Studie belegt Trauerreaktionen nach KI-Update
Studie in Nature Human Behaviour untersucht Trauer und Wut nach Updates
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Es gibt eine neue Studie, die in Nature Human Behaviour veröffentlicht wurde und von Julian De Freitas (Harvard Business School/Harvard University/University of Alberta) geleitet wurde.
- Die Studie umfasst zwei natürliche Experimente: die unangekündigte Entfernung der Erotik-Rollenspiel-Funktion bei Replika (Februar 2023) und die vorangekündigte Umstellung von OpenAI auf GPT-5 (August 2025).
- Analysiert wurden 54.861 öffentliche Reddit-Posts aus Replika- und ChatGPT-Communities sowie sieben Umfragen mit 1.452 Befragten.
- Nach dem Replika-Update stieg die negative Stimmung von 13 % auf 38 % und blieb 29 Tage erhöht; Nutzer äußerten anhaltende Traurigkeit.
- GPT-5-Nutzer mit Vorankündigung zeigten einen schärferen, aber schneller abklingenden Peak von Wut und Überraschung.
- Aktive Replika-Nutzer erwarteten, ihren KI-Companion stärker zu betrauern als jedes andere getestete nicht-lebende Objekt; nur der Verlust eines Haustiers wurde höher eingestuft.
Eine neue, in Nature Human Behaviour veröffentlichte Studie belegt, dass plötzliche Software-Updates von KI-Companion-Apps wie Replika und ChatGPT bei Nutzern psychische Belastungen auslösen können, die Trennungs- und Trauerreaktionen ähneln. Das Team um Julian De Freitas (Harvard Business School, Harvard University, University of Alberta) analysierte zwei natürliche Experimente: die unangekündigte Entfernung der Erotik-Rollenspiel-Funktion bei Replika im Februar 2023 und den vorangekündigten GPT-5-Rollout von OpenAI im August 2025. Grundlage waren 54.861 öffentliche Reddit-Posts sowie sieben Umfragen mit 1.452 Befragten. Nach dem Replika-Update stieg die negative Stimmung von 13 auf 38 Prozent und blieb 29 Tage erhöht; Nutzer äußerten anhaltende Traurigkeit. GPT-5-Nutzer zeigten dagegen einen schärferen, aber schneller abklingenden Peak von Wut und Überraschung. Die Forscher erklären diese Reaktionen mit Bindungstheorie: Viele Nutzer betrachten KI-Begleiter als Bindungsfiguren, sodass abrupte Änderungen Trennungsangst und Trauer auslösen.



