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Chinas Chip-Exporte steigen im September auf 45 Milliarden Dollar, Menge wächst um 1 Prozent

Der Wertsprung im September geht laut Zolldaten vor allem auf höhere Preise und einen anderen Produktmix zurück. Als Ursache gilt die Speicherchip-Knappheit durch den KI-Ausbau. Die Zahlen stammen aus zweiter Hand, die August-Zahl widerspricht sich.

· Veröffentlicht: 14.10.2026 ·2 Min Lesezeit
Chinas Chip-Exporte steigen im September auf 45 Milliarden Dollar, Menge wächst um 1 ProzentMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Chinas IC-Exporte stiegen im September 2026 um 136 % auf rund 45 Mrd. US-Dollar.
  • Die Menge stieg im September nur um 1 % auf 32,7 Mrd. IC-Stück.
  • Von Januar bis Juli stiegen die IC-Exporte um 99,5 % auf 216,02 Mrd. US-Dollar.
  • Chinas Gesamtexporte stiegen im September 2026 um 36,3 % auf 447,18 Mrd. US-Dollar.
  • TrendForce meldet kritisch niedrige Lieferantenbestände und weiter steigende Speicher-Vertragspreise.

Chinas Chip-Exporte steigen im September auf 45 Milliarden Dollar, Menge wächst um 1 Prozent

Im September 2026 exportierte China integrierte Schaltungen (ICs) im Wert von rund 45 Milliarden US-Dollar, 136 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das meldete die chinesische Zollbehörde (GACC) am 14. Oktober. Die Stückzahl lag bei 32,7 Milliarden und damit nur 1 Prozent über dem Vorjahresmonat. Der Anstieg geht demnach fast vollständig auf Wert, Preis und Produktmix zurück. Für nahezu dieselbe Menge Chips floss deutlich mehr Geld.

Die Angaben stammen aus der Berichterstattung der South China Morning Post über die Zollmeldung. Die GACC-Primärdaten konnten nicht eingesehen werden. Halbleiter spielen auch im Gesamtbild eine Rolle: Chinas Ausfuhren insgesamt stiegen im September um 36,3 Prozent auf 447,18 Milliarden Dollar. Laut einem weiteren Bericht trugen Hightech-Güter wie Halbleiter und Autos zum Wachstum bei.

Der Septemberwert liegt über dem Schnitt der ersten neun Monate

Mit 136 Prozent liegt das Septemberwachstum über dem Schnitt von 108 Prozent für die ersten neun Monate. In diesem Zeitraum exportierte China 275,2 Milliarden ICs im Wert von knapp 302 Milliarden Dollar. Von Januar bis Juli stiegen die Ausfuhren auf 216,02 Milliarden Dollar, ein Plus von 99,5 Prozent. Die Menge wuchs dabei nur um 6,2 Prozent. Chips machten 8,6 Prozent der gesamten chinesischen Exportwerte aus, 3,5 Prozentpunkte mehr als 2025. Auch hier wirkt vor allem der Preis.

Der August-Wert ist ungeklärt. Die datierte Analyse von chinadata.live nennt 33,56 Milliarden Dollar (+89,6 Prozent). Das aktuelle Daten-Panel derselben Seite weist dagegen 40,79 Milliarden Dollar (+130,3 Prozent) aus. Mit 40,79 Milliarden passt die Summe aus Januar bis Juli, August und September rechnerisch zu den knapp 302 Milliarden. Eine nachträgliche Revision ist plausibel, aber nicht belegt. Je nach Wert fällt die Beschleunigung im September gegenüber August deutlich größer oder deutlich kleiner aus.

TrendForce stützt die Speicherpreis-Erklärung, die Datenlage bleibt unsicher

Als Ursache nennt die SCMP die Speicherchip-Knappheit durch den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur. Das Marktforschungshaus TrendForce stützt diese Erklärung. Im DRAM-Bulletin vom 30. September heißt es, High-Bandwidth Memory (HBM) verdränge Produktionskapazität im allgemeinen DRAM-Geschäft. Die Lieferantenbestände seien kritisch niedrig, die Vertragspreise stiegen weiter. Für das dritte Quartal erwartete TrendForce in seiner Prognose vom 30. Juni weiter steigende, aber sich abschwächende Preiszuwächse.

Die Ursachenzuschreibung bleibt eine Erklärung, kein Beleg aus den Zolldaten. Chinadata.live weist darauf hin, dass USD-Werte weder physische Mengen noch KI-Endnutzung belegen. Unterkategorien dürfen zudem nicht zur Oberposition HS 8542 addiert werden. Die dort genannten Speicherchip-Exporte im August von 31,23 Milliarden Dollar wären ein sehr großer Teil des IC-Gesamtwerts. Ob Warenabgrenzung und Datenstände übereinstimmen, lässt sich ohne GACC-Rohdaten nicht abschließend prüfen.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. scmp.com ↗

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