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Cisco veröffentlicht Verhaltenserkennung Quarry für KI-Agenten als Open Source

Die Engine wertet ganze Agenten-Sitzungen statt einzelner Aktionen aus. Die Angaben stammen aus zwei Sekundärquellen; die Primärquelle blieb ungeprüft.

· Veröffentlicht: 30.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Cisco veröffentlicht Verhaltenserkennung Quarry für KI-Agenten als Open SourceMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Cisco hat Project Quarry als Open-Source-Verhaltenserkennungs-Engine für KI-Agenten veröffentlicht.
  • Quarry analysiert Sequenzen von Agentenaktionen über ganze Agenten-Sitzungen hinweg.
  • Quarry deckt LLM-Konversationen, Tool-Nutzung und MCP-Interaktionen ab.
  • Es gibt Plugins für Claude Code und Codex.
  • Cisco-AI-Defense-Team betreibt Open-Source-Sicherheitswerkzeuge für KI-Agenten, MCP-Server und Modell-Lieferketten.

Cisco veröffentlicht Quarry: Engine wertet ganze Agenten-Sitzungen aus

Cisco hat Quarry als Open-Source-Projekt veröffentlicht, so berichten zwei Sekundärquellen. Quarry ist eine Engine zur Verhaltenserkennung, die Abfolgen von Agentenaktionen beobachtet. Laut der Beschreibung der Plattform daily.dev bewertet sie ganze Agenten-Sitzungen und nicht einzelne Interaktionen. Ziel ist es, Sicherheitsteams beim Erkennen fehlgeleiteter KI-Agenten zu unterstützen.

Warum die Sitzung als Ganzes zählt, zeigt das genannte Beispielmuster. Das Lesen sensibler Daten, etwa von Zugangsdaten, fällt für sich genommen kaum auf. Riskant wird es erst, wenn innerhalb eines definierten Zeitfensters ein externes Senden folgt. Quarry soll solche Abfolgen erfassen.

Laut daily.dev-Zusammenfassung deckt Quarry LLM-Konversationen, Tool-Nutzung und MCP-Interaktionen ab. Für Claude Code und Codex gibt es demnach Plugins.

Einschränkend gilt: Den Cisco-Blog, das Repository und das README konnte die Redaktion nicht prüfen. Alle Angaben stützen sich auf die beiden Sekundärquellen. Aussagen zu Architektur, Lizenz, Reifegrad oder Leistung lassen sich daraus nicht ableiten.

Ciscos Anspruch an Quarry ist bislang unbelegt

Cisco setzt hoch an. Quarry soll eine „gemeinsame Sprache“ für die Bewertung von Agentenverhalten schaffen, vergleichbar mit Snort für Netzwerkverkehr und YARA für Malware. Dabei handelt es sich um den Selbstanspruch des Herstellers. Eine nachgewiesene Wirkung in der Branche gibt es nicht.

Außerdem meint Cisco, Quarry hätte mehrere Schritte des OpenAI-Hugging-Face-Vorfalls wahrscheinlich markiert, wenn man den Vorfall als vollständige Sitzung betrachtet. Das ist eine hypothetische Eigeneinschätzung. Einen Testnachweis dafür gibt es nicht.

Eine unabhängige Prüfung bräuchte drei Dinge: das Repository mit README und Regelformat, Integrationen und Beiträge Dritter außerhalb von Cisco sowie eine unabhängige Nachstellung des Vorfalls mit Quarry auf Basis von Sitzungsdaten.

Quarry ergänzt Ciscos Scanner um eine Laufzeitperspektive

Das Cisco-AI-Defense-Team betreibt eine Open-Source-Organisation mit Sicherheitswerkzeugen für KI-Agenten, MCP-Server, Modell-Lieferketten und LLM-Anwendungen. Zu den Werkzeugen gehören DefenseClaw, MCP Scanner, Skill Scanner, A2A Scanner, AI BOM, Pickle Fuzzer und der Adversarial Hubness Detector.

Die genannten Scanner prüfen vor dem Einsatz. Quarry würde zur Laufzeit hinzukommen und das Verhalten beobachten. Das ist eine Schlussfolgerung aus dem Material, keine Aussage einer Quelle. Quarry taucht zudem in den vorliegenden Cisco-Projektlisten nicht auf.

Am ehesten lohnt sich ein solches Werkzeug für Teams, die Agenten im Produktivbetrieb einsetzen.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

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