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Daybreak für Kiew: OpenAI sagt Cyberabwehr-Unterstützung zu

OpenAI gewährt der ukrainischen Regierung Zugang zum Daybreak-Programm. Die Ankündigung am Rande der UN-Generalversammlung markiert eine Premiere: Erstmals wird ein staatlicher Akteur in der Ukraine offiziell als Nutzer genannt.

· Veröffentlicht: 23.09.2026 ·5 Min Lesezeit
Daybreak für Kiew: OpenAI sagt Cyberabwehr-Unterstützung zuMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • OpenAI kündigte an, der Regierung der Ukraine Zugang zum Daybreak-Programm zu gewähren, um die Cyberabwehr ziviler Infrastruktur zu unterstützen.
  • Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem Ministerium für digitale Transformation der Ukraine.
  • Die Ankündigung wurde am Rande der UN-Generalversammlung von Dmytro Kushneruk (Generalkonsul der Ukraine in San Francisco) und Sasha Baker (Head of National Security Policy bei OpenAI) gemacht.
  • Das nationale Cyber-Vorfallteam der Ukraine CERT-UA bearbeitete 2025 fast 6.000 Cyber-Vorfälle, darunter Angriffe auf Krankenhaussysteme, den Energiesektor und Telekommunikation.
  • Daybreak gibt Cyber-Verteidigern Zugang zu fortgeschrittener KI für autorisierte Sicherheitsarbeit, etwa Überprüfung älterer Software, Untersuchung verdächtiger Aktivitäten, Validierung von Schwachstellen und Testen von Fixes.
  • Laut BBC wird OpenAI das Daybreak-System der ukrainischen Regierung kostenlos zur Verfügung stellen, um zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Kraftwerke vor Cyberangriffen zu schützen.

Daybreak für Kiew: OpenAI sagt Cyberabwehr-Unterstützung zu

OpenAI hat angekündigt, der Regierung der Ukraine Zugang zum Daybreak-Programm zu gewähren, um die Cyberabwehr ziviler Infrastruktur zu unterstützen. Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem Ministerium für digitale Transformation der Ukraine. Die Ankündigung wurde am Rande der UN-Generalversammlung von Dmytro Kushneruk, dem Generalkonsul der Ukraine in San Francisco, und Sasha Baker, Head of National Security Policy bei OpenAI, gemacht.

Nach Angaben von OpenAI sollen ukrainische Teams Werkzeuge erhalten, um Software-Schwachstellen zu identifizieren sowie Fixes schneller zu entwickeln und zu testen. Das Programm richtet sich an autorisierte Sicherheitsarbeit: von der Überprüfung älterer Software über die Untersuchung verdächtiger Aktivitäten bis zur Validierung von Schwachstellen und dem Testen von Patches.

Laut BBC wird OpenAI das Daybreak-System der ukrainischen Regierung kostenlos zur Verfügung stellen, um zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Kraftwerke vor Cyberangriffen zu schützen. Die Ukraine erhält dabei Zugang zum fortgeschrittenen Modell GPT-5.6 Sol. Die Ankündigung unterstreicht den Druck, unter dem ukrainische Verteidiger stehen: Das nationale Cyber-Vorfallteam CERT-UA bearbeitete 2025 fast 6.000 Cyber-Vorfälle, darunter Angriffe auf Krankenhaussysteme, den Energiesektor und die Telekommunikation.

OpenAI betont, dass ukrainische Verteidiger neben physischen Angriffen auf die Infrastruktur des Landes auch anhaltenden Cyberangriffen ausgesetzt sind. Die hohe Zahl der Vorfälle unterstreiche den Druck auf Organisationen, die essenzielle Dienste für die Bevölkerung bereitstellen. Daybreak soll Cyber-Verteidigern fortgeschrittene KI für autorisierte Sicherheitsarbeit bereitstellen – von der Überprüfung älterer Software über die Untersuchung verdächtiger Aktivitäten bis zur Validierung von Schwachstellen und dem Testen von Fixes. Damit zielt das Programm darauf ab, die Reaktionsfähigkeit auf Vorfälle zu erhöhen und Schwachstellen schneller zu schließen, bevor sie ausgenutzt werden.

Zwei Zugangsstufen: Blue für Verteidiger, Red für Schwachstellenforscher

Daybreak ist OpenAIs Cybersicherheitsinitiative, die OpenAI-Modelle, Codex Security und Sicherheitspartner-Integrationen kombiniert. Ziel ist es, Schwachstellen zu identifizieren, zu validieren und zu priorisieren. Codex Security fungiert dabei als agentisches System, das Repositories scannt, Schwachstellen erkennt, Funde in isolierten Umgebungen validiert, Patches generiert und testet sowie Ergebnisse an Unternehmenssysteme zurückgibt.

Das Programm umfasst zwei Zugangsstufen. Daybreak Blue bietet Zugang zu allgemeinen Frontier-Modellen wie GPT-5.6 Sol, zugeschnitten auf autorisierte defensive Sicherheitsarbeit. Es ist laut OpenAI der empfohlene Einstiegspunkt für die meisten Verteidiger und unterstützt Schwachstellensuche, sichere Code-Reviews, Malware-Analyse, Incident Response und Patch-Validierung.

Daybreak Red gewährt Zugang zu speziell trainierten Cybersicherheitsmodellen wie GPT-5.6-Cyber für autorisierte Schwachstellenforschung, Exploit-Validierung und Sicherheitstests. GPT-5.6-Cyber baut auf GPT-5.6 Sol auf und ist nach Angaben von OpenAI darauf trainiert, spezialisierte Cybersicherheitsaufgaben zu verbessern – etwa das Auffinden von Zero-Day-Schwachstellen und die Entwicklung von Exploit-Ketten – und gleichzeitig Ablehnungen für bestimmte risikoreiche, dual-use Cyber-Anwendungen zu reduzieren.

