OpenProject 17.8: KI-Assistenten erhalten Schreibzugriff auf Arbeitspakete
MCP-Server erweitert, Community-Feature und weitere Verbesserungen
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- OpenProject 17.8 ist veröffentlicht; der MCP-Server kann nun Arbeitspakete erstellen und aktualisieren, Kommentare hinzufügen und Arbeitspaket-Beziehungen verwalten, wobei Berechtigungen und Geschäftsregeln aus OpenProject respektiert werden.
- Der MCP-Server wurde mit OpenProject 17.2 (März 2026) als Enterprise-Add-on im Professional-Tarif und höher eingeführt und implementiert das offene Model Context Protocol.
- OpenProject 17.8 bringt außerdem Mehrfach-Zielversionen für Arbeitspakete, globale Einschränkungen für Zeiterfassung, Verbesserungen an Backlogs, Wikis und Meetings; die Anzeige von Arbeitspaket-Beziehungen in Tabellen ist nun in der Community Edition verfügbar.
- Der MCP-Server bietet kompatiblen KI-Tools Lese- und Schreibzugriff auf OpenProject-Informationen wie Projekte, Arbeitspakete, Kommentare und Beziehungen.
- OpenProject plant weitere KI-Funktionen: KI-unterstützte Texterstellung, semantische Suche, Berichtserstellung und Projektmanagement-Unterstützung.
- OpenProject bietet Tarife: Community kostenlos, Basic 7,25 $/Nutzer/Monat (mind. 25 Nutzer), Professional 13,50 $/Nutzer/Monat (mind. 25), Premium 19,50 $/Nutzer/Monat (mind. 100), Corporate auf Anfrage (mind. 250).
OpenProject 17.8: KI-Assistenten erhalten Schreibzugriff auf Arbeitspakete
OpenProject hat Version 17.8 seiner gleichnamigen Projektmanagement-Software veröffentlicht. Die zentrale Neuerung betrifft den MCP-Server: KI-Assistenten, die über das Model Context Protocol angebunden sind, können nun Arbeitspakete erstellen und aktualisieren, Kommentare hinzufügen und Beziehungen zwischen Arbeitspaketen verwalten. Dabei greifen die in OpenProject konfigurierten Berechtigungen und Geschäftsregeln: Ein KI-Assistent darf nur Aktionen ausführen, für die der verbundene Benutzer oder die verbundene Rolle autorisiert ist. Auch Validierungsregeln für Arbeitspakete, etwa Pflichtfelder oder Statusübergänge, werden nach Angaben des Anbieters respektiert. Damit erweitert OpenProject die bisherigen Funktionen des MCP-Servers um aktive Eingriffe in die Projektdaten. Der Hersteller betont, dass die Kontrolle beim Menschen bleibt: Die Schreibaktionen erfolgen im Rahmen der bestehenden Rechteverwaltung, nicht außerhalb davon. Für Unternehmen bedeutet das, dass KI-gestützte Workflows nun auch operative Aufgaben übernehmen können, ohne dass die Governance-Strukturen der Projektmanagement-Plattform umgangen werden.
Konkret kann ein KI-Assistent nun ein neues Arbeitspaket anlegen, bestehende Arbeitspakete ändern, Kommentare zu Arbeitspaketen verfassen und Beziehungen wie Vorgänger/Nachfolger oder Verknüpfungen setzen. Diese Operationen sind nicht auf reine Textgenerierung beschränkt, sondern verändern den Datenbestand des Projekts. Die Einhaltung der Berechtigungen stellt sicher, dass ein Assistent, der im Namen eines Projektmitglieds handelt, nicht mehr Rechte erhält als dieses Mitglied. Ebenso werden Geschäftsregeln wie Workflow-Definitionen oder benutzerdefinierte Felder berücksichtigt. OpenProject positioniert die Funktion als Baustein für KI-gestützte Projektarbeit, bei der Assistenten Routineaufgaben übernehmen, während die Entscheidungshoheit bei den Projektbeteiligten verbleibt.
Vom Lese- zum Schreibzugriff: Die Entwicklung des MCP-Servers seit Version 17.2
Der MCP-Server wurde mit OpenProject 17.2 im März 2026 eingeführt. Er ist als Enterprise-Add-on im Professional-Tarif und höher verfügbar und implementiert das offene Model Context Protocol (MCP). Dieses Protokoll definiert eine standardisierte Schnittstelle, über die KI-Anwendungen und andere Tools auf Projektinformationen zugreifen können. Die sichere Verbindung zwischen OpenProject und KI-Systemen wird durch die Implementierung des MCP gewährleistet, das eine authentifizierte und kontrollierte Kommunikation vorsieht. Der Datenzugriff erfolgt ausschließlich über die in OpenProject hinterlegten Benutzer- und Rollenberechtigungen; der MCP-Server agiert dabei als Vermittler, der jede Anfrage eines KI-Assistenten gegen die Rechte des verbundenen Benutzers prüft. So bleibt die Kontrolle über den Datenzugriff vollständig in OpenProject, ohne dass externe Systeme direkten Zugriff auf die Datenbank erhalten.
