsistenz und Abfragemodell prüfen [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Objektspeicher | PDF, Bilder, Audio, Originalartefakte | Skalierbare Dateiablage | Kein Ersatz für Metadaten-/Rechtemodell [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Volltextindex | Wörter, Namen, Nummern, Phrasen | Exakte und gewichtete Textsuche | Semantik und Betrieb [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Vektorindex | Ähnlichkeit, semantische Kandidaten | ANN-Suche über Embeddings | Modellabhängigkeit, Filter, Aktualität [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Event Log | Ereignisse, Replay, Integration | Append-orientiert, mehrere Konsumenten | Schemaevolution, Retention [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Cache | Wiederverwendbare Ergebnisse | Kosten- und Latenzsenkung | Invalidation, Scope, Datenschutz [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
| Memory Store | Ausgewählte Erinnerungen mit Provenienz | Sitzungsübergreifende Personalisierung | Konflikte, Löschung, Vertrauensniveau [S-073; S-076; S-034; S-084; S-066; S-050] |
RAG, langer Kontext, Fine-Tuning oder Tool?
| Frage | Langer Kontext | RAG | Fine-Tuning | Tool/API |
|---|---|---|---|---|
| Aktuelle Fakten? | Nur wenn mitgesendet | Ja, aus externem Bestand | Nein, nicht automatisch | Ja, aus System of Record |
| Viele wechselnde Dokumente? | Teuer/unübersichtlich | Kernanwendung | Nicht primär | Nur für strukturierte Quellen |
| Stabiles Verhalten/Ton? | Beispiele möglich | Indirekt | Kann sinnvoll sein | Nicht primär |
| Verbindlicher Live-Status? | Nein | Nur lesend, wenn indexiert | Nein | Ja |
| Schreibende Aktion? | Nein | Nein | Nein | Ja, mit Autorisierung |
| Reproduzierbare Quellen? | Nur mit Fundstellenlogik | Gut gestaltbar | Schwach | Systemprotokoll |
| Schnelle Aktualisierung? | Kontext austauschen | Index aktualisieren | Neutraining/Adapterupdate | API liest live |
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Diese Optionen schließen sich nicht aus. Ein System kann aktuelle Dokumente über RAG, Live-Status über Tools und stabiles Extraktionsverhalten über Prompt oder Fine-Tuning kombinieren. Entscheidend ist, welcher Zustand wo autoritativ geführt wird. [S-014; S-009; S-054; S-075]
Cron, Queue, Event oder Workflow?
| Bedarf | Cron | Queue | Event Log | Durable Workflow |
|---|---|---|---|---|
| Zu fester Zeit starten | Sehr gut | Nur mit Producer | Mit Scheduler-Ereignis | Möglich, aber nicht nötig |
| Last puffern | Schwach | Sehr gut | Gut | Activities können Queue nutzen |
| Mehrere Konsumenten | Schwach | Je Muster | Sehr gut | Nicht primärer Zweck |
| Replay/Historie | Schwach | Begrenzt | Sehr gut | Pro Instanz sehr gut |
| Menschliche Freigabe/Warten | Schwach | Zusatzlogik | Zusatzlogik | Sehr gut |
| Komplexer Zustand/Compensation | Schwach | Anwendungscode | Anwendungscode | Sehr gut |
| Einfacher periodischer Job | Sehr gut | Optional | Überdimensioniert | Meist überdimensioniert |
Agent oder Workflow?
| Merkmal | Workflow bevorzugen | Agent erwägen |
|---|---|---|
| Schritte | Bekannt und stabil | Unbekannt oder dynamisch auswählbar |
| Regeln | Formal formulierbar | Sprachlich/mehrdeutig und nicht vollständig vorab bekannt |
| Fehlerfolge | Hoch oder verbindlich | Niedrig, reversibel oder streng gegatet |
| Tools | Kleine feste Reihenfolge | Mehrere mögliche Lesetools/Recherchepfade |
| Abnahme | Deterministische Kriterien | Heuristische Qualität plus Eval/Human Review |
| Kosten/Latenz | Müssen eng planbar sein | Zusätzliche Varianz akzeptabel |
| Betrieb | Einfacher und auditierbar | Schleifen, Budgets, Traces und Stop nötig |
Architektur-Risikoscore
| Dimension | 0 | 1 | 2 | 3 |
|---|---|---|---|---|
| Daten | Öffentlich/unproblematisch | Intern | Personen-/Geschäftsdaten | Besonders sensibel/kritisch |
| Außenwirkung | Keine | Interner Entwurf | Kundenkontakt | Vertrag, Zahlung, Recht, Sicherheit |
| Autonomie | Nur Antwort | Änderungsvorschlag | Begrenzte Aktion | Mehrstufige freie Aktion |
| Reversibilität | Sofort rücksetzbar | Einfacher Rollback | Aufwendige Korrektur | Irreversibel/Personenschaden |
| Integration | Keine | Eine read-only API | Mehrere Produktivsysteme | Kritische Infrastruktur |
| Prüfbarkeit | Deterministisch | Golden Set/Human Review | Nur stichprobenartig | Kaum fachlich prüfbar |
| Betrieb | Managed/simple | Dokumentierter Stack | Komplex/hochverfügbar | Unbekannt/Legacy-kritisch |
Orientierung: 0-5 Punkte: einfacher, kontrollierter Assistent. 6-10: internes System mit formalen Evals und Betrieb. 11-15: erfahrenes Team, starke Sicherheits- und Freigabegrenzen. 16-21: Spezialverfahren; freie Agentenautonomie ist regelmäßig unangemessen. Der Score ist ein redaktioneller Referenzrahmen, keine Rechts- oder Zertifizierungsklassifikation.
``mermaid flowchart TD A[Problem] --> B{Exakte bekannte Regeln?} B -- Ja --> C[Klassischer Code / DMN] B -- Nein --> D{Prozessschritte bekannt?} D -- Ja --> E[Workflow mit begrenztem KI-Schritt] D -- Nein --> F{Offene Sprach-/Suchaufgabe?} F -- Nein --> G[Anforderung klären / keine KI] F -- Ja --> H[Begrenzter Agent] H --> I[Tools, Budget, Stop, Evals, Human Gate] ``
36-stufiger Referenzweg vom Problem zum Betrieb
ARCHITEKTUR-SYNTHESE: Der Referenzweg beginnt bewusst vor Modell- und Toolwahl. Er verbindet Fachprozess, Daten, Systemdesign, Sicherheit, Evaluation und Betrieb. Schritte können iterativ durchlaufen werden; ausgelassen werden sollten sie nur mit dokumentierter Begründung. [S-116; S-071; S-122; S-123]
Phase A - Problem und Risiko
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| 1. Problemgrenze | Fachliches Problem, Nutzer und gewünschte Entscheidung in einem Satz festlegen. |
| 2. Ausgangsprozess | Heutigen Prozess, Medienbrüche, Volumen, Wartezeiten und Fehler dokumentieren. |
| 3. Erfolgskriterien | Messbare Zielwerte für Qualität, Zeit, Kosten, Sicherheit und Akzeptanz definieren. |
| 4. Ausschlussprüfung | Prüfen, ob Regeln, Suche, Formularlogik oder klassische Automatisierung ohne KI reichen. |
| 5. Fehlerfolgen | Falsche Antwort, falsche Aktion, Nichtverfügbarkeit und Datenleck getrennt bewerten. |
| 6. Reversibilität | Festlegen, welche Ergebnisse nur Entwurf, welche verbindlich und welche irreversibel sind. |
Phase B - Daten, Identität und Verantwortung
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| 7. Dateninventar | Quellen, Eigentümer, Formate, Aktualität, Sensitivität und Rechtsgrundlage erfassen. |
| 8. System of Record | Für jeden verbindlichen Datentyp das führende System benennen. |
| 9. Vertrauenszonen | Nutzertext, interne Daten, externe Webseiten, Toolresultate und Systemregeln trennen. |
| 10. Identitäten | Menschen, Dienste, Agenten und Mandanten als getrennte Identitäten modellieren. |
| 11. Rechte | Lese-, Schreib-, Lösch- und Freigaberechte pro Ressource und Aktion bestimmen. |
| 12. Aufbewahrung | Speicherfristen, Löschung, Versionen und Auditbedarf festlegen. |
Phase C - Komponenten und Schnittstellen
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| 13. Komponentenwahl | LLM, Retrieval, Regeln, Workflow, Agent und Tools nach Problemanteil auswählen. |
| 14. Modellzugang | Cloud-API, lokales Serving oder Hybrid begründen und einen Abstraktionsgrad festlegen. |
| 15. Datenverträge | Requests, Responses, Schemas, Fehlerobjekte und Versionen spezifizieren. |
| 16. Retrievaldesign | Ingestion, Chunking, Metadaten, Index, Filter, top-k und Reranking festlegen. |
| 17. Memorydesign | Memory-Typen, Herkunft, Scope, Aktualisierung, Konflikte und Löschung definieren. |
| 18. Tooldesign | Kleine, eindeutige, gescopte Tools mit serverseitiger Validierung entwerfen. |
Phase D - Prozess, Asynchronität und Sicherheit
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| 19. Prozesssteuerung | Deterministische Schritte als Workflow oder Zustandsmaschine modellieren. |
| 20. Agentgrenze | Nur offene Teilaufgaben agentisch gestalten; Budgets und Abbruch definieren. |
| 21. Asynchronität | Queues, Events, Webhooks, Batch und Zeittrigger nach Last und Latenz auswählen. |
| 22. Idempotenz | Fachliche Schlüssel, Deduplizierung und Wiederholungswirkung definieren. |
| 23. Fehlerpfade | Timeout, Retry, Backoff, Dead Letter, Fallback und manuelle Wiederaufnahme planen. |
| 24. Sicherheitsgrenzen | Sandbox, Egress, Secrets, Allowlist, Rate Limits und Human Gates festlegen. |
Phase E - Evaluation und Belastungstest
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| 25. Golden Set | Reale Normalfälle, Randfälle, Angriffe und Nicht-Antwort-Fälle als Testbestand anlegen. |
| 26. Komponenten-Evals | Retrieval, Extraktion, Toolwahl, Schema und Policy separat messen. |
| 27. End-to-End-Evals | Gesamtablauf mit fachlichen Metriken, Latenz und Kosten prüfen. |
| 28. Human Calibration | LLM-Grader gegen menschliche Bewertungen kalibrieren und Abweichungen dokumentieren. |
| 29. Last- und Chaos-Test | Rate Limits, Provider-Ausfall, Queue-Stau, Wiederholung und Teilfehler simulieren. |
| 30. Datenschutz-/Security-Test | Prompt Injection, Cross-Tenant-Zugriff, Secret Leak und Logdaten prüfen. |
Phase F - Release und laufender Betrieb
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| 31. Observability | Trace-IDs, Modell-/Promptversion, Retrieval, Tool Calls, Kosten und Ergebnisstatus instrumentieren. |
| 32. Staging und Canary | Mit getrennten Daten, kleiner Nutzergruppe und klarer Rückfalloption starten. |
| 33. Freigabekriterien | Go/No-Go-Grenzen und verantwortliche Rollen schriftlich festlegen. |
| 34. Betriebshandbuch | Incident, Rollback, Replay, Modellwechsel, Indexneuaufbau und Schlüsselrotation dokumentieren. |
| 35. Änderungssteuerung | Modell, Prompt, Schema, Tool, Policy und Datenindex gemeinsam versionieren. |
| 36. Laufende Prüfung | Qualität, Drift, Kosten, Sicherheitsereignisse und Nutzen regelmäßig neu bewerten. |
Zwanzig Mythen im Faktencheck
Mythos 1: Ein großes Modell ist bereits eine vollständige Anwendung.
FAKTENCHECK: Falsch. Modellzugang, Daten, Rechte, Tools, Zustände, Tests und Betrieb sind eigenständige Bausteine. [S-001; S-116; S-123]
Mythos 2: Mehr Kontext löst jedes Wissensproblem.
FAKTENCHECK: Falsch. Relevanz, Position, Aktualität und Zugriffskontrolle bleiben begrenzende Faktoren. [S-013; S-026]
Mythos 3: RAG verhindert Halluzinationen.
FAKTENCHECK: Falsch. RAG kann Quellen bereitstellen; Retrieval und Generierung können weiterhin scheitern. [S-014; S-027]
Mythos 4: Eine Vektordatenbank ersetzt SQL.
FAKTENCHECK: Falsch. Ähnlichkeitssuche ersetzt keine Transaktionen, Constraints oder referenzielle Integrität. [S-034; S-075]
Mythos 5: Embeddings verstehen Wahrheit.
