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Drupal CMS 2.0 liefert KI als optionales Add-on – Advisories zum AI-Modul verlangen Updates

Das Add-on bietet drei Anbieter zur Wahl, doch Branch-Grenzen und mehrere Sicherheitshinweise relativieren die Security-Zusage

· Veröffentlicht: 01.11.2026 ·2 Min Lesezeit
Drupal CMS 2.0 liefert KI als optionales Add-on – Advisories zum AI-Modul verlangen UpdatesMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Drupal CMS 2.0 erschien am 28. Januar 2026 und basiert auf Drupal Core 11.3.
  • KI-Funktionen sind optional über das Add-on „AI assistant“ konfigurierbar, etwa Canvas AI und Alt-Text-Generierung.
  • Unterstützt werden amazee.ai, OpenAI und Anthropic; amazee stellt kostenlose Tokens ohne Kontoanlage bereit.
  • Das Recipe drupal_cms_ai fragt bei der Installation Anbieterwahl und API-Schlüssel ab.
  • Das AI-Modul bietet eine gemeinsame API für Anbieter wie OpenAI, Anthropic Claude, Azure OpenAI und Google Gemini.

Drupal CMS 2.0 mit KI als optionalem Add-on

Drupal CMS 2.0 erschien am 28. Januar 2026 auf Basis von Drupal Core 11.3. KI-Funktionen kommen über das Add-on „AI assistant“. Es aktiviert Landingpages per Text-Prompt (Canvas AI), einen Admin-Chatbot, der etwa Content-Typen, Taxonomie-Begriffe und Felder anlegt, die Erzeugung von Alt-Texten sowie ein AI-Dashboard, das Funktionen und konfigurierte Anbieter zusammenführt.

Zur Wahl stehen amazee.ai, OpenAI und Anthropic. amazee.ai stellt kostenlose Tokens ohne Kontoanlage bereit. OpenAI und Anthropic setzen ein eigenes Konto beziehungsweise einen eigenen API-Schlüssel voraus. Ein kuratiertes Recipe fragt Anbieter und Schlüssel bei der Installation ab. Anwenden lässt es sich auch per Drush (drupal_cms_ai). Die weitere Konfiguration erfolgt im AI-Dashboard.

Technisch setzt das auf dem AI-Modul auf. Es definiert eine gemeinsame API, über die andere Module mit mehreren Anbietern arbeiten. Der Administrator entscheidet per Konfiguration, welcher Anbieter zum Einsatz kommt. Die einzelnen Module müssen die Anbieter nicht selbst ansprechen.

Advisories begrenzen die Security-Zusage

Das AI-Modul hat eine Security Policy. Schwachstellen werden vertraulich gemeldet und vom Drupal Security Team koordiniert veröffentlicht. Fixes gibt es jedoch nur für bestimmte unterstützte Branches. Laut Policy sind experimentelle Submodule womöglich erst ab stabilem Status abgedeckt. Welche Submodule konkret erfasst sind, lässt das vorliegende Material offen.

Mehrere Advisories sind veröffentlicht. Unzureichend bereinigte HTMX-Attribute ermöglichen Cross-Site-Scripting. Behoben ist das in AI 1.5.2 und 1.4.11. Betreiber der Branch 1.3.x erhalten keine Fixes mehr und müssen auf 1.5.2 oder 1.4.11 wechseln.

Ein weiteres Advisory betrifft Speech-to-Text. Das Audio jeder Anfrage landet in derselben Datei im temporären Verzeichnis und wird nicht gelöscht. Wer dieses Verzeichnis lesen kann, könnte Audio anderer Nutzer abgreifen. Mildernd wirkt, dass dafür Lesezugriff nötig ist, etwa über einen Shared-Hosting-Account oder ein Modul, das Temp-Dateien offenlegt. Betreiber sollten den Lesezugriff auf das Temp-Verzeichnis prüfen und das Advisory auf eine Fixversion hin durchsehen.

Das Modul „AI File to Text“ prüfte Leseberechtigungen nicht ausreichend. So konnten Inhalte nicht herunterladbarer Dateien offengelegt werden, auch aus dem privaten Dateisystem. Das vorliegende Material nennt dafür keine Fixversion. Betreiber sollten das Advisory auf drupal.org prüfen, das AI-Modul auf den aktuellen Stand eines unterstützten Branches bringen und bis dahin Dateien im privaten Dateisystem als potenziell einsehbar betrachten.

Herstellerangaben und tatsächliche Einrichtung

Nach Angaben der Drupal-Seite behandelt Drupal CMS 2.0 KI nicht als Add-on, sondern als zentralen Bestandteil. Funktionen ließen sich ohne komplexe Einrichtung sofort erkunden. Release Notes und Recipe-Dokumentation beschreiben es anders: KI ist optional und wird über ein Add-on aktiviert. Bei der Installation sind Anbieterwahl und API-Schlüssel nötig, danach folgt die Konfiguration im AI-Dashboard. Nur mit den amazee.ai-Gratis-Tokens entfällt die Kontoanlage.

Die Aussagen zu „messbaren Vorteilen“ sowie zu fertig gebrandeten Seiten „in Tagen statt Wochen“ sind Herstellerangaben. Belege oder unabhängige Messungen liegen dem Material nicht bei. Die Zahl von 17.818 Seiten im Einsatz, die eine Fachquelle nennt, ist im vorliegenden Text abgeschnitten und nicht eindeutig datiert. Als gesicherte Angabe taugt sie nicht.

J
Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

Quellen

  1. dev.to ↗

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