Engram: Hardware-Sampler mit lokaler KI startet auf Kickstarter
Thoughtful Things bringt einen experimentellen Sampler mit lokalem KI-Modell und Audio Model Bending auf den Markt – Pledges ab 675 US-Dollar.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Thoughtful Things hat Engram vorgestellt, einen Hardware-Sampler und Groovebox, der ein lokales KI-Modell nutzt, um Audio zu halluzinieren und zu manipulieren.
- Engram wurde offiziell auf Kickstarter gestartet; die Pledges begannen am 27. September 2026.
- Der Kickstarter-Startpreis beträgt $675, was laut Unternehmen einem Rabatt von 30% gegenüber einem späteren Retail-Preis von etwa $850–900 entspricht.
- Engram läuft vollständig lokal auf der Hardware; es ist keine Internetverbindung, App oder ein Abonnement erforderlich.
- Das KI-Modell in Engram ist custom-trainiert (in-house) und wird als 'tiny AI' bezeichnet.
- Engram kombiniert einen traditionellen Sampler-Groovebox-Workflow mit 'Audio Model Bending', das vom Circuit Bending inspiriert ist.
Kickstarter-Start: Engram ab $675 erhältlich
Thoughtful Things hat den Hardware-Sampler und die Groovebox Engram offiziell auf Kickstarter gestartet. Die Pledges begannen am 27. September 2026. Der Einstiegspreis liegt bei 675 US-Dollar. Nach Angaben des Unternehmens entspricht das einem Rabatt von 30 Prozent gegenüber einem späteren Verkaufspreis von rund 850 bis 900 US-Dollar. Das Gerät kombiniert Sampling- und Groovebox-Funktionen mit einem lokal laufenden KI-Modell, das eingehende Audiosignale verfremdet und neue Klänge halluziniert. Damit ist die Kampagne live, nachdem das Gerät zuvor angekündigt und zum Testen aufgerufen worden war. Engram richtet sich an experimentelle Produzenten, die unheimliche, glitch-artige Klänge suchen – nicht an Nutzer, die fertige Tracks wollen.
Lokale KI und Audio Model Bending statt Cloud
Anders als Cloud-basierte generative Musikdienste arbeitet Engram vollständig lokal auf der Hardware. Eine Internetverbindung, eine App oder ein Abonnement sind nicht erforderlich. Das eingebettete KI-Modell ist nach Angaben des Herstellers custom-trainiert und wird als „tiny AI“ bezeichnet. Engram verbindet einen traditionellen Sampler-Groovebox-Workflow mit „Audio Model Bending“. Diese Technik ist vom Circuit Bending inspiriert, bei dem Hardware absichtlich kurzgeschlossen wird, um unerwartete Klänge zu erzeugen. Bei Engram manipulieren Nutzer stattdessen gezielt Parameter des neuronalen Netzes, um das kleine Audiomodell zu destabilisieren und über seine Grenzen zu treiben. So entstehen glitchige, unheimliche Klänge, die nur durch kontrollierte Fehlfunktionen des Modells existieren. In einer Demo reagierte das Gerät auf die Sprachaufforderung „piano“ mit einem glitchigen, nur vage piano-artigen Klang statt eines sauberen Instrumenten-Patches.
Offene Firmware und Zielgruppe experimenteller Produzenten
Thoughtful Things plant, die Engram-Firmware zu öffnen. Entwickler und Musiker können dann die bestehende Architektur modifizieren oder eigene, unabhängige Modelle laden – ein klarer Vorteil für tiefgreifende Anpassungen jenseits der Werkskonfiguration. Zudem bietet Engram „Pluggable audio models“: Nutzer können eigene Audiomodelle erstellen, teilen und einstecken, ähnlich wie bei alten ROMplern, bei denen man Klangmodule austauscht. Das erweitert die Klangpalette erheblich. Engram richtet sich an experimentelle Produzenten, die unheimliche Texturen suchen, und grenzt sich von Cloud-basierten Diensten wie Suno und Udio ab, die polierte, strukturierte Stücke liefern. Founder Evan King beschreibt das Gerät als „field recorder for latent space“.



