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TeraWulf verdoppelt Stromkontrakt am Muskie-Campus auf 1 GW

Kentucky Power stimmt Verdopplung zu, Ausbau in zwei 500-MW-Phasen bis 2030 – Aktie fällt trotzdem

· Veröffentlicht: 07.10.2026 ·2 Min Lesezeit
TeraWulf verdoppelt Stromkontrakt am Muskie-Campus auf 1 GWMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • TeraWulf hat die vertraglich zugesicherte Strommenge am Muskie-Campus in Kentucky auf 1 GW verdoppelt.
  • Die zuvor vertraglich zugesicherte Menge betrug 500 MW (die Hälfte).
  • Kentucky Power hat zugestimmt, die vertraglich zugesicherte Nachfrage am Muskie auf 1 GW anzuheben.
  • TeraWulf plant, den Muskie-Campus in zwei Phasen in Betrieb zu nehmen: erste 500 MW in H2 2028, zweite 500 MW in H2 2030.
  • Das Management hat signalisiert, den Standort auf bis zu 2 GW ausbauen zu wollen.
  • Der Muskie-Campus umfasst 285 Acres und liegt in einem 1.000 Acres großen Industriepark.

Verdopplung auf 1 GW mit Zwei-Phasen-Fahrplan

TeraWulf hat die vertraglich zugesicherte Strommenge für seinen Muskie-KI/HPC-Campus in Kentucky auf 1 Gigawatt verdoppelt. Zuvor lag die zugesicherte Menge bei 500 Megawatt. Kentucky Power stimmte der Anhebung der vertraglich zugesicherten Nachfrage am Standort Muskie auf 1 Gigawatt zu, wie das Unternehmen am 5. Oktober mitteilte. Der Ausbau des für KI- und Hochleistungsrechnen ausgelegten Campus soll in zwei Phasen erfolgen: Die erste 500-Megawatt-Phase ist für die zweite Hälfte 2028 vorgesehen, die zweite 500-Megawatt-Phase für die zweite Hälfte 2030. Beide Phasen zusammen ergeben die nun vertraglich gesicherte Gesamtleistung von 1 Gigawatt. Die Verdopplung ist strategisch bedeutsam, weil KI- und HPC-Rechenzentren einen enormen Strombedarf haben; mit 1 GW kann TeraWulf deutlich mehr Rechenkapazität für Kunden bereitstellen und sein Geschäftsmodell als Betreiber von KI-Infrastruktur skalieren. Kentucky Powers Zustimmung signalisiert zudem, dass der Versorger den Ausbau als tragfähiges Projekt einstuft, was die Planungssicherheit für den Campus erhöht.

Aktie fällt trotz Ausbauziel von bis zu 2 GW

Die TeraWulf-Aktie fiel am Morgen nach der Ankündigung um 5 Prozent auf 14,77 US-Dollar. Auch andere ehemalige Krypto-Miner, die jetzt Kapazitäten an KI-Kunden vermieten, gaben nach: Core Scientific verlor 3 Prozent, Riot Platforms 2 Prozent. Der Global X Data Center & Digital Infrastructure ETF gab 0,3 Prozent nach, während der SPDR S&P 500 ETF um 0,2 Prozent stieg – ein Hinweis darauf, dass der Abverkauf auf die KI-Hosting-Gruppe beschränkt war. Das Management von TeraWulf hat signalisiert, den Standort auf bis zu 2 Gigawatt ausbauen zu wollen. Der Muskie-Campus umfasst 285 Acres und liegt in einem 1.000 Acres großen Industriepark. Die vertraglich zugesicherte Leistung ist nicht gleichbedeutend mit sofort verfügbarer Kapazität; die Inbetriebnahme ist erst für 2028 und 2030 geplant. Der Kursrückgang trotz der positiven Meldung deutet darauf hin, dass Anleger die langen Realisierungszeiträume kritisch sehen: Die vertraglich gesicherte Leistung führt erst in mehreren Jahren zu Umsatz, und bis dahin bestehen Ausführungs- und Finanzierungsrisiken. Zudem könnten Bewertungsbedenken bei KI-Data-Center-Unternehmen eine Rolle spielen, da die Aktien zuvor stark gestiegen sind.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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