FAKTENCHECK: Falsch. Sie liefern Repräsentationen für Ähnlichkeit und müssen domänenspezifisch evaluiert werden. [S-030; S-028]
Mythos 6: Structured Output macht die Antwort korrekt.
FAKTENCHECK: Falsch. Ein gültiges Schema kann sachlich falsche Werte enthalten. [S-059; S-057]
Mythos 7: Tool Calling bedeutet, dass das Modell das Tool sicher ausführt.
FAKTENCHECK: Falsch. Die Anwendung führt aus und trägt Verantwortung für Validierung und Rechte. [S-054; S-115]
Mythos 8: MCP macht alle Tools automatisch vertrauenswürdig.
FAKTENCHECK: Falsch. MCP verbessert Interoperabilität; Trust, Codequalität und Berechtigung bleiben offen. [S-060; S-062]
Mythos 9: Ein Agent ist nur ein längerer Prompt.
FAKTENCHECK: Falsch. Agenten benötigen Zustand, Schleife, Werkzeuge, Budgets, Abbruch und Beobachtbarkeit. [S-038; S-045]
Mythos 10: Mehr Agenten bedeuten automatisch bessere Ergebnisse.
FAKTENCHECK: Falsch. Koordination erhöht Kommunikation, Kosten und neue Fehlermodi. [S-053; S-045]
Mythos 11: Memory bedeutet, einfach jeden Chat zu speichern.
FAKTENCHECK: Falsch. Auswahl, Typ, Herkunft, Zeit, Scope und Löschung sind zentrale Designfragen. [S-048; S-051]
Mythos 12: Fine-Tuning ist die beste Methode für aktuelle Unternehmensdaten.
FAKTENCHECK: Meist falsch. Änderbares Wissen passt oft besser zu Retrieval oder APIs. [S-014; S-009]
Mythos 13: Webhooks werden genau einmal zugestellt.
FAKTENCHECK: Falsch. Duplikate, Verzögerung und Retry sind normale Entwurfsfälle. [S-077; S-079]
Mythos 14: Eine Queue verhindert Datenverlust automatisch.
FAKTENCHECK: Falsch. Acknowledgements, Persistenz, Dead Letters und Betriebskonfiguration entscheiden. [S-083; S-084]
Mythos 15: Cron ist eine Workflow-Engine.
FAKTENCHECK: Falsch. Cron startet zeitgesteuert; es verwaltet keine robuste mehrstufige Prozesshistorie. [S-087; S-086]
Mythos 16: OAuth sagt der Anwendung, was ein Nutzer fachlich darf.
FAKTENCHECK: Falsch. OAuth delegiert Zugriff; Objekt- und Fachautorisierung bleibt Sache der Anwendung. [S-097; S-110]
Mythos 17: JWT ist automatisch sicher, weil es signiert ist.
FAKTENCHECK: Falsch. Algorithmus, Claims, Audience, Schlüssel und Validierung müssen korrekt behandelt werden. [S-102; S-103]
Mythos 18: TLS macht eine KI-Anwendung sicher.
FAKTENCHECK: Falsch. TLS schützt Transport, nicht Rechte, Prompt Injection, Endpunkte oder Logs. [S-105; S-113]
Mythos 19: Ein guter Demo-Chatbot braucht keine Evals.
FAKTENCHECK: Falsch. Demoqualität sagt wenig über Randfälle, Datenänderungen und Produktionsverhalten. [S-122; S-120]
Mythos 20: KI sollte überall eingebaut werden, wo es technisch möglich ist.
FAKTENCHECK: Falsch. Bei klaren Regeln und exakten Berechnungen ist klassische Software häufig geeigneter. [S-072; S-071]
Zwanzig offene Forschungs- und Praxisfragen
| Nr. | Offene Frage | Warum offen? | Priorität |
|---|---|---|---|
| O-01 | Wie stabil bleiben Tool-Calling-Schemata über Modell- und Providerwechsel? | Produktdokumentationen ändern sich schnell; unabhängige Langzeitvergleiche fehlen. | hoch |
| O-02 | Welche MCP-Trust- und Attestierungsmechanismen setzen sich nach der 2026-07-28-Spezifikation durch? | Interoperabilität ist spezifiziert, Lieferkettenvertrauen und Serverprüfung entwickeln sich weiter. | sehr hoch |
| O-03 | Wie misst man effektiven statt nominellen Langkontext in realen Unternehmensaufgaben? | Benchmarks bilden Position, Dokumentstruktur und multimodale Inhalte nur teilweise ab. | hoch |
| O-04 | Welche Chunking-Strategie ist pro Dokumenttyp und Sprache robust? | Viele Verfahren sind heuristisch; Domänen- und Layoutabhängigkeit ist groß. | hoch |
| O-05 | Wann übertrifft GraphRAG kostengünstigere Hybrid-RAG-Varianten dauerhaft? | Kosten, Indexierung und Query-Typen werden in öffentlichen Vergleichen unterschiedlich gemessen. | mittel |
| O-06 | Wie werden Rechte in gemeinsamem Vektorraum formal und performant garantiert? | Metadata Filter allein können durch Implementierungsfehler oder Cachepfade umgangen werden. | sehr hoch |
| O-07 | Welche Memory-Typen verbessern Leistung, ohne falsche oder überholte Erinnerungen zu verstärken? | Langzeit- und Feldstudien sind noch begrenzt. | hoch |
| O-08 | Wie lässt sich agentische Autonomie risikobasiert standardisieren? | Es fehlen allgemein akzeptierte Stufen mit messbaren Kontrollanforderungen. | sehr hoch |
| O-09 | Welche Agentenbenchmarks korrelieren mit realen Betriebsergebnissen? | Benchmark-Setup, Kosten und Fehlerfolgen unterscheiden sich stark von Produktion. | hoch |
| O-10 | Wie zuverlässig erkennen Modelle indirekte Prompt Injection in mehrstufigen Toolketten? | Angriff und Abwehr entwickeln sich schnell; vollständige Erkennung ist nicht belegt. | sehr hoch |
| O-11 | Wie sollte ein Modellgateway Fallbacks testen und versionieren? | Provider unterscheiden sich bei Schemas, Toolsemantik, Safety und Kontext. | hoch |
| O-12 | Welche Telemetriedaten sind für Debugging nötig, ohne Datenschutz und Geheimnisse zu gefährden? | GenAI-Semantik in OpenTelemetry ist aktiv in Entwicklung. | sehr hoch |
| O-13 | Wie kalibriert man LLM-as-a-Judge über Domänen und Modellfamilien? | Bias und Drift sind bekannt; universelle Kalibrierverfahren fehlen. | hoch |
| O-14 | Wie trennt man Retrievalfehler, Modellfehler und Policyfehler automatisiert? | End-to-End-Metriken liefern oft keine eindeutige Ursachenanalyse. | hoch |
| O-15 | Welche Caching-Ebenen liefern unter realen Datenschutzanforderungen den größten Nutzen? | Anbietermechanismen und Preislogik ändern sich schnell. | mittel |
| O-16 | Wann ist lokale Inferenz unter Vollkosten tatsächlich günstiger als API-Nutzung? | Hardware, Auslastung, Personal, Modellwechsel und Energie verändern das Ergebnis. | hoch |
| O-17 | Wie werden Idempotenz und Exactly-once-Fachwirkung in agentischen Workflows praktisch nachgewiesen? | Transportsemantik und fachliche Wirkung sind unterschiedliche Ebenen. | hoch |
| O-18 | Wie lassen sich natürliche Sprachregeln zuverlässig in formale Policies überführen? | LLM-Generierung kann Vorschläge liefern, formale Korrektheit bleibt Prüfaufgabe. | mittel |
| O-19 | Welche offenen Modelle und Serving-Stacks sind über Jahre wartbar und reproduzierbar? | Modelle, Quantisierungen, Treiber und Laufzeiten ändern sich schnell. | hoch |
| O-20 | Wann ist der bewusste Verzicht auf KI wirtschaftlich und qualitativ überlegen? | Negative Architekturentscheidungen werden seltener dokumentiert als KI-Einführungen. | mittel |
Einordnung: „Offen“ bedeutet nicht, dass keine brauchbare Architektur möglich ist. Es bedeutet, dass die Entscheidung stärker lokal gemessen, begrenzt und regelmäßig aktualisiert werden muss.
50 buchrelevante Faktenkarten
| ID | Kernaussage | Belege |
|---|---|---|
| F-01 | Das Modell ist eine Komponente; das Produkt ist der kontrollierte Daten- und Handlungsfluss. | [S-116; S-123] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-02 | Kontext ist flüchtige Arbeitsfläche, kein belastbares Langzeitgedächtnis. | [S-013; S-048] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-03 | Ein Prompt kann Verhalten lenken, aber keine Zugriffsrechte erzwingen. | [S-113; S-110] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-04 | Schema-Konformität und sachliche Korrektheit sind zwei verschiedene Prüfungen. | [S-059; S-057] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-05 | Tool Calling endet erst nach Validierung, Autorisierung, Ausführung und Rückgabe. | [S-054; S-055] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-06 | MCP ist ein Protokoll, kein Qualitätssiegel für Tools. | [S-060; S-062] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-07 | RAG beginnt bei Datenaufnahme und endet bei Evaluation, nicht beim Vektorindex. | [S-025; S-027] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-08 | Embeddings beantworten Ähnlichkeit, nicht Wahrheit oder Berechtigung. | [S-030; S-110] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-09 | Hybrid Search verbindet exakte Begriffe mit semantischer Nähe. | [S-033; S-035] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-10 | Reranking tauscht zusätzliche Latenz und Kosten gegen bessere Kandidatenordnung. | [S-016; S-026] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-11 | SQL bleibt für Transaktionen und verbindliche Geschäftszustände zentral. | [S-075; S-074] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-12 | Ein Vektorindex kann innerhalb einer relationalen Datenbank liegen. | [S-034; S-073] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-13 | Originaldatei, extrahierter Text und Embedding sind drei verschiedene Artefakte. | [S-076; S-026] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-14 | Memory braucht Herkunft, Zeit, Scope und Löschbarkeit. | [S-050; S-051] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-15 | Fine-Tuning verändert das Modell; RAG verändert den bereitgestellten Kontext. | [S-009; S-014] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-16 | Ein Agent ist eine Schleife mit Aktionen und Abbruchbedingungen. | [S-038; S-042] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-17 | Eine bekannte Prozessfolge gehört eher in einen Workflow als in freie Planung. | [S-071; S-085] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-18 | Queues puffern Last, beseitigen aber keine Duplikate. | [S-082; S-083] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-19 | At-least-once wird erst durch Idempotenz fachlich sicher. | [S-084; S-081] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-20 | Webhook-Empfänger müssen Signatur, Duplikat und verspätete Zustellung behandeln. | [S-077; S-079] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-21 | Cron ist ein Zeitgeber, keine durable Prozesshistorie. | [S-087; S-086] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-22 | Authentisierung fragt wer; Autorisierung fragt was darf diese Identität hier. | [S-099; S-110] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-23 | OAuth-Scopes ersetzen keine Objekt- und Mandantenprüfung. | [S-097; S-098] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-24 | Secrets gehören weder in Prompts noch in Repositories. | [S-108] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-25 | TLS schützt den Transport, nicht die Verarbeitung nach dem Transport. | [S-105; S-107] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-26 | Ein Trace sollte Modell, Promptversion, Retrieval, Tools und Ergebnis verbinden. | [S-123; S-124] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-27 | Promptlogs können selbst sensible Datenbestände werden. | [S-109; S-125] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-28 | Evals beginnen vor dem Modellvergleich mit messbaren Erfolgskriterien. | [S-122; S-120] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-29 | RAG-Evaluation braucht getrennte Retrieval- und Antwortmetriken. | [S-027; S-028] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-30 | LLM-Judges sind skalierbar, aber nicht neutral. | [S-121] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-31 | Caching braucht Scope, Ablauf und Invalidation. | [S-066; S-095] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-32 | Retries ohne Backoff können einen Ausfall verstärken. | [S-080] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-33 | Fallbackmodelle müssen wie eigene Produktvarianten getestet werden. | [S-122; S-057] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-34 | Lokale Inferenz spart nicht automatisch Kosten; sie verschiebt den Betriebsaufwand. | [S-093; S-090] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-35 | Continuous Batching und KV-Cache sind zentrale Serving-Bausteine. | [S-007; S-091] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-36 | Read-only ist eine technische Grenze, nicht nur eine Anweisung. | [S-110; S-074] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-37 | Untrusted Content und vertrauenswürdige Instruktionen müssen getrennt werden. | [S-113; S-117] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-38 | Least Privilege begrenzt Schäden auch bei einem schlechten Modellschritt. | [S-114; S-062] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-39 | Exakte Berechnung gehört in Code, nicht in freie Sprachgenerierung. | [S-072; S-071] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-40 | Architekturwahl folgt aus Fehlerkosten, Daten und Reversibilität. | [S-116] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-41 | Versioniere Modell, Prompt, Toolschema, Index und Policy gemeinsam. | [S-067; S-123; S-122] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-42 | Ein Quellenlink ist nur belastbar, wenn Fundstelle und verwendeter Inhalt gespeichert sind. | [S-027; S-021] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-43 | Ein gemeinsamer Vektorindex braucht dieselbe Rechtehärte wie die Originaldaten. | [S-110; S-034] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-44 | Dead Letters sind kein Papierkorb, sondern ein operativer Arbeitsvorrat. | [S-083; S-079] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-45 | Modelle dürfen keine Autorisierungstoken an beliebige Downstream-Systeme weiterreichen. | [S-062; S-098] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-46 | MCP-Versionen müssen gepinnt und migriert werden. | [S-061; S-060] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-47 | Eine lokale Modelldatei ist noch kein hochverfügbarer Dienst. | [S-091; S-090] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-48 | Das System muss wissen, wann es nicht antworten oder handeln darf. | [S-122; S-114] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-49 | Human-in-the-loop braucht eine konkrete Entscheidung, nicht nur einen sichtbaren Menschen. | [S-116; S-114] |
| ID | Kernaussage | Belege |
| F-50 | Der beste KI-Baustein kann der bewusst weggelassene sein. | [S-072; S-071] |
Glossar
- Agent
- Softwarekomponente, die Ziele über mehrere Schritte verfolgt, Zustand beobachtet und Werkzeuge aufruft.
