Live Suleyman warnt vor Anthropics Trainingsansatz
↘

Google startet heute: 14 neue Connected Apps für Gemini – Adobe, Airtable, Peloton und mehr

Zweite Welle innerhalb von sechs Wochen: Gemini wird zur zentralen Steuerzentrale für Drittanbieter-Apps

· Veröffentlicht: 26.09.2026 ·5 Min Lesezeit
Google startet heute: 14 neue Connected Apps für Gemini – Adobe, Airtable, Peloton und mehrMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Google hat am 23. September 2026 (laut Unite.AI) eine neue Welle von Connected Apps für Gemini angekündigt; der Rollout beginnt 'heute'.
  • Die 14 neuen Apps sind: Productivity: Airtable, Linear, monday.com, PandaDoc, Wispr AI, Zoho; Creativity: Adobe, Picsart, Squarespace, Webflow; Lifestyle: apartments.com, Experian, Peloton, SeatGeek.
  • Nutzer können die Apps in den Gemini-Einstellungen verbinden oder per @-Erwähnung direkt im Chat aufrufen.
  • Die Ankündigung stammt von Mai Lowe, Group Product Manager for the Gemini App, auf dem Google-Blog 'News from Google'.
  • Die Integrationen nutzen das Model Context Protocol (MCP).
  • Es ist die zweite Ankündigung dieser Art; die erste war am 12. August 2026 mit 13 Partnern (Granola, Otter.ai, Wix, Fever, GetYourGuide, Localiza, OpenTable (UK), Ticketmaster, iHeartRadio, Pandora, Angi, Thumbtack, Zocdoc).

Google startet zweite Welle von Connected Apps für Gemini

Google hat am 23. September 2026 eine neue Welle von Connected Apps für Gemini angekündigt. Der Rollout beginnt heute. Die Ankündigung stammt von Mai Lowe, Group Product Manager for the Gemini App, auf dem Google-Blog "News from Google". Insgesamt 14 Drittanbieter-Apps aus den Bereichen Produktivität, Kreativität und Lifestyle können künftig direkt in Gemini gesteuert werden. Die Integrationen basieren auf dem Model Context Protocol (MCP), einem offenen Standard, der es Gemini ermöglicht, direkt mit externen Systemen zu kommunizieren. Nutzer verbinden die Apps entweder in den Gemini-Einstellungen oder rufen sie per @-Erwähnung im Chat auf. Dadurch entfällt der Wechsel zwischen Tabs: Statt die jeweilige App zu öffnen, kann der Nutzer Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren, und Gemini führt sie über den Connector aus. Konkret lassen sich so etwa Aufgaben in Airtable anlegen, Designs in Adobe exportieren oder Trainingspläne von Peloton abrufen. Google bewirbt die Funktion mit dem Versprechen, dass Nutzer "Projekte verwalten, kreative Assets gestalten und Workouts planen" können, ohne den Chat zu verlassen (Google-Statement). Es ist die zweite derartige Ankündigung innerhalb von sechs Wochen – die erste Welle mit 13 Partnern hatte Lowe am 12. August 2026 vorgestellt. Die neuen Integrationen umfassen unter anderem Adobe, Airtable, Squarespace, Experian und Peloton.

Die 14 neuen Apps im Überblick

Die 14 neuen Apps verteilen sich auf drei Kategorien. Im Bereich Productivity führt Google sechs Anbieter: Airtable, Linear, monday.com, PandaDoc, Wispr AI und Zoho. Diese sollen Projektmanagement, Datenbankorganisation und Diktatfunktionen abdecken. Die Kategorie Creativity umfasst vier Dienste: Adobe, Picsart, Squarespace und Webflow. Hier sollen Nutzer Ideen umsetzen, visuelle Assets gestalten und Websites bauen können. Im Lifestyle-Bereich sind ebenfalls vier Apps vertreten: apartments.com für die Wohnungssuche, Experian für Kreditüberwachung, Peloton für Workout-Planung und SeatGeek für Event-Tickets. Google nennt zu jeder Kategorie konkrete Anwendungsfälle, bleibt aber bei den einzelnen Apps vage. So wird Adobe lediglich als Unternehmen genannt, nicht als einzelnes Produkt. Auch zu den genauen Funktionen der einzelnen Verbindungen macht Google keine detaillierten Angaben. Die verfügbaren Operationen hängen vom jeweiligen Connector und den erteilten Berechtigungen ab – einige rufen nur Informationen ab, andere können externe Systeme verändern, indem sie Dokumente erstellen, Datensätze aktualisieren oder Inhalte veröffentlichen. Google hat bislang nicht im Detail spezifiziert, welche Aktionen jede einzelne Verbindung unterstützt.