Laut OpenProject bietet der MCP-Server bereits Lese- und Schreibzugriff auf Projektinformationen für kompatible KI-Tools. Die Neuerung in Version 17.8 besteht darin, dass der Server nun konkrete Schreibaktionen für Arbeitspakete ausführen kann: Erstellen, Aktualisieren, Kommentieren und Verwalten von Beziehungen. Diese Aktionen unterliegen denselben Berechtigungsprüfungen wie Aktionen menschlicher Benutzer. Der Anbieter hebt hervor, dass der MCP-Server eine sichere Verbindung zwischen OpenProject und KI-Systemen herstellt, bei der die Kontrolle über den Datenzugriff vollständig in OpenProject verbleibt. Die Erweiterung zielt darauf ab, KI-Assistenten von passiven Informationsquellen zu aktiven Helfern im Projektalltag zu machen, ohne die etablierten Sicherheits- und Governance-Mechanismen zu schwächen. Die Einführung als Enterprise-Add-on bedeutet, dass die Funktion nur für zahlende Kunden im Professional- oder höheren Tarif zur Verfügung steht; die Community Edition erhält den MCP-Server nicht.
Weitere Neuerungen in 17.8: Mehrfach-Zielversionen, Zeiterfassungsgrenzen und Community-Feature
Neben der Erweiterung des MCP-Servers bringt OpenProject 17.8 weitere Neuerungen. Arbeitspakete können nun mehreren Zielversionen zugeordnet werden. Das ist nützlich, wenn ein Arbeitspaket in mehreren parallelen Releases oder Produktlinien enthalten sein soll; bisher war nur eine Zielversion pro Arbeitspaket möglich. Für die Zeiterfassung lassen sich globale Einschränkungen definieren, etwa um Buchungen auf bestimmte Zeiträume oder Projekte zu begrenzen. Solche Regeln gelten dann projektübergreifend und helfen, die Zeiterfassung konsistent zu halten. Die Backlogs, Wikis und Meetings wurden nach Angaben des Anbieters verbessert; konkrete Details zu diesen Verbesserungen nennt OpenProject in der Ankündigung nicht. Hervorzuheben ist eine Änderung für die Community Edition: Die Anzeige von Arbeitspaket-Beziehungen in Tabellen ist nun auch in der kostenlosen, quelloffenen Variante verfügbar. Bisher war diese Funktion offenbar den Enterprise-Tarifen vorbehalten. Damit erhalten Nutzer der Community Edition einen besseren Überblick über Verknüpfungen zwischen Arbeitspaketen direkt in der Tabellenansicht. Die übrigen Neuerungen betreffen vor allem zahlende Kunden, da der MCP-Server und einige andere Funktionen als Enterprise-Add-ons vermarktet werden.
OpenProjects KI-Roadmap: Von Schreibaktionen zu semantischer Suche und Berichtserstellung
OpenProject skizziert auf seiner Website eine Roadmap für weitere KI-Funktionen. Geplant sind unter anderem KI-unterstützte Texterstellung, semantische Suche, Berichtserstellung und Unterstützung im Projektmanagement. Die semantische Suche soll es ermöglichen, Projektinformationen anhand ihrer Bedeutung statt nur über Stichworte zu finden. Technisch soll dies durch den Einsatz von Sprachmodellen umgesetzt werden, die Suchanfragen und Projektinhalte inhaltlich analysieren und thematisch passende Ergebnisse liefern – auch wenn die exakten Begriffe nicht im Text vorkommen. Gegenüber einer reinen Stichwortsuche bietet das den Vorteil, dass Nutzer in natürlicher Sprache formulieren können und dennoch relevante Arbeitspakete, Kommentare oder Dokumente finden, die inhaltlich verwandt sind. Die Berichtserstellung zielt darauf ab, aus Projektdaten automatisch Zusammenfassungen und Auswertungen zu generieren, etwa Statusberichte oder Fortschrittsanalysen. Die Projektmanagement-Unterstützung könnte Hinweise zu Planung, Risiken oder Ressourcen geben. Der Anbieter betont, dass diese Funktionen menschliche Entscheidungen unterstützen, nicht ersetzen sollen. In einem Grundsatzartikel formuliert OpenProject das Prinzip: 'A fool with a tool is still a fool' – Technologie helfe nur, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werde. KI-gestützte Funktionen sollen Zeit sparen und Komplexität reduzieren, ohne Datenschutz- oder Open-Source-Standards zu verletzen. Die genannten Funktionen befinden sich nach Angaben des Unternehmens in Entwicklung oder Planung; ein konkreter Zeitplan wird nicht genannt.



