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Harveys Bruttomarge stürzt auf minus 50 Prozent – Umstieg auf Open-Weight-Modell

Open-Weight-Modelle als Ausweg aus der Kostenfalle

· Veröffentlicht: 25.09.2026 ·1 Min Lesezeit
Harveys Bruttomarge stürzt auf minus 50 Prozent – Umstieg auf Open-Weight-ModellMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Harveys Bruttomarge fiel von etwa 50 % zu Jahresbeginn 2026 auf -50 % bis Juni 2026, nachdem die Kundennutzung nach einem März-Update stark anstieg.
  • Harvey veröffentlichte im August 2026 ein eigenes Modell namens Harvey Tenet, das auf Moonshots Open-Weight-Modell Kimi K3 basiert.
  • Harveys Bruttomarge wurde nach dem Umstieg auf das eigene Modell und anderen Anpassungen wieder positiv.
  • Kimi K3 ist ein Open-Weight-Modell von Moonshot AI, das am 16. Juli 2026 veröffentlicht wurde und 2,8 Billionen Parameter, ein 1-Millionen-Token-Kontextfenster sowie native Bild- und Videounterstützung bietet.
  • Die API-Preise für Kimi K3 betragen 3,00 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 15,00 US-Dollar pro Million Output-Tokens; gecachte Input-Tokens kosten 0,30 US-Dollar.
  • Kimi K3 ist das teuerste Open-Weight-Modell auf dem Markt, liegt aber preislich immer noch unter vielen geschlossenen Modellen.

Harveys Margenabsturz

Harveys Bruttomarge fiel von etwa 50 Prozent zu Jahresbeginn auf minus 50 Prozent bis Juni. Nach einem März-Update stieg die Kundennutzung stark; die Token-Nutzung verzwanzigfachte sich. OpenAI und Anthropic erheben nun zusätzlich zur Abo-Gebühr pro Nutzung Gebühren, was die Kosten explodieren ließ und die Marge negativ machte.

Open-Weight-Wechsel als Ausweg

Im August 2026 veröffentlichte Harvey ein eigenes Modell, Harvey Tenet, auf Basis von Moonshots Open-Weight-Modell Kimi K3. Dadurch entfielen die teuren API-Gebühren pro Token, da das Unternehmen die Inferenz selbst steuern konnte. Die Bruttomarge wurde wieder positiv. Auch Abridge, Decagon, Ramp und Rogo setzen auf eigene Modelle.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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