Nadella zufolge: KI-Agenten eröffneten im September über 40 Prozent der GitHub-Pull-Requests
Laut Cryptobriefing stammt die Zahl aus dem Octoverse-Bericht 2026. Belegt ist sie bislang nur durch diese Sekundärquelle. Die Gesamtzahlen des Berichts bestätigen GitHub und weitere Quellen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- GitHub meldet im Octoverse-2026-Bericht 17,9 Mrd. Code-Pushes in zwölf Monaten, mehr als 2024 und 2025 zusammen.
- Laut Simon Willison verdreifachten sich die gemergten Pull Requests auf 220 Mio. pro Monat.
- Octoverse 2025 verzeichnete im Schnitt 43,2 Mio. gemergte Pull Requests pro Monat.
- Eine wissenschaftliche Studie untersuchte 567 mit Claude Code erzeugte Pull Requests aus 157 Open-Source-Projekten.
- Agenten werden laut Studie vor allem für Refactoring, Dokumentation und Tests genutzt.
Über 40 % Agenten-PRs im September, 17 % im März
Im September 2026 haben KI-Agenten mehr als 40 Prozent aller Pull Requests auf GitHub eröffnet. Die Zahl soll Microsoft-Chef Satya Nadella genannt haben, berichtet das Krypto-Medium Cryptobriefing. Nadella habe sie am 28. Oktober 2026 auf GitHubs Universe-Konferenz genannt und sich dabei auf den Bericht Octoverse 2026 berufen.
Nach Cryptobriefings Darstellung sind das 110 Millionen Pull Requests in einem einzigen Monat, rund das Sechsfache des Märzwerts. Im März 2026 stammten laut demselben Bericht 17 Prozent der eröffneten Pull Requests von Agenten. Der Anteil hätte sich damit in etwa einem halben Jahr mehr als verdoppelt. Das Volumen wuchs derweil ungefähr auf das Sechsfache.
Ein Pull Request ist ein Änderungsvorschlag an einer Codebasis, der vor dem Zusammenführen geprüft wird. Einen Primärtext zu Nadellas Aussage, etwa eine Aufzeichnung oder ein Transkript, haben wir nicht gefunden. Die Angaben stützen sich allein auf die Wiedergabe durch Cryptobriefing.
Octoverse 2026: 17,9 Milliarden Pushes, 220 Millionen gemergte PRs pro Monat
Unabhängig vom Agentenanteil sind die Gesamtzahlen des Berichts belegt. Entwickler hätten laut GitHub in den vergangenen zwölf Monaten 17,9 Milliarden Mal Code gepusht – mehr als in den Jahren 2024 und 2025 zusammen.
Der Blogger Simon Willison war nach eigenen Angaben vor Ort und gibt die Präsentation von GitHub-Vizepräsident Jay Parikh wieder. Demnach haben sich die gemergten Pull Requests in weniger als einem Jahr auf 220 Millionen pro Monat verdreifacht. Die Commits stiegen auf 7,38 Milliarden pro Monat, mehr als eine Verdreifachung, überwiegend in der zweiten Jahreshälfte. Die Rate neuer Repositories verdoppelte sich auf 30,3 Millionen pro Monat.
Zum Vergleich: Der Octoverse 2025 meldete im Schnitt 43,2 Millionen gemergte Pull Requests pro Monat, 23 Prozent mehr als im Vorjahr.
GitHub deutet den Verlauf so: Die Aktivität sei im Jahresverlauf stark nach oben gegangen, als Agenten von einem Experiment zu einem Werkzeug geworden seien, mit dem Entwickler arbeiten. Das ist die Sicht des Anbieters. Ohne den vollständigen Bericht mit Methodik und Rohdaten lässt sie sich nicht überprüfen.
Agentenanteil nur über Cryptobriefing belegt; Studien zur Qualität
Zu trennen ist, was belegt ist und was nicht. Der Agentenanteil von über 40 Prozent im September und von 17 Prozent im März stammt allein von Cryptobriefing. Dasselbe Medium nennt für die zwölf Monate bis 30. September 34,3 Milliarden Commits und 1,3 Milliarden gemergte Pull Requests. Von diesen Jahreszahlen bestätigt GitHub nur die 17,9 Milliarden Pushes. Die übrigen Werte sind nicht unabhängig belegt. Der Primärbericht, an dem sich das prüfen ließe, liegt uns nicht vor.
Zur Qualität agentengenerierter Pull Requests liegen zwei Studien vor. Eine bei ACM TOSEM angenommene Untersuchung von 567 mit Claude Code erzeugten Pull Requests aus 157 Open-Source-Projekten kommt zu dem Schluss, dass sie größtenteils akzeptabel sind, aber menschliche Überarbeitung brauchen. Ein Vergleich von fünf Coding-Agenten stellt zunehmende Agentenaktivität fest, dabei aber mehr Code-Churn, also spätere Änderungen, als bei menschlichem Code.