- Agent Loop
- Wiederholte Folge aus Beobachten, Entscheiden/Planen, Handeln, Bewerten und Abbruchprüfung.
- ANN
- Approximate Nearest Neighbor; beschleunigte Näherungssuche nach ähnlichen Vektoren.
- API
- Programmierschnittstelle mit definierten Requests, Responses, Fehlern und Authentisierung.
- API Gateway
- Zwischenschicht für Routing, Limits, Authentisierung, Observability und Policies vor APIs.
- API Key
- Geheimwert zur Identifizierung oder Autorisierung eines Clients; sollte gescoped und rotierbar sein.
- AsyncAPI
- Spezifikation zur Beschreibung ereignisgetriebener Schnittstellen.
- At-least-once
- Zustellsemantik, bei der eine Nachricht mindestens einmal, möglicherweise mehrfach ankommt.
- Authentication
- Nachweis einer Identität.
- Authorization
- Entscheidung, welche Aktion eine Identität auf einer Ressource ausführen darf.
- Batch
- Gebündelte, nicht interaktive Verarbeitung vieler Einheiten.
- BPMN
- Standard zur Modellierung von Geschäftsprozessen.
- Cache
- Temporäre Wiederverwendung bereits berechneter oder geladener Ergebnisse.
- Chunk
- Teil eines Dokuments, der separat indiziert oder in Modellkontext gestellt wird.
- CloudEvents
- Standardisiertes Format für Ereignismetadaten.
- Context Window
- Maximale Tokenmenge, die ein Modellaufruf als Eingabe plus Ausgabe verarbeiten kann.
- Continuous Batching
- Dynamisches Zusammenfassen laufender Inferenzanfragen für höhere Hardwareauslastung.
- Cron
- Zeitbasierter Auslöser für wiederkehrende Jobs.
- Dead Letter Queue
- Ablage für Nachrichten, die nach definierten Versuchen nicht verarbeitet werden konnten.
- Dense Retrieval
- Semantische Suche über dichte Vektorrepräsentationen.
- Distillation
- Übertragung von Verhalten eines größeren Lehrer- auf ein kleineres Schülermodell.
- DMN
- Standard zur formalen Modellierung von Entscheidungsregeln.
- Deduplizierung
- Erkennen und Verhindern mehrfacher fachlicher Verarbeitung derselben Nachricht.
- Embedding
- Numerische Vektorrepräsentation eines Inhalts.
- Event
- Unveränderliche Meldung, dass etwas geschehen ist.
- Event Bus
- Infrastruktur zur Verteilung von Ereignissen an Konsumenten.
- Fine-Tuning
- Anpassung von Modellparametern oder Adaptern mit zusätzlichen Trainingsdaten.
- Function Calling
- Mechanismus, bei dem ein Modell Werkzeugname und strukturierte Argumente vorschlägt.
- Gateway
- Kontroll- und Routing-Schicht zwischen Clients und nachgelagerten Diensten.
- GraphRAG
- RAG-Ansatz, der Entitäten und Beziehungen graphbasiert organisiert und durchsucht.
- Grounding
- Bindung einer Ausgabe an bereitgestellte Daten, Quellen oder Werkzeuge.
- HNSW
- Graphbasierter ANN-Index für schnelle Vektorsuche.
- Human-in-the-loop
- Gezielter menschlicher Prüf- oder Freigabeschritt mit klarer Entscheidungskompetenz.
- Hybrid Search
- Kombination lexikalischer und semantischer Suchsignale.
- Idempotenz
- Eigenschaft, dass wiederholte Ausführung dieselbe fachliche Wirkung wie einmalige Ausführung hat.
- Ingestion
- Aufnahme, Parsing, Bereinigung und Vorbereitung von Daten für Suche oder Verarbeitung.
- Inference
- Ausführung eines trainierten Modells auf Eingaben.
- JSON Schema
- Spezifikation zur Beschreibung und Validierung von JSON-Strukturen.
- JWT
- Kompaktes Tokenformat für Claims; Sicherheit hängt von korrekter Validierung ab.
- KV-Cache
- Zwischenspeicher von Key-/Value-Zuständen während autoregressiver Inferenz.
- Latency
- Zeit zwischen Anfrage und nutzbarem Ergebnis.
- Least Privilege
- Vergabe nur der minimal notwendigen Rechte.
- Lexical Search
- Suche nach Wörtern, Termen und exakten Zeichenfolgen.
- LLM
- Large Language Model; großes Sprachmodell zur Tokenvorhersage und Sprachverarbeitung.
- LLM-as-a-Judge
- Verwendung eines Sprachmodells zur Bewertung anderer Modellausgaben.
- LoRA
- Low-Rank Adaptation; parametereffiziente Modellanpassung über Zusatzmatrizen.
- Memory
- Externe oder interne Mechanismen zur Wiederverwendung früherer Informationen.
- MCP
- Model Context Protocol; Protokoll zur Verbindung von KI-Hosts, Clients und Werkzeug-/Datenservern.
- Metadata Filter
- Einschränkung von Suchkandidaten anhand strukturierter Attribute.
- Model Gateway
- Abstraktionsschicht vor einem oder mehreren Modellanbietern.
- Model Routing
- Auswahl eines Modells nach Aufgabe, Kosten, Latenz, Risiko oder Verfügbarkeit.
- Multi-Tenancy
- Gemeinsamer Dienst für mehrere Mandanten mit strikter Datentrennung.
- OAuth 2.0
- Framework für delegierte Autorisierung.
- Object Store
- Speicher für Dateien/Objekte mit Schlüssel, Metadaten und häufig Versionierung.
- Observability
- Fähigkeit, Systemzustand über Traces, Metriken und Logs zu verstehen.
- OIDC
- OpenID Connect; Identitätsschicht auf OAuth 2.0.
- OpenAPI
- Spezifikation zur Beschreibung synchroner HTTP-APIs.
- Orchestrator
- Komponente, die Schritte, Zustände, Tools und Fehlerpfade koordiniert.
- PagedAttention
- Speicherverwaltungsansatz für KV-Caches beim LLM-Serving.
- Policy Engine
- Komponente, die formale Zugriffs- oder Geschäftsregeln auswertet.
- Prompt
- Anweisungen und Kontext, die einem Modell für einen Aufruf bereitgestellt werden.
- Prompt Cache
- Wiederverwendung eines identischen oder stabilen Prompt-Präfixes.
- Prompt Injection
- Angriff oder Fehlermuster, bei dem untrusted Text das Modellverhalten unzulässig beeinflusst.
- Provenance
- Nachweis von Herkunft, Version und Verarbeitung eines Daten- oder Antwortbestandteils.
- Queue
- Warteschlange zur asynchronen Entkopplung von Produzent und Konsument.
- RAG
- Retrieval-Augmented Generation; Generierung mit zur Laufzeit abgerufenen externen Informationen.
- Rate Limit
- Begrenzung von Aufrufen pro Zeit oder Budget.
- Relational Database
- Datenbank mit Tabellen, Schlüsseln, Constraints und Transaktionen.
- Reranker
- Modell oder Verfahren, das Retrieval-Kandidaten präziser neu sortiert.
- Retry
- Wiederholung einer fehlgeschlagenen Operation.
- Schema
- Formale Beschreibung erwarteter Datenstruktur.
- Semantic Search
- Suche anhand inhaltlicher Ähnlichkeit statt nur exakter Wörter.
- Structured Output
- Modellausgabe, die einem vorgegebenen maschinenlesbaren Schema folgt.
- System of Record
- Führendes, autoritatives System für einen Geschäftsdatenbestand.
- TLS
- Transport Layer Security; Schutz von Netzwerkverbindungen.
- Token
- Kleinste vom Modell verarbeitete Text- oder Symbolsequenz.
- Tool
- Externe Funktion, API oder Ressource, die ein Modell nicht selbst ausführt.
- Trace
- Verknüpfte Telemetriespur eines Requests über mehrere Komponenten.
- Vector Database
- Speicher- und Indexsystem für Ähnlichkeitssuche über Vektoren.
- Webhook
- HTTP-basierte Benachrichtigung über ein Ereignis.
- Workflow Engine
- System zur kontrollierten Ausführung mehrstufiger Prozesse mit Zustand und Fehlerpfaden.
