Wie ChatGPT und Gemini Marken empfehlen – und wo Werbung einfließt
Der Artikel gibt einen detaillierten Einblick in die Empfehlungs-Pipeline von ChatGPT und Gemini: Wie aus einer Nutzeranfrage über Websuche, Seitenabruf, Kandidatenfilterung und Ranking eine Markenempfehlung entsteht – und wie bezahlte Platzierungen integriert sind.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI nennt als Eingaben für Shopping-Empfehlungen strukturierte Metadaten von Erst- und Drittanbietern (z. B. Preis, Produktbeschreibung) und rankt Händler nach Faktoren wie Verfügbarkeit, Preis, Qualität und ob sie Hersteller oder Primärverkäufer sind.
- ChatGPT wählt ein Produkt aus, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Preis und Lagerstatus sind auf einer abgerufenen Seite lesbar; die Seite beantwortet die Kaufanfrage; der Shop erscheint auf den für die Kategorie und den Markt abgerufenen Seiten.
- ChatGPT-Anzeigen werden seit dem 9. Februar 2026 in den USA getestet und schrittweise für Nutzer des Free- und Go-Tarifs ausgerollt; Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Konten sowie unter 18-Jährige sehen keine Anzeigen.
- ChatGPT-Produktanzeigen sind bezahlte Platzierungen, die getrennt von der Antwort erscheinen, klar gekennzeichnet sind und die Antworten nicht verändern.
- ChatGPT Shopping ist eine kommerzielle Funktion von OpenAI, die angeschlossene Markenkataloge über E-Commerce-Plattformen wie Shopify nutzt und Produktempfehlungen mit Bildern, Beschreibungen, Preisen und Kauflinks liefert; sie ist kein Marktplatz.
- Für ChatGPT-Produktanzeigen können Werbetreibende Produkt-Feeds per SFTP hochladen und über die Ads-API verwalten; der Katalog muss dem OpenAI-Produktdateischema folgen.
Fünf Stufen von der Anfrage zur Empfehlung
Eine Markenempfehlung in ChatGPT oder Gemini entsteht nicht im Sprachmodell allein. Das Modell ist eine eingefrorene Momentaufnahme: Sein Wissen endet Monate vor der Anfrage. Für Produktfragen greift die Anwendung deshalb auf Werkzeuge zurück – eine Websuche und das Abrufen relevanter Seiten. Die eigentliche Empfehlung durchläuft fünf Stufen: Kandidateneintritt, bedingte Filterung, Anfrageabgleich, Auswahl und Empfehlung.
Kandidaten gelangen über drei Wege in den Pool: über das Modellwissen, über externe Abfragen oder über Shopping-Datensätze. Danach greifen bedingte Filter. ChatGPT wählt ein Produkt nur, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Preis und Lagerstatus sind auf einer abgerufenen Seite lesbar; die Seite beantwortet die Kaufanfrage; und der Shop erscheint auf den für Kategorie und Markt abgerufenen Seiten. Im Anfrageabgleich werden die verbliebenen Kandidaten mit den Nutzerbedingungen verglichen, bevor die Auswahl festlegt, welche Produkte als Empfehlung erscheinen.
OpenAI nennt als Eingaben strukturierte Metadaten von Erst- und Drittanbietern, etwa Preis und Produktbeschreibung [Herstellerangabe]. Händler werden nach Angaben des Unternehmens nach Faktoren wie Verfügbarkeit, Preis, Qualität und danach gerankt, ob sie Hersteller oder Primärverkäufer des Artikels sind [Herstellerangabe].
ChatGPT-Anzeigen: klar getrennt und gekennzeichnet
ChatGPT-Produktanzeigen sind bezahlte Platzierungen, die getrennt von der Antwort erscheinen. OpenAI betont, sie seien klar gekennzeichnet und würden die Antworten nicht verändern [Herstellerangabe]. Die Anzeigen erscheinen unterhalb der Antworten und enthalten Werbetreibendenname, Titel, Beschreibung, Zielseite und Bild [Herstellerangabe]. Werbetreibende können Produkt-Feeds per SFTP hochladen und über die Ads-API verwalten; der Katalog muss dem Produktdateischema von OpenAI folgen [Herstellerangabe].
Der Teststart erfolgte am 9. Februar 2026 in den USA [Herstellerangabe]. Seitdem werden Anzeigen schrittweise für Nutzer des Free- und Go-Tarifs ausgerollt [Herstellerangabe]. Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Konten sehen keine Anzeigen, ebenso wenig Konten, die als Personen unter 18 Jahren identifiziert sind [Herstellerangabe]. OpenAI begründet den Test damit, dass Anzeigen den kostenlosen Zugang unterstützen sollen, ohne die Funktionsweise von ChatGPT zu verändern [Herstellerangabe].
Google webt Werbung tiefer in die Antwort ein
Anders verfährt Google bei Gemini. Die neuen Shopping- und Produktbewertungsfunktionen können gesponserte Produkte und KI-geschriebene Werbezusammenfassungen direkt in die Konversation einweben. Statt eines klar abgesetzten Banners erzeugt Gemini, was wie eine neutrale Empfehlung wirkt, während dahinter werbefinanzierte Produkte und Händlerdaten stehen. Google hat öffentlich bestätigt, dass Werbung eine große Rolle spielen wird [Herstellerangabe]. Verbraucherschützer warnen, dass Werbung dadurch schwerer erkennbar wird als im klassischen Suchmodell mit getrennten Anzeigen.



