Berufungsgericht kippt Amazons Sperre gegen Perplexity-Bot
Ninth Circuit: CFAA-Klage nicht haltbar – Einstweilige Verfügung aufgehoben
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Perplexity hat die einstweilige Verfügung, die seinem KI-Shopping-Tool (Comet-Browser) den Zugriff auf Amazon verbot, erfolgreich aufgehoben.
- Das Ninth Circuit Court of Appeals befand, dass Amazons ursprüngliche Klage wegen Verstoßes gegen den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) einer Überprüfung nicht standhält und nicht mit einer einstweiligen Verfügung hätte belohnt werden dürfen.
- Amazon reichte im November 2025 Klage gegen Perplexity ein und warf dem Unternehmen vor, seine KI-Agenten zu verschleiern, um weiterhin ohne Genehmigung die Website von Amazon zu scrapen.
- Perplexity bezeichnete die Klage als 'Einschüchterungstaktik' (bully tactic).
- Ein Bundesrichter erließ am 10. März 2026 eine einstweilige Verfügung, die Perplexitys Comet-Browser daran hinderte, im Namen von Kunden auf Amazon einzukaufen.
- Das Gericht befand, dass Perplexity wahrscheinlich gegen Bundes- und Landesgesetze verstoßen hat.
Berufungsgericht kippt Amazons Sperre gegen Perplexity-Bot
Das Ninth Circuit Court of Appeals hat die einstweilige Verfügung aufgehoben, die Perplexitys Comet-Browser den Zugriff auf Amazon verbot, wie Bloomberg berichtet. Der Comet-Browser setzt KI-Agenten ein, um für Nutzer Einkäufe auf Amazon zu erledigen. Das Gericht stufte Amazons Klage nach dem Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) als nicht haltbar ein. Die Richter befanden, dass die CFAA-Klage keine Aussicht auf Erfolg habe und daher nicht mit einer einstweiligen Verfügung hätte belohnt werden dürfen. Amazon hatte Perplexity vorgeworfen, durch das Scraping der Website ohne Genehmigung gegen den CFAA verstoßen zu haben und Sicherheitsrisiken für Kundendaten zu schaffen. Perplexity bezeichnete die Klage als Einschüchterungstaktik und argumentierte, Verbraucher müssten frei wählen können, welchen KI-Assistenten sie nutzen. Die einstweilige Verfügung war am 10. März 2026 von einem Bundesrichter am U.S. District Court für den nördlichen Bezirk von Kalifornien erlassen worden und untersagte Perplexity, im Namen von Kunden auf Amazon einzukaufen. Die Vorinstanz hatte die Verfügung erlassen, weil sie einen Verstoß gegen Bundes- und Landesgesetze für wahrscheinlich hielt. Mit der Entscheidung des Berufungsgerichts ist diese Sperre nun aufgehoben. Der Fall gilt als früher rechtlicher Test für den agentenbasierten Handel.
Amazon klagte im November 2025 – Bundesrichter erließ Verfügung im März 2026
Amazon reichte im November 2025 Klage gegen Perplexity ein. Der Online-Händler warf dem Start-up vor, seine KI-Agenten zu verschleiern, um weiterhin ohne Genehmigung die Website von Amazon zu scrapen. Perplexity bezeichnete die Klage als „Einschüchterungstaktik“ (bully tactic). Am 10. März 2026 erließ ein Bundesrichter am U.S. District Court für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eine einstweilige Verfügung. Diese untersagte Perplexitys Comet-Browser, im Namen von Kunden auf Amazon einzukaufen. Das Gericht befand, dass Perplexity wahrscheinlich gegen Bundes- und Landesgesetze verstoßen habe, darunter den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) und kalifornische Gesetze. Es sah es als erwiesen an, dass Perplexity nach einer Unterlassungsaufforderung weiterhin auf Amazons Systeme zugriff und die Erkennung absichtlich umging. Amazon drohte ohne die Verfügung ein unwiederbringlicher Schaden, da Perplexity erklärtermaßen beabsichtigte, den Zugriff fortzusetzen. Der Fall zog breite Aufmerksamkeit auf sich: Das Knight Institute, die ACLU und die ACLU of Northern California reichten einen Amicus-Schriftsatz ein, der sich mit der Anwendung von Computerbetrugsgesetzen auf KI-Tools befasste. Der Fall wird als früher rechtlicher Test für den agentenbasierten Handel angesehen.
Präzedenzfall mit doppeltem Boden?
Während das Berufungsgericht Amazons Sperre kippt, diskutiert die Community die tieferen strategischen Motive. muller5113 warnt, dass Amazon mit ähnlichen Scraping-Plänen selbst ins Visier geraten könnte – ein Präzedenzfall, der nach hinten losgeht. No-Understanding2406 hält dagegen: Für den Konzern zähle nicht juristische Konsistenz, sondern allein die Macht, Konkurrenten vom eigenen Marktplatz fernzuhalten. Die juristische Kehrtwende zeigt, wie sehr KI-Agenten die Spielregeln im E-Commerce neu verhandeln – und wie unberechenbar die Reaktionen der Platzhirsche bleiben.