Quellen- und Belegmatrix
LESEHINWEIS: Die 50 Kernaussagen sind die zentrale Belegmatrix. Status und Refresh-Priorität kennzeichnen, wie die Aussage im Buch weiterverwendet werden darf. Herstellerquellen belegen Produktfunktionen am Stichtag, nicht unabhängige Wirksamkeit. [S-122; S-116]
| ID | Kernaussage | Status | Quellen | Refresh |
|---|---|---|---|---|
| K-01 | Das KI-System ist größer als das Modell | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-001, S-054, S-123, S-116 | mittel |
| K-02 | Ein LLM ist kein System of Record | TECHNISCHE GRUNDLAGE | S-002, S-075, S-074 | niedrig |
| K-03 | Tokenisierung beeinflusst Kontext, Kosten und Grenzfälle | TECHNISCHE GRUNDLAGE | S-004, S-094, S-095 | mittel |
| K-04 | Ein großes Kontextfenster ist kein dauerhaftes Gedächtnis | FORSCHUNGSBEFUND / SYNTHESE | S-013, S-048, S-051 | hoch |
| K-05 | Systemanweisungen sind keine Sicherheitsgrenze | SICHERHEITSGRUNDSATZ | S-113, S-110, S-062 | hoch |
| K-06 | Eine Modell-API trennt Anwendung und Modellanbieter | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-065, S-067, S-068 | mittel |
| K-07 | Strukturierte Ausgabe garantiert Form, nicht Wahrheit | PRODUKTSTAND / SYNTHESE | S-057, S-058, S-059 | hoch |
| K-08 | Tool Calling ist ein Vorschlag zur Aktion | PRODUKTSTAND | S-054, S-055, S-056 | hoch |
| K-09 | Werkzeugargumente bleiben untrusted input | SICHERHEITSGRUNDSATZ | S-115, S-110, S-062 | hoch |
| K-10 | MCP standardisiert Verbindung, nicht Vertrauen | AKTUELLER STANDARDSTAND | S-060, S-061, S-062 | sehr hoch |
| ID | Kernaussage | Status | Quellen | Refresh |
| K-11 | MCP 2026-07-28 ist gegenüber älteren Fassungen wesentlich verändert | AKTUELLER STANDARDSTAND | S-061, S-060, S-063 | sehr hoch |
| K-12 | RAG ist eine Pipeline, keine einzelne Datenbank | FORSCHUNGSSYNTHESE | S-014, S-025, S-026 | mittel |
| K-13 | Schlechte Ingestion kann kein gutes Modell reparieren | FORSCHUNGSSYNTHESE | S-026, S-020, S-027 | mittel |
| K-14 | Embeddings bilden Ähnlichkeit ab, nicht Wahrheit | TECHNISCHE GRUNDLAGE | S-015, S-030, S-028 | mittel |
| K-15 | Lexikalische und semantische Suche ergänzen sich | FORSCHUNG / PRODUKTSTAND | S-033, S-035, S-032 | hoch |
| K-16 | Reranking ist eine eigene Architekturentscheidung | FORSCHUNGSSYNTHESE | S-016, S-028, S-026 | mittel |
| K-17 | Die relationale Datenbank bleibt häufig das führende System | TECHNISCHE GRUNDLAGE | S-075, S-074, S-034 | mittel |
| K-18 | Vektordatenbank und klassische Datenbank lösen verschiedene Probleme | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-029, S-034, S-075 | mittel |
| K-19 | Objektspeicher ist für Dateien, nicht für Geschäftslogik | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-076, S-075 | mittel |
| K-20 | Memory muss in Typen getrennt werden | FORSCHUNGSSYNTHESE | S-047, S-048, S-049, S-050 | hoch |
| ID | Kernaussage | Status | Quellen | Refresh |
| K-21 | Konversationshistorie ist nicht automatisch belastbares Nutzerwissen | FORSCHUNG / ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-051, S-050, S-125 | hoch |
| K-22 | RAG und Fine-Tuning sind keine austauschbaren Verfahren | FORSCHUNGSSYNTHESE | S-014, S-009, S-010 | mittel |
| K-23 | Fine-Tuning entfernt keine Betriebs- und Sicherheitsaufgaben | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-009, S-011, S-116 | mittel |
| K-24 | Ein Agent ist eine kontrollierte Schleife | FORSCHUNGSSYNTHESE | S-038, S-041, S-042, S-045 | hoch |
| K-25 | Mehr Autonomie vergrößert die Angriffs- und Fehlerfläche | SICHERHEITSBEFUND | S-114, S-113, S-119 | sehr hoch |
| K-26 | Stabile Prozesse brauchen meist Workflow statt freien Agenten | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-071, S-072, S-085 | mittel |
| K-27 | Queues entkoppeln Produzent und Verarbeitung | TECHNISCHE GRUNDLAGE | S-082, S-083, S-084 | hoch |
| K-28 | At-least-once verlangt Idempotenz | RELIABILITY-GRUNDSATZ | S-083, S-084, S-078, S-079 | hoch |
| K-29 | Webhooks sind Benachrichtigungen über ein unzuverlässiges Netz | RELIABILITY-GRUNDSATZ | S-077, S-079, S-106 | hoch |
| K-30 | Cron startet nach Zeit, verwaltet aber keinen langen Geschäftsprozess | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-087, S-085, S-086 | hoch |
| ID | Kernaussage | Status | Quellen | Refresh |
| K-31 | Authentisierung und Autorisierung sind verschiedene Kontrollen | SICHERHEITSGRUNDSATZ | S-099, S-097, S-110 | mittel |
| K-32 | OAuth ist primär delegierte Autorisierung, OIDC ergänzt Identität | STANDARDGRUNDLAGE | S-097, S-099, S-098 | mittel |
| K-33 | API-Schlüssel brauchen Scope, Rotation und getrennte Ablage | SICHERHEITSGRUNDSATZ | S-108, S-107, S-062 | hoch |
| K-34 | TLS schützt die Verbindung, nicht das gesamte System | STANDARDGRUNDLAGE / SYNTHESE | S-105, S-107, S-109 | sehr hoch |
| K-35 | Observability muss den gesamten Requestpfad verbinden | BETRIEBSGRUNDSATZ | S-123, S-124, S-109 | sehr hoch |
| K-36 | Logs dürfen nicht zum zweiten Datenleck werden | SICHERHEIT / DATENSCHUTZ | S-109, S-116, S-125 | hoch |
| K-37 | Evaluation muss den realen Anwendungsfall abbilden | EVALUATIONSGRUNDSATZ | S-120, S-122, S-045 | hoch |
| K-38 | RAG muss Retrieval und Generierung getrennt messen | EVALUATIONSGRUNDSATZ | S-027, S-026, S-028 | mittel |
| K-39 | LLM-as-a-Judge braucht Kalibrierung | FORSCHUNGSBEFUND | S-121, S-122, S-120 | hoch |
| K-40 | Caching senkt Kosten und Latenz, erzeugt aber Gültigkeitsfragen | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-066, S-094, S-095, S-096 | hoch |
| ID | Kernaussage | Status | Quellen | Refresh |
| K-41 | Retries brauchen Grenzen, Backoff und Jitter | RELIABILITY-GRUNDSATZ | S-080, S-065 | hoch |
| K-42 | Fallbacks verändern Verhalten | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-057, S-055, S-056, S-122 | hoch |
| K-43 | Lokale Modelle verlagern Verantwortung | BETRIEBSSYNTHESE | S-093, S-091, S-090 | hoch |
| K-44 | Cloud, lokal und hybrid sind keine pauschale Rangfolge | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-090, S-093, S-091, S-116 | hoch |
| K-45 | LLM-Serving ist ein eigenes Infrastruktursystem | TECHNISCHER PRODUKTSTAND | S-007, S-091, S-092, S-090 | sehr hoch |
| K-46 | Autorisierung muss an jedem Objektzugriff gelten | SICHERHEITSGRUNDSATZ | S-110, S-098, S-062 | hoch |
| K-47 | Prompt Injection ist ein Vertrauenszonenproblem | SICHERHEITSBEFUND | S-113, S-117, S-119 | sehr hoch |
| K-48 | Least Privilege ist wichtiger als ein besonders kluges Modell | SICHERHEITSGRUNDSATZ | S-114, S-110, S-062 | hoch |
| K-49 | Keine KI ist häufig die beste Architektur | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-072, S-071, S-040 | niedrig |
| K-50 | Architektur beginnt mit Fehlerfolgen, nicht mit dem Modellnamen | ARCHITEKTUR-SYNTHESE | S-116, S-122, S-045 | mittel |
Quellengruppen nach Verwendung
| Quellengruppe | Umfang | IDs |
|---|---|---|
| APIs und Datenverträge | 5 Quellen | S-059, S-065 bis S-068 |
| Agenten und Tools | 11 Quellen | S-038 bis S-046, S-052 bis S-053 |
| Anbieter-Dokumentation | 8 Quellen | S-036 bis S-037, S-054 bis S-058, S-064 |
| Anpassung und Training | 4 Quellen | S-009 bis S-012 |
| Caching und Kosten | 3 Quellen | S-094 bis S-096 |
| Daten und Suche | 7 Quellen | S-033 bis S-035, S-073 bis S-076 |
| Deployment und Betrieb | 3 Quellen | S-087 bis S-089 |
| Evaluation | 4 Quellen | S-027, S-120 bis S-122 |
| Events und Workflows | 12 Quellen | S-069 bis S-072, S-077 bis S-079, S-082 bis S-086 |
| Identität und Sicherheit | 13 Quellen | S-097 bis S-108, S-110 |
| Inference und Betrieb | 7 Quellen | S-006 bis S-008, S-090 bis S-093 |
| KI-Sicherheit | 9 Quellen | S-111 bis S-119 |
| Kontext und Prompting | 1 Quellen | S-013 |
| MCP | 4 Quellen | S-060 bis S-063 |
| Memory | 5 Quellen | S-047 bis S-051 |
| Modellgrundlagen | 5 Quellen | S-001 bis S-005 |
| Observability | 3 Quellen | S-109, S-123 bis S-124 |
| RAG und Retrieval | 18 Quellen | S-014 bis S-026, S-028 bis S-032 |
| Rechtliche Schnittstellen | 2 Quellen | S-125 bis S-126 |
| Reliability | 2 Quellen | S-080 bis S-081 |
Vollständiges Quellenregister
Abruf- und Prüfstand: 8. August 2026, sofern nicht anders angegeben. Living Documents und Produktdokumentationen müssen vor Buchveröffentlichung erneut geöffnet werden. Direkte URLs sind vollständig angegeben.
APIs und Datenverträge
[S-059] JSON Schema: A Media Type for Describing JSON Documents - Draft 2020-12
- Autor/Herausgeber: JSON Schema project
- Datum: 31.08.2022
- Dokumenttyp: Offizieller Spezifikationsstand
- Status: Standard / Spezifikation
- Relevanz: Maschinenlesbare Validierungs- und Beschreibungsschemata.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://json-schema.org/draft/2020-12/json-schema-core](https://json-schema.org/draft/2020-12/json-schema-core)
[S-065] RFC 9110: HTTP Semantics
- Autor/Herausgeber: IETF / Fielding, Nottingham und Reschke
- Datum: 06.2022
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: HTTP-Methoden, Semantik, Statuscodes und Idempotenzgrundlagen.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9110.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9110.html)
[S-066] RFC 9111: HTTP Caching
- Autor/Herausgeber: IETF / Fielding, Nottingham und Reschke
- Datum: 06.2022
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Caching-Semantik für HTTP.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9111.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9111.html)
[S-067] OpenAPI Specification 3.2.0
- Autor/Herausgeber: OpenAPI Initiative
- Datum: 19.09.2025
- Dokumenttyp: Offizielle Spezifikation
- Status: Aktueller Spezifikationsstand
- Relevanz: Maschinenlesbare Beschreibung synchroner HTTP-APIs.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://spec.openapis.org/oas/v3.2.0.html](https://spec.openapis.org/oas/v3.2.0.html)
[S-068] RFC 9457: Problem Details for HTTP APIs
- Autor/Herausgeber: IETF / Nottingham, Wilde und Dalal
- Datum: 07.2023
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Standardisierte Fehlerobjekte für HTTP-APIs.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9457.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9457.html)
Agenten und Tools
[S-038] ReAct: Synergizing Reasoning and Acting in Language Models
- Autor/Herausgeber: Yao et al.
- Datum: 06.10.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICLR 2023)
- Relevanz: Grundmuster für abwechselndes Schlussfolgern und Werkzeughandeln.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2210.03629](https://arxiv.org/abs/2210.03629)
[S-039] Toolformer: Language Models Can Teach Themselves to Use Tools
- Autor/Herausgeber: Schick et al.
- Datum: 09.02.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2023)
- Relevanz: Werkzeugnutzung als erlernte Modellfähigkeit.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2302.04761](https://arxiv.org/abs/2302.04761)
[S-040] MRKL Systems: A modular, neuro-symbolic architecture that combines large language models, external knowledge sources and discrete reasoning
- Autor/Herausgeber: Karpas et al.
- Datum: 01.05.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Forschungsarbeit
- Relevanz: Modulare Verbindung von Modell und externen Expertenwerkzeugen.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2205.00445](https://arxiv.org/abs/2205.00445)
[S-041] Reflexion: Language Agents with Verbal Reinforcement Learning
- Autor/Herausgeber: Shinn et al.
- Datum: 20.03.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2023)
- Relevanz: Agentische Selbstreflexion über Feedback und episodisches Gedächtnis.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2303.11366](https://arxiv.org/abs/2303.11366)
[S-042] Language Agent Tree Search Unifies Reasoning Acting and Planning in Language Models
- Autor/Herausgeber: Zhou et al.
- Datum: 06.10.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICML 2024)
- Relevanz: Baumsuche für agentisches Planen und Handeln.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2310.04406](https://arxiv.org/abs/2310.04406)
[S-043] WebArena: A Realistic Web Environment for Building Autonomous Agents
- Autor/Herausgeber: Zhou et al.
- Datum: 25.07.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICLR 2024)
- Relevanz: Benchmark realer Webaufgaben und Grenzen autonomer Agenten.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2307.13854](https://arxiv.org/abs/2307.13854)
[S-044] AgentBench: Evaluating LLMs as Agents
- Autor/Herausgeber: Liu et al.
- Datum: 07.08.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICLR 2024)
- Relevanz: Mehrumgebungs-Benchmark für Sprachmodellagenten.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2308.03688](https://arxiv.org/abs/2308.03688)
[S-045] AI Agents That Matter
- Autor/Herausgeber: Kapoor et al.
- Datum: 01.07.2024
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Forschungsarbeit
- Relevanz: Kritik an Agentenbenchmarks, Kosten- und Reproduzierbarkeitsanforderungen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2407.01502](https://arxiv.org/abs/2407.01502)
[S-046] Beyond Browsing: API-Based Web Agents
- Autor/Herausgeber: Lu et al.
- Datum: 21.10.2024
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: API-basierte statt rein visueller Webinteraktion.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2410.16464](https://arxiv.org/abs/2410.16464)
[S-052] Voyager: An Open-Ended Embodied Agent with Large Language Models
- Autor/Herausgeber: Wang et al.
- Datum: 25.05.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag
- Relevanz: Skill-Bibliothek und iteratives Lernen eines Agenten.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2305.16291](https://arxiv.org/abs/2305.16291)
[S-053] MultiAgentBench: Evaluating the Collaboration and Competition of LLM Agents
- Autor/Herausgeber: Zhu et al.