Daybreak ist ausschließlich für autorisierte defensive Cybersicherheitsarbeit an Systemen, Anwendungen, Konten, Netzwerken oder Daten gedacht, die der Nutzer besitzt, betreibt oder ausdrücklich testen beziehungsweise analysieren darf. Der Einsatz für kundenorientierte Anwendungen, nachgelagerten Produktverkehr oder Drittzugriff ist nicht vorgesehen. Die Unterscheidung zwischen Blue und Red spiegelt dabei unterschiedliche Anforderungsprofile wider: Während Blue auf breite defensive Aufgaben abzielt, richtet sich Red an spezialisierte Forscher, die Exploits validieren oder Sicherheitslücken in autorisierten Umgebungen testen.

Fast 6.000 Vorfälle: Der Druck auf ukrainische Netze

Die Notwendigkeit der Unterstützung zeigt sich in den Zahlen des nationalen Cyber-Vorfallteams der Ukraine. CERT-UA bearbeitete 2025 fast 6.000 Cyber-Vorfälle. Darunter waren Angriffe auf Krankenhaussysteme, den Energiesektor und die Telekommunikation – also genau jene Bereiche, die grundlegende Dienstleistungen für die Bevölkerung bereitstellen.

OpenAI verweist darauf, dass ukrainische Verteidiger neben physischen Angriffen auf die Infrastruktur des Landes auch anhaltenden Cyberangriffen ausgesetzt sind. Die hohe Zahl der Vorfälle unterstreiche den Druck auf Organisationen, die essenzielle Dienste bereitstellen.

Laut BBC stellt OpenAI das Daybreak-System der ukrainischen Regierung kostenlos zur Verfügung, um zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Kraftwerke vor Cyberangriffen zu schützen. Die Ukraine erhält Zugang zum fortgeschrittenen Modell GPT-5.6 Sol. Daybreak soll Cyber-Verteidigern fortgeschrittene KI für autorisierte Sicherheitsarbeit bereitstellen – von der Überprüfung älterer Software über die Untersuchung verdächtiger Aktivitäten bis zur Validierung von Schwachstellen und dem Testen von Fixes. Damit zielt das Programm darauf ab, die Reaktionsfähigkeit auf Vorfälle zu erhöhen und Schwachstellen schneller zu schließen, bevor sie ausgenutzt werden.

Die BBC zitiert zudem George Osborne, ehemaliger britischer Schatzkanzler und heute Head of OpenAI for Countries, mit den Worten: „Der Schutz ziviler Infrastruktur bedeutet, sie sowohl gegen physische als auch gegen digitale Angriffe zu verteidigen, damit die Menschen weiterhin leben, arbeiten und grundlegende Dienstleistungen in Anspruch nehmen können.“ Diese Aussage unterstreicht die strategische Einordnung des Engagements durch OpenAI selbst.

Premiere: Erstmals offiziell ein staatlicher Nutzer in der Ukraine

Mit der Ankündigung wird erstmals ein staatlicher Akteur in der Ukraine offiziell als Nutzer von Daybreak genannt. Bisher waren vor allem qualifizierte Unternehmenskunden und Cybersicherheitsexperten als Zielgruppe des Programms beschrieben worden. Die konkrete Zusage an die ukrainische Regierung markiert damit eine neue Stufe der Zusammenarbeit.

OpenAI beschreibt Daybreak als Antwort darauf, „Frontier-Intelligenz in die Hände vertrauenswürdiger Verteidiger überall zu legen, bevor Angreifer offensive KI-Fähigkeiten in großem Maßstab einsetzen“. Das Unternehmen argumentiert, dass Bedrohungsakteure zunehmend KI für Cyberangriffe in nie dagewesener Geschwindigkeit und Größenordnung einsetzen werden – einschließlich vollständig autonomer Angriffe. Verteidigern bleibe ein schmales Zeitfenster zur Vorbereitung.

Neu gegenüber früheren Berichten ist auch die Kooperation mit dem Ministerium für digitale Transformation der Ukraine sowie die namentliche Nennung der beiden Vertreter Kushneruk und Baker. Die Ankündigung am Rande der UN-Generalversammlung verleiht der Zusage zudem einen diplomatischen Rahmen. Ob und in welchem Umfang weitere staatliche Akteure folgen, ist offen.

So kommt die Ukraine an die Tools: Zugangswege und Hürden

Der Zugang zu Daybreak erfolgt über mehrere Wege: über ChatGPT, Codex Security, die Open-Source-Codex Security CLI und die API. Für Einzelpersonen gelten dabei Anforderungen wie Advanced Account Security, Hardware-Sicherheitsschlüssel und eine Identitätsverifizierung. Wer als Einzelperson für Daybreak zugelassen ist, muss diese Voraussetzungen erfüllen und den vorgesehenen Zugangspfad nutzen – etwa die Responses API, Codex mit Sign-in-with-ChatGPT oder die Codex CLI.

Für API-Nutzer müssen Organisationseigentümer das nicht-standardmäßige Projekt unter den Projekteinstellungen für den Daybreak-Modellzugriff freischalten. Standard-API-Projekte sind nicht für Daybreak zugelassen, und Zugriffsänderungen können bis zu 30 Minuten dauern. Die Ukraine ist in der Liste der Länder aufgeführt, in denen OpenAI API-Dienste unterstützt werden. Damit ist eine technische Grundvoraussetzung für den API-basierten Zugang erfüllt. Welche konkreten Zugangswege die ukrainische Regierung nutzen wird, ist nicht im Detail bekannt.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. openai.com ↗

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