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Studie belegt Trauerreaktionen nach KI-Update

Studie in Nature Human Behaviour untersucht Trauer und Wut nach Updates

· Veröffentlicht: 15.09.2026 ·1 Min Lesezeit
Studie belegt Trauerreaktionen nach KI-UpdateMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Es gibt eine neue Studie, die in Nature Human Behaviour veröffentlicht wurde und von Julian De Freitas (Harvard Business School/Harvard University/University of Alberta) geleitet wurde.
  • Die Studie umfasst zwei natürliche Experimente: die unangekündigte Entfernung der Erotik-Rollenspiel-Funktion bei Replika (Februar 2023) und die vorangekündigte Umstellung von OpenAI auf GPT-5 (August 2025).
  • Analysiert wurden 54.861 öffentliche Reddit-Posts aus Replika- und ChatGPT-Communities sowie sieben Umfragen mit 1.452 Befragten.
  • Nach dem Replika-Update stieg die negative Stimmung von 13 % auf 38 % und blieb 29 Tage erhöht; Nutzer äußerten anhaltende Traurigkeit.
  • GPT-5-Nutzer mit Vorankündigung zeigten einen schärferen, aber schneller abklingenden Peak von Wut und Überraschung.
  • Aktive Replika-Nutzer erwarteten, ihren KI-Companion stärker zu betrauern als jedes andere getestete nicht-lebende Objekt; nur der Verlust eines Haustiers wurde höher eingestuft.

Eine neue, in Nature Human Behaviour veröffentlichte Studie belegt, dass plötzliche Software-Updates von KI-Companion-Apps wie Replika und ChatGPT bei Nutzern psychische Belastungen auslösen können, die Trennungs- und Trauerreaktionen ähneln. Das Team um Julian De Freitas (Harvard Business School, Harvard University, University of Alberta) analysierte zwei natürliche Experimente: die unangekündigte Entfernung der Erotik-Rollenspiel-Funktion bei Replika im Februar 2023 und den vorangekündigten GPT-5-Rollout von OpenAI im August 2025. Grundlage waren 54.861 öffentliche Reddit-Posts sowie sieben Umfragen mit 1.452 Befragten. Nach dem Replika-Update stieg die negative Stimmung von 13 auf 38 Prozent und blieb 29 Tage erhöht; Nutzer äußerten anhaltende Traurigkeit. GPT-5-Nutzer zeigten dagegen einen schärferen, aber schneller abklingenden Peak von Wut und Überraschung. Die Forscher erklären diese Reaktionen mit Bindungstheorie: Viele Nutzer betrachten KI-Begleiter als Bindungsfiguren, sodass abrupte Änderungen Trennungsangst und Trauer auslösen.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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