- Datum: 03.03.2025
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Mehragenten-Koordination und Benchmarking.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2503.01935](https://arxiv.org/abs/2503.01935)
Anbieter-Dokumentation
[S-036] Retrieval guide
- Autor/Herausgeber: OpenAI
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aktueller Produktstand für gehostetes Retrieval und Vektorspeicher.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://developers.openai.com/api/docs/guides/retrieval](https://developers.openai.com/api/docs/guides/retrieval)
[S-037] Embeddings with the Gemini API
- Autor/Herausgeber: Google
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aktueller Produktstand für Embeddings.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://ai.google.dev/gemini-api/docs/embeddings](https://ai.google.dev/gemini-api/docs/embeddings)
[S-054] Function calling guide
- Autor/Herausgeber: OpenAI
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aktueller Produktmechanismus für modellseitige Werkzeugaufrufe.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://developers.openai.com/api/docs/guides/function-calling](https://developers.openai.com/api/docs/guides/function-calling)
[S-055] Tool use with Claude
- Autor/Herausgeber: Anthropic
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aktueller Produktmechanismus für Werkzeugdefinition und -aufruf.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://platform.claude.com/docs/en/agents-and-tools/tool-use/overview](https://platform.claude.com/docs/en/agents-and-tools/tool-use/overview)
[S-056] Function calling with the Gemini API
- Autor/Herausgeber: Google
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aktueller Produktmechanismus für Funktionsaufrufe.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://ai.google.dev/gemini-api/docs/function-calling](https://ai.google.dev/gemini-api/docs/function-calling)
[S-057] Structured Outputs guide
- Autor/Herausgeber: OpenAI
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Schema-konforme strukturierte Modellausgaben.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://developers.openai.com/api/docs/guides/structured-outputs](https://developers.openai.com/api/docs/guides/structured-outputs)
[S-058] Structured outputs with the Gemini API
- Autor/Herausgeber: Google
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Schema-konforme strukturierte Modellausgaben.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://ai.google.dev/gemini-api/docs/structured-output](https://ai.google.dev/gemini-api/docs/structured-output)
[S-064] MCP connector and Claude Code MCP documentation
- Autor/Herausgeber: Anthropic
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Produktintegration von MCP.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://platform.claude.com/docs/en/agents-and-tools/mcp-connector](https://platform.claude.com/docs/en/agents-and-tools/mcp-connector)
Anpassung und Training
[S-009] LoRA: Low-Rank Adaptation of Large Language Models
- Autor/Herausgeber: Hu et al.
- Datum: 17.06.2021
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICLR 2022)
- Relevanz: Parametereffizientes Fine-Tuning über Low-Rank-Adapter.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2106.09685](https://arxiv.org/abs/2106.09685)
[S-010] QLoRA: Efficient Finetuning of Quantized LLMs
- Autor/Herausgeber: Dettmers et al.
- Datum: 23.05.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2023)
- Relevanz: Speichereffizientes Fine-Tuning quantisierter Modelle.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2305.14314](https://arxiv.org/abs/2305.14314)
[S-011] Direct Preference Optimization: Your Language Model is Secretly a Reward Model
- Autor/Herausgeber: Rafailov et al.
- Datum: 29.05.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2023)
- Relevanz: Präferenzoptimierung als Alternative zu komplexeren RLHF-Pipelines.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2305.18290](https://arxiv.org/abs/2305.18290)
[S-012] Distilling the Knowledge in a Neural Network
- Autor/Herausgeber: Hinton, Vinyals und Dean
- Datum: 09.03.2015
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Forschungsarbeit
- Relevanz: Grundidee der Wissensdistillation.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/1503.02531](https://arxiv.org/abs/1503.02531)
Caching und Kosten
[S-094] Prompt caching
- Autor/Herausgeber: Anthropic
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Anbietermechanismus zur Wiederverwendung großer Prompt-Präfixe.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-caching](https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-caching)
[S-095] Prompt caching guide
- Autor/Herausgeber: OpenAI
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Anbietermechanismus zur Wiederverwendung von Prompt-Präfixen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://developers.openai.com/api/docs/guides/prompt-caching](https://developers.openai.com/api/docs/guides/prompt-caching)
[S-096] Context caching with the Gemini API
- Autor/Herausgeber: Google
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Anbietermechanismus zur Speicherung und Wiederverwendung von Kontext.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://ai.google.dev/gemini-api/docs/caching](https://ai.google.dev/gemini-api/docs/caching)
Daten und Suche
[S-033] PostgreSQL 18 Documentation: Full Text Search
- Autor/Herausgeber: PostgreSQL Global Development Group
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Version 18; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Dokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Lexikalische Volltextsuche und Ranking in einer relationalen Datenbank.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.postgresql.org/docs/18/textsearch.html](https://www.postgresql.org/docs/18/textsearch.html)
[S-034] pgvector: Open-source vector similarity search for Postgres
- Autor/Herausgeber: pgvector project
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Projektdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Vektorsuche innerhalb PostgreSQL.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://github.com/pgvector/pgvector](https://github.com/pgvector/pgvector)
[S-035] Hybrid search with Elasticsearch
- Autor/Herausgeber: Elastic
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Kombination lexikalischer und semantischer Suche, einschließlich RRF.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.elastic.co/docs/solutions/search/hybrid-search](https://www.elastic.co/docs/solutions/search/hybrid-search)
[S-073] PostgreSQL 18 Released
- Autor/Herausgeber: PostgreSQL Global Development Group
- Datum: 25.09.2025
- Dokumenttyp: Offizielle Release-Mitteilung
- Status: Aktueller Major-Release am Stichtag
- Relevanz: Aktueller Versionsstand der relationalen Referenzdatenbank.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.postgresql.org/about/news/postgresql-18-released-3142/](https://www.postgresql.org/about/news/postgresql-18-released-3142/)
[S-074] PostgreSQL 18 Documentation: Concurrency Control
- Autor/Herausgeber: PostgreSQL Global Development Group
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Version 18; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Dokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Transaktionen, Isolation und MVCC.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.postgresql.org/docs/18/mvcc.html](https://www.postgresql.org/docs/18/mvcc.html)
[S-075] PostgreSQL 18 Documentation: Transactions
- Autor/Herausgeber: PostgreSQL Global Development Group
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Version 18; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Dokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Atomare Änderungen und Rollback in relationalen Datenbanken.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.postgresql.org/docs/18/tutorial-transactions.html](https://www.postgresql.org/docs/18/tutorial-transactions.html)
[S-076] Amazon S3 User Guide
- Autor/Herausgeber: Amazon Web Services
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Objektspeicher für Dateien und große Binärdaten.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://docs.aws.amazon.com/AmazonS3/latest/userguide/Welcome.html](https://docs.aws.amazon.com/AmazonS3/latest/userguide/Welcome.html)
Deployment und Betrieb
[S-087] CronJob
- Autor/Herausgeber: Kubernetes
- Datum: 13.05.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Aktueller Dokumentationsstand
- Relevanz: Zeitgesteuerte Jobs in Kubernetes.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://kubernetes.io/docs/concepts/workloads/controllers/cron-jobs/](https://kubernetes.io/docs/concepts/workloads/controllers/cron-jobs/)
[S-088] Jobs
- Autor/Herausgeber: Kubernetes
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Endliche Batch-Aufgaben und Wiederholungslogik.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://kubernetes.io/docs/concepts/workloads/controllers/job/](https://kubernetes.io/docs/concepts/workloads/controllers/job/)
[S-089] Deployments
- Autor/Herausgeber: Kubernetes
- Datum: 18.06.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Aktueller Dokumentationsstand
- Relevanz: Deklarative Rollouts und Rollbacks zustandsloser Anwendungen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://kubernetes.io/docs/concepts/workloads/controllers/deployment/](https://kubernetes.io/docs/concepts/workloads/controllers/deployment/)
Evaluation
[S-027] RAGAs: Automated Evaluation of Retrieval Augmented Generation
- Autor/Herausgeber: Es et al.
- Datum: 03.2024
- Dokumenttyp: Peer-reviewter Konferenzbeitrag
- Status: EACL 2024 System Demonstrations
- Relevanz: Komponentenbezogene Evaluation von RAG-Systemen.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://aclanthology.org/2024.eacl-demo.16/](https://aclanthology.org/2024.eacl-demo.16/)
[S-120] Holistic Evaluation of Language Models
- Autor/Herausgeber: Liang et al.
- Datum: 16.11.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (TMLR 2023)
- Relevanz: Mehrdimensionale, reproduzierbare Modellevaluation.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2211.09110](https://arxiv.org/abs/2211.09110)
[S-121] G-Eval: NLG Evaluation using GPT-4 with Better Human Alignment
- Autor/Herausgeber: Liu et al.
- Datum: 29.03.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (EMNLP 2023)
- Relevanz: LLM-basierte Bewertung und deren Bias-Risiken.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2303.16634](https://arxiv.org/abs/2303.16634)
[S-122] Define success criteria and build evaluations
- Autor/Herausgeber: Anthropic
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aufgabenspezifische Evals, Rubrics und Grading-Methoden.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://platform.claude.com/docs/en/test-and-evaluate/develop-tests](https://platform.claude.com/docs/en/test-and-evaluate/develop-tests)
Events und Workflows
[S-069] CloudEvents Specification 1.0.2
- Autor/Herausgeber: Cloud Native Computing Foundation
- Datum: 03.02.2022
- Dokumenttyp: Offizielle Spezifikation
- Status: CNCF-Spezifikation
- Relevanz: Standardisiertes Ereignisformat für verteilte Systeme.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://github.com/cloudevents/spec/blob/v1.0.2/cloudevents/spec.md](https://github.com/cloudevents/spec/blob/v1.0.2/cloudevents/spec.md)
[S-070] AsyncAPI Specification 3.1.0
- Autor/Herausgeber: AsyncAPI Initiative
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Spezifikation
- Status: Aktueller Spezifikationsstand
- Relevanz: Maschinenlesbare Beschreibung ereignisgetriebener APIs.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.asyncapi.com/docs/reference/specification/v3.1.0](https://www.asyncapi.com/docs/reference/specification/v3.1.0)
[S-071] Business Process Model and Notation (BPMN) Version 2.0.2
- Autor/Herausgeber: Object Management Group
- Datum: 01.2014
- Dokumenttyp: Offizielle Norm
- Status: OMG-Spezifikation
- Relevanz: Modellierung deterministischer Geschäftsprozesse.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.omg.org/spec/BPMN/2.0.2/](https://www.omg.org/spec/BPMN/2.0.2/)
[S-072] Decision Model and Notation (DMN) Version 1.5
- Autor/Herausgeber: Object Management Group
- Datum: 08.2024
- Dokumenttyp: Offizielle Norm
- Status: OMG-Spezifikation
- Relevanz: Explizite, regelbasierte Entscheidungslogik.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://www.omg.org/spec/DMN/1.5/](https://www.omg.org/spec/DMN/1.5/)
[S-077] Receive Stripe events in your webhook endpoint
- Autor/Herausgeber: Stripe
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Signaturprüfung, Retries und Ereigniszustellung bei Webhooks.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://docs.stripe.com/webhooks](https://docs.stripe.com/webhooks)
[S-078] Idempotent requests and error handling
- Autor/Herausgeber: Stripe
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Idempotenzschlüssel für wiederholbare API-Aufrufe.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://docs.stripe.com/api/idempotent_requests](https://docs.stripe.com/api/idempotent_requests)
[S-079] Event and Webhook Delivery Semantics
- Autor/Herausgeber: Panke
- Datum: 28.06.2026
- Dokumenttyp: IETF Internet-Draft
- Status: Entwurf; kein finaler Standard
- Relevanz: Aktueller Entwurf zu Zustellsemantik, Retries, Deduplizierung und Idempotenz.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://datatracker.ietf.org/doc/draft-mayankpanke-event-delivery-semantics/](https://datatracker.ietf.org/doc/draft-mayankpanke-event-delivery-semantics/)
[S-082] Work Queues Tutorial
- Autor/Herausgeber: RabbitMQ
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Arbeitswarteschlangen zur Entkopplung und Lastverteilung.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.rabbitmq.com/tutorials/tutorial-two-python](https://www.rabbitmq.com/tutorials/tutorial-two-python)
[S-083] Consumer Acknowledgements and Publisher Confirms
- Autor/Herausgeber: RabbitMQ
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Bestätigungen und Zustellsemantik.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.rabbitmq.com/docs/confirms](https://www.rabbitmq.com/docs/confirms)
[S-084] Kafka 4.3 Documentation: Design and delivery semantics
- Autor/Herausgeber: Apache Kafka
- Datum: 22.05.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Aktueller Dokumentationsstand
- Relevanz: Partitionierte Ereignislogs und Zustellsemantik.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://kafka.apache.org/43/documentation/](https://kafka.apache.org/43/documentation/)
[S-085] Durable Execution and Temporal Platform Documentation
- Autor/Herausgeber: Temporal Technologies
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Dauerhafte Workflows, Wiederaufnahme und Orchestrierung.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://docs.temporal.io/](https://docs.temporal.io/)
[S-086] Workflow Execution Event History
- Autor/Herausgeber: Temporal Technologies
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Produktdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Ereignishistorie als Grundlage deterministischer Wiederaufnahme.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://docs.temporal.io/workflow-execution/event](https://docs.temporal.io/workflow-execution/event)
Identität und Sicherheit
[S-097] RFC 6749: The OAuth 2.0 Authorization Framework
- Autor/Herausgeber: IETF / Hardt
- Datum: 10.2012
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Delegierte Autorisierung und Rollenmodell.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc6749.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc6749.html)
[S-098] RFC 9700: Best Current Practice for OAuth 2.0 Security
- Autor/Herausgeber: IETF / Lodderstedt, Bradley, Labunets und Fett
- Datum: 01.2025
- Dokumenttyp: Best Current Practice
- Status: RFC
- Relevanz: Aktuelle Sicherheitsanforderungen für OAuth 2.0.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9700.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9700.html)
[S-099] OpenID Connect Core 1.0 incorporating errata set 2
- Autor/Herausgeber: OpenID Foundation
- Datum: 15.12.2023
- Dokumenttyp: Offizielle Spezifikation
- Status: Final Specification
- Relevanz: Identitätsschicht auf OAuth 2.0.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://openid.net/specs/openid-connect-core-1_0.html](https://openid.net/specs/openid-connect-core-1_0.html)
[S-100] RFC 6750: The OAuth 2.0 Authorization Framework: Bearer Token Usage
- Autor/Herausgeber: IETF / Jones und Hardt
- Datum: 10.2012
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Verwendung und Risiken von Bearer Tokens.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc6750.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc6750.html)
[S-101] RFC 7636: Proof Key for Code Exchange by OAuth Public Clients
- Autor/Herausgeber: IETF / Sakimura, Bradley und Agarwal
- Datum: 09.2015
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Schutz des Authorization Code Flow für öffentliche Clients.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc7636.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc7636.html)
[S-102] RFC 7519: JSON Web Token (JWT)
- Autor/Herausgeber: IETF / Jones, Bradley und Sakimura
- Datum: 05.2015
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Kompaktes Claims-Format für signierte oder verschlüsselte Tokens.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc7519.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc7519.html)
[S-103] RFC 8725: JSON Web Token Best Current Practices
- Autor/Herausgeber: IETF / Sheffer, Hardt und Jones
- Datum: 02.2020
- Dokumenttyp: Best Current Practice
- Status: RFC
- Relevanz: Sicherheitsregeln für JWT-Verarbeitung.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc8725.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc8725.html)
[S-104] SP 800-63B-4: Digital Identity Guidelines - Authentication and Authenticator Management
- Autor/Herausgeber: NIST
- Datum: 07.2025
- Dokumenttyp: Behördenstandard
- Status: Final Publication
- Relevanz: Aktueller NIST-Stand zu Authentisierung und Authenticator Management.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://doi.org/10.6028/NIST.SP.800-63B-4](https://doi.org/10.6028/NIST.SP.800-63B-4)
[S-105] RFC 9846: The Transport Layer Security (TLS) Protocol Version 1.3
- Autor/Herausgeber: IETF / Rescorla
- Datum: 07.2026
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC; ersetzt RFC 8446
- Relevanz: Aktueller TLS-1.3-Standard am Stichtag.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9846.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9846.html)
[S-106] RFC 9421: HTTP Message Signatures
- Autor/Herausgeber: IETF / Backman et al.
