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Dutch AI Factory: SURF vergibt Rechenzentrumsdienste an Eurofiber in Groningen

SURF wählt bestehendes Rechenzentrum auf dem Zernike Campus – Installation 2027, Betrieb ab Anfang 2028

· Veröffentlicht: 23.09.2026 ·2 Min Lesezeit
Dutch AI Factory: SURF vergibt Rechenzentrumsdienste an Eurofiber in GroningenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • SURF hat den Auftrag für die Lieferung von HPC-Rechenzentrumsdiensten für die Dutch AI Factory an Eurofiber Cloud Infra vergeben.
  • Der Standort ist das bestehende Rechenzentrum von Eurofiber auf dem Zernike Campus in Groningen.
  • Die Installation der Maschine ist für 2027 geplant.
  • Drei Standorte waren in der Auswahl: die ehemalige De-Halm-Strohfabrik in Hoogkerk, ein nicht genannter Ort in der Provinz und Eurofiber auf dem Zernike Campus.
  • Eurofiber erhielt den Zuschlag, weil das Gebäude bereits existiert und bereits an das Stromnetz angeschlossen ist.
  • Fast die gesamte Abwärme des Rechenzentrums wird in das WarmteStad-Netz eingespeist und reicht für rund 2.000 Haushalte.

SURF vergibt HPC-Rechenzentrumsdienste an Eurofiber in Groningen

SURF hat den Auftrag für die Lieferung von HPC-Rechenzentrumsdiensten für die Dutch AI Factory an Eurofiber Cloud Infra vergeben. Der Standort ist das bestehende Rechenzentrum von Eurofiber auf dem Zernike Campus in Groningen. Dort soll die Maschine mit rund 1.800 GPUs installiert werden. SURF gab die Vergabe am 21. September 2026 bekannt. Die Dutch AI Factory ist eine Initiative der AI Coalition for the Netherlands (AIC4NL) zusammen mit den Konsortialpartnern SURF, TNO und Samenwerking Noord. Laut SURF soll sie Forschenden, Bildungseinrichtungen, Regierungsorganisationen und Unternehmen Zugang zu fortschrittlicher KI-Infrastruktur auf niederländischem Boden bieten; als Anwendungsfelder nennt SURF Gesundheitswesen, Energiewende, Mobilität, Sicherheit und Bildung. Dieser Zugang wird durch ein hochleistungsfähiges HPC-System ermöglicht, das als zentrale Ressource für KI-Forschung dient und mit Dateninfrastruktur und spezialisierter Expertise kombiniert wird.

Standortwahl: Bestehendes Rechenzentrum mit Abwärmenutzung und ohne Netzbelastung

Drei Standorte standen zur Auswahl: die ehemalige De-Halm-Strohfabrik in Hoogkerk, ein nicht genannter Ort in der Provinz und das Rechenzentrum von Eurofiber auf dem Zernike Campus. Eurofiber erhielt den Zuschlag, weil das Gebäude bereits existiert und bereits an das Stromnetz angeschlossen ist. Nach Angaben von SURF erhöht der Supercomputer die Netzüberlastung nicht, da der Standort bereits am Netz angeschlossen ist. Ebenfalls nach Angaben von SURF wird fast die gesamte Abwärme in das WarmteStad-Netz eingespeist und reicht für rund 2.000 Haushalte; die Kühlung nutzt weder Oberflächen- noch Trinkwasser. Laut Eurofiber handelt es sich um eine der nachhaltigsten Rechenzentrumseinrichtungen der Niederlande (Herstellerangabe). Das Expertisezentrum als menschlicher Teil des Projekts läuft seit April 2026 in der Niemeyerfabriek.

Zeitplan und Budget: Installation 2027, Betrieb ab Anfang 2028

Die Installation der Maschine ist für 2027 geplant, voll betriebsbereit soll das System Anfang 2028 sein. Der öffentliche Beitrag beläuft sich auf 201 Millionen Euro, davon 71 Millionen Euro von EuroHPC JU, 70 Millionen Euro von der niederländischen Regierung und 60 Millionen Euro von Nij Begun. Frühere Ankündigungen hatten eine Gesamtinvestition von 200 Millionen Euro genannt, darunter 70 Millionen Euro von EuroHPC; die neueren Angaben von 201 Millionen und 71 Millionen Euro sind vermutlich eine spätere Präzisierung nach der Standortvergabe. Die niederländische AI Factory ist eine von sechs neuen, die zu dreizehn zuvor gewählten EuroHPC-Standorten hinzukommen. Während der Bauphase können niederländische Nutzer Rechenzeit auf anderen EuroHPC-Systemen beantragen.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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