Live Meta Connect 2026: Drei Brillen und ein Schlüsselanhänger für Muse

Microsoft kündigt Finance-Skills für Excel Copilot an

Neue Funktionen für Finanz-Workflows, Preise und unabhängige Warnungen

· Veröffentlicht: 23.09.2026 ·2 Min Lesezeit
Microsoft kündigt Finance-Skills für Excel Copilot anMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Microsoft hat neue Copilot-Funktionen in Excel für Finanz-Workflows angekündigt.
  • Die neuen Funktionen umfassen Skills für wiederholbare Workflows, neue Finanz-Connectoren für vertrauenswürdige Daten und verbesserte Nachvollziehbarkeit.
  • Microsoft 365 Copilot ist als Add-on für Enterprise für ca. 30 US-Dollar pro Nutzer/Monat erhältlich; für Business gibt es ein Add-on für ca. 18–21 US-Dollar (Aktionsfenster 2026).
  • Copilot for Finance ist seit Mitte Oktober 2025 keine separate SKU mehr, sondern in Microsoft 365 Copilot enthalten.
  • Microsoft rät davon ab, die Excel-Copilot-KI-Funktion für Aufgaben zu verwenden, die Genauigkeit oder Reproduzierbarkeit erfordern.

Kapitel 1: Microsoft kündigt Finance-Skills für Excel Copilot an

Microsoft hat neue Copilot-Funktionen in Excel angekündigt, die speziell auf Finanz-Workflows zugeschnitten sind. Die Erweiterung umfasst vorgefertigte Skills für wiederholbare Abläufe, neue Finanz-Connectoren für vertrauenswürdige Daten und verbesserte Nachvollziehbarkeit. Die Skills sind vorgefertigte Prompts für Varianzanalyse, Abschluss-Checklisten und Forecast-Starter; sie kodieren mehrstufige Finanzprozesse, sodass Copilot die Modellstruktur nicht jedes Mal neu erfinden muss. Die neuen Finanz-Connectoren stellen eine direkte Verbindung zu ERP-Daten her und ermöglichen so Finanzabstimmung, Varianzanalyse, Mahnwesen-Kommunikation und Datenaufbereitung auf Basis von Quelldaten statt manuell kopierter Zahlen. Die verbesserte Nachvollziehbarkeit bedeutet, dass Copilot seine Arbeit zeigt und jede Berechnung bis zur Quelle zurückverfolgt – ein Anspruch, den Microsoft für KI in der Finanzwelt formuliert. Microsoft Finance hat die Funktionen nach eigenen Angaben in realen Workflows über FP&A, Accounting, Tax, Compliance und Treasury hinweg getestet; die Teams verbringen weniger Zeit mit Informationssuche und Neuaufbau von Analysen und können sich stärker auf Urteilsentscheidungen konzentrieren. Details zu Testumfang, Methodik oder quantitativen Ergebnissen nennt Microsoft nicht. Die Ankündigung ist Teil der AI at Work Roadmap, die die Funktionen als „available now“ führt.

Kapitel 2: Integration in Microsoft 365 Copilot und Preise

Copilot for Finance ist seit Mitte Oktober 2025 keine separate SKU mehr, sondern in Microsoft 365 Copilot enthalten. Das Add-on kostet für Enterprise rund 30 US-Dollar pro Nutzer und Monat; für Business liegt der Preis im veröffentlichten Aktionsfenster 2026 bei etwa 18 bis 21 US-Dollar. Dynamics 365 Business Central und Dynamics 365 Finance betten eigene Copilot-Erfahrungen ohne zusätzliche Lizenzkosten ein. Das Add-on umfasst Copilot in Excel, das Arbeitsblätter bearbeiten, Daten und Formeln generieren, Diagramme und PivotTables erstellen und Fragen zu den Daten beantworten kann; die Finance-Skills und -Connectoren sind darin enthalten. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass die Excel-Copilot-KI-Funktion nicht für Aufgaben verwendet werden sollte, die Genauigkeit oder Reproduzierbarkeit erfordern – ein wichtiger Vorbehalt für Finanzmodellierung.

Kapitel 3: Unabhängiger Test warnt vor falschen Zahlen

Ein unabhängiger Analyst berichtet, dass die meisten FP&A-Teams sechs Wochen nach der Veröffentlichung der neuen Funktionen Copilot in ihren Modellierungs-Arbeitsmappen abgeschaltet haben, weil es „stillschweigend die falsche Zahl produziert“. Die genauen Fehlertypen oder Szenarien werden nicht beschrieben, aber die Tatsache, dass Teams die KI in Modellierungs-Arbeitsmappen deaktivieren und nur für Zusammenfassungsdecks wieder einschalten, deutet auf Probleme bei Kernberechnungen hin. Dies steht im Widerspruch zu Microsofts Ankündigung, die Funktionen seien für Finanz-Workflows geeignet.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Ähnliche Artikel