- Datum: 02.2024
- Dokumenttyp: Internet Standard
- Status: RFC
- Relevanz: Kryptografische Signaturen ausgewählter HTTP-Nachrichtenbestandteile.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9421.html](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9421.html)
[S-107] REST Security Cheat Sheet
- Autor/Herausgeber: OWASP Cheat Sheet Series
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Sicherheitsleitlinie
- Status: Living Documentation
- Relevanz: HTTPS, Zugriffskontrolle, Token- und API-Sicherheit.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/REST_Security_Cheat_Sheet.html](https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/REST_Security_Cheat_Sheet.html)
[S-108] Secrets Management Cheat Sheet
- Autor/Herausgeber: OWASP Cheat Sheet Series
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Sicherheitsleitlinie
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Speicherung, Rotation und Zugriff auf Geheimnisse.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Secrets_Management_Cheat_Sheet.html](https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Secrets_Management_Cheat_Sheet.html)
[S-110] Authorization Cheat Sheet
- Autor/Herausgeber: OWASP Cheat Sheet Series
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Sicherheitsleitlinie
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Robuste Autorisierungslogik und Least Privilege.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Authorization_Cheat_Sheet.html](https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Authorization_Cheat_Sheet.html)
Inference und Betrieb
[S-006] FlashAttention: Fast and Memory-Efficient Exact Attention with IO-Awareness
- Autor/Herausgeber: Dao et al.
- Datum: 27.05.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2022)
- Relevanz: Inference- und Trainingsoptimierung der Attention-Berechnung.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2205.14135](https://arxiv.org/abs/2205.14135)
[S-007] Efficient Memory Management for Large Language Model Serving with PagedAttention
- Autor/Herausgeber: Kwon et al.
- Datum: 12.09.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (SOSP 2023)
- Relevanz: PagedAttention und effizientes LLM-Serving.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2309.06180](https://arxiv.org/abs/2309.06180)
[S-008] Fast Inference from Transformers via Speculative Decoding
- Autor/Herausgeber: Leviathan, Kalman und Matias
- Datum: 30.11.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICML 2023)
- Relevanz: Beschleunigung autoregressiver Inferenz durch spekulative Kandidaten.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2211.17192](https://arxiv.org/abs/2211.17192)
[S-090] KServe - Kubernetes-native model serving
- Autor/Herausgeber: KServe project
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Projektdokumentation
- Status: CNCF Incubating / Living Documentation
- Relevanz: Modellbereitstellung, Skalierung, Health Checks und Inference Graphs.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://kserve.github.io/website/](https://kserve.github.io/website/)
[S-091] vLLM Documentation
- Autor/Herausgeber: vLLM project
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Projektdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: PagedAttention, Continuous Batching, Prefix Caching und Quantisierung.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://docs.vllm.ai/en/stable/](https://docs.vllm.ai/en/stable/)
[S-092] Text Generation Inference Documentation
- Autor/Herausgeber: Hugging Face
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Projektdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Produktionsorientiertes LLM-Serving mit Batching, Streaming und Telemetrie.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://huggingface.co/docs/text-generation-inference/index](https://huggingface.co/docs/text-generation-inference/index)
[S-093] llama.cpp: LLM inference in C/C++
- Autor/Herausgeber: ggml-org
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Projektdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Lokale und Cloud-Inferenz auf breitem Hardware-Spektrum.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://github.com/ggml-org/llama.cpp](https://github.com/ggml-org/llama.cpp)
KI-Sicherheit
[S-111] OWASP GenAI LLM Top 10 2026
- Autor/Herausgeber: OWASP GenAI Security Project
- Datum: 03.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Community-Sicherheitsleitlinie
- Status: Aktuelle Ausgabe am Stichtag
- Relevanz: Aktuellster OWASP-Risikokatalog für LLM-Anwendungen am 8. August 2026.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://genai.owasp.org/resource/owasp-genai-llm-top-10-2026/](https://genai.owasp.org/resource/owasp-genai-llm-top-10-2026/)
[S-112] OWASP Top 10 for LLM Applications 2025
- Autor/Herausgeber: OWASP GenAI Security Project
- Datum: 2025
- Dokumenttyp: Offizielle Community-Sicherheitsleitlinie
- Status: Vorgängerausgabe; Detailreferenz
- Relevanz: Risikokatalog der 2025-Ausgabe; für die zugehörigen Detailseiten weiter relevant.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://genai.owasp.org/resource/owasp-top-10-for-llm-applications-2025/](https://genai.owasp.org/resource/owasp-top-10-for-llm-applications-2025/)
[S-113] LLM01:2025 Prompt Injection
- Autor/Herausgeber: OWASP GenAI Security Project
- Datum: 2025
- Dokumenttyp: Offizielle Community-Sicherheitsleitlinie
- Status: Detailseite der 2025-Ausgabe; geprüft 08.08.2026
- Relevanz: Direkte und indirekte Prompt Injection.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://genai.owasp.org/llmrisk/llm01-prompt-injection/](https://genai.owasp.org/llmrisk/llm01-prompt-injection/)
[S-114] LLM06:2025 Excessive Agency
- Autor/Herausgeber: OWASP GenAI Security Project
- Datum: 2025
- Dokumenttyp: Offizielle Community-Sicherheitsleitlinie
- Status: Detailseite der 2025-Ausgabe; geprüft 08.08.2026
- Relevanz: Übermäßige Rechte und autonome Aktionsmöglichkeiten.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://genai.owasp.org/llmrisk/llm06-sensitive-information-disclosure/](https://genai.owasp.org/llmrisk/llm06-sensitive-information-disclosure/)
[S-115] LLM05:2025 Improper Output Handling
- Autor/Herausgeber: OWASP GenAI Security Project
- Datum: 2025
- Dokumenttyp: Offizielle Community-Sicherheitsleitlinie
- Status: Detailseite der 2025-Ausgabe; geprüft 08.08.2026
- Relevanz: Unsichere Weiterverarbeitung von Modellausgaben.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://genai.owasp.org/llmrisk/llm05-supply-chain-vulnerabilities/](https://genai.owasp.org/llmrisk/llm05-supply-chain-vulnerabilities/)
[S-116] NIST AI 600-1: Artificial Intelligence Risk Management Framework - Generative Artificial Intelligence Profile
- Autor/Herausgeber: NIST
- Datum: 26.07.2024
- Dokumenttyp: Behördenstandard / Risikoprofil
- Status: Final Publication
- Relevanz: Risiken und Maßnahmen für generative KI.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://doi.org/10.6028/NIST.AI.600-1](https://doi.org/10.6028/NIST.AI.600-1)
[S-117] NIST AI 100-2e2025: Adversarial Machine Learning - A Taxonomy and Terminology of Attacks and Mitigations
- Autor/Herausgeber: NIST
- Datum: 03.2025
- Dokumenttyp: Behördenstandard / Taxonomie
- Status: Final Publication
- Relevanz: Angriffe einschließlich Prompt Injection, Daten- und Modellangriffen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://doi.org/10.6028/NIST.AI.100-2e2025](https://doi.org/10.6028/NIST.AI.100-2e2025)
[S-118] MITRE ATLAS - Adversarial Threat Landscape for Artificial-Intelligence Systems
- Autor/Herausgeber: MITRE
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Wissensbasis
- Status: Living Knowledge Base
- Relevanz: Taktiken und Techniken gegen KI-Systeme.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://atlas.mitre.org/](https://atlas.mitre.org/)
[S-119] Request for Information About Securing AI Agent Systems
- Autor/Herausgeber: NIST / CAISI
- Datum: 01.2026
- Dokumenttyp: Behördenveröffentlichung
- Status: RFI / laufende Standardisierungsarbeit
- Relevanz: Aktuelle Sicherheitsfragen agentischer Systeme.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://www.nist.gov/news-events/news/2026/01/caisi-issues-request-information-about-securing-ai-agent-systems](https://www.nist.gov/news-events/news/2026/01/caisi-issues-request-information-about-securing-ai-agent-systems)
Kontext und Prompting
[S-013] Lost in the Middle: How Language Models Use Long Contexts
- Autor/Herausgeber: Liu et al.
