creance.ai startet Pilotprojekt mit Deutscher Bank, Börse Stuttgart und VÖB Service
Gemeinsames Pilotprojekt zur KI-gestützten DORA-Compliance auf Basis von PhariaAI
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- creance.ai ist ein Joint Venture zwischen PwC Deutschland und Aleph Alpha.
- creance.ai hat ein Pilotprojekt mit Finanzunternehmen gestartet.
- Am Pilot nehmen Deutsche Bank, Gruppe Börse Stuttgart und VÖB Service teil.
- Der Pilot evaluiert generative KI zur Validierung von ICT-Dienstleisterverträgen gegen die EU-Verordnung DORA.
- DORA muss von allen Finanzunternehmen bis zum 17. Januar 2025 umgesetzt werden.
- creance.ai basiert auf PhariaAI, der Plattform von Aleph Alpha.
Pilotstart mit Deutscher Bank, Börse Stuttgart und VÖB Service
creance.ai, das Joint Venture von PwC Deutschland und Aleph Alpha, hat ein Pilotprojekt mit drei Finanzunternehmen gestartet. Beteiligt sind die Deutsche Bank, die Gruppe Börse Stuttgart und der VÖB Service. Gemeinsam soll evaluiert werden, wie generative KI bei der Validierung von Verträgen mit ICT-Dienstleistern gegen die EU-Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act) helfen kann. DORA zielt darauf ab, die Regeln für die operationelle Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors zu harmonisieren. Nach Angaben von creance.ai soll die Lösung Compliance-Experten ein neues Niveau vertrauenswürdiger KI bieten und erhebliche Zeit und Kosten sparen. Das Vertrauen wird dadurch erhöht, dass die generative KI auf den souveränen und nachvollziehbaren Modellen von Aleph Alpha basiert, deren Entscheidungen für Compliance-Experten überprüfbar und auditierbar sind. Zeit- und Kosteneinsparungen entstehen, weil die manuelle Prüfung hunderter Verträge, die bisher enormen Aufwand verursachte, durch die automatisierte Vertragsanalyse ersetzt wird. Zuvor war lediglich die Gründung des Joint Ventures und die allgemeine Absicht bekannt, eine DORA-Compliance-Lösung zu entwickeln. Jetzt werden erstmals Pilotpartner und der konkrete Anwendungsfall genannt.
DORA-Frist 17. Januar 2025 und PhariaAI-Basis
DORA muss von allen Unternehmen des Finanzsektors bis zum 17. Januar 2025 umgesetzt werden. Die Verordnung verlangt, dass Verträge mit ICT-Dienstleistern – darunter nahezu alle Banken und Versicherungen – gegen die DORA-Anforderungen validiert werden. Pro Unternehmen können hunderte solcher Verträge betroffen sein; die manuelle Prüfung verursacht nach Angaben von creance.ai enormen Zeit- und Kostenaufwand. creance.ai basiert auf PhariaAI, der Plattform von Aleph Alpha. PhariaAI ist ein Enterprise-Stack, der On-Premise-, Hybrid-Cloud- und STACKIT-gehostete Konfigurationen unterstützt und damit Daten innerhalb europäischer Rechtsgrenzen hält. Für DORA-Compliance ist dies relevant, da sensible Vertragsdaten das Unternehmen nicht verlassen müssen und die Lösung den Anforderungen an operationelle Resilienz und Datensouveränität entspricht. Die Anwendung unterstützt derzeit DORA. Laut Herstellerangaben sollen in naher Zukunft weitere Regulierungen unterstützt werden; welche konkreten Regulierungen dies sind und welche technischen oder prozessualen Erweiterungen dafür vorgesehen sind, hat creance.ai bislang nicht öffentlich gemacht. Sie automatisiert Vertragsanalyse und Compliance-Aufgaben im DORA-Kontext und soll Unternehmen dabei helfen, Compliance-Risiken zu erkennen und zu managen.
Deutsche Bank als strategischer Investor bei Aleph Alpha
Die Deutsche Bank hat sich über ihr Corporate-Venture-Capital-Team an Aleph Alpha beteiligt. Das Investment unterstreicht die Verbindung zum Pilotprojekt: Die Bank ist nicht nur Pilotpartnerin, sondern auch strategische Investorin des KI-Unternehmens, auf dessen Plattform PhariaAI creance.ai aufbaut. Die Bank begründete die Beteiligung mit dem Fokus von Aleph Alpha auf souveräne und nachvollziehbare KI-Lösungen, die für die hochregulierte Finanzbranche vielfältige Perspektiven böten. Durch das strategische Investment profitiert Aleph Alpha nach Angaben der Bank über die Kapitalbeteiligung hinaus von Branchenkenntnis und Netzwerk.



