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Musk: Optimus-Hand bleibt "shockingly difficult", Magnetengpass kostete laut Biggo zwei bis drei Monate

Beim X-Takeover im Giga Texas nennt Tesla-Chef Elon Musk Details zu Feinmotorik, Sensorik und Lieferengpass. Stückzahl- oder Terminziele bestätigt oder verschiebt er laut vorliegendem Material nicht.

· Veröffentlicht: 13.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Musk: Optimus-Hand bleibt "shockingly difficult", Magnetengpass kostete laut Biggo zwei bis drei MonateMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Musk äußerte sich im Live-Interview beim X-Takeover-Event im Giga Texas vor rund 2.000 Anwesenden.
  • Ein Allzweck-Humanoid brauche schwer zu lösende Feinmotorik, etwa beim Eindrehen einer kleinen Schraube in Holz.
  • Tastsensoren mit elastischer Verformung und hoher Zyklenfestigkeit seien schwer zu beschaffen, sagte Musk.
  • Chinas Exportbeschränkungen für Magnete hätten Optimus laut Musk um 2 bis 3 Monate zurückgeworfen.
  • Optimus sei das schwerste Produkt, das Tesla je in die Serienfertigung gebracht habe, sagte Musk.

Optimus-Hand: Kraft und Präzision gleichzeitig bleiben die Hürde

Elon Musk hat die Hand des Humanoiden Optimus erneut als schwierigstes Bauteil des Projekts bezeichnet. Er sprach in einem Live-Interview mit Tesla Owners Silicon Valley beim X-Takeover im Giga Texas, vor rund 2.000 Anwesenden. Teslarati datiert das Gespräch auf Samstag, Biggo nennt den 10. Oktober.

Ein Allzweck-Humanoid brauche Feinmotorik, die "incredibly difficult to get right. Shockingly difficult" sei, sagte Musk. Eines der schwersten Probleme: Präzision und Kraft gleichzeitig zu liefern. Als Beispiel nannte er das Eindrehen einer kleinen selbstschneidenden Schraube in Holz. Wer viel Kraft aufbringt, verliert leicht die feine Kontrolle, und umgekehrt. Genau diese Kombination macht die Roboterhand so heikel.

Bei der Sensorik nannte Musk die Tastsensoren. Sie müssen sich elastisch verformen, eine hohe Zyklenfestigkeit haben und dürfen nicht nach wenigen tausend Zyklen brechen. Solche Teile zu beschaffen, sei schwer.

Neu ist das nur zum Teil. Nach Angaben einer Quelle beschreibt Musk die Hand seit Jahren als schwierigstes Bauteil. Neu sind aus diesem Interview die konkreten Details: das gleichzeitige Liefern von Präzision und Kraft sowie die Haltbarkeitsanforderung an elastische Tastsensoren.

Magnetengpass: Chinas Exportbeschränkungen warfen Optimus laut Biggo um zwei bis drei Monate zurück

Musk sagte außerdem, Chinas Exportbeschränkungen für Magnete in Elektromotoren hätten Optimus um zwei bis drei Monate zurückgeworfen. Biggo gibt seine Lage so wieder: "We had the robot, but we didn't have the arms." Das Magnetproblem hatte Musk nach diesen Angaben schon beim Q1-Earnings-Call im April erwähnt. Die Dauer nannte er laut Biggo erstmals. Diese Einordnung stützt sich allein auf Biggo.

Zum Produktionsanlauf sagte Musk, er verlaufe langsamer als bei einem neuen Fahrzeug. Am Anfang der S-Kurve, dem typischen Anstieg der Produktionsmenge, werde es "very slow" zugehen. Zeiträume oder Stückzahlen nennt das vorliegende Material nicht.

Keine bestätigten Stückzahl- oder Terminziele, Aktienrückgang folgte einem anderen Bericht

Im vorliegenden Material ist nicht belegt, dass Musk im Interview konkrete Stückzahl- oder Terminziele bestätigt oder verschoben hätte.

Das Ziel von 1.000 Optimus pro Woche zum Jahresende stammt aus einem Bericht von The Information. Demnach gefährden komplexe Handmontage, Lieferengpässe und Ausfälle automatisierter Anlagen dieses Ziel. Die Hände seien "major manufacturing and durability challenges". Der Bericht stützt sich auf ungenannte Quellen. Tesla äußerte sich bei Veröffentlichung nicht.

Die Tesla-Aktie drehte am Freitag nach Erscheinen dieses Berichts vom Plus von 1,9 Prozent ins Minus. Zeitweise lag sie bei 370,87 US-Dollar, nach 377,94 US-Dollar zum Vortagesschluss. Der Rückgang folgte also dem Bericht, nicht dem Interview. Einen zeitlichen Bezug zum X-Takeover belegt nichts.

Zum tatsächlichen Produktionsstand widersprechen sich die Berichte. Eine Darstellung sieht die Fremont-Linie Mitte Juli praktisch ohne nennenswerte Produktion. Andere sprechen im August von mehreren hundert Robotern pro Woche. Eine offizielle Stückzahl hat Tesla nach den vorliegenden Berichten nie veröffentlicht.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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