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Anthropic: Claude berechnet Neun-Loop-Amplitude – Dixon bestätigt

Der KI gelang die Neun-Loop-Rechnung mit minimaler Intervention; eine parallele menschliche Arbeit relativiert den Durchbruch.

· Veröffentlicht: 26.09.2026 ·1 Min Lesezeit
Anthropic: Claude berechnet Neun-Loop-Amplitude – Dixon bestätigtMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Anthropic veröffentlichte am 25. September 2026 einen Gastbeitrag auf seinem Science Blog, in dem die Berechnung der Neun-Loop-Sechs-Teilchen-Amplitude in planarer N=4 Super-Yang-Mills-Theorie berichtet wird.
  • Die Berechnung ging einen Loop über den bisherigen Rekord von acht Loops hinaus, den Lance Dixon und Andy Liu 2023 aufgestellt hatten.
  • Die Berechnung nutzte Fable 5.1 innerhalb von Claude Science, Anthropics kostenpflichtiger Plattform, und startete mit einem einzigen Prompt.
  • Die beiden Anthropic-Physiker Liam Fitzpatrick und Siddharth Mishra-Sharma führten den Lauf durch und kontaktierten Matt von Hippel Ende August 2026.
  • Lance Dixon prüfte das Ergebnis unabhängig und bestätigte es.
  • Die Kosten beliefen sich laut Bericht auf etwa 100 US-Dollar für die Bootstrap-Berechnung (96 CPUs für eine Woche) bzw. 1.000–2.000 US-Dollar für Endnutzer.

Claude berechnet Neun-Loop-Amplitude

Laut Anthropic berechnete Claude die Neun-Loop-Sechs-Gluon-Streuamplitude in planarer N=4 Super-Yang-Mills-Theorie. Der Lauf startete mit einem einzigen Satz: „Berechne die Sechs-Teilchen-Hexagon-Amplitude in planarer N=4 SYM bei neun Loops.“ Danach beschränkten sich die Physiker darauf, dem Modell zu sagen, es solle weitermachen – ohne fachliche Eingaben oder Korrekturen. Claude verfolgte autonom zwei Strategien: die Replikation der etablierten Antipodal-Dualitätsmethode, die die Neun-Loop-Amplitude durch eine Dualitätstransformation auf einfachere niedrigere Loops zurückführt, und einen direkten Bootstrap-Ansatz im Hexagon-Funktionenraum, der die Amplitude aus analytischen und Symmetrie-Bedingungen konstruiert. Dixon hielt letzteren für undurchführbar, weil die Zahl unbekannter Koeffizienten bei neun Loops zu groß für eine praktikable Lösung ist. Beide Wege konvergierten und stimmten mit allen 107.053 Koeffizienten überein. Lance Dixon bestätigte das Ergebnis unabhängig durch Rückrechnung des Shape-Faktors.

Parallele menschliche Arbeit relativiert Durchbruch

Matt von Hippel, der die Herausforderung gestellt hatte, relativiert: Claude nutzte bekannte Methoden, insbesondere die etablierte Antipodal-Dualitätsmethode – eine in der Amplituden-Community anerkannte Technik, die Streuamplituden verschiedener Loop-Ordnungen über eine Dualität verbindet und bereits beim Acht-Loop-Rekord von Dixon und Liu zum Einsatz kam. Zudem erzielte eine menschliche Gruppe in Peking in denselben Wochen große Teile desselben Ergebnisses. Die Belege nennen keine Details zu deren Vorgehen oder Berechnungsansätzen; bekannt ist nur, dass ihre unabhängige Reproduktion des Großteils der Koeffizienten die Richtigkeit bestätigt und zeigt, dass der Durchbruch nicht allein auf das Modell zurückzuführen ist.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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