Databricks kündigt nächste Phase der SAP-Partnerschaft auf dem SAP TechEd an
Der erweiterte Databricks-Umfang soll in SAP Databricks innerhalb der Business Data Cloud aufgehen. Welche Funktionen dazugehören und in welchem Status sie sind, bleibt offen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Databricks kündigt auf dem SAP TechEd die nächste Phase der SAP-Partnerschaft an.
- SAP Databricks ist eine vollständig verwaltete, allgemein verfügbare Databricks-Version in SAP Business Data Cloud.
- SAP Business Data Cloud Connect for Databricks ist allgemein verfügbar, Zero-Copy und bidirektional über Delta Sharing.
- Laut Databricks nutzen Adidas, Zalando, Mondi und CAF SAP Databricks seit der GA.
- SAP Databricks verbindet SAP-Daten mit Daten aus anderen Anwendungen, Datenbanken und Objektspeichern.
Databricks führt erweiterten Umfang in SAP Databricks zusammen
Auf dem SAP TechEd hat Databricks die nächste Phase seiner Partnerschaft mit SAP angekündigt. Der erweiterte Umfang soll in SAP Databricks einfließen, dem Angebot innerhalb der SAP Business Data Cloud (SAP BDC). Databricks zufolge wird die Arbeit mit SAP-Unternehmensdaten dadurch „much easier and more performant“, und Unternehmen ziehen leichter KI-Nutzen daraus. Belege dafür gibt es bislang nicht. Unabhängige Benchmarks oder Kundenmessungen zu Performance und Aufwand liegen nicht vor.
Was genau hinzukommt, ist offen. Der vorliegende Primärtext ist abgeschnitten, eine konkrete Featureliste lässt sich daraus nicht ableiten. Auch der Reifegrad bleibt unklar: Welche Teile allgemein verfügbar sind, welche in der Preview laufen und welche nur angekündigt wurden, geht aus dem Text nicht hervor. Sicher belegbar ist damit allein der Ausbau der Integration.
Zero-Copy-Zugriff auf SAP-Daten: Was bereits verfügbar ist
Die technischen Grundlagen stammen aus früheren Ankündigungen. SAP Databricks ist eine vollständig verwaltete Version von Databricks und als Service nativ in der SAP BDC enthalten. Sie ist allgemein verfügbar (GA). Ebenfalls GA ist SAP Business Data Cloud Connect for Databricks. Damit verbinden Kunden auf allen Cloud-Plattformen ihre BDC-Umgebung mit einer bestehenden Databricks-Instanz. Über Delta Sharing teilen sie SAP Data Products per Zero-Copy, bidirektional und live. Nach Angaben von Databricks ist dafür kein Data Engineering nötig.
In Databricks Notebooks oder im SQL Editor lassen sich die SAP-Daten untersuchen und mit Daten aus anderen Anwendungen, Datenbanken und Objektspeichern verknüpfen. Databricks spricht von „einem besseren Weg“ als Replikation und selbst gebauten Extraktions-Pipelines, die Daten kopieren. Auch das ist eine Herstellerposition. Ob tatsächlich nie repliziert werden muss und alle Workloads in der BDC laufen, müssen Architekturprüfungen und Praxisberichte zeigen.
Adidas, Zalando, Mondi und CAF als Referenzkunden
Als Referenzkunden nennt Databricks Adidas, Zalando, Mondi und CAF. Sie nutzen seit der allgemeinen Verfügbarkeit SAP Databricks und BDC Connect for Databricks, um SAP Data Products zu analysieren, zu governen und KI darauf aufzubauen. Der Hersteller führt als Szenarien Nachfrageprognose, Anomalieerkennung im Finanzabschluss, Beschaffungsoptimierung und die Verankerung von KI-Agenten im Geschäftskontext an. Alle Angaben stammen von Databricks. Eine unabhängige Bestätigung oder Messwerte zu den Ergebnissen fehlen.
Snowflake und Fabric: Databricks ist nicht der einzige BDC-Partner
Databricks ist nicht der einzige Partner der SAP BDC. Snowflake kam im Herbst 2025 hinzu und ist ebenfalls per Zero-Copy über Delta Sharing angebunden. Microsoft Fabric gilt als nächster Schritt im Jahr 2026.
Praxisbeiträge zeichnen teils ein anderes Bild. Ein LinkedIn-Beitrag beschreibt für Databricks weiterhin Replikation per Kafka/SLT, für Fabric den Weg über OneLake mit Data-Factory-Pipelines. Ein erkennbar SAP-naher Autor hält die Governance der BDC gegenüber dem Unity Catalog von Databricks für überlegen, ohne Beleg für seine Zahlenangaben. Beide Beiträge beziehen sich nicht auf die neue Integration und sind nicht unabhängig bestätigt.