- Datum: 06.07.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (TACL 2024)
- Relevanz: Unterschied zwischen nominellem und effektiv nutzbarem Kontext.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2307.03172](https://arxiv.org/abs/2307.03172)
MCP
[S-060] Architecture - Specification 2026-07-28
- Autor/Herausgeber: Model Context Protocol
- Datum: 28.07.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Protokollspezifikation
- Status: Aktueller Spezifikationsstand
- Relevanz: Host-Client-Server-Architektur und Protokollkern von MCP.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://modelcontextprotocol.io/specification/2026-07-28/architecture](https://modelcontextprotocol.io/specification/2026-07-28/architecture)
[S-061] The 2026-07-28 Specification
- Autor/Herausgeber: Soria Parra und Delimarsky / Model Context Protocol
- Datum: 28.07.2026
- Dokumenttyp: Offizieller Release-Beitrag
- Status: Aktueller Release-Stand
- Relevanz: Stateless Core, MRTR, Header-Routing, Caching und Auth-Härtung.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://blog.modelcontextprotocol.io/posts/2026-07-28/](https://blog.modelcontextprotocol.io/posts/2026-07-28/)
[S-062] Security Best Practices
- Autor/Herausgeber: Model Context Protocol
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Draft, geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Sicherheitsdokumentation
- Status: Draft / Living Documentation
- Relevanz: Angriffe und Gegenmaßnahmen für MCP-Implementierungen.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://modelcontextprotocol.io/docs/draft/tutorials/security/security_best_practices](https://modelcontextprotocol.io/docs/draft/tutorials/security/security_best_practices)
[S-063] Authorization - Specification 2025-06-18
- Autor/Herausgeber: Model Context Protocol
- Datum: 18.06.2025
- Dokumenttyp: Offizielle Protokollspezifikation
- Status: Historischer Spezifikationsstand; durch 2026er Stand zu aktualisieren
- Relevanz: OAuth-basierte Autorisierung für HTTP-Transporte.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://modelcontextprotocol.io/specification/2025-06-18/basic/authorization](https://modelcontextprotocol.io/specification/2025-06-18/basic/authorization)
Memory
[S-047] Generative Agents: Interactive Simulacra of Human Behavior
- Autor/Herausgeber: Park et al.
- Datum: 07.04.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (UIST 2023)
- Relevanz: Memory Stream, Reflexion und Planung in simulierten Agenten.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2304.03442](https://arxiv.org/abs/2304.03442)
[S-048] MemGPT: Towards LLMs as Operating Systems
- Autor/Herausgeber: Packer et al.
- Datum: 12.10.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Hierarchisches Memory Management für begrenzte Kontextfenster.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2310.08560](https://arxiv.org/abs/2310.08560)
[S-049] A-MEM: Agentic Memory for LLM Agents
- Autor/Herausgeber: Xu et al.
- Datum: 17.02.2025
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Agentische Organisation und Verknüpfung von Erinnerungen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2502.12110](https://arxiv.org/abs/2502.12110)
[S-050] Mem0: Building Production-Ready AI Agents with Scalable Long-Term Memory
- Autor/Herausgeber: Chhikara et al.
- Datum: 28.04.2025
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Produktionsorientierte Long-Term-Memory-Architektur.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2504.19413](https://arxiv.org/abs/2504.19413)
[S-051] Evaluating Memory in LLM Agents via Incremental Multi-Turn Interactions
- Autor/Herausgeber: Hu et al.
- Datum: 07.07.2025
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Evaluation von Agentenmemory über inkrementelle Interaktionen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2507.05257](https://arxiv.org/abs/2507.05257)
Modellgrundlagen
[S-001] Attention Is All You Need
- Autor/Herausgeber: Vaswani et al.
- Datum: 12.06.2017
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2017)
- Relevanz: Grundarchitektur des Transformers und Self-Attention.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/1706.03762](https://arxiv.org/abs/1706.03762)
[S-002] Language Models are Few-Shot Learners
- Autor/Herausgeber: Brown et al.
- Datum: 28.05.2020
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2020)
- Relevanz: Skalierte autoregressive Sprachmodelle und In-Context Learning.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2005.14165](https://arxiv.org/abs/2005.14165)
[S-003] Training language models to follow instructions with human feedback
- Autor/Herausgeber: Ouyang et al.
- Datum: 04.03.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2022)
- Relevanz: Post-Training und menschliches Feedback für Instruktionsbefolgung.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2203.02155](https://arxiv.org/abs/2203.02155)
[S-004] SentencePiece: A simple and language independent subword tokenizer and detokenizer for Neural Text Processing
- Autor/Herausgeber: Kudo und Richardson
- Datum: 20.08.2018
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (EMNLP 2018)
- Relevanz: Tokenisierung als technische Vorstufe von Modellkontext und Kosten.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/1808.06226](https://arxiv.org/abs/1808.06226)
[S-005] Training Compute-Optimal Large Language Models
- Autor/Herausgeber: Hoffmann et al.
- Datum: 29.03.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2022)
- Relevanz: Zusammenspiel von Modellgröße, Datenmenge und Trainingsbudget.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2203.15556](https://arxiv.org/abs/2203.15556)
Observability
[S-109] Logging Cheat Sheet
- Autor/Herausgeber: OWASP Cheat Sheet Series
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Sicherheitsleitlinie
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Anwendungs- und Sicherheitslogging.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Logging_Cheat_Sheet.html](https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Logging_Cheat_Sheet.html)
[S-123] OpenTelemetry Semantic Conventions 1.43.0
- Autor/Herausgeber: OpenTelemetry
- Datum: Version 1.43.0; Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Spezifikation
- Status: Aktueller Living-Standard
- Relevanz: Standardisierte Attribute für Traces, Metriken und Logs.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://opentelemetry.io/docs/specs/semconv/](https://opentelemetry.io/docs/specs/semconv/)
[S-124] Inside the LLM Call: GenAI Observability with OpenTelemetry
- Autor/Herausgeber: OpenTelemetry
- Datum: 06.2026
- Dokumenttyp: Offizieller Projektbeitrag
- Status: Aktueller Projektstand
- Relevanz: Aktiver Stand der GenAI-Telemetrie und agentischen Beobachtbarkeit.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://opentelemetry.io/blog/2026/genai-observability/](https://opentelemetry.io/blog/2026/genai-observability/)
RAG und Retrieval
[S-014] Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks
- Autor/Herausgeber: Lewis et al.
- Datum: 22.05.2020
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (NeurIPS 2020)
- Relevanz: Grundmodell für Retrieval plus Generierung.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2005.11401](https://arxiv.org/abs/2005.11401)
[S-015] Dense Passage Retrieval for Open-Domain Question Answering
- Autor/Herausgeber: Karpukhin et al.
- Datum: 10.04.2020
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (EMNLP 2020)
- Relevanz: Dichtes Passage Retrieval mit Dual Encodern.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2004.04906](https://arxiv.org/abs/2004.04906)
[S-016] ColBERT: Efficient and Effective Passage Search via Contextualized Late Interaction over BERT
- Autor/Herausgeber: Khattab und Zaharia
- Datum: 27.04.2020
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (SIGIR 2020)
- Relevanz: Late Interaction als Retrieval- und Reranking-Ansatz.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2004.12832](https://arxiv.org/abs/2004.12832)
[S-017] Precise Zero-Shot Dense Retrieval without Relevance Labels
- Autor/Herausgeber: Gao et al.
- Datum: 20.12.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (ACL 2023)
- Relevanz: HyDE: hypothetische Dokumente zur Verbesserung dichter Suche.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2212.10496](https://arxiv.org/abs/2212.10496)
[S-018] Self-RAG: Learning to Retrieve, Generate, and Critique through Self-Reflection
- Autor/Herausgeber: Asai et al.
- Datum: 17.10.2023
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICLR 2024)
- Relevanz: Adaptive Retrieval- und Kritikschritte.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2310.11511](https://arxiv.org/abs/2310.11511)
[S-019] Corrective Retrieval Augmented Generation
- Autor/Herausgeber: Yan et al.
- Datum: 29.01.2024
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (2024)
- Relevanz: Korrektives Retrieval mit Qualitätsbewertung und Websuche.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2401.15884](https://arxiv.org/abs/2401.15884)
[S-020] RAPTOR: Recursive Abstractive Processing for Tree-Organized Retrieval
- Autor/Herausgeber: Sarthi et al.
- Datum: 31.01.2024
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Konferenzbeitrag (ICLR 2024)
- Relevanz: Hierarchisches Retrieval über rekursive Zusammenfassungen.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2401.18059](https://arxiv.org/abs/2401.18059)
[S-021] From Local to Global: A Graph RAG Approach to Query-Focused Summarization
- Autor/Herausgeber: Edge et al.
- Datum: 24.04.2024
- Dokumenttyp: Originalarbeit / Microsoft Research
- Status: Forschungsarbeit
- Relevanz: Graphbasierte globale und lokale Retrieval-Strategien.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/from-local-to-global-a-graph-rag-approach-to-query-focused-summarization/](https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/from-local-to-global-a-graph-rag-approach-to-query-focused-summarization/)
[S-022] Project GraphRAG
- Autor/Herausgeber: Microsoft Research
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Projektdokumentation
- Status: Living Documentation
- Relevanz: Aktueller Projekt- und Implementierungsstand von GraphRAG.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.microsoft.com/en-us/research/project/graphrag/](https://www.microsoft.com/en-us/research/project/graphrag/)
[S-023] Introducing DRIFT Search: Combining global and local search methods to improve quality and efficiency
- Autor/Herausgeber: Microsoft Research
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizieller Forschungsblog
- Status: Hersteller-/Forschungsquelle
- Relevanz: Kombination globaler und lokaler GraphRAG-Suche.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.microsoft.com/en-us/research/blog/introducing-drift-search-combining-global-and-local-search-methods-to-improve-quality-and-efficiency/](https://www.microsoft.com/en-us/research/blog/introducing-drift-search-combining-global-and-local-search-methods-to-improve-quality-and-efficiency/)
[S-024] LazyGraphRAG: Setting a new standard for quality and cost
- Autor/Herausgeber: Microsoft Research
- Datum: 25.11.2024
- Dokumenttyp: Offizieller Forschungsblog
- Status: Hersteller-/Forschungsquelle
- Relevanz: Kosten- und Qualitätsvarianten graphbasierter Retrieval-Architekturen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://www.microsoft.com/en-us/research/blog/lazygraphrag-setting-a-new-standard-for-quality-and-cost/](https://www.microsoft.com/en-us/research/blog/lazygraphrag-setting-a-new-standard-for-quality-and-cost/)
[S-025] Retrieval-Augmented Generation for Large Language Models: A Survey
- Autor/Herausgeber: Gao et al.
- Datum: 18.12.2023
- Dokumenttyp: Forschungssurvey / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Systematisierung von Naive, Advanced und Modular RAG.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2312.10997](https://arxiv.org/abs/2312.10997)
[S-026] Retrieval-Augmented Generation for Large Language Models: A Survey from a Retrieval Perspective
- Autor/Herausgeber: Huang et al.
- Datum: 16.04.2024
- Dokumenttyp: Forschungssurvey / arXiv
- Status: Preprint
- Relevanz: Retrieval-Pipeline, Indexierung, Abfrage und Evaluation.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2404.10981](https://arxiv.org/abs/2404.10981)
[S-028] BEIR: A Heterogeneous Benchmark for Zero-shot Evaluation of Information Retrieval Models
- Autor/Herausgeber: Thakur et al.
- Datum: 18.04.2021
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (NeurIPS Datasets and Benchmarks 2021)
- Relevanz: Breite Evaluation von Retrievalverfahren über heterogene Datensätze.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2104.08663](https://arxiv.org/abs/2104.08663)
[S-029] Efficient and Robust Approximate Nearest Neighbor Search Using Hierarchical Navigable Small World Graphs
- Autor/Herausgeber: Malkov und Yashunin
- Datum: 30.03.2016
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (TPAMI 2018)
- Relevanz: ANN-Index HNSW als technische Grundlage vieler Vektorsuchen.
- Refresh-Priorität: niedrig
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/1603.09320](https://arxiv.org/abs/1603.09320)
[S-030] MTEB: Massive Text Embedding Benchmark
- Autor/Herausgeber: Muennighoff et al.
- Datum: 13.10.2022
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-reviewter Beitrag (EACL 2023)
- Relevanz: Mehrdimensionale Evaluation von Text-Embeddings.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2210.07316](https://arxiv.org/abs/2210.07316)
[S-031] MMTEB: Massive Multilingual Text Embedding Benchmark
- Autor/Herausgeber: Enevoldsen et al.
- Datum: 19.02.2025
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Peer-review-/Benchmarkarbeit
- Relevanz: Mehrsprachige Embedding-Evaluation.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2502.13595](https://arxiv.org/abs/2502.13595)
[S-032] BGE M3-Embedding: Multi-Lingual, Multi-Functionality, Multi-Granularity Text Embeddings Through Self-Knowledge Distillation
- Autor/Herausgeber: Chen et al.
- Datum: 05.02.2024
- Dokumenttyp: Originalarbeit / arXiv
- Status: Preprint / Modellarbeit
- Relevanz: Dense, Sparse und Multi-Vector Retrieval in einem Embedding-Modell.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://arxiv.org/abs/2402.03216](https://arxiv.org/abs/2402.03216)
Rechtliche Schnittstellen
[S-125] Verordnung (EU) 2016/679 - Datenschutz-Grundverordnung
- Autor/Herausgeber: Europäische Union
- Datum: 27.04.2016
- Dokumenttyp: Rechtsquelle
- Status: Geltendes Unionsrecht
- Relevanz: Architekturrelevante Grundsätze für personenbezogene Daten; Details in Dossier 1.
