Figure steuert humanoiden Roboter mit einem einzigen neuronalen Netz
Helix 02 ermöglicht Ganzkörpersteuerung direkt aus Pixeln und bewältigt komplexe Aufgaben wie das Be- und Entladen einer Spülmaschine
Mit KI erstelltGanzkörpersteuerung aus einem neuronalen Netz
Das US-Unternehmen Figure hat mit Helix 02 ein neuronales System vorgestellt, das die Steuerung des gesamten humanoiden Roboters – Gehen, Manipulation und Balancieren – über ein einziges neuronales Netzwerk direkt aus Kamerabildern ermöglicht. Der Vorgänger Helix war noch auf die Kontrolle des Oberkörpers beschränkt. Helix 02 erweitert diese Fähigkeit nun auf den gesamten Körper: Das Netzwerk verarbeitet die Pixeldaten der Kameras und erzeugt daraus in Echtzeit sämtliche Steuerbefehle für die Motorik. Gehen, Greifen und das Halten des Gleichgewichts werden als ein durchgängiges, kontinuierliches System gesteuert, ohne dass separate Module für unterschiedliche Körperbereiche oder Aufgaben zum Einsatz kommen. Diese Integration von Mobilität und Handhabung in einem einzigen, pixelbasierten Netzwerk stellt eine direkte Erweiterung der Vorgängerversion dar und erlaubt dem Roboter, seine Bewegungen ganzheitlich aus den visuellen Eingaben abzuleiten.
Autonomes Be- und Entladen einer Spülmaschine
Die Leistungsfähigkeit von Helix 02 demonstriert Figure anhand einer langfristigen, autonomen Aufgabe in einer vollwertigen Küche. Der humanoide Roboter be- und entlädt selbstständig eine Spülmaschine – eine Tätigkeit, die präzise Fortbewegung, Objekterkennung und feinmotorische Manipulation über einen längeren Zeitraum erfordert. Dabei navigiert er durch den Raum, greift Geschirr unterschiedlicher Form, sortiert es sicher in die Körbe und hält während des gesamten Vorgangs seine Balance. Die vollständige Körperautonomie wird dadurch unterstrichen, dass sämtliche Aktionen – von der Bewegung im Raum bis zur Handhabung einzelner Gegenstände – von demselben neuronalen Netz gesteuert werden, das direkt auf Pixeldaten operiert. Figure bezeichnet Helix 02 als sein leistungsfähigstes humanoides Modell und sieht in der erfolgreichen Bewältigung dieser komplexen, raumgreifenden Aufgabe einen Beleg für die autonome Langzeitleistung des Systems.



