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Meta startet persönlichen KI-Agenten Muse mit TV-Kampagne und App-Store-Spitzenplatz

Der Agent übernimmt Aufgaben in einer Secure VM, bietet Free- und Paid-Tarife sowie Entwickler-APIs – mit offenen Widersprüchen bei Limits und Modellversionen.

· Veröffentlicht: 21.09.2026 ·3 Min Lesezeit
Meta startet persönlichen KI-Agenten Muse mit TV-Kampagne und App-Store-SpitzenplatzMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Meta hat Muse als persönlichen KI-Agenten vorgestellt, der nach Anweisungen Handlungen ausführt und Aufgaben erledigt.
  • Muse kann E-Mails lesen und senden, Restaurants und Reisen buchen, Formulare ausfüllen, Preise vergleichen und mit einer Einmalkarte bezahlen.
  • Muse läuft in einer privaten virtuellen Maschine, die Meta als Muse Secure VM bezeichnet.
  • Muse ist kostenlos mit Nutzungseinschränkung verfügbar; es gibt einen Power-Tarif für 20 USD/Monat (500 Mio. Muse-Token pro Woche) und einen Maximum-Tarif für 100 USD/Monat (3 Mrd. Muse-Token pro Woche).
  • Muse-Abos können über das Meta-Konto in der mobilen App oder auf muse.ai abgeschlossen werden; Voraussetzungen sind ein Land, in dem Muse verfügbar ist, Mindestalter 18 bzw. Volljährigkeit und ein Meta-Konto.
  • Muse Spark wird über die Meta Model API bereitgestellt; Muse Code ist ein Coding-Agent für Terminal und CI, der auf Muse Spark aufbaut.

Muse startet mit TV-Kampagne und erobert Platz 1 im App Store

Meta hat Muse offiziell als persönlichen KI-Agenten gestartet, der nach Anweisungen Handlungen ausführt und Aufgaben erledigt. Der Launch am 8. September wurde von einer landesweiten TV-Kampagne zur Hauptsendezeit begleitet, wie Fachmedien berichten. Damit positioniert Meta den Agenten nicht als weiteren Chatbot, sondern als Hintergrund-Werkzeug, das eigenständig digitale Arbeitsabläufe verwaltet. Alexandr Wang, Metas Chief AI Officer, bestätigte den Rollout. Innerhalb von 24 Stunden nach der Veröffentlichung erreichte Muse Platz 1 im App Store. Zum Start ist der Agent nur in den USA verfügbar, wie dev.to unter Berufung auf Metas Ankündigung schreibt.

Autonome Aufgaben und Sicherheitsarchitektur in der Secure VM

Muse kann laut Meta E-Mails lesen und senden, Restaurants und Reisen buchen, Formulare ausfüllen, Preise vergleichen und mit einer Einmalkarte bezahlen. Der Agent arbeitet nach der Delegation einer Aufgabe im Hintergrund weiter und meldet sich, wenn eine Entscheidung ansteht oder der Auftrag abgeschlossen ist. Die Ausführung erfolgt in einer privaten virtuellen Maschine, die Meta als Muse Secure VM bezeichnet. Meta bewirbt Muse als sicheren, privaten persönlichen KI-Agenten.

Preismodell: Free-Tier, Power- und Maximum-Tarif

Muse ist kostenlos mit einer Nutzungseinschränkung verfügbar. Darüber hinaus bietet Meta zwei Abo-Tarife an: Power für 20 US-Dollar im Monat mit 500 Millionen Muse-Token pro Woche und Maximum für 100 US-Dollar im Monat mit 3 Milliarden Muse-Token pro Woche. Die Tarife unterscheiden sich ausschließlich im Nutzungsvolumen, nicht im Funktionsumfang. Abos können über das Meta-Konto in der mobilen App oder auf muse.ai abgeschlossen werden. Voraussetzungen sind ein Land, in dem Muse verfügbar ist, ein Mindestalter von 18 Jahren beziehungsweise Volljährigkeit im jeweiligen Land sowie ein Meta-Konto. Ein Widerspruch besteht beim Free-Tier-Limit: Mark Zuckerberg nannte zum Start ein kostenloses Kontingent von bis zu 100 Millionen Token pro Woche. Die Plattform getaiperks.com berichtet dagegen, Meta habe kein offizielles Free-Tier-Limit veröffentlicht. Die offizielle Meta-Seite zu Muse-Abos nennt das Limit ebenfalls nicht.

Entwicklerangebot: Muse Spark API und Muse Code

Für Entwickler stellt Meta Muse Spark über die Meta Model API bereit. Die Modell-ID in der API lautet muse-spark-1.3. Muse Spark bietet agentenfertige Primitive wie parallele Tool-Aufrufe, gestreamte Tool-Call-Argumente und ein Kontextfenster von einer Million Token. Parallele Tool-Aufrufe ermöglichen es dem Agenten, mehrere Aktionen gleichzeitig auszuführen, was die Effizienz bei komplexen Aufgaben steigert. Das Kontextfenster von einer Million Token erlaubt die Verarbeitung sehr großer Codebasen oder langer Konversationen in einem Durchgang. Auf Basis von Muse Spark bietet Meta mit Muse Code einen Coding-Agenten für Terminal und CI an. Muse Code ist für macOS und Linux verfügbar und läuft unter Windows über WSL2. Die Installation erfolgt über einen Einzeilen-Installer, die Authentifizierung über dev.meta.ai mit einem Meta-Developer-Konto. Die Abrechnung erfolgt über den monatlichen Plan oder nutzungsbasiert über die Meta Model API. Muse Code plant, editiert und führt Befehle aus, mit Freigaben und einer OS-Sandbox ab dem ersten Lauf. Meta bezeichnet Muse Code als einen der erschwinglichsten Coding-Agenten auf dem Markt.

Widersprüche bei Preisdetails und Modellversion

Drei dokumentierte Widersprüche bleiben ungeklärt. Erstens das Free-Tier-Limit: Zuckerbergs Statement nennt 100 Millionen Token pro Woche, während getaiperks.com angibt, Meta habe kein offizielles Limit veröffentlicht. Möglicherweise wurde das Limit später nicht offiziell dokumentiert. Zweitens die Modellversion von Muse Code: Business Insider berichtet, Muse Code basiere auf Muse Spark 1.2. Die Meta Developer API nennt dagegen die Modell-ID muse-spark-1.3, ebenso wie aitoolapp.com. Ursache könnten unterschiedliche Versionen für Beta und General Availability sein oder ein Fehler in der Berichterstattung. Drittens fehlen in Zuckerbergs Statement Plannamen und Dollarbeträge: Er sprach nur von einem kostenlosen Kontingent und Abo-Plänen für höhere Nutzung. Die offizielle Meta-Seite ergänzte später die Tarife Power und Maximum mit konkreten Preisen. Die Abweichungen deuten auf unterschiedliche Zeitpunkte der Aussagen hin: Zuckerbergs Launch-Statement nannte nur das Token-Limit, während die offizielle Seite nachträglich detaillierte Tarife veröffentlichte.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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