- Refresh-Priorität: mittel
- Direkte URL: [https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj)
[S-126] Verordnung (EU) 2024/1689 - AI Act
- Autor/Herausgeber: Europäische Union
- Datum: 13.06.2024
- Dokumenttyp: Rechtsquelle
- Status: Geltendes Unionsrecht mit gestaffelter Anwendung
- Relevanz: Architekturrelevante Rollen, Risikomanagement und Transparenz; Details in Dossier 2.
- Refresh-Priorität: sehr hoch
- Direkte URL: [https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj)
Reliability
[S-080] Timeouts, retries, and backoff with jitter
- Autor/Herausgeber: Amazon Web Services
- Datum: 12.06.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Engineering-Dokumentation
- Status: AWS Builders Library
- Relevanz: Timeouts, begrenzte Retries, exponentielles Backoff und Jitter.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://aws.amazon.com/builders-library/timeouts-retries-and-backoff-with-jitter/](https://aws.amazon.com/builders-library/timeouts-retries-and-backoff-with-jitter/)
[S-081] Making retries safe with idempotent APIs
- Autor/Herausgeber: Amazon Web Services
- Datum: Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026
- Dokumenttyp: Offizielle Engineering-Dokumentation
- Status: AWS Builders Library
- Relevanz: Sichere Wiederholung nichttrivialer API-Operationen.
- Refresh-Priorität: hoch
- Direkte URL: [https://aws.amazon.com/builders-library/making-retries-safe-with-idempotent-APIs/](https://aws.amazon.com/builders-library/making-retries-safe-with-idempotent-APIs/)
Schnell veraltende Informationen, Refresh-Plan und Qualitätsbericht
Refresh-Klassen
| Klasse | Bedeutung | Beispiele |
|---|---|---|
| Sehr hoch | Vor jeder Veröffentlichung und bei Produktentscheidung neu prüfen | MCP-Spezifikation, Modell-/API-Funktionen, Agentensicherheit, Serving-Stacks |
| Hoch | Mindestens quartalsweise beziehungsweise vor Buch-Freeze | Produktdokumentationen, OpenTelemetry GenAI, Embedding-/Retrievalstände, Standards in aktiver Entwicklung |
| Mittel | Jährlich oder bei neuer relevanter Forschung | RAG-/Agentenforschung, Evaluation, Architekturpraktiken |
| Niedrig | Zeitlose Grundlagen; dennoch Link und Publikationsstatus prüfen | Transformer, OAuth-Grundstandard, HNSW, BPMN/DMN-Grundlogik |
Konkrete Refresh-Liste
| ID | Quelle/Thema | Stand | Priorität |
|---|---|---|---|
| S-022 | Project GraphRAG | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-023 | Introducing DRIFT Search: Combining global and local search methods to improve quality and efficiency | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-024 | LazyGraphRAG: Setting a new standard for quality and cost | 25.11.2024 | hoch |
| S-031 | MMTEB: Massive Multilingual Text Embedding Benchmark | 19.02.2025 | hoch |
| S-032 | BGE M3-Embedding: Multi-Lingual, Multi-Functionality, Multi-Granularity Text Embeddings Through Self-Knowledge Distillation | 05.02.2024 | hoch |
| S-033 | PostgreSQL 18 Documentation: Full Text Search | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Version 18; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-034 | pgvector: Open-source vector similarity search for Postgres | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-035 | Hybrid search with Elasticsearch | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-036 | Retrieval guide | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-037 | Embeddings with the Gemini API | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-043 | WebArena: A Realistic Web Environment for Building Autonomous Agents | 25.07.2023 | hoch |
| S-044 | AgentBench: Evaluating LLMs as Agents | 07.08.2023 | hoch |
| S-045 | AI Agents That Matter | 01.07.2024 | hoch |
| S-046 | Beyond Browsing: API-Based Web Agents | 21.10.2024 | hoch |
| S-049 | A-MEM: Agentic Memory for LLM Agents | 17.02.2025 | hoch |
| S-050 | Mem0: Building Production-Ready AI Agents with Scalable Long-Term Memory | 28.04.2025 | hoch |
| S-051 | Evaluating Memory in LLM Agents via Incremental Multi-Turn Interactions | 07.07.2025 | hoch |
| S-053 | MultiAgentBench: Evaluating the Collaboration and Competition of LLM Agents | 03.03.2025 | hoch |
| S-054 | Function calling guide | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-055 | Tool use with Claude | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-056 | Function calling with the Gemini API | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-057 | Structured Outputs guide | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-058 | Structured outputs with the Gemini API | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-060 | Architecture - Specification 2026-07-28 | 28.07.2026 | sehr hoch |
| S-061 | The 2026-07-28 Specification | 28.07.2026 | sehr hoch |
| S-062 | Security Best Practices | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Draft, geprüft 08.08.2026 | sehr hoch |
| S-063 | Authorization - Specification 2025-06-18 | 18.06.2025 | sehr hoch |
| S-064 | MCP connector and Claude Code MCP documentation | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-067 | OpenAPI Specification 3.2.0 | 19.09.2025 | hoch |
| S-070 | AsyncAPI Specification 3.1.0 | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-073 | PostgreSQL 18 Released | 25.09.2025 | hoch |
| S-074 | PostgreSQL 18 Documentation: Concurrency Control | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Version 18; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-075 | PostgreSQL 18 Documentation: Transactions | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; Version 18; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-076 | Amazon S3 User Guide | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-077 | Receive Stripe events in your webhook endpoint | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-078 | Idempotent requests and error handling | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-079 | Event and Webhook Delivery Semantics | 28.06.2026 | sehr hoch |
| S-080 | Timeouts, retries, and backoff with jitter | 12.06.2026 | hoch |
| S-081 | Making retries safe with idempotent APIs | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-082 | Work Queues Tutorial | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-083 | Consumer Acknowledgements and Publisher Confirms | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-084 | Kafka 4.3 Documentation: Design and delivery semantics | 22.05.2026 | sehr hoch |
| S-085 | Durable Execution and Temporal Platform Documentation | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-086 | Workflow Execution Event History | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-087 | CronJob | 13.05.2026 | hoch |
| S-088 | Jobs | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-089 | Deployments | 18.06.2026 | hoch |
| S-090 | KServe - Kubernetes-native model serving | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-091 | vLLM Documentation | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | sehr hoch |
| S-092 | Text Generation Inference Documentation | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-093 | llama.cpp: LLM inference in C/C++ | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-094 | Prompt caching | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-095 | Prompt caching guide | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-096 | Context caching with the Gemini API | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-098 | RFC 9700: Best Current Practice for OAuth 2.0 Security | 01.2025 | hoch |
| S-104 | SP 800-63B-4: Digital Identity Guidelines - Authentication and Authenticator Management | 07.2025 | hoch |
| S-105 | RFC 9846: The Transport Layer Security (TLS) Protocol Version 1.3 | 07.2026 | sehr hoch |
| S-107 | REST Security Cheat Sheet | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-108 | Secrets Management Cheat Sheet | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-109 | Logging Cheat Sheet | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-110 | Authorization Cheat Sheet | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-111 | OWASP GenAI LLM Top 10 2026 | 03.08.2026 | sehr hoch |
| S-112 | OWASP Top 10 for LLM Applications 2025 | 2025 | hoch |
| S-113 | LLM01:2025 Prompt Injection | 2025 | hoch |
| S-114 | LLM06:2025 Excessive Agency | 2025 | hoch |
| S-115 | LLM05:2025 Improper Output Handling | 2025 | hoch |
| S-117 | NIST AI 100-2e2025: Adversarial Machine Learning - A Taxonomy and Terminology of Attacks and Mitigations | 03.2025 | hoch |
| S-118 | MITRE ATLAS - Adversarial Threat Landscape for Artificial-Intelligence Systems | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-119 | Request for Information About Securing AI Agent Systems | 01.2026 | sehr hoch |
| S-122 | Define success criteria and build evaluations | Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-123 | OpenTelemetry Semantic Conventions 1.43.0 | Version 1.43.0; Veröffentlichungsdatum UNKLAR; geprüft 08.08.2026 | hoch |
| S-124 | Inside the LLM Call: GenAI Observability with OpenTelemetry | 06.2026 | sehr hoch |
| S-126 | Verordnung (EU) 2024/1689 - AI Act | 13.06.2024 | sehr hoch |
Vor Buch-Freeze zwingend prüfen
- MCP: aktuell veröffentlichte Spezifikation, Transport, Authentisierung, Security Best Practices und Breaking Changes.
- TLS: aktuellen IETF-Standard und relevante Sicherheitsupdates; am Stichtag RFC 9846 vom Juli 2026. [S-105]
- OpenAPI, JSON Schema, CloudEvents und AsyncAPI: aktuelle Version und Implementierungsunterstützung.
- OpenTelemetry: aktuelle stabile GenAI-Semantikkonventionen und Datenschutzempfehlungen. [S-123; S-124]
- Provider-APIs: Modellnamen, Structured Output, Tool Calling, Caching, Rate Limits, Preise und Datenbedingungen.
- Serving-Stacks: vLLM, TGI, llama.cpp, KServe, Kubernetes und relevante Sicherheitsupdates.
- Agenten- und Prompt-Injection-Forschung sowie OWASP/NIST/MITRE-Material.
- AI Act und DSGVO-Auslegung an den konkret im Buch beschriebenen Anwendungsszenarien.
- Alle Zahlen, Versionsdaten und wörtlich zugespitzten Aussagen unmittelbar an der Originalquelle.
Qualitätskennzahlen
| Qualitätskennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Dokumentierte Quellen | 126 |
| Peer-reviewt gekennzeichnete Quellen | 34 |
| Offizielle Standards/RFCs/Produktdokumentationen nach technischer Klassifikation | 70 |
| Originalforschung, Surveys und Benchmarkquellen nach Dokumentart | 48 |
| Living Documents | 37 |
| Quellen mit hoher/sehr hoher Refresh-Priorität | 73 |
| Kernaussagen | 50 |
| Forschungs-/Technikprofile | 18 |
| Referenzarchitekturen | 18 |
| Entwurfsschritte | 36 |
| Mythenprüfungen | 20 |
| Offene Fragen | 20 |
| Faktenkarten | 50 |
| Glossarbegriffe | 81 |
Stärken
- Konsequente Trennung von Modell, Kontext, Retrieval, Datenhaltung, Tools, Workflow, Agent und Betrieb.
- 126 dokumentierte Primär-, Forschungs-, Standard- und offizielle Produktquellen mit URL, Datum, Status und Refresh-Klasse.
- 50 belegte Kernaussagen und eine vollständige Quellenmatrix.
- 18 praxisnahe Referenzarchitekturen, darunter bewusst einfache und bewusst KI-freie Muster.
- Verbindung von Fachprozess, Sicherheit, Datenprovenienz, Evaluation, Reliability und Vollkosten.
- Aktuelle Standards am 8. August 2026, einschließlich MCP 2026-07-28 und TLS 1.3 nach RFC 9846.
Bekannte Grenzen
- Produkt- und Living Documentation kann sich unmittelbar nach dem Stichtag ändern.
- Viele Agenten-, Memory- und RAG-Varianten beruhen auf Preprints oder Benchmarks; ihre Übertragbarkeit auf Unternehmensproduktion ist begrenzt.
- Das Dossier führt keine Lasttests, Penetrationstests, Datenschutz-Folgenabschätzungen oder juristischen Einzelfallprüfungen für ein konkretes System durch.
- Kosten und Hardwaredimensionierung hängen stark von Modell, Lastprofil, Region, Auslastung und Personal ab und werden in Dossier 17 vertieft.
- Komplexe verteilte Systeme besitzen zusätzliche Implementierungsdetails, die ein verständliches Architektur-Dossier nicht vollständig abbilden kann.
- Die Referenzarchitekturen sind Muster, keine zertifizierten Blaupausen.
Redaktionelle Schlussfolgerung
EIGENE SYNTHESE: Die wichtigste Architekturentscheidung lautet nicht „welches Modell?“, sondern „welcher Teil des Problems ist probabilistisch, welcher Zustand ist verbindlich, welche Aktion ist erlaubt und wie wird ein Fehler erkannt und begrenzt?“. Ein gutes KI-System verwendet klassische Software nicht als Behelf, sondern als tragende Struktur um die generative Komponente. [S-072; S-075; S-110; S-122]
Leitsatz: LLM, RAG, Memory, Agent und MCP sind Fähigkeiten. Produktqualität entsteht erst durch Datenverträge, Rechte, Zustände, Tests, Reliability und Betrieb.
Ende des Fakten-Dossiers 13.