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Snorkel AI schließt Series E über 350 Millionen Dollar bei 3,5 Milliarden Bewertung ab

Data-as-a-Service-Geschäft verdreifacht Bewertung – doch bei Umsatz und Hauptsitz bleiben Widersprüche

· Veröffentlicht: 23.09.2026 ·3 Min Lesezeit
Snorkel AI schließt Series E über 350 Millionen Dollar bei 3,5 Milliarden Bewertung abMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Snorkel AI hat eine Series E über 350 Mio. USD bei einer Bewertung von 3,5 Mrd. USD abgeschlossen.
  • Die Runde wurde von Insight Partners und S32 co-geleitet.
  • An der Runde beteiligten sich u.a. Addition, March Capital, Blumberg Capital, Allegis Capital, Frontline, Standard, Third Point Ventures, Greylock, Lightspeed, GV, Factory, Prosperity7, Walden Catalyst und Wells Fargo.
  • Die Ankündigung erfolgte am 22. September 2026.
  • Die Series D im Mai 2025 betrug 100 Mio. USD bei einer Bewertung von 1,3 Mrd. USD und wurde von Addition angeführt.
  • Snorkel AI wurde 2019 von Forschern des Stanford AI Lab gegründet; CEO ist Alex Ratner.

Series E: 350 Millionen Dollar bei 3,5 Milliarden Bewertung

Snorkel AI hat eine Series-E-Finanzierungsrunde über 350 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 3,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wurde von Insight Partners und S32 co-geleitet und am 22. September 2026 angekündigt. Das 2019 von Forschern des Stanford AI Lab gegründete Unternehmen unter CEO Alex Ratner verdreifacht damit nahezu seine Bewertung gegenüber der Series D vom Mai 2025, als es mit 1,3 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. An der Runde beteiligten sich unter anderem Addition, March Capital, Blumberg Capital, Allegis Capital, Frontline, Standard, Third Point Ventures, Greylock, Lightspeed, GV, Factory, Prosperity7, Walden Catalyst und Wells Fargo.

Vom Labeling-Tool zur Data-as-a-Service-Fabrik

Das erste Produkt von Snorkel AI war Snorkel Flow, eine Plattform zur programmatischen Datenkennzeichnung, die Trainingsdaten mithilfe statistischer Methoden automatisiert erstellte. Im September 2025 startete das Unternehmen ein Data-as-a-Service-Angebot: Statt Software zur Erstellung eigener Datensätze zu verkaufen, liefert es fertige Trainingsdatensätze und Reinforcement-Learning-Umgebungen. [Hersteller] Der annualisierte Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens von rund 20 Millionen auf über 350 bis 375 Millionen US-Dollar – ein Wachstum um das 17- bis 18-fache innerhalb eines Jahres. [Hersteller] CEO Alex Ratner beschreibt dies als Phasenwechsel von Data 1.0 zu Data 2.0, bei dem Datenentwicklung eine Forschungs- und Technologiefrage statt eines Personalproblems sei.

Widersprüchliche Zahlen: ARR, Umsatz und Hauptsitz

Die berichteten Zahlen weisen mehrere Widersprüche auf. Der annualisierte Umsatz nach der Series E wird teils mit über 350 Millionen US-Dollar bei 17-fachem Wachstum, teils mit über 375 Millionen US-Dollar bei 18-fachem Wachstum angegeben – vermutlich unterschiedliche Messzeitpunkte oder Rundungen. Beim Umsatz 2025 nennen einige Quellen 20 Millionen US-Dollar zum Zeitpunkt der Series D im Mai 2025, andere 148 Millionen US-Dollar ARR für das Gesamtjahr. Die Gesamtfinanzierung vor der Series E wird mit 235 beziehungsweise 237 Millionen US-Dollar beziffert, eine Differenz von zwei Millionen, die auf abweichende Angaben zum Seed-Betrag zurückgehen könnte. Auch der Hauptsitz ist uneinheitlich: Einige Quellen nennen Redwood City, Kalifornien, während die Pressemitteilung aus San Francisco datiert ist.

Bewertungssprung: Von 1,3 auf 3,5 Milliarden in 16 Monaten

Die Series D im Mai 2025 brachte 100 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 1,3 Milliarden US-Dollar, angeführt von Addition mit Beteiligung von Prosperity7 Ventures, Greylock, Lightspeed sowie strategischen Investoren wie BNY und QBE Ventures. Innerhalb von 16 Monaten stieg die Bewertung auf 3,5 Milliarden US-Dollar – nahezu eine Verdreifachung. An der Series E beteiligten sich neue Investoren wie March Capital, Blumberg Capital, Allegis Capital, Frontline, Standard und Third Point Ventures sowie bestehende Geldgeber wie Addition, Greylock, Lightspeed, GV, Factory, Prosperity7, Walden Catalyst und Wells Fargo.

Marktposition: 'Frontier AI Data Lab' und Konkurrenzdruck

[Hersteller] Snorkel AI verwendet für sich selbst die Bezeichnungen „frontier AI data lab“ und „agentic data factory“ – es handelt sich dabei um Selbstbeschreibungen des Unternehmens, nicht um neutrale Marktbegriffe. Dokumentierte Kunden sind BNY, Wayfair, Chubb, die U.S. Air Force und das U.S. Department of Defense. Das schnelle Wachstum – der annualisierte Umsatz stieg innerhalb eines Jahres von rund 20 Millionen auf über 350 bis 375 Millionen US-Dollar – erhöht den Druck auf Wettbewerber im KI-Datenmarkt wie Scale AI, Appen und Labelbox. Diese Anbieter konkurrieren um dieselben Kunden, die zunehmend fertige, hochkomplexe Trainingsdatensätze und Reinforcement-Learning-Umgebungen nachfragen. Snorkel AIs hybrider Ansatz aus synthetischer Datengenerierung und Fachexperten ermöglicht eine schnellere Skalierung und die Lieferung anspruchsvoller „Data 2.0“-Produkte. Dadurch geraten Konkurrenten unter Zugzwang, ihre eigenen Angebote ebenfalls von rein manueller Annotation auf datenzentrierte, automatisierte Verfahren umzustellen, um nicht Marktanteile zu verlieren.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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