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US-Bibliotheken helfen beim Abschalten von KI-Funktionen – Workshop geht viral

Bibliotheken reagieren auf wachsenden Unmut über ungefragt aktivierte KI-Assistenten und bieten praktische Hilfe zur digitalen Selbstbestimmung.

· Veröffentlicht: 27.09.2026 ·1 Min Lesezeit
US-Bibliotheken helfen beim Abschalten von KI-Funktionen – Workshop geht viralMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Die North Chatham Free Library im Bundesstaat New York veranstaltet einen Workshop namens 'Bye Bye AI', organisiert von Bibliotheksleiterin Shea Wert.
  • Der Workshop bietet kostenlose Hilfe beim Deaktivieren von KI-Funktionen auf Smartphones und Laptops, insbesondere Gmail-Autovervollständigungen und Antwortvorschläge.
  • Der Workshop war ursprünglich für etwa 800 lokale Bibliotheksnutzer gedacht; nachdem Wert das Veranstaltungsplakat auf Facebook teilte, erhielt der Beitrag über 8.000 Likes und Hunderte Kommentare aus den USA und Großbritannien.
  • Wert entwickelte den Workshop als Reaktion auf Anfragen von Nutzern, insbesondere älteren Erwachsenen, die sich über neue KI-Funktionen in vertrauten Diensten ärgerten.
  • Hannah Cyrus, Bibliothekarin an der Bangor Public Library in Maine, entwickelte den ersten dokumentierten 'Avoiding AI'-Workshop; ihre ersten beiden Workshops zogen jeweils etwa 70 Teilnehmer an, mit Warteliste.
  • Charlie Bailey, Bibliothekar in South Philadelphia, adaptierte das Format; seine einstündigen Sitzungen behandeln das Deaktivieren von Apple Intelligence auf iPhones/Macs, Gemini Nano auf Android und KI-Overlays in anderen Apps.

Viraler Workshop in New York

Die North Chatham Free Library in New York veranstaltet den Workshop „Bye Bye AI“. Bibliotheksleiterin Shea Wert organisiert ihn und bietet kostenlose Hilfe beim Deaktivieren von KI-Funktionen wie Gmail-Autovervollständigungen und Antwortvorschlägen an. Diese Funktionen werden von vielen Nutzern als aufdringlich empfunden, weil sie ungefragt in vertraute Dienste integriert wurden und die Kontrolle über die eigene Kommunikation einschränken. Ursprünglich für 800 lokale Karteninhaber gedacht, erhielt der Facebook-Beitrag über 8.000 Likes und internationale Resonanz. Wert reagierte auf wiederholte Anfragen älterer Erwachsener, die sich über plötzlich auftauchende KI-Funktionen in seit Jahren genutzten Diensten ärgerten. Das Angebot zielt darauf ab, die Kontrolle über die eigene digitale Umgebung zurückzugewinnen – ein Bedürfnis, das offenbar weit über den Ort hinaus besteht.

Ursprung in Maine und Adaptionen

Das Format stammt von Hannah Cyrus an der Bangor Public Library in Maine. Sie entwickelte den ersten dokumentierten „Avoiding AI“-Workshop, nachdem sich Anfragen zu unerwünschten KI-Funktionen häuften – Nutzer fragten: „Wie schalte ich das aus? Warum versucht es, meine E-Mails für mich zu schreiben?“ Ihre ersten beiden Veranstaltungen zogen jeweils rund 70 Teilnehmer an; Kollegen aus mehreren Ländern fragten nach ihren Unterlagen. Cyrus kombiniert eine verständliche Einführung in generative KI und ethische Bedenken mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Abschalten unerwünschter Funktionen. Charlie Bailey aus South Philadelphia adaptierte das Konzept und behandelt in seinen Sitzungen das Deaktivieren von Apple Intelligence (Apples KI-System auf iPhones und Macs), Gemini Nano (Googles KI auf Android-Geräten) und KI-Overlays (KI-gestützte Einblendungen, die sich über andere Apps legen). Diese Technologien sind oft standardmäßig aktiviert und werden von vielen als unerwünschte Einmischung empfunden, weshalb die Workshops konkrete Wege zur Deaktivierung aufzeigen.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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