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Fortinet bietet KI-Guardrails für FortiGate als Cloud-Abo an

Der FortiGuard Inline AI Security Service soll FortiGate-Kunden KI-spezifische Inspektion bringen. Preis und Voraussetzungen sind offen.

· Veröffentlicht: 30.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Fortinet bietet KI-Guardrails für FortiGate als Cloud-Abo anMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Fortinet kündigte den FortiGuard Inline AI Security Service für FortiGate-Kunden per Cloud-Dienst an.
  • FortiAIGate trägt die Funktionen, inklusive Technologie aus der Übernahme von Virtue AI.
  • Kunden aktivieren den Dienst, ohne eigene KI-Sicherheitsinfrastruktur bereitzustellen und zu verwalten.
  • FortiGate prüft Prompts, Modellantworten und MCP-Tool-Verkehr in Echtzeit.
  • FortiOS 8.0 bringt erweiterte Kontrollen für KI- und MCP-Verkehr sowie Google-Cloud-Integration.

Fortinet bietet KI-Guardrails für FortiGate als Cloud-Abo an

Fortinet hat den FortiGuard Inline AI Security Service angekündigt. Er ist als Cloud-Abo gedacht und soll FortiGate-Kunden KI-spezifische Inspektion und Guardrails bringen. Die Funktionen stammen aus FortiAIGate, dem KI-Gateway des Herstellers. Nach Unternehmensangaben kamen dort AI-Guardrails hinzu, außerdem erweiterte Zugriffs- und Compliance-Kontrollen sowie Sichtbarkeit für Shadow AI und Agenten. Eingeflossen ist auch Technologie aus der Übernahme von Virtue AI. Laut SiliconAngle wurde sie im August abgeschlossen.

Kunden sollen den Dienst aktivieren, ohne selbst eine KI-Sicherheitsinfrastruktur aufzubauen und zu betreiben. Laut SiliconAngle prüft FortiGate dann Prompts, Modellantworten und Tool-Verkehr des Model Context Protocol (MCP) in Echtzeit. Diese Angabe zur Prüftiefe stammt aus dem Medienbericht. Eine unabhängige Messung gibt es dazu nicht.

Die Bewertungen liefert Fortinet selbst. Die große FortiGate-Basis biete einen „einfacheren Weg“ zu fortgeschrittener KI-Sicherheit. Die Guardrails seien „hochperformant“ und böten „tiefere Sichtbarkeit“ in KI-Aktivität. Belegt sind diese Aussagen nicht. Unabhängige Tests oder Berichte von Pilotkunden sind bislang nicht auffindbar.

FortiGate machte KI-Nutzung schon sichtbar, ohne Prompts zu lesen

Schon bisher konnte FortiGate KI-Nutzung erfassen. Über die GenAI-Anwendungskategorie in Security-Profilen lässt sich bei aktivierter Deep Packet Inspection etwa die Nutzung von ChatGPT überwachen. Die FortiView-Widgets „AI Applications“ und „AI Use Cases“ zeigen Risiko, KI-Modell, Sessions, Nutzer, Anwendungsfälle und Rechenzentrumsstandorte. Außerdem stehen mehrere Methoden bereit, den Zugriff auf GenAI-Werkzeuge zu beschränken oder zu blockieren.

Erfasst werden dabei Anwendungen und Anwendungsfälle. Eine inhaltliche Prüfung von Prompts oder Antworten beschreibt die Dokumentation nicht.

Neu ist laut Ankündigung die Prüfung von Prompts, Modellantworten und MCP-Verkehr (laut SiliconAngle). Wie weit der Dienst über die bisherigen Funktionen hinausgeht, belegt das vorliegende Material nur dünn. Zur Erkennungsqualität lässt sich daher nichts sagen.

Google-Cloud-Anbindung ist angekündigt, Preis und Voraussetzungen fehlen

Parallel baut Fortinet die Integration mit Google Cloud aus. FortiAIGate soll künftig Google Cloud Gemini Enterprise unterstützen. FortiOS 8.0 bringt erweiterte Kontrollen für KI- und MCP-Verkehr. Die Zusammenarbeit mit Google Unified Security soll enger werden.

Wettbewerber bieten Ähnliches an. Zscaler bewirbt mit AI Guard for Apps die Inline-Prüfung von Prompts und Antworten auf Prompt Injection, Jailbreaks und bösartige URLs. Laut SiliconAngle haben große Anbieter zudem KI-Sicherheits-Startups übernommen: Palo Alto Networks Protect AI, Check Point Lakera, F5 CalypsoAI und Cisco Robust Intelligence.

Offen bleiben die zentralen Punkte. Preis, Verfügbarkeit und Lizenzmodell nennt das Material nicht. Auch Voraussetzungen fehlen, etwa die nötige FortiOS-Version. Ebenso unklar ist, ob die Prüfung verschlüsselter Verbindungen eine TLS-Inspektion erfordert. Unabhängige Tests zu Erkennung, Latenz und Durchsatz liegen bisher nicht vor.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

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