AWS demonstriert mehrtägige Musikproduktion mit drei Agenten auf einer GPU-Instanz
Neue Bedrock AgentCore Runtime Instances ermöglichen mehrstündige Sessions, GPUs und persistente Volumes – ein Blogbeitrag zeigt den Einsatz anhand einer Musikproduktions-Pipeline.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Amazon Bedrock AgentCore bietet zwei Compute-Optionen für das Hosting von Agenten: MicroVMs (serverlos) und Runtime Instances (neu, AWS-verwaltete EC2-Infrastruktur).
- Runtime Instances unterstützen mehrstündige Sessions, GPUs, persistente Volumes und das Colocating mehrerer Agenten auf einer einzelnen Instanz.
- Der Blogbeitrag beschreibt eine Pipeline mit drei Agenten: Einer führt ein generatives Audio-Modell auf der GPU der Instanz aus, die anderen beiden öffnen die erzeugte .wav-Datei von einem gemeinsamen Volume.
- Die Agenten nutzen geteilte Sessions für die Zusammenarbeit und können Workflows über mehrere Tage persistieren.
- Am Ende des beschriebenen Workflows erhält man einen abspielbaren Track.
- Amazon Bedrock Agents Classic ist für Neukunden nicht mehr verfügbar; Bestandskunden können den Dienst weiterhin wie gewohnt nutzen.
Drei Agenten produzieren auf einer GPU-Instanz einen fertigen Track
Amazon Web Services zeigt in einem technischen Blogbeitrag, wie sich mit den neuen AgentCore Runtime Instances eine Multi-Agenten-Pipeline für Musikproduktion aufbauen lässt. Drei Agenten arbeiten dabei auf einer einzelnen GPU-Instanz zusammen und teilen sich ein gemeinsames Dateisystem. Einer der Agenten führt ein generatives Audio-Modell auf der GPU der Instanz aus und schreibt eine .wav-Datei. Die beiden anderen Agenten öffnen diese Datei anschließend von einem gemeinsamen Volume und bauen auf dem Ergebnis auf. Über geteilte Sessions orchestrieren die Agenten ihre Zusammenarbeit; der Workflow lässt sich über mehrere Tage hinweg persistieren. Am Ende des beschriebenen Prozesses steht nach Angaben von AWS ein abspielbarer Track. Der Blogbeitrag beschreibt damit erstmals anhand eines Musik-Workflows, wie diese Funktionen für kreative, mehrtägige Multi-Agenten-Prozesse genutzt werden können.
Runtime Instances erlauben mehrstündige Sessions, GPUs und persistente Volumes
Runtime Instances sind die neue Compute-Option innerhalb von Amazon Bedrock AgentCore. Es handelt sich um AWS-verwaltete EC2-Infrastruktur für persistente, lang laufende Agenten-Workflows. Im Gegensatz zu den serverlosen MicroVMs unterstützen Runtime Instances mehrstündige Sessions, GPUs, persistente Volumes und das Colocating mehrerer Agenten auf einer einzelnen Instanz. Beide Optionen nutzen dieselben Runtime-APIs, unterscheiden sich aber in ihren Einsatzszenarien: MicroVMs bieten schnelle Kaltstarts, Session-Isolation und verbrauchsbasierte Preisgestaltung, während Runtime Instances für lang laufende Workflows konzipiert sind, die über das typische Request-Response-Muster hinausgehen. Unklar bleibt allerdings das Preismodell: Die Preisseite von AgentCore beschreibt eine verbrauchsbasierte Abrechnung pro Sekunde auf Basis des tatsächlichen CPU- und Speicherverbrauchs, was sich offenbar auf die serverlosen MicroVMs bezieht. Für Runtime Instances fehlt im Material eine explizite Preisangabe, sodass offen ist, ob sie ebenfalls verbrauchsbasiert oder nach EC2-Instanztyp abgerechnet werden.
Bestandskunden von Bedrock Agents Classic können den Dienst weiter nutzen
Amazon Bedrock Agents Classic ist für Neukunden nicht mehr verfügbar. Bestandskunden können den Dienst weiterhin wie gewohnt nutzen. Für ähnliche Funktionen verweist AWS auf Amazon Bedrock AgentCore als Nachfolgeplattform, die mit Runtime Instances und MicroVMs zwei Compute-Optionen für das Hosting von Agenten bietet.



