ChatGPT: Ein „Creative Workspace“ ist in OpenAI-Quellen nicht belegt
Belegt sind Projects, ein Creative-Production-Plugin und eine Produktbeschreibung mit dem Begriff „shared workspace“. Ob davon etwas neu ist, bleibt offen.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- ChatGPT Projects bündeln Chats, Dateien und Anweisungen und lassen sich geräteübergreifend fortsetzen.
- Projects stehen angemeldeten Nutzern je nach Tarif und Workspace-Einstellungen zur Verfügung.
- OpenAI bietet ein Plugin „Creative Production“ für Marketingmaterial, Bild-Prompts und Standbild-Anzeigen an.
- Laut OpenAI werden Organisationsdaten nicht zur Modellverbesserung genutzt, mit MFA und SAML SSO.
- GPT-6 mit „Intelligent UI“ wurde am 7. Oktober 2026 in ChatGPT eingeführt und in Business-Workspaces schrittweise ausgerollt.
Für einen „Creative Workspace“ fehlt jede OpenAI-Ankündigung
Ein dauerhafter „Creative Workspace“ für Langzeitprojekte in ChatGPT: So lautet die Behauptung im Titel eines Berichts. In den vorliegenden OpenAI-Quellen taucht ein Produkt dieses Namens nicht auf. Weder eine Mitteilung des Unternehmens noch ein Fachmedienbericht dazu liegt vor.
Am nächsten kommt eine Produktbeschreibung auf der Kreativ-Seite von OpenAI. Dort heißt es, ChatGPT sei ein „in-chat creative partner“. Nutzer könnten damit Pläne, Berichte und Designs in Echtzeit erarbeiten und in einem „one shared workspace“ verbessern. Das ist eine allgemeine Beschreibung. Sie kündigt keine eigenständige Funktion an.
Ob hinter dem Titel eine Umbenennung steckt, eine Bündelung bestehender Funktionen, eine Fehldeutung oder eine Ankündigung, die sich nicht auffinden lässt, ist nicht zu klären. Angaben zu Startdatum oder Funktionsumfang eines „Creative Workspace“ sind deshalb nicht möglich.
Projects und Creative-Production-Plugin: Was bereits existiert
Belegt ist zunächst die Funktion Projects. Sie hält zusammengehörige Chats, Dateien und Anweisungen beisammen. Für laufende Arbeit, etwa beim Schreiben, bei der Recherche oder der Planung, greift ChatGPT so auf denselben Kontext zurück. Projekte lassen sich auf einem Gerät beginnen, auf einem anderen fortsetzen und für wiederkehrende Aufgaben wiederverwenden. Auch eine Projektfreigabe gibt es. Projects und Freigabe stehen angemeldeten Nutzern zur Verfügung, abhängig von Tarif und Workspace-Einstellungen. Der Tarif bestimmt, wie viele Dateien hochgeladen werden dürfen. In einem geteilten Projekt entfernt das Löschen einer Datei sie für alle Beteiligten. Sie lässt sich später erneut hinzufügen.
Der zweite Baustein ist ein Plugin namens „Creative Production“. Laut der Hilfeseite, die nur auf Thailändisch vorliegt, dient es dazu, Marketingmaterial, Bild-Prompts, Social-Ideen, Standbild-Anzeigen und Launch-Kreativmaterial zu erstellen, anzupassen und zu prüfen. Es soll die Markenkonformität kontrollieren und Inhalte auf einzelne Kanäle zuschneiden. Dazu gehören Skills wie Intake und Produce. Das Plugin wird installiert und in ChatGPT Work oder Codex genutzt.
Die Formulierung vom „in-chat creative partner“, der Konsistenz und Qualität in jedem Asset sicherstellen soll, stammt von OpenAI selbst. Unabhängige Tests mit realen Kreativ-Workflows liegen bislang nicht vor. Offen bleibt, was an diesen Bausteinen neu ist. Falls der „Creative Workspace“ sie nur neu verpackt, wäre die Neuigkeit gering.



