D.R. Horton lässt über 1.250 Häuser bei Promise Robotics vorfertigen
Der größte US-Hausbauer nutzt die Factory-as-a-Service-Plattform des Toronto-Unternehmens; die Fertigung in Phoenix soll Anfang 2027 beginnen
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Promise Robotics und D.R. Horton haben am 13. Oktober 2026 einen mehrjährigen Vertrag angekündigt.
- D.R. Horton nutzt Promises Factory-as-a-Service, um über 1.250 Häuser zu produzieren.
- D.R. Horton ist der erste große US-Hausbauer, der Promises Produktionsplattform nutzt.
- Eine neue Promise-Anlage in Phoenix soll Anfang 2027 mit der Fertigung beginnen.
- Eine KI analysiert Entwurfsunterlagen und steuert die Roboter, laut Promise.
D.R. Horton lässt über 1.250 Häuser bei Promise Robotics vorfertigen
Am 13. Oktober 2026 haben D.R. Horton und das Toronto-Unternehmen Promise Robotics einen mehrjährigen Vertrag angekündigt. Der Hausbauer aus Arlington, Texas, ist in 126 Märkten in 36 Bundesstaaten aktiv. Für die Produktion von mehr als 1.250 Häusern nutzt er Promises Factory-as-a-Service-Plattform (FaaS). Die Fertigung soll Anfang 2027 in einer neuen Promise-Anlage in Phoenix anlaufen.
Laut Promise ist D.R. Horton der erste große US-Hausbauer, der die Plattform einsetzt. Damit baut das Unternehmen sein Fertigungsnetz in den USA aus. Belegt sind bislang nur Projekte in Kanada, etwa der Vertrag mit der Alberta-Sparte von Mattamy Homes.
Die Fabrik liefert Wand-, Boden- und Dachpanels, keine fertigen Vollhäuser
Promise beschreibt FaaS so: Die Plattform übersetzt bestehende Hausentwürfe der Bauherren in einen Produktionsprozess aus robotergestützter Fertigung, Fabrikbetrieb und Montage vor Ort. Bauherren sollen Kapazität nutzen, ohne selbst Fabriken zu errichten und zu betreiben. Eine KI wertet die Entwurfsunterlagen aus und steuert die Roboter.
Gefertigt werden Gebäudekomponenten, keine fertigen Häuser. Beim Mattamy-Projekt sind es Wand-, Boden- und Dachpanels für Holzrahmenhäuser, die per Lkw zur Baustelle kommen. Laut Sina Finance entstehen außerdem Decken- und Bodenplatten sowie Treppen. Elektro, Sanitär und Fenster sind ausgenommen. Laut Promise lassen sich die Komponenten eines zweigeschossigen Doppelhauses mit Keller und Garage, ohne Elektro, Sanitär und Fenster, an einem Fabriktag fertigen. Die entsprechenden Arbeiten dauerten auf der Baustelle üblicherweise zwei bis drei Wochen. Das ist eine Herstellerangabe zum Vergleich mit herkömmlichem Bauen vor Ort. Die Montagezeit der gelieferten Teile ist damit nicht benannt.
Unklar bleibt Promises Werbeaussage, man liefere „fully enclosed homes in a single day“. Gemeint ist vermutlich der Fabrikanteil an Hülle und Tragwerk. Ob sich die Angabe auf Fabrik- oder Montagezeit bezieht, hat das Unternehmen nicht klargestellt. Sie gilt als Herstellerangabe.
Vertragswert und Abrechnungsmodell sind nicht öffentlich, die Effizienzversprechen unbelegt
Nicht öffentlich sind Vertragswert, Abrechnungsmodell, Eigentum an der Anlage und Mindestabnahmen. Den Umfang kann man nur grob einordnen: 1.250 Häuser stehen knapp 85.000 Abschlüssen gegenüber, die D.R. Horton zuletzt pro Jahr verbuchte. Die Quellen nennen unterschiedliche Stichtage, die Werte liegen aber nah beieinander. Ob es sich um einen Pilotversuch oder eine strategische Weichenstellung handelt, geht aus dem Material nicht hervor.
Laut Promise ließen sich durch schnelleren Kapitaleinsatz 300 US-Dollar pro Haus und Tag sparen. Das Bauen sei 60 Prozent schneller, und mit gleichem Personal entstünden doppelt so viele Häuser. Unabhängige Messdaten dazu liegen nicht vor. Es handelt sich um Herstellerangaben. Prüfbar wären sie über Bauzeit- und Kostenvergleiche aus abgeschlossenen Projekten.
In Calgary beliefert Promise zwei Mattamy-Siedlungen aus einer 62.000 Quadratfuß großen Anlage. Die Produktion begann dort im August. Das Jahr nennt der Beleg nicht.



