Harvard-Physiker veröffentlicht Open-Source-Tool BootLoops für KI-Berechnungen
Das quelloffene Harness BootLoops ist unabhängig vom zugrunde liegenden LLM und steht auf GitHub unter MIT-Lizenz. Schwartz berichtet von 36 Manuskripten in 18 Disziplinen.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- BootLoops ist ein Open-Source-Harness für präzise quantitative Wissenschaft.
- Es ist unabhängig vom zugrunde liegenden LLM und kann mit Claude, Gemini oder ChatGPT verwendet werden.
- Der Quellcode ist auf GitHub in öffentlichen Repositories verfügbar und unter MIT-Lizenz veröffentlicht.
- Entwickelt wurde BootLoops von Matthew Schwartz, Physikprofessor an der Harvard University.
- Schwartz berichtet, in drei Monaten mit 19 Koautoren 36 Manuskripte in 18 Disziplinen verfasst zu haben.
- Auf bootloops.ai werden 30 Feynman-Diagramme präsentiert, von denen 15 neu berechnet wurden; die anderen 15 wurden unabhängig reproduziert.
Der Harvard-Physiker Matthew Schwartz hat mit BootLoops ein quelloffenes Harness für präzise quantitative Wissenschaft veröffentlicht. Ein Harness ist eine Schnittstelle zwischen Mensch und großem Sprachmodell; BootLoops bündelt wissenschaftliche Softwarepakete und Arbeitsprotokolle, die ein LLM-Agent aufrufen kann. Das Werkzeug ist unabhängig vom zugrunde liegenden LLM: Es kann mit Claude, Gemini oder ChatGPT betrieben werden. Menschliche Nutzer können über GitHub neue Protokolle, Tests und Erweiterungen beisteuern. Der Code steht auf GitHub unter MIT-Lizenz, einer offenen Lizenz, die das Klonen, Nutzen und Anpassen erlaubt. Schwartz stellte BootLoops am 1. Oktober in einem Gastbeitrag auf dem Anthropic Science Blog vor. Nach seinen Angaben erstellte er damit in drei Monaten gemeinsam mit 19 Koautoren 36 Manuskripte in 18 Disziplinen, ausgewählt aus rund 400 Kandidatenproblemen. Die 18 Disziplinen reichen von Teilchenphysik über Ökologie und Populationsgenetik bis zu Wirtschaft und Linguistik. In drei Monaten wurden 36 Manuskripte erstellt, was nach Angaben von Schwartz deutlich schneller ist als bei vielen traditionellen Forschungsprojekten. Diese Zahlen beruhen jedoch auf Schwartz' eigenen Berichten, und die meisten Projekte durchlaufen noch weitere Prüfungen. BootLoops ist kein Anthropic-Projekt; Schwartz ist dort Gastforscher.