Technische Basis: Model Context Protocol und @-Erwähnung

Die Integrationen nutzen das Model Context Protocol (MCP), einen offenen Standard, der auch von Claude- und ChatGPT-Connectors verwendet wird. MCP dient als Brücke zwischen dem Gemini-Modell und externen Systemen: Es ermöglicht dem Assistenten, Tools zu entdecken, sie mit definierten Argumenten aufzurufen und strukturierte Antworten zu empfangen. Nutzer können die Apps auf zwei Wegen einbinden: entweder in den Gemini-Einstellungen oder per @-Erwähnung direkt im Chat. Nach der Verknüpfung eines Anbieters lässt sich dieser in einem Chat mit einer @-Erwähnung aufrufen. Die verfügbaren Operationen hängen vom jeweiligen Connector und den erteilten Berechtigungen ab. Einige Connectors rufen nur Informationen ab, andere können externe Systeme verändern, indem sie Dokumente erstellen, Datensätze aktualisieren oder Inhalte veröffentlichen. Google hat bislang nicht im Detail spezifiziert, welche Aktionen jede einzelne Verbindung unterstützt.

Zweite Ankündigung in sechs Wochen

Die aktuelle Ankündigung ist die zweite Welle dieser Art. Am 12. August 2026 hatte Lowe bereits 13 Partner angekündigt, die "in den nächsten Wochen" ausgerollt werden sollten: Granola, Otter.ai, Wix, Fever, GetYourGuide, Localiza, OpenTable (UK), Ticketmaster, iHeartRadio, Pandora, Angi, Thumbtack und Zocdoc. Kein Unternehmen erscheint in beiden Listen, sodass Google innerhalb von 42 Tagen insgesamt 27 Partner benannt hat. Parallel dazu testet Google mit "Call for Me" eine weitere Gemini-Funktion, die Anrufe bei Unternehmen übernehmen soll – ein verwandter Artikel dazu findet sich im Archiv von kispotlight.de.

Offene Fragen: Adobe-Produkte und Verfügbarkeit unklar

Google hat nicht spezifiziert, welche Adobe-Produkte genau integriert sind. In der Ankündigung wird lediglich "Adobe" als Unternehmen genannt, nicht etwa Express, Photoshop oder Acrobat. Damit bleibt offen, ob die Verbindung über eines dieser Produkte läuft oder über mehrere. Auch zu Märkten, Sprachen, Kontotypen oder Abo-Stufen macht Google keine Angaben. Diese Bedingungen haben bei früheren Ergänzungen darüber entschieden, wer die neuen Apps nutzen konnte. Damit ist unklar, in welchen Ländern und für welche Nutzergruppen die Integrationen verfügbar sind. Google nennt lediglich einen Starttermin, aber keine Details zur Verfügbarkeit.

Widerspruch bei der App-Anzahl: 14 oder 13?

Bei der Anzahl der neuen Connected Apps gibt es einen Widerspruch. Google selbst und mehrere Berichte nennen 14 Apps – sechs im Bereich Productivity, vier bei Creativity und vier bei Lifestyle. Das Fachportal alphasignal.ai hingegen spricht in der Überschrift von 13 neuen Connected Apps. Der Widerspruch lässt sich vermutlich als Zählfehler auflösen: Die Liste im Artikel von alphasignal.ai enthält tatsächlich 14 Einträge, die sich auf 6+4+4=14 summieren, obwohl die Überschrift "13" nennt. Es handelt sich also offenbar um einen Fehler in der Überschrift, nicht um eine inhaltliche Abweichung.

Gemini wird zur zentralen Steuerzentrale für Drittanbieter-Apps

Google bewirbt die Integrationen mit dem Versprechen, dass Nutzer "Projekte verwalten, kreative Assets gestalten und Workouts planen" können, ohne zwischen Tabs zu wechseln (Google-Statement). Damit stärkt Google die Position von Gemini als zentrale Assistenzplattform, die verschiedene Drittanbieter-Dienste bündelt. Für die integrierten Anbieter erhöht sich die Sichtbarkeit, da sie nun innerhalb eines Assistenten auftauchen, der keine Werbung trägt und seine Partner selbst auswählt. Wo einige dieser Aufgaben beginnen, verändert sich dadurch grundlegend – auch wenn Google bislang offen lässt, welche Länder, Kontotypen oder Bezahlpläne die neuen Apps erhalten. Die Strategie zeigt, dass Google Gemini zunehmend als Kontrollfläche für Drittanbieter-Software positioniert, nicht nur als Chat-Assistenten. Mit der zweiten Welle innerhalb von sechs Wochen beschleunigt Google das Tempo der Integrationen deutlich.

J
Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

Ähnliche